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Schall und Wahn von TocotronicAudio CD von Vertigo Berlin (Universal)Preis bei Amazon: EUR 14,97, Angebote ab EUR 11,98 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Januar 2010 |
Tracks:
Aus der Amazon.de-RedaktionDer einst in der heutigen Bundeshauptstadt lebende David Bowie schuf mit Brian Eno in den 70er Jahren mit den epochalen Alben Low, Heroes und Lodger eine Berlin-Trilogie. Der Begriff fällt nun auch im Zusammenhang mit Tocotronic, denn nach Pure Vernunft darf niemals siegen und Kapitulation weist auch Schall und Wahn Bezüge zu Berlin auf: Hier wurden alle drei Alben der vom Diskurs-Rock zum mehr poetischen Pop geschwenkten Gruppe aufgenommen, hier wurde Gitarrist Rick McPhail als zweiter Gitarrist vollwertiges Bandmitglied und vor allem liefen alle Werke durch das Mischpult vom Produzenten Moses Schneider. Mit ihm wurden die herb-charmanten, krachigen, dilettantischen und bisweilen hölzern wirkenden Songs eleganter, vielschichtiger und musikalisch spannender - auch wenn die Tocos schon auf ihrem weißen Album Tocotronic andeuteten, dass sie anders können. Textlich stand das Quartett um Songschreiber Dirk von Lowtzow eh jenseits allen Zweifels. So wie auch Ton Steine Scherben irgendwann aufhörten Parolen wie ?Macht kaputt was euch kaputt macht? zu formulieren, so verzichten auch Tocotronic nun vermehrt auf Schlagworte. Die Band, die nicht nur Teil einer Jugendbewegung sein wollte, sondern eine Jugendbewegung rekrutierte, ist nämlich erwachsen geworden in Bild, Ton und Sprache. Es macht Spaß, die zwölf abwechslungsreichen Stücke zu hören. Reicht das Spektrum doch vom ausufernden und 8-minütigen ?Eure Liebe tötet mich? in bester Crazy-Horse- und Grunge-Manier zu feinem Pop, von rumpelnden Rock zu Streichern-Arrangements des Komponisten Thomas Meadowcroft wie Bläser-Passagen von Ebba Durstewitz und Jakobus Siebels (JaKönigJa). Epen und Eruptionen, alles ist dabei. Die Texte sollen andere in stundelangen Analyse-Treffen sezieren und interpretieren, aber die akustischer Chamber-Pop-Nummer ?Im Zweifel für den Zweifel? ist große Lyrik. Ein flammender Appell, nicht immer den so bequemen und angstfreien Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. - Sven Niechziol 5 Kundenrezensionen:schall und rauch 2 von 5 Punktenhabe mich leider immernoch nicht mit allen songs anfreunden können. zu viel ironie, selbstdarstellung und wenig authentizität. enttäuschend. Gut aber, aber nicht sehr gut 3 von 5 PunktenIch hatte mich sehr auf dieses Album gefreut. Aber meine Erwartungen hat es nicht erfüllt. Auch jetzt nach mehrmaligem Hören finde ich es OK - mehr aber auch nicht. Teilweise wirken Texte und Musik erzwungen: Gefangen in der Absicht, Großes zu erschaffen und Kunst zu produizieren. das war nichts 2 von 5 Punktenda meine letzte, sehr ausführlich rezension dieses albums im nirvana verschwunden ist (wieso eigentlich??), diesmal nur kurz. es gefällt mir einfach nicht. dirk singt unerträglich bemüht, die texte zwischen kindergartenund kyptischen andeutungen und noch dazu sind tt trotz der langen zeit keine besseren musiker geworden. toller trick dann zu sagen, es sei alles genau so beabsichtigt und wers nicht versteht soll still sein. klar, dass die musikpresse hurra schreit ( schöne ausnahme thomas richter in der faz) ne,ne.... schön, dass die berliner trilogie jetzt beendet ist. sie sollten es dabei belassen und sich weiter ihren nicht so erfolgreichen nebenprojekten widmen. Grandios 5 von 5 PunktenTocotronic lösen sich auf. Müssten sie eigentlich, denn was soll denn nach diesem Album noch kommen? Das fängt mit dem wunderbaren Einstiegssong an, der nach einem kurzen Anklimpern in einen entspannten 'Flow' übergeht. Das hört mit dem fast schon psychedelischen Schlussong auf, der in einer Kakophonie aus Geigen und Gitarren anschwillt und in einem grandiosen Klangerlebnis ausufert. Und dann sitzt man einfach nur sprachlos da und ist überwältigt von diesem großen Ohrenkino. EIN MEISTERWERK DEUTSCHER ROCKMUSIK!!! 