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Vexations von Get Well SoonAudio CD von City Slang (Universal)Preis bei Amazon: EUR 13,98, Angebote ab EUR 9,95 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Januar 2010 |
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Aus der Amazon.de-RedaktionEs kommt nicht alle Tage vor, dass eine deutsche Gruppe gleich mit dem Debütalbum musikalisch hochwertige Kompositionsfertigkeit anbietet. Get Well Soon mit ihrem Hang zum orchestralen Pop bildeten da im Jahre 2008 eine Ausnahme. Nun präsentiert das Vehikel von Songwriter, Multiinstrumentalisten und Sänger Konstantin Gropper mit Vexations einen bis ins Detail ausgearbeiteten Nachfolger vor, der Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon in den Schatten stellt. Gropper, ein junger Oberschwabe mit Wohnsitz Berlin absolvierte Mannheimer Pop-Akademie, wurde am Cello ausgebildet und weiß eine ganze Menge von Musik. Zufiel? Das Musikmagazin Spex warf ihm jedenfalls ?Schlaumeiermusik? oder ?Designer Cleverness? vor, was Konstantin in einem Interview mit Amazon. de trocken beantwortet: ?Lustig, dass gerade DAS Magazin für Schlaumeiermusik und Designer Cleverness so was schreibt. Es trifft mich aber sehr. Ich habe viel geweint?. Aber deckelt all das Wissen und Können nicht die Spontanität? Dazu meint Gropper, ?...das Spontanität in meiner Musik nicht die wichtigste Rolle spielt. Aber das ist ja eher eine künstlerische Entscheidung. In Improvisieren und Jammen sah ich nie meine Stärke, das hat bei mir nie zu einem guten Ergebnis geführt. Das Album entstand erst genau wie das erste auch. Es gibt eine Home-Recording Version mit einigem programmierten Instrumentarium. Diese Version haben die Musiker mit Noten erhalten. Ich bin zwar immer offen für Anregungen, die größte Veränderung fand im Studio allerdings schon in Sachen Raumklang und Dynamik statt, weniger im Arrangement?. Auffällig an Vexations sind die sehr üppig ausstaffierten Arrangements, dass in den Songs eine Schwere liegt, die sich in den Texten fortsetzt. Wo nur kommt diese so ernsthafte Sicht auf die Dinge her? ?Ich weiß nicht so recht?, antwortet der Get-Well-Soon-Mastermind, ?das ist eigentlich keine Absicht. Wenn ich mich hinsetze und Songs schreibe, gelange ich oft schnell automatisch zu ernsteren Themen. Man sitzt da als Autor ja nur bedingt am eigenen Steuer. Beim Schreiben kommen dann eher die verborgenen Sachen zutage. Vielleicht kommt ja irgendwann noch das Ballermann-Album. Wer weiß?. Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon entstand in einem halben Musikerleben, Vexations in nur zwei Monaten und trotzdem quillt es über vor Zitaten, Referenzen und Einflüssen. Wie konnte die in so kurzer Zeit verarbeitet werden? Gropper: ?Es war einfach das Konzept des Albums mit Zitaten und Querbezügen zu arbeiten. Die größte Arbeit war die Stoffsammlung. Das Collagieren und Ausformulieren ging recht schnell. Ich glaube aber auch, dass sich einfach über längere Zeit schon relativ konkrete Ideen ?angestaut? hatten, die dann ziemlich schnell wieder präsent waren. Amazon.de: Das Verwirrende an deinen Songs sind die stimmungsvollen Hochs und Tiefs, deine Gesang aber bleibt zumeist stoisch, fast kontrolliert. Zufall oder Konzept? Worauf Konstamtin Gropper antwortet: ?Teils, teils. Ich würde sagen: Das ist einfach, wie ich singe. Ob das nun kontrolliert klingt, kann ich nicht beurteilen. Die Stimme ist bei mir eben nicht immer emotionales Zentrum der Songs, das können auch mal andere Parts übernehmen, und der Gesang kommentiert eher. Aber ?verwirrend? finde ich gut. Dann mach ich so weiter?. Wer sich die Deluxe-Edition von Vexations zulegt, wird mit acht ganz besonderen Songs belohnt. ?Your Teenage FBI? wurde für den Film Same Same But Different von Detlev Buck komponiert und listet als Gast Wallis Bird. ?Busy Hope? wie ?Good Friday? stammen von Palermo Shooting von Wim Wenders und ?The World Needs A New...? aus dem Streifen Contact High. Weitere Soundtrackbeiträge sind das Stevie Wonder Cover ?Harmour Love? für Junebug sowie My Door? aus Der Entsorgte Vater von Douglas Wolfsperger. Abgerundet wird die Bonus-CD durch die Coverversion ?La Chanson d'Hélène?, einst von Romy Schneider & Michel Piccoli gesungen und ?I'm Deranged? aus der Feder von David Bowie & Brian Eno kennen Cineasten aus Lost Highway vom Meisterregisseurs David Lynch. - Sven Niechziol 5 Kundenrezensionen:And ... action 4 von 5 PunktenPink Floyd haben letztens gegen ihre Plattenfirma durchgesetzt, dass ihre Songs nicht einzeln, sondern nur als Album zum Download angeboten werden dürfen: alte Schule der Konzeptalben-Verfechter. Was haben nun Pink Floyd mit Get Well Soon zu tun? Nicht viel, außer freilich, dass auch Konstantin Gropper ein Fan von Konzeptalben ist. In MP3-Zeiten, in denen alles digital auseinanderzufallen droht, hält er den Laden zusammen und die Fahne hoch: VEXATIONS präsentiert er als gutes altes Konzeptalbum, mehr noch: als Gesamtkunstwerk, das live mit Filmprojektionen untermalt wird. Das allein ist natürlich noch kein Qualitätsmerkmal, es zeigt aber eine gewisse handwerkliche Herangehensweise. Ob er wohl Filme im Kopf hat beim Komponieren? Vieles jedenfalls wirkt wie Soundtrack-Musik. Oder wie es in A BURIAL AT SEA heißt: "let the camera roll / and ... action" Im Unterschied zum Debütalbum ist VEXATIONS weniger eingängig, dieses Album muss man sich erschließen. Auch sind die ironischen Brechungen und Verschmitztheiten des Debüts verschwunden. Gropper ist erwachsener geworden, ernster, melancholischer. Depressiv würde ich seine Musik jedoch keinesfalls nennen. Geblieben ist das Händchen fürs Oppulente. Zwar werden z. B. mit RED NOSE DAY auch stille und schlichte Momente auf der Platte untergebracht, die wichtige Akzente setzen und die anderen Songs nurmehr ins rechte Licht setzen, ansonsten darfs aber gern noch eine Bläsersektion, ein paar Streicher und einige Perkussionsinstrumente mehr sein. Manches hört man nur, wenn man die Songs unter Kopfhörern hört. Bombastpop at ist best, ein Glücks- und Ausnahmefall für dieses Land. In dieser Qualität momentan sonst nur von Owen Pallett, Arcade Fire oder The Decemberists zu haben, früher auch von Belle and Sebastian und Divine Comedy. Wer die Genannten mag, macht beim Kauf von VEXATIONS sicher nichts falsch. Ein Kopfsprung in die Melancholie 4 von 5 Punkten"Get well soon" können mich auch mit ihrem zweiten Album begeistern. Die Songs auf "Vexations" sind im Vergleich zum Vorgänger etwas düsterer und vor allem melacholischer, um nicht zu sagen depressiv. Dennoch garantieren Songs wie "Aureate!", "A voice in the Louvre", "Angry young man" und "We are ghosts" Gänsehaut-garantierte Glücksgefühle. Das komplette Album verbreitet im Gesamteindruck eine erdrückende Atmosphäre und ist defintiv nicht für die eigene Party oder dem gemütlichen Beisammensein mit Freunden geeignet. Eher verbringt man seine Zeit mit "Vexations" mit einer langen Nachtfahrt über diverse Landstraßen weit ab von der Stadt, um in diesem Werk abtauchen zu können. Das erste Album von "Get well soon" gefällt mir insgesamt zwar besser, aber dennoch kann man hier von einem durchaus würdigen Nachfolger sprechen. Wer also die Band nach "Rest now weary head you will get well soon" mochte, wird sie auch nach "Vexations" noch mögen. Nicht mehr und nicht weniger. Fazit: Absolute Kaufempfehlung, solange man auch was mit dem Vorgänger anfangen konnte, denn wie auch bei diesem verbreiten die ausgekoppelten Singles nicht ganz die Intensität und die Atmosphäre, die das ganze Album als ganzes verstrahlt. Definitiv keine "Unannehmlichkeiten"! 4 von 5 Punkten1. Durchlauf (immer noch mit der Euphorie vom Debütalbum im Ohr): Die Ernüchterung. Das Intro, das der Soundtrack aus einem Tim Burton Film sein könnte, gibt anscheinend den Ton für den Rest an. Sehr geheimnisoll, sehr traurig und leider, musikalisch - nicht textlich, auch sehr langweilig. Anscheinend.. 2. Durchlauf (2 Tage später, aber so schnell gebe ich nicht auf): Das erste Mal Gänsehaut bei Song 4 - "Red Nose Day" - bekommen. Nur ein paar ruhige Akkorde, etwas orchestraler Hintergrund mitsamt Engelsstimme und ein tieftrauriger Gesang reichen für ein vollkommen intensives, kurzzeitiges Abdriften aus. Kurz darauf bleibt das ebenso eindringliche "Werner Herzog Gets Shot" hängen. 3. Durchlauf (unmittelbar danach): Das Album kommt mir auf einmal doch nicht mehr so langweilig vor. Es gibt sogar ein paar schnellere Songs mit Hitqualitäten, die jetzt auf Dauerrotation laufen: "Seneca's Silence", "Angry Young Man" und "We are Ghosts". 4./5./Xter Durchlauf: Konstantin Gropper hat hiermit wieder ein großartiges Gesamtpaket abgeliefert, das vielleicht ein wenig später zündet, dann aber richtig! Bis ins kleinste Detail perfekt arrangierte Musik zum Genießen und zum Träumen, die einen Tick schwermütiger und düsterer als noch auf "Rest Now Weary Head, You will.." ist, aber fast alle Erwartungen bei mir erfüllt hat. Einzig mit Song 9 & 14 kann ich einfach nichts anfangen. Da kann ich es noch so oft hören. PS: Das kunstvolle Albumcover bekommt von mir jetzt schon den Titel: Cover des Jahres 2010! Im Dickicht des Waldes 5 von 5 PunktenZwar hat uns China mittlerweile als Exportweltmeister endgültig überholt, aber ein paar Dinge gibt es dann dennoch, auf die Germany zurückgreifen kann. Die guten deutschen Autos zum Beispiel auch das gute Bier natürlich. Musikalisch na ja, da hätten wir Tokio Hotel für die Teenies dieser Welt und Rammstein für ja, für wen eigentlich? Mir fallen dann noch Scooter ein und die guten alten Kraftwerk, aber dann wars das auch. Der Indie-Rock-Sektor lässt zu wünschen übrig nachdem The Notwist zusehens langweiliger werden, hält seit gut zwei Jahren ihr bayrischer Landmann Konstantin Gropper die nicht-unbedingt-schwarz/rot/goldene Fahne oben. Das Debüt Rest Now, Weary Head, You Will Get Well Soon war ein anständiger Erfolg und eine der besten Platten, die dieses Land in den letzten Jahren hervorgebracht haben. Das hat dann auch das europäische Ausland mitbekommen. Und nachdem er mit Get Well Soon ausgiebig durch alle möglichen Lande tourte und mit dem Schreiben von Filmmusik beschäftigt war, hatte man gar nicht vermutet, das Gropper so fix den Nachfolger einspielt. Doch der Mann ist ein Arbeitstier, denn Vexations wurde in Rekordzeit eingespielt und das Beste daran: man hört es dem Album nicht an! Natürlich geht Gropper auf Nummer Sicher und lässt hier nichts anbrennen. Vexations geht den Weg des Debüts weiter und folgt, getreu dem Intro Nausea einem verwunschenen Pfad mitten hinein in eine kleine Fantasiewelt. In dieser entfaltet Gropper wieder einen hymnischen Indie-Pop, der voll Größe und Erhabenheit in der internationalen Liga spielt. Dabei schlägt er mit Get Well Soon deutlich düstere und melancholischere Klänge an, als noch auf Album Nummer Eins. Die Grundstimmung ist verzweifelter, in sich gekehrter und nachdenklicher. Sozusagen passt dieses Album noch besser als der Vorgänger in den verschneiten, düsteren Winter. Das Bild eines dunklen Waldes kommt einem in den Sinn, nicht nur wenn man das Video zur Single Angry Young Man vor Augen hat. Dazu gibt es wie immer jede Menge Streicher, Bläser und bei A Burial At Sea auch schon mal einen schicken Chor. Beerdigungspop mit hohem Unterhaltungswert. Dazu so unverschämt versteckte, aber doch offensichtliche Hits wie We Are Free oder das bittersüße Werner Herzog Get Shot (die Thematik Tod eines Volksschauspielers wurde ja bisher auch eher ungenügend in der Popmusik verbraten) und natürlich auch die tiefe Melancholie eines simplen Glanzlichtes wie That Love. Und selbst wenn da am Ende des Waldes ein Licht ist Gropper dreht sich einfach um und rennt noch mal in die andere Richtung. Das schöne an der ganzen Geschichte ist aber, das Vexations jetzt keine Suizidstimmung verbreitet, sondern in seiner Zelebrierung der Melancholie gerade zu etwas Erhebendes hat. Wie der Vorgänger schafft es auch dieses Album, Trost und Wärme zu schenken, die einem durch all die Dunkelheit und Verzweiflung dieser Welt helfen kann. So hinterlässt der Abschluss We Are The Roman Empire auch ein Gefühl der Hoffnung und Zuversicht beim Hörer. Produktionstechnisch legt Vexations noch mal einen Grad zu gegenüber dem Debüt. Man merkt, dass Gropper das Werk diesmal nicht in mühsamer Einzelarbeit zusammen gefrickelt hat, sondern dass da eine ganze Riege fähiger Musiker am Werk war. Und so hält Vexations das hohe Niveau des Vorgängers problemlos und bezaubert erneut mit wundervoll schwermütigen Klängen. Vielleicht hat dies nicht mehr den A-ha-Effekt des Debüts, aber daran sollte man sich eh nicht messen. Zwei Produkte, zweimal hervorragende Leistung da soll die Autoindustrie mal schauen, ob sie hier nachziehen kann. Der Kritiker Karl Bruckmaier ... 2 von 5 Punkten... hat die liebenswerte und höchst respektable Eigenschaft, seine Meinung über die tatsächlichen und vermeintlichen Größen im Pop- und Rockbusiness in kleine, scharfzüngige und zuweilen recht sarkastische Sätze zu zwingen und so nach kaiserlichem Gestus den Daumen über dem jeweiligen Werk zu heben oder zu senken. Davon abgesehen, dass er in dieser Funktion eigentlich Personenschutz beantragen müßte, um sich vor Farbbeutelattacken der Geschmähten zu schützen, abgesehen auch davon, dass ihm manch einer wegen seines Jahrgang (56) jedwedes Urteilsvermögen absprechen wird, abgesehen auch davon, dass ich selbst bei einigen seiner Urteile innerlich so manchen Strauß mit ihm ausgefochten habe - abgesehen davon also hat er bei "Vexations" punktgenau getroffen: "Mit dem Lachen über diese Platte werde ich in Jahren noch nicht fertig sein." Rumms, das hat gesessen. Das kann man, kein Zweifel, differenzierter darstellen. Muß man aber nicht. Jedes Lied auf dem Album schreit Ambition, schreit Bedeutung, Kopfkunst. Sartre, Herzog, Darvin, drunter geht's nicht, dazu Harfen, Streicher, Chöre und das ganze Posaunenensemble aus Jericho, alles dabei. Doch irgendwie bleibt der Großteil der Songs seltsam zäh und uninspiriert, es plätschert trotz fetter Instrumentierung so dahin. "Senecas Silence" und "We Are Free" haben ja noch halbwegs Schmackes, aber schon der "Red Nose Day" dümpelt mit allerlei gerauntem Gewisper dahin, auch "5 Steps/7 Swords" macht es als Trauermarsch nicht eben besser. Danach passiert eine große (Lange)Weile nicht viel, beschauliche Soundskizzen, Klangakrobatik - erst der "Angry Young Man" holt die Platte kurz vor Schluß aus der Agonie - endlich, möchte man meinen, kommt der Junge mal in die Puschen. Hat sich dann aber wieder, für das "Römische Reich" wird noch mal kräftig Schwermut aufgesattelt. Es ist ja nicht so, dass er es nicht könnte, der Konstantin Gropper, aber mir scheint, dass das Debütalbum deutlich stringenter, kraftvoller war und so auch musikalisch mit der textlichen Ambition mitzuhalten vermochte, Spannungsbögen setzte, ohne allzuviel aufgesetztes Brimborium auskam. "Vexations" ist davon leider weit entfernt, da wäre weniger deutlich mehr gewesen. |
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Falling Down a Mountain von TindersticksAudio CD von 4ad/Beggars Group (Indigo)Preis bei Amazon: EUR 13,98, Angebote ab EUR 9,45 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Januar 2010 |
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4 Kundenrezensionen:Black Smoke Peanuts 4 von 5 PunktenThe critics here stumbled me to take health... Ich habe dieses Album nicht für ne große Nummer gehalten, nach 3-4 mal hören. Das Vorgängeralbum hatte meiner Meinung nach ganz andere Qualitäten. Nun, ich beschäftige mich noch mal mit den Mountains... gespannt war man ja, wie sich das ganze auf 4 AD- niveau anfühlt; also 4 AD ist ja ne Art Heimat für eine bestimmte Kunst von Musik--und ob die T-stix da reinpassen ist schon fraglich und so wirkt das ganze auf mich auch fragil und mutlos, wenn auch musikalisch wie immer wertvoll. Stuart Staples hat eine meiner Lieblingsrubriken in meiner persönlichen Sammlung erklommen, nämlich die Aufnahme in die Rubrik " Sein französischter Song " ; bei Morrissey ist das z.B. " Lifeguard Sleeping, Girl Drowning "; ein weit hin unterschätzter track von seinem 94-er Album " Vauxhall and I ". Hier wird nun " Harmony around my table " zum für mich defintiv französischten Song der Tindersticks! Die unmittelbar folgende Zusammenarbeit mit Mary Margaret O Hara in " Peanuts " ist dann ja fast nur noch Formsache gewesen. NUR DESHALB kann man aber nicht von einem großen Album sprechen ! Die Tindersticks-fans werden die ersten beiden Alben alle 200-300 mal gehört haben; man wird sehen, ob dieses Album nach 25 Versuchen im detail greift! Noch ein Meisterwerk... 5 von 5 PunktenNein, ich gebe zu, ich hätte nicht gedacht, dass die Tindersticks nochmals so ein Meisterwerk veröffentlichen. Nicht, dass ihre Alben mittelmässig oder schlecht gewesen wären (,Hungry saw', ,Waiting for the moon' oder ,Curtains' haben jeweils alle mehr Klasse als die entsprechenden Jahresverkaufs-Top Ten zusammen!) aber sie reichten alle nicht mehr ganz an die beiden ersten Tindersticks Meisterwerke (Tindersticks I und II) aus den Jahren 1993 und 1995 heran. Schon beim ersten Song begint eine unglaubliche starke Sammlung von Liedern. Der Titelsong ,Falling down a mountain' mit seinem psychedelischen, leicht jazzigen Einschlag raubt einem den Atem. So kannten wir die Tindersticks bisher nicht unbedingt. Die Trompeteneinsätze und die Rhythmusabteilung der Band haben da ganze Arbeit geleistet (das Schlagzeug erinnert mich an die unglaubliche Spielweise/Technik des Jazzers Joe Morello aus den 50ern). Gleich der nächste Song ,Keep you beautiful' hält mühelos das hohe Niveau des ,Openers'. Es ist eine wunderbar schöne Ballade, fast nur von der Gitarre begleitet singt Mr. Staples den Song mit einer Leidenschaft in der Stimme, die einmalig ist. ,Harmony around my table' kommt dann sehr poppig daher und auch diese Richtung meistern die Tindersticks mit ihren eigenen Stilmitteln. Es wird nie zu poppig und nie zu glatt, dafür sorgt schon Spaples einzigartige Stimme. Das im ,Chorus'-Hintergrund gesungene "duwab...duwab..." erinnert mich doch tatsächlich an einen Disco-Pop-Hit der längst verschollenen Band Fox aus den Siebzigern (kein Scherz)... Beim Song ,Peanuts' eröffnet und überrascht dann eine weibliche Stimme für die nächsten Minuten. Mit Mary Margret O'Hara als Duetpartnerin beweisst Stuart A Staples einmal mehr sein ausgezeichnetes Fingerspitzengefühl bei der Auswahl an Duetsängerinnen (z. B. Isabella Rossellini oder Carla Torgerson), welche schon immer Höhepunkte im Repertoire der Tindersticks waren. Beim Song ,Factory girls' müsste man das Genre ,Chamber-Pop' erfinden, gäbe es dieses nicht schon. Mit so viel Leichtigkeit und Zartheit einen Song vorzutragen, nun dass ist halt definitiv eine der Stärken der Briten. Hört man das Lied ,She rode me down' hat man das Gefühl, irgendwo in einer kakteenüberzogenen Landschaft im südlichen Arizona zu sein. ... würde auch gut in ein Calexico-Konzert passen (mit Tambourin, Flöte und Xylophon). Abgerundet wird das Album unter anderem noch durch das (für Tindersticksverhältnisse) rockige ,Black smoke', eine wirkliche tolle Nummer und 2 wunderbare Instrumentalnummern (hier hört man Mr. Staples Faible für Filmmusiken wieder mal raus) . Als Fazit bleibt anzumerken, dass jeder der den Tindersticks positiv zugeneigt ist, sich das Album zulegen sollte. Wer weiss, ob sie jemals wieder so ausgezeichnet sein werden... Facettenreiche Werkschau: Groovig wie in Anfangszeiten - Verspielt und gefühlvoll wie eh und je 5 von 5 PunktenDem hartarbeitesten, britischen Melancholiker von Paris, Stuart Staples - von jeher Sänger/Lyriker der Tindersticks, ist zusammen mit seinen frühsten Weggefährten ein wirklich hervorragendes gelungen, das man so hätte nicht erwarten können. Auf die faule Haut des Schreibens legt sich der exzentrische "Kopfrocker" nicht, obwohl dies nach zahlreichen Alben, die sich in den Bestenlisten wie in den Herzen von Feuilttonisten und intelligenter Alternativemusikliebhaber festgesetzt haben, durchaus legitim wäre. Wirkte die letzte und gleich erste Platte der drei verbliebenen Gründungsmitglieder, nachdem Austieg/Trennung von Staples' kongenialem Streicher und -Arrangeur Dickon Hinchliffe, dem Schlagzeuger und dem Bassisten, noch ein wenig hölzern und eher wie ein - natürlich geistreich instrumentiertes - zusammengewürfeltes Soloalbum von Staples - greift der Neuling die Ansätze von "The Hungry Saw" auf, entwickelt diese weiter und macht es zu einem eigenständigen, homogenen Werk, somit einem weiteren, höreneswerten Highlight in der Diskographie der Tindersticks. Wer die Tindersticks nicht kennt, muss sich natürlich erst an ihre eigenartige, aber lohenswerte, Mélange aus Jazz, Klassik, Retro-Rock, Blues, Country, Indie und Soul - sowie an ihren unabstreitbaren Hang zum Kitsch - gewöhnen, so waren sie doch als einer ungewöhnlichsten, englischen Bands der 90er Jahre hoch anerkennt. Mit "Falling Down A Mountain" ist den TINDERSTICKS jetzt, melodisch wie episch, eine beachtliche Werkschau aus verschiedenen Schaffensphasen gelungen, die besonders (so hat man als langzeitiger Fan das Gefühl) auch wieder Neueinsteigern die Faszination dieser Musik ausdrücklich näherbringen kann. Das Schönste für Connaisseurs sei gleich zu Beginn gesagt: Sie klingen frisch und grooven wieder wue auf dem "First Album" - der Opener und gleichnamige Titeltrack lässt einen die komplexe, wirre und rebellische Luft des Erstlings einatmen - verquerte Takte und jazzige Bläser, melodiöse, mehrstimmige Mantren und schnoddrig genuschelte Poesie - im Gegenzug dazu sind sie allerdings streckenweise wieder soulig, wie in der späteren Phase der Urbesetzung, wie z.B. auf "Simple Pleasure" oder "Can Our Love...", denn im besten Retro-Soulgewand tönt "Harmony Around My Table" und lädt zum heiteren Mitschnippen und Mitsummen der fortwährend groovenden Backing Vocals. Auch die verträumte, tiefst melancholische und fragile Seite à la "Curtains" oder dem Zweitling kommt nicht zu kurz. Ein Stück wie "Piano Music" wiederum erinnert an die innehaltenden Instrumentalstücke auf den Soundtracks für französische Independent-Filme wie "Nénette et Boni". An zweiter Stelle gelungen positioniert - ist das eingängige Stück "Keep You Beautiful". Die gesamte Abwechselung des Albums ist beeindruckend; so hat man doch einfach wirklich fünf, sechs Alben der Briten auf einer CD - vertraut wie gleichzeitig erfrischend! "Peanuts" ist ein Ohrenschmaus und, so lege ich mich jetzt fest, das allerbeste Duett mit weiblicher Stimme, das sie je aufgenommen haben. Die kanadische Sängerin, die hier zu hören ist und wie man außerdem lesen kann, zuvor nur mit dem mit ihnen ab und an verglichenen Tom Waits und Morrissey gearbeitet hatte, sich also folglich rar macht, harmoniert mit Stuarts tiefem Barriton wie keine andere zuvor, verpasst der Stimmung des Liedes konträr etwas von naiver Leichtigkeit. Man lässt sich von einer bezaubernden countreyesquen Jazzpop-Perle verzücken, bei der die Zeit um einen herum stehen bleibt, genauso wie beim absoluten Höhepunkt der CD, nämlich Nummer 9, "FACTORY GIRLS"! Sie ist eine wundersame, reflektierende Gefühlsballade mit einer magischen Klavierfigur, die sich langsam aufbaut und die ohne Weiteres auf dem Meilenstein "Second Album" stehen könnte - wer hätte gedacht, dass sie noch einmal auf solch einen eingängigen und zudem originellen Song kommen, der zu Tränen rührt und in seiner Kompaktheit in einer Linie mit dem wohl berühmtesten Titel "Tiny Tears" steht, ohne dabei voriges zu kopieren bzw. ein Abklatsch dieser Phase zu sein. Thematisch verzweifelt und selbstkritisch rückblickend : "It's the wine that makes me sad, not the love I haven't had!"... Auf dem gesamten Album herrscht eine sentimentale Stimmung, man will gleich wieder alle alten Alben rauf und runter hören, und dass selbst wenn man das schon all die Jahre zuvor bereits oft genug getan hat - aber die Sentimentalität ist nicht flach, sondern vom Aufbruch des Weitermachens euphorisch und voller Freude getragen. Die vorher genannte Abwechselung wird diese CD für Kenner wie Neulinge dauerhaft auf den Player zwingen, und so schnell nicht mehr von sämtlichen medialen Abspielgeräten Platz machen! Aus aufnahmetechnischer Sicht trifft CD auch durch Klang und Mischen von Schlagzeug, Bass und Gitarren den Zeitgeist. Bereits früh im neuen Jahr setzen die englischen Altmeister mit "Falling Down A Mountain" die Latte für melancholische Alternative-Musik durch eine retroperspektiv und abwechslungsreich erfrischende Werkschau in diesem Jahr überraschend hoch. Der Anfang ist schon mal ... 4 von 5 Punkten... ein guter Test, ob man bereit ist, sich auf die neue Platte der Tindersticks einzulassen: sieben Minuten, die mit rhythmisch klackendem Drumset beginnen, und sich - begleitet vom mantraartigen Gesang Stuart Staples' und einer hellen Jazztrompete - im letzten Drittel zum sachten Reggae wandeln. Das Titelstück erinnert so irgendwie an den letzten Song vom großartigen Lambchop-Album "Is A Woman", auch hier wurde man mit einer ähnlichen Metamorphose überrascht. Überhaupt ist das ganze Album ein großes, unentschiedenes "Irgendwie", wirkt es doch bei weitem nicht so aus einem Guß wie frühere Werke, vom selbstbetitelten Debüt und dem Nachfolger ganz zu schweigen. Staples und seine Mannen wagen sich an vielfältige Schattierungen: Stücke wie ein behutsames "Keep You Beautiful", das anrührende "Peanuts" als Duett mit der kanadischen Songwriterin Mary Margaret O'Hara und natürlich am Ende ein elegisches "Factory Girls" - zum Weinen schön. Dagegen stehen die eher traditionellen Shuffle-Songs "Harmony Around My Table" (verziert mit reichlich "duwab" und "lalala"!) und "No Place So Alone". Ein Zwitter und zugleich der stärkste Auftritt ist das kraftvolle "Black Smoke" - Soul, Blues, Rock, Country, man weiß nicht, wohin die Reise genau gehen soll und es ist egal. Dazu noch diverse Instrumentals, die den Eindruck noch verstärken, dass sich die Tindersticks mit dieser Platte nach wie vor als Suchende sehen - nach gut und gern acht Platten ist das aller Ehren wert. Und wer sagt denn, dass man immer alle Erwartungen erfüllen muß ... |
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Tocotronic/Limited Edition von TocotronicAudio CD von LadoPreis bei Amazon: EUR 11,40, Angebote ab EUR 8,40 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Juni 2002 |
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Aus der Amazon.de-RedaktionAuch beim neuen Tocotronic-Album Tocotronic gibt es keinen eklatanten Richtungswechsel und doch ist es ein unerwartet konsequenter, großer Schritt für die Band. Eins hat auch hier nicht stattgefunden: Immer noch ist das indie-rockig schrammelnde Songwriting mit seinen nörgeligen Gesangsmelodien, das die drei mit ihrem Debütalbum Digital ist besser (1995) einführten, Herz und Ausgangspunkt des Systems Tocotronic. Allerdings ist die Produktion aufwäniger, Produzent Tobias hat hörbar länger gefeilt, das Schrammeln ist gewissermaßen kostspieliger geworden. Dass die Songs dennoch nicht in der Produktion untergehen, spricht sowohl für die Band als auch für Produzent Tobias Levin (Cpt. Kirk &). Wunderbar der Einstieg mit der Single "This Boy Is Tocotronic", die, in der Tradition von "Let There Be Rock" vom K.O.O.K.?Album mit seinem Keyboard-Zitat aus "The Final Countdown", mit Rock-Klischees spielt und ein (gesampletes?) Gitarrensolo im Stil Eddie Van Halens ans Ende setzt. Textlich haben sich die Inhalte noch einmal weiter weg von der reinen Ablehnung der deutschen Alltagskultur hin zu selbstreflektiver Sicht der Dinge verschoben und geben dabei öfter den Prozess des Nachdenkens wieder als einfach Slogans zu präsentieren. Den qualmenden Resten der Hamburger Schule sind Jan Müller, Arne Zank und Dirk von Lowtzow mit diesem Album endgültig entstiegen. --Rolf Jäger 5 Kundenrezensionen:melancholie pur....einfach nur klasse!! 5 von 5 PunktenWOW, also ich kann nur sagen: HUT AB TOCO's! Was Ihr da für eine CD abgeliefert habt ist einfach nur klasse! Tocotronic besticht durch schöne melancholische, sanfte und ruhige Melodien,die einfach nur ROCKEN! Die aktuelle Single 'This Boy Is Tocotronic' hat es mir vor allem angetan und meine Aufmerksamkeit auf das neue Album gelenkt. Man kann zu diesem Song einfach nur abgehen und rocken was das Zeug hält. Auch wenn alle anderen Stücke auf dem Album deutlich ruhiger sind, so sind diese kein Stück schlechter (Anspieltipp: Hi Freaks, Näher zu Dir...). Für mich ist das Album schon jetzt eines der besten Albem dieses Jahres....und für mich sind Tocotronic mit diesem Album zu den deutschen Smashing Pumpkins geworden. KAUFEN! tocotronic? 5 von 5 PunktenAuf jeden Fall. Ich habe ein neues Lieblingsalbum. Und jeder, der neuen Dingen offen ist und es nicht schlimm findet, dass die drei Tocs nach sieben Jahren nicht mehr die gleichen verzerrten Gitarrensounds verwenden, der wird vielleicht genauso denken. Dieses Album ist meiner Meinung einfach nur schön. Viele Leute sagen, dass das nicht mehr Toco ist und so weiteHr. Aber was ist eigentlich Tocotronic? Für mich ist Tocotronic auf jeden Fall Weiterentwicklung, und das wird hier gezeigt. ICh kenne wenige Alben, die einem eine derartige Anzahl an wunderbaren Klangwelten eröffnen. Sicherlich nicht so sehr "rockbar", aber auf andere Weise tanzbar. Also, gehet hin und erweitert euer musikalisches Spektrum mit dem TOCOTRONIC Album(warum werden die drei wohl gerade dieses album Tocotronic nennen?.....!). Wolke der Unwissenheit 5 von 5 PunktenSuperplatte! Zum Träumen! Zum Rocken! Zum bissl Nachdenken! Aber nichts für Schnell-Urteiler; man muss sie schon ein-zweimal anhören, um zu verstehen, dass Toco nicht mehr kommen, um sich zu beschweren, was zweifelsohne in den Neunzigern angemessen war. Sie haben sich verändert, aber sie sind wieder mal sehr gut. Ich bin älter geworden; schön, dass eine meiner Lieblingsbands mit mir mitwächst und sich entwickelt. Voll mein Geschmack! Danke Jungs! ALLES WIRD IN FLAMMEN STEHEN 5 von 5 Punkten... wenn man dieses werk einmal gehört hat! anders als die bisherigen tocotronic alben. die drei hamburger entwickeln sich weiter. und das sollten auch ihre fans tun! alles ergibt ein GANZES. fantastisch romantische texte, für die dirk von lotzow nach eigenen angaben nie länger braucht als 10 minuten. ES IST ALLES SO EINFACH. zAUBER - mÄRCHEN - rÄTSEL -HAFT eine ausnahmescheibe!!! 5 von 5 Punktenich habe selten eine scheibe gehört die atmosphärisch und inhaltlich so dicht und fesseld ist: diese platte lässt keinen kalt. musikalisch sind tocotronic weicher geworden,vorallem aber vielfältiger.natürlich können entäuschte gemüter darüber klagen dass der liebgewonnene "digital ist besser"sound verlorengegangen ist,aber mal ehrlich;währe das nicht irgendwie langweilig geworden? was natürlich absolut bewundernswehrt ist,ist das geniale songwriting.aber urteilen sie selbst... |
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Hi Freaks Maxi-CD 1 von TocotronicAudio CD von Rough TradPreis bei Amazon: EUR 4,32, Angebote ab EUR 1,71 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Sept. 2002 |
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3 Kundenrezensionen:Hi Freaks-Radioversion 4 von 5 PunktenRadio 1 vom RBB spielte über Wochen diese Version und die wollte ich haben. Der Rest der CD ist - hm..., ist da. Oder auf der Org.-CD. Auch nach mehrmaligem Anhören konzentriert sich mein Ohr auf Song 1. eine grosse single 5 von 5 Punktenwarum? weil nicht nur der einzigartige timeandtide-remix drauf ist, sondern auch drei wahnsinnig schöne cover. einfach reinlegen und bei manch einem/r wird sich eine wohlmutige Aufbruchstimmung breitmachen... "and we walk through time and tide like freaks!" Nichts besonderes! 2 von 5 PunktenDiese Maxi gehört wahrscheinlich zu den eintönigsten und am wenigsten gelungenen MCD's von Tocotronic. Wenn man sich die Remix-Versionen von "Hi Freaks" so anhört scheint der Song ja nicht viel hergegeben zu haben. Während Maxi-CD 1 zu "Hi Freaks" als durch und durch gelungen bezeichnet werden muss (wirklich phantastische Coverversionen), scheint mir diese CD doch als zu langweilig. Es wird ein bisschen an den Songs rumgeschnippelt, ein mehr oder weniger netter und ansprechender Beat unter den Song gelegt, noch'n bisschen dran rumgespielt und fertig ist die Remix-Version. Der einzig gelungene Remix (Alexander Polzin Remix) zu Hi Freaks ist zwar interessant und absolut hörenswert, kommt aber nicht ganz an einige Remixversionen von KOOK-Songs heran (Turner, Fischmob/Erobique). Diese CD scheint mir nur für Tocotronic-Freaks wirklich interessant zu sein! |
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24/7 (Limited Edition) von Die SterneAudio CD von Materie Records (rough trade)Preis bei Amazon: EUR 17,99, Angebote ab EUR 14,00 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Februar 2010 |
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ProduktbeschreibungSterne,Die - 24/7-Ltd Edition Aus der Amazon.de-RedaktionDie Kurzformel 24 / 7 ist ein amerikanischer Begriff, der die Dauerbereitschaft und Verfügbarkeit von 24 Stunde an 7 Tage die Woche ausdrückt. Der Mensch macht sich zum Sklaven oder wird versklavt, seine Ketten heißen Mobiltelephon und permanenter Online-Zugang. Ein ewig aktuelles Thema, das Die Sterne aus Hamburg auf ihrem musikalisch voller Überraschungen steckenden Album 24 / 7 aufgreifen. ?Es geht auf der Platte mehrfach um das Thema Würde. Die gesellschaftlichen Konventionen verlangen immer mehr Anpassung und eine Leistung, die immer mehr die menschliche Würde vergisst. Ein Zitat des Philosophen Nietzsche lautet: ?Wer mehr als acht Stunden am Tag arbeitet, ist ein Sklave?, so Sänger Frank Spilker. Da fallen einem doch wieder die Begriffe ?Hamburger Schule? und ?Diskurs-Pop? ein, als Musik mit intellektuellem Anspruch. Allerdings lassen Die Sterne diesmal die Gitarren bei der Vielzahl der Songs in der Ecke stehen, um Räume für hochtanzbare Elektrogrooves zu schaffen. Die 1992 gegründete Gruppe setzte dafür einen Prozess in Gange gesetzt, um eine neue Form zu finden, einen neuen Weg zu gehen, anstatt Bekanntes fortzusetzen. Der erste Song des Albums war ?Convenience Shop? mit einem housigen Piano und ohne Gitarre aufgenommen. Dort, also beim Beats als Startpunkt eines Songs, setzten Die Sterne an und vervollständigten die neuen Tracks zu 70 %, stellten also die Grundgerüste auf. Zu diesem Zeitpunkt waren Die Sterne noch ein Quartett, als es dann um den Feinschliff und die fast schon sensationelle Zusammenarbeit mit Mathias Modica alias Munk vom Münchener Label Gomma ging, da stieg Keyboarder Richard von der Schulenburg aus. Das Rest-Trio nahm diesen Verlust in Kauf, denn ?...die finale Arbeit war unserer Meinung nach entscheidend, sie macht das Album zu etwas Besonderem. Modica brachte sich mit seinem geschmackssicheren Talent für Sound sehr viel ein in das Album...?, so Frank Spilker. 24 / 7 wird permanent vorangetrieben von Beats, die nie überdrehen und an die kurz gehaltene Text mit Parolen andocken. Spilker:. Ich hab mir für 24 / 7 ein Echogerät gekauft, was zur Folge hat, dass das Tempo rausgenommen wurde, weil man ja das Echo abwarten muss. Dadurch erreichen die Songs auch oft die Lange von 5 bis 6 Minuten?. Die Platte läuft elegant und fast bruchstellenfrei durch, vor allem nachdem die Gruppe sich entschieden hatte, den Liedern kurz vorm Gang der CD ins Presswerk eine neue Reihenfolge zu geben. Das gitarrenlastige ?Himmel?, das vorher wie eine Barriere mitten im Album placiert war, wurde nun auf den Rang eines Bonustracks zurückgestuft. Auch die fluffige Akustik-Nummer ?Ein Glück? musste sich ganz hinten stellen, um vorne Platz für die Tanznummern zu machen. Eine gute und richtige Entscheidung. - Sven Niechziol Produktbeschreibung 2010 ist das Jahr in dem die Sterne sich neu erfinden. Die im letzten Jahr begonnene Zusammenarbeit mit Mathias Munk Modica und dem Neo Disco Label Gomma hat nach der Der Riss EP nun auch einen Longplayer hervorgebracht. Die Sterne schaffen das Kunststück trotz grundlegender Veränderungen, kaum Gitarren und geraden Beats immer noch ihren Wurzeln treu zu bleiben und eben nach den Sternen zu klingen. Sie waren eben immer schon eine Band, bei der es ums Tanzen ging, auch wenn der Tenor nicht immer Disco hieß. Das die Texte nun reduzierter und mit einem Echo versehen vorgetragen werden, erhöht nur ihren Pop Appeal. So erscheint drei Jahre nach Räuber und Gedärm mit 24/7 endlich das neunte reguläre Sterne Album in mehr als alter Frische.4 Kundenrezensionen:Tanz den Burnout, baby! 4 von 5 Punktengestern: Als gestandener Sterne-Fan und treuer Begleiter über die Jahre hatte ich mich sehr über die Mini-Tour im Sommer 09 gefreut und war gleich am ersten Abend in Leipzig dabei. Das Konzert war zunächst eine herbe Enttäuschung, da die Band sich mit neuem Pianisten durch viele alte Stücke quälte, Frank Spilker mehrfach seinen Text vergaß oder sich verspielte und insgesamt keine rechte Stimmung aufkommen wollte. Zu allem Unglück dann auch noch die neuen Stücke, von denen mir vor allem das grausige Comedians in Erinnerung geblieben ist. Frank Spilker hüpft mit unübersehbarem Bierbauch und ohne Gitarre über die Bühne und spricht mehr als dass er singt "24 - 7... 24 - 7... comedians... comedians...". Wir sind dann noch während der Zugabe gegangen. Und die Riss-EP habe ich mir auch nicht gekauft, nach diesem bitteren Vortrag. heute: Als gestandener Sterne-Fan und treuer Begleiter über die Jahre habe ich mir natürlich trotzdem das neue Sterne-Album gekauft. Inzwischen wusste ich auch, dass sich die Sterne mit einem bekannten DJ zusammengetan hatten und etwas neues ausprobieren wollten. Das steht ja nun jedem Künstler zu, und muss auch nicht allen passen. Folgerichtig ist der alte Pianist ausgestiegen, weil ihm die neue Stilrichtung nicht gefiel. Das neue Album hat also nichts mehr mit den früheren Platten zu tun. Vor allem das letzte und unglaublich gute Album "Räuber und Gedärm" ist inhaltlich und musikalisch meilenweit von 24/7 entfernt. Dennoch entwickelt 24/7 eine gewisse Dynamik, je öfter man es hört. Die Stücke werden in erster Linie von Bass und Schlagzeug getragen, darüber liegen sphärische Keyboard-Klänge und psychedelisches geblubber und gesummse. Geht sicher unglaublich gut ab in der Disco. Die Texte sind mehr Fragmente als Geschichten, außerdem wurde die Stimme konsequent mit Hall und Delay versorgt. Einzelne Schlagwörter und -sätze wiederholen sich ewig und drei Tage. Insgesamt also kein klassisches Sterne-Album, sondern ein konsequent umgesetztes Tanz-Album und in keiner Hinsicht langweilig. Geht nur eben leider überhaupt nicht mit den früheren Alben zusammen. Daher traurige 3 Sterne aus Sterne-Fan-Sicht und lustige 5 Sterne mit dem gehörigen Abstand. Wohin zur Hölle mit den Depressionen? Ich gehe in die Disco, ich will da wohnen. (Frank Spilker, 24/7) Die uneingeschränkte Wucht 5 von 5 Punkten...also ich war einfach nur neugierig, als ich mir das neue "Sterne" Album zugelegt habe.Hatte vorher absolut nix mit dieser Band am Hut bzw. nichts spezielles gekannt,gelesen oder gehört.Ging also total jungfäulich an die Sache ran. Und Leute,ich muss sagen - diese Scheibe schiebt so dermaßen an, dass es einen vom Hocker haut.Doch du stehst sofort wieder auf, denn dieser Beat frisst sich in deine Knochen - und das ist gut so!Dreh das Licht in deinem Zimmer aus - den Volume-Regler hoch - und du wirst merken, wie dich dieser Sound mit voller Wucht erwischt. Du bist im Sternenhimmel. Eine wahre Freude! Ein Tipp noch zum Schluss an die Band: schickt doch ein Gratisexemplar an die Pet Shop Boys - die werden euch lieben. Volltreffer! Danke! Überraschung des Jahres 5 von 5 PunktenEine super Platte. Alles, was ich darüber gelesen habe, hat sich bewahrheitet: Tolle Mischung aus Pop, elektronischer Musik und Indie, intelligente Texte und äußerst tanzbar. Hinter Schall & Wahn von Tocotronic das deutsche Überraschungsalbum des Jahres (mit pesönlich gefällts sogar mehr als Schall & Wahn). Fans von z.B. 2raumwohnung werden voll auf ihre Kosten kommen. 5 Sterne - kaufen! Disco Disco 5 von 5 PunktenOh ja! Das ist eine sehr sehr gute und dazu tanzbare Platte!! Und zudem die logische Schlussfolgerung auf alle bisherigen Sterne Alben. Hier passt einfach alles! |
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Kapitulation Live [Vinyl LP] von TocotronicSchallplatte von Buback (Indigo)Preis bei Amazon: EUR 22,99, Angebote ab EUR 14,90 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Januar 2008 |
Tracks:Disk 1
Disk 2
ProduktbeschreibungKAPITULATIONLIVE VINYL Eine Kundenrezension:Klasse Album, Vinylpressung naja 3 von 5 PunktenEigentlich sollten Preis und DMM ja eine hohe Vinylqualität versprechen. Bei meiner Pressung sind jedenfalls störende Rauschgeräsche zu hören, die vor allem bei leiseren Stücken, wie den Anfang von Explosion gewaltig nerven. Ich hatte auch keine gute Erfahrung mit der Vinylpressung von der Studio-LP Kapitulation gemacht. Ebenfalls beim Track Explosion, ist der Gesang im Gegensatz zur CD-Version stark verzerrt. Absicht? hört sich allerdings nicht gut an. Digital ist vielleicht doch besser. |
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Aber Hier Leben,Nein Danke von TocotronicAudio CD von LadoPreis bei Amazon: EUR 2,75, Angebote ab EUR 2,53 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Januar 2005 |
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Eine Kundenrezension:Sensationell 5 von 5 PunktenTocotronic kehren 2005 mit neuem Material wieder zurück. Die 1. Auskoppelung aus dem brandneuen Album "Pure Vernunft darf niemals siegen" (ein toller Titel) heißt "Aber Hier Leben, Nein Danke" ist eine Alternative-Hymne mit Ohrwurmfaktor. Der Song ist durch eine recht einfache Melodie gestrickt, fad wird er aber trotzdem nicht so schnell. Auch den Text mag ich, anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, recht gerne ;)) Ein Hit in den Charts wird der Song wahrscheinlich nicht werden (ist wohl auch nicht beabsichtigt), obwohl er das Potential dazu hätte - auf den Alternativsendern war er aber überall auf der 1 zu finden. Auch das Album verkauft sich prächtig. Auf jeden Fall ein gelungenes Tocotronic-Comeback! |
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End Times (Deluxe Edt.) von EelsAudio CD von CooperativPreis bei Amazon: EUR 15,95 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Januar 2010 |
Tracks:Disk 1
Disk 2
ProduktbeschreibungEels - End Times -Ltd- Aus der Amazon.de-RedaktionWenn Mark Oliver Everett alias E einem Album den Titel End Times gibt, dann schwant einem nichts Gutes. Nachdem dieser etwas andere Songwriter Jahre verstreichen, um 2009 mit Hombre Lobo ein sehr lautes, krachendes und erwachsenes Rock-Album zu präsentieren, kehrt der bärtige Mann aus Los Angeles nun wieder in dunklere Spuren zurück. Und das nur ein paar Monate später. Es fängt schon mit dem illustrierten Cover an, das E als alten Graubart zeigt, dessen Blick etwas Leeres und Trauriges hat. Dieses Melancholie kennt man von dem jungen Everett, der damals einen Familieangehörigen nach dem anderen zu Grabe tragen musste. Nun steht E in der Mitte seines Lebens, doch die Melancholie ist nicht gewichen...aber sie ist eine andere. Wieder ist es Verlust, der im Mittelpunkt von End Times steht, aber niemand ist diesmal gestorben, der Kopf der Eels leidet offen unter dem Ende einer Beziehung. Dabei startet das Album, das E fast im Alleingang in den eigenen vier Wänden auf einem alten, analogen 4-Spur-Rekorder aufnahm, ermutigend. ?...and everything was beautiful and free?? singt er im Opener ?The Beginning?, doch schon im nächsten Song ?Gone Man? kippt die Stimmung völlig und E singt ?...she used to love me but it?s over now? und suchst einen schwachen Trost in der Tatsache, dass er ?...not the only one who?s feeling this pain...? ist. Ganz überraschend bricht dieses knackige Rock-and-Roll-Stück musikalisch aus. Auf End Timesüberwiegen nämlich die vielen sparsam arrangierten Lieder mit zauberhaften Melodien. Kombiniert mit den klar und deutlich formulierten Texten über Hoffnungslosigkeit, desperate und harte Zeiten, der Suche nach Vertrauen, diesem schmerzhaften Gefühl, irgendwie durch den Tag zu kommen und das Lamentieren, dass sich sogar Jesus abgewandt hat (?Gone?), schlägt das ganz schön aufs Gemüt. Der Mann macht einem echt Sorgen, man möchte ihn am liebsten in Schutzhaft vor sich selber geben. Ganz am Ende aber, da taucht ein Licht dieses langen, dunklen Tunnels namens End Times auf. In ?On My Feet? singt der Eels-Frontmann: ?I am a man in great pain over great beauty / It?s not easy standing on my feet these days / But you know I?m pretty sure / That I?ve been through worse?? um mit den Worten zu schließen: ?I just gotta get back on my feet?. Fortsetzung folgt. - Sven Niechziol 4 Kundenrezensionen:Einfach schön 5 von 5 PunktenIch höre seit 40 Jahren Popmusik und ich kann sagen: diese Platte hat mich wirklich tief berührt. Es ist nicht die - zugegebenermaßen erdrückende - Vita Everetts und auch nicht allein die Traurigkeit, die über den Liedern schwebt. Beim Hören (nicht bei ersten oder auch dritten Mal) kommt ein Gefühl auf, als sei man abwechselnd in der Hölle oder im Himmel. Eigentlich ist alles, was er sagt, banal. Aber ist nicht der Wechselstrom des Lebens in seiner Gesamtheit oft genug banal? Es sind die kleinen aber existentiellen Gefühlskatastrophen, die hier mit soviel Authentizität und angenehm geringem technischen Aufwand ausgebreitet werden, dass man sich irgendwie gleich wie zuhause fühlt. Mit den bisherigen Eels-Platten hat dieses Kleinod fast nichts zu tun. Das macht die Scheibe aber auch für Nichtkenner und -fans hörbar. Wer Eels liebt, so wie ich, muß immer mit Überraschungen von Mr. E rechnen. End Times hat das Zeug zu einem ganz großen Klassiker des sogenannten Singer-Songwriter-Genres. Eine Platte, die generationsübergreifend und ehrlich ist. End Times are here ? Hoffentlich nicht... 5 von 5 PunktenDiejenigen, die die Eels lieber rocken hören, werden vielleicht nicht zufrieden sein. E liefert uns ein Stück Kammermusik aus dem Keller seines Hauses als Nachfolger des doch selbst in seinen ruhigeren Momenten eher brachialen Vorgängers Hombre Lobo ab. Fast im Alleingang auf einem Vierspurrekorder aufgenommen (was man, wie ich finde, leider manchmal ein bisschen zu sehr hören kann), verarbeitet E diesmal wieder Autobiografisches. Das Album handelt von einer gescheiterten Beziehung, ein Trennungsalbum, wie auf der Eels Website zu lesen ist. Doch zu mehr Einzelheiten verweigert E die Aussage. Der Hörer soll (muss) sich sein eigenes Bild machen. Und ich muss sagen, das macht er stark. Nur die Stimme und einzelne spärliche Instrumente (Gitarre, Klavier, Mundharmonika und hier und da ein paar Streicher) beherrschen die Stimmung dieser Platte. Nur 3 Lieder fallen aus dem Rahmen. Gone Man, Paradise Blues und Unhinged gönnen uns eine Prise Bluesrock mit E-Gitarren, Bass und Drums. Apropos Drums: in der Liste der Helfer zu diesem Album findet sich Butch. Nachdem dieser im Anschluss an die Trennung von den Eels vor einigen Jahren seine Beziehung zu E als "non-existent" bezeichnet hatte, ist er nun -zumindest teilweise- wieder mit von der Partie. Und wer weiß: vielleicht wird man ihn auch irgendwann mal wieder mit E auf der Bühne erleben können. 2 weitere Titel (Apple Trees besteht im Prinzip nur aus ein paar Zeilen gesprochener Worte, wie eine Mitteilung auf einem Anrufbeantworter und High And Lonesome mit Gewitterregengeräuschen) sind Zwischenspiele, wie man sie schon von Blinking Lights... kennt. Gönnt euch 1 Stunde Zeit und lasst diese Platte (inkl. Bonus EP) auf euch wirken. Am Anfang ist ja noch alles gut (everything was beautiful and free...in the beginning) so singt E im ersten Song. Doch das Ende ist schon hier bedrohlich nahe. In In My Younger Days paart sich der Trennungsschmerz mit einer Portion Midlifecrisis, wenn E andeutet, dass er früher sowas viel leichter weggesteckt hätte. Mein spontaner Favorit ist A Line In The Dirt (Nr.5). Hier spielt E seine unnachahmlich lakonische Art aus (she locked herself in the bathroom again/so I am pissing in the yard). Aber E kriegt doch noch die emotionale Kurve und beschließt beim Spaziergang nicht stehen zu bleiben, um zu winken oder zu Hallo zu sagen, weil man gerade so Worte wie "Wie geht's ?" und "Schönen Tag noch." von seiner Ex im Vorbeigehen überhaupt nicht hören möchte (Nowadays), um im anschließenden Unhinged verbal auf die Verflossene los zu gehen (you were more than my girl/you were my best friend/all that's left is a mean old girl behind her crazy eyes). Im letzten Song On My Feet siegt etwas Optimismus. I just gotta get back on my feet" ist der letzte Satz dieser Platte und soll für mich sagen: Junge, steht auf, komm wieder auf die Beine, reiß dich am Riemen, wenn du nicht untergehen willst. Auch Mark Oliver Everett gehört anscheinend zu der Kategorie Singer/Songwriter, der genau dann am besten ist, wenn es ihm am schlechtesten geht. Ich musste ein bisschen an Dylans Blood On The Tracks denken. Auch ein Werk, das aus purer Verzweiflung großartige Musik entstehen ließ. Kürzlich las ich einen Artikel, in dem der Autor -sicher ironisch- E mehr Katastrophen und uns noch viele großartige Eels Alben gewünscht hatte. So weit will ich sicher nicht gehen, aber diese Platte ist auf jeden Fall so anrührend und trotz aller Schlichtheit so emotional, dass man E`s Gefühlslage beim Hören körperlich spüren kann. Was will man mehr ? Die Bonus EP der Deluxe Edition enthält 4 weitere Songs: Some Friend/Walking Cloud/$200 Tattoo/The Man Who Didn't Know He'd Lost His Mind. Im musikalisch schlichtesten davon, $200 Tattoo, singt E über Dinge, die frisch verliebte so manchmal tun oder zumindest denken, dass sie zu solchem Handeln im Stande wären. Deluxe Edition lohnt sich 5 von 5 PunktenDer schon in jungen Jahren von vielen privaten Schicksalsschlägen gebeutelte Mark Oliver Everett bringt in diesen Tagen zusammen mit seiner Band The Eels sein mittlerweile achtes Studioalbum heraus. Auf "End Times" schlägt Everett überraschend leise Töne an. Ruhige und melancholische Songs herrschen vor. Dabei überrascht der charismatische und talentierte Frontmann ein ums andere Mal mit seinen mehr als durchschnittlichen Singer-Songwriter-Qualitäten. Die sparsam instrumentierten Songs ziehen den Zuhörer sofort in ihren Bann. Von einer Halbakustikgitarre geprägte Melodien wie z.B. im Titel gebenden "End Times" verwöhnen das Ohr mit Understatement eines ganz großen Poeten. Im Stil eines Jim Morrrison überzeugt Everett in "Paradise Blues". In den wenigen Uptemponummern wie "Gone Man" und "Unhinged" legen die Eels ihre Zurückhaltung etwas ab. Ein sehnsüchtig trauriger Ohrwurm und unbestreitbar einer der Höhepunkte des neuen Albums ist "A Line in Dirt", in dem ausnahmsweise das Klavier im Vordergrund steht und Everetts einfühlsame Stimme einen tief berührt. Mittlerweile hatte ich auch Gelegenheit, in die Titel der Bonus-EP der Deluxe Edition reinzuhören. Der gute Eindruck setzt sich in den vier weiteren Songs fort. Mein Fazit: Die Eels haben ein wirklich gelungenes Album vorgelegt. Mark Oliver Everett unterstreicht aufs Neue seine Ausnahmestellung in der Musikszene. Der Sohn eines Quantenphysikers und einer Schriftstellerin schöpft aus den Tiefen seines Gefühls und seiner Fantasie. Er hat etwas zu erzählen und tut das auf unverwechselbare Art. Dabei hat er der Welt einige wirkliche musikalische Perlen geschenkt. Unbedingt anhören! Kauz, der; -es, Käu-ze ... 4 von 5 Punkten... [1. kleine Eulenart, 2. eigensinniger Mensch - Synonyme: Außenseiter, Eigenbrötler, Exzentriker, Sonderling, Spinner]. Wohl klar, dass es sich im Folgenden nicht um das possierliche Tierchen drehen wird. Klar auch, dass hierzulande offensichtlich keine Rezension ohne diese Charakterisierung auszukommen scheint. Warum also nicht gleich damit aufschlagen? Zumal Mark Oliver Everett aka. Eels mit dieser Platte in musikalischer Hinsicht allmählich einem der führenden Vertreter einer anderen artverwandten Spezies, dem sog. Zausel immer ähnlicher wird - Bob Dylan. Der rohen Härte von "Hombre Lobo" fast gänzlich abgeschworen und auf jeglichen Firlefanz verzichtend - ganz zu Anfang des neuen Albums glaubt man förmlich zu zittern, denn "The Beginning" klingt schon wie das apostrophierte Ende selbst und man fragt sich, ob man diese trauige Tristesse wohl über die kompletten vierzig Minuten durchzuhalten in der Lage ist. Mit dem folgenden "Gone Man" liefert Everett zwar einen astreinen Bluesrock ab, der kräftig in die Beine geht - dennoch wirkt "End Times" deutlich zurückgenommener als seine Vorgänger. Und so muß man auch gleich wieder runter in die tiefsten Tiefen wehklagender Einsamkeit - "I don't need anymore misery, to teach me what I should be". Dennoch kommt man ganz gut klar mit dem auf und ab: auf mit dem "Paradise Blues", das federt wieder gekonnt, Gitarrensaiten wie auch Stimmbänder werden nicht geschont, ab dann wieder mit "Nowadays", die Mundharmonika jammert zur bitteren Erkenntnis "The truth is something noone wants to hear you say, just `How you do?' and `Have a nice day!'". Das nachfolgende "Unhinged" erinnert mit Stimme und Melodik wie frühere Stücke angenehm an Nirvanas Kurt Cobain und nimmt so auf dem Album eher eine Außenseiterrolle ein. Ganz zum Schluß kommt's noch mal dicke, mit "I Need A Mother", "Little Bird" und "On My Feet" vertont Everett erneut Titel und Cover. Zu dessen Abbildung ließ sich ja vor Erscheinen schon prächtig fantasieren - ein rauschebärtiger Gottvater wandert mit resigniertem Blick inkognito im Sandleroutfit durch verlassene Wohngegenden und schaut sich an, was seine Schäfchen mit all dem angestellt haben, was er ihnen einst in gutem Glauben überlassen hat. Ein Trauerspiel das alles, fürwahr. Aber ein schönes ... |
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Freiburg V.3.0 von Tocotronic Vs.ConsoleAudio CD von LadoPreis bei Amazon: EUR 4,32, Angebote ab EUR 2,88 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Juni 2000 |
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2 Kundenrezensionen:Schräg und lustig zugleich! 5 von 5 PunktenJetzt hat der song ja schon ein paar Jahre auf dem Buckel, aber trotzdem gehört er zu meinen absoluten Favoriten. Besser hätte man den Song nicht aufbereiten können. Wer das Video kennt weiss, das Bild und Ton perfekt harmonieren. Der Song ist sicher nicht ernst zunehmen, das Video ist einfach nur abgedreht. Mit diesem Lied kommt immer Stimmung auf, egal wo man sich grad befindet. Meines Erachtens eines der besten Lieder der letzten Jahre, oder sogar aller Zeit?? Toco-techno 3 von 5 PunktenHmm wenn man zum ersten mal das Lied hört wird man als langjähriger Tocotronic Fan die Musik ziemlich komisch finden. Doch nach mehrmahligen hören findet man gefallen an der schrägen Techno Version von Freiburg ( das erste Lied auf''Digital ist besser'') Trotzdem finde ich sollte Tocotronic nicht in den Techno Bereich gehen und lieber bei ihrem Stil bleiben. tschüß Fedel |
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Nach der Verlorenen Zeit von TocotronicAudio CD von Lado MusikPreis bei Amazon: EUR 17,48, Angebote ab EUR 3,85 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Mai 2006 |
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Aus der Amazon.de-RedaktionRE 1245 Bei Bands ist das mit dem Älterwerden ja so eine Sache: Steht in einer Plattenkritik, eine Band sei erwachsen geworden, heißt das meistens soviel wie, daß ihr Sound nur noch lahm, glatt und unsexy klingt. Nicht so bei Tocotronic: Natürlich, wer K.O.O.K. hört, merkt sofort, daß die vier Hamburger Schrammel-Philosophen reifer geworden sind, daß die Songs nachdenklicher und vom Tempo her zurückhaltender daherkommen -- die Punk-Kracher vergangener Tage fehlen fast völlig. Trotzdem sind Tocotronic hier mehr Tocotronic als je zuvor: Je öfter man das Album hört, desto mehr wachsen Songs wie ?Jackpot", ?Die neue Seltsamkeit" oder ?Jenseits des Kanals" zu schrägpoppigen Meisterwerken -- zurückhaltend, melancholisch aber von solcher Eindringlichkeit, daß ich aufpassen muß, hier nicht kitschig zu werden. Tocotronic sind erwachsen geworden -- und haben eine der größten deutschsprachigen Popplatten der auslaufenden Neunziger Jahre veröffentlicht. --Karsten Krämer 5 Kundenrezensionen:mein einstieg 5 von 5 Punktenbei tocotronic fand durch das wiederholte abspielen dieses tonträgers statt. nicht so rauh wie die digital ist besser aber eben durch und durch ein tocotronic meisterwerk. da ich als fan befangen bin werden sich tocotronic begeisterte dieses so oder so zulegen. klein aber fein :) 5 von 5 PunktenEs war nicht das erste Album, das ich von den Tocos besaß (vorher hatte ich Digital ist besser und Wir kommen um uns zu beschweren), aber es ist bis heute mein absolutes Lieblingsalbum. Es sind zwar nicht so viele Lieder drauf, aber die haben es in sich und ich habe auch nicht so viel dafür bezahlt. Ich möchte kein Lied herausnehmen, denn für mich sind sie alle genial und im typischen Tocotronic-Stil. Ich muss loben, auch wenn ich (ein wenig) kritisieren muss 4 von 5 PunktenIch habe mir dieses Album im Zuge eines Tocotronic-Konzertbesuchs (in der ARENA in Wien) gekauft (neben einem super Toco-T-Shirt) und war beim ersten Reinhören höchsterfreut, obwohl ich die Songs natürlich schon kannte. 1. Ich Muss Reden,Auch Wenn Ich Schweigen muss Schon alleine diese Textzeile verbirgt mehr Poesie, als so mancher Lyrik-Band... 2. Du Bist Ganz Schön Bedient Ein schönes Lied, das mir mittlerweile aber nicht mehr so gut gefällt. 3. Gott Sei Dank Haben Wir Beide Uns Gehabt SUPER! Ich hoffe, dass ist beim nächsten Live-Auftritt mitdabei!! Flotter, leicht einzuprägender Beat; bringt die Knochen zum Mitschwingen! 4. Ich Hab 23 Jahre Mit Mir Verbracht Text: super. Ich habe erst 21 Jahre mit mir verbracht, vielleicht gefällt mir diese Single irgendwann besser... 5. Ich Werde Nie Mehr Alleine Sein Arne Zank mit (schräger) Gitarreneinlage - ich find's gut! 6. Michael Ende,Du Hast Mein Leben Zerstört Nicht mein Favorit! Geschmackssache. 7. Ich Mag Dich Einfach Nicht Mehr so SUPER! Einer der Höhepunkte auf der Scheibe. 8. Ich Bin Neu In Der Hamburger Schule Guter Text (irgendwie), ansonsten ein bisschen langweilig. 9. Es Ist Einfach Rockmusik Ist nicht so ganz mein Fall... 10. Hauptsache Ist Schwermütig, "monumental" anbiedernd - mir gefällt's (das ist die Hauptsache!). Fazit: Gute CD, die allerdings ziemlich kurz ist. Für mich persönlich sind Vorgänger- und Nachkommenalbum besser; trotzdem 4 Sterne!! Es ist einfach Rockmusik 4 von 5 PunktenMit nur zehn Songs ist dieses Album für tocotronicsche Verhältnisse ein kleines, aber die Titel haben es in sich: Der Klassiker "Michael Ende, du hast mein Leben zerstört" (muss man gehört haben) findet sich hier, man hört Arne Zank die Rockmusik kommentieren und hat mit dem Track "Ich hab 23 Jahre mit mir verbracht" auch mal ein Stück Autobiographie. Tja! 5 von 5 PunktenTausend mal gehört! tausend mal ist was passiert! Was soll man noch sagen! "wir haben Bier getrunken und Platten gehört!" "ich mag dich einfach nicht mehr so...." was soll man Angesicht so vieler Wahrheiten sagen..."Michael Ende du hast mein Leben zerstört!" vielleicht.....Die besseren Jugendlichen!...ich bin ganz schön bedient! Danke auch für die Älteren! |
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2010 ist das Jahr in dem die Sterne sich neu erfinden. Die im letzten Jahr begonnene Zusammenarbeit mit Mathias Munk Modica und dem Neo Disco Label Gomma hat nach der Der Riss EP nun auch einen Longplayer hervorgebracht. Die Sterne schaffen das Kunststück trotz grundlegender Veränderungen, kaum Gitarren und geraden Beats immer noch ihren Wurzeln treu zu bleiben und eben nach den Sternen zu klingen. Sie waren eben immer schon eine Band, bei der es ums Tanzen ging, auch wenn der Tenor nicht immer Disco hieß. Das die Texte nun reduzierter und mit einem Echo versehen vorgetragen werden, erhöht nur ihren Pop Appeal. So erscheint drei Jahre nach Räuber und Gedärm mit 24/7 endlich das neunte reguläre Sterne Album in mehr als alter Frische.