5 von 5 PunktenObwohl ich mir nach dem entäuschenden PURE VERNUNFT DARF NIEMALS SIEGEN eigentlich kein Tocotronic Album mehr kaufen wollte, habe ich mich aufgrund der einstimmig positiven Bewertungen der Fachpresse nun doch dazu hinreissen lassen. Und ich bin froh dass ich das getan habe, denn SCHALL UND WAHN halte ich persönlich für eins der besten Deutschrock Alben der letzten Jahre. Das Album macht alles richtig was ich an PURE VERNUNFT DARF NIEMALS SIEGEN zu kritisieren hatte. Da waren einfallslose Kompositionen, Texte die derart verworren waren dass sie fast willkürlich und nichtssagend wirkten und eine Produktion die jegliche Exklusivität sowie musikalische Überraschungen vermissen lies. Auf SCHALL UND WAHN hingegen haben TOCOTRONIC eine ganz eigenen Stil kreiert und musikalische wie klangliche Opulenz für sich entdeckt. GIFT zum Beispiel steigert sich in ein derart mitreißendes Orchestrales Finale, dass man Gänsehaut davon bekommt. MACH ES NICHT SELBST, EIN LEISER HAUCH VON TERROR, GESANG DES TYRANNEN und KEINE MEISTERWERKE MEHR rocken richtig gut und Balladen wie DAS BLUT AN MEINEN HÄNDEN und EURE LIEBE TÖTET MICH ziehen einen sofort in ihren melancholischen Bann. Neben GIFT zählen der Titelsong SCHALL UND WAHN sowie IM ZWEIFEL FÜR DEN ZWEIFEL für mich zu den herrausragenden Highlights des Albums. Ich bin restlos begeistert und halte SCHALL UND WAHN für ein Meisterwerk deutscher Rockmusik!!! |
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Schall und Wahn (Limited Special Edition) von TocotronicAudio CD von Vertigo Berlin (Universal)Preis bei Amazon: EUR 24,96, Angebote ab EUR 16,55 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Januar 2010 |
Tracks:
Aus der Amazon.de-RedaktionDer einst in der heutigen Bundeshauptstadt lebende David Bowie schuf mit Brian Eno in den 70er Jahren mit den epochalen Alben Low, Heroes und Lodger eine Berlin-Trilogie. Der Begriff fällt nun auch im Zusammenhang mit Tocotronic, denn nach Pure Vernunft darf niemals siegen und Kapitulation weist auch Schall und Wahn Bezüge zu Berlin auf: Hier wurden alle drei Alben der vom Diskurs-Rock zum mehr poetischen Pop geschwenkten Gruppe aufgenommen, hier wurde Gitarrist Rick McPhail als zweiter Gitarrist vollwertiges Bandmitglied und vor allem liefen alle Werke durch das Mischpult vom Produzenten Moses Schneider. Mit ihm wurden die herb-charmanten, krachigen, dilettantischen und bisweilen hölzern wirkenden Songs eleganter, vielschichtiger und musikalisch spannender - auch wenn die Tocos schon auf ihrem weißen Album Tocotronic andeuteten, dass sie anders können. Textlich stand das Quartett um Songschreiber Dirk von Lowtzow eh jenseits allen Zweifels. So wie auch Ton Steine Scherben irgendwann aufhörten Parolen wie ?Macht kaputt was euch kaputt macht? zu formulieren, so verzichten auch Tocotronic nun vermehrt auf Schlagworte. Die Band, die nicht nur Teil einer Jugendbewegung sein wollte, sondern eine Jugendbewegung rekrutierte, ist nämlich erwachsen geworden in Bild, Ton und Sprache. Es macht Spaß, die zwölf abwechslungsreichen Stücke zu hören. Reicht das Spektrum doch vom ausufernden und 8-minütigen ?Eure Liebe tötet mich? in bester Crazy-Horse- und Grunge-Manier zu feinem Pop, von rumpelnden Rock zu Streichern-Arrangements des Komponisten Thomas Meadowcroft wie Bläser-Passagen von Ebba Durstewitz und Jakobus Siebels (JaKönigJa). Epen und Eruptionen, alles ist dabei. Die Texte sollen andere in stundelangen Analyse-Treffen sezieren und interpretieren, aber die akustischer Chamber-Pop-Nummer ?Im Zweifel für den Zweifel? ist große Lyrik. Ein flammender Appell, nicht immer den so bequemen und angstfreien Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. - Sven Niechziol 5 Kundenrezensionen:In Musik gegossene Dekonstruktion 5 von 5 PunktenTocotronic spaltet die Geister, spätestens seid ihrem herausragenden "weißen" Album. Ihr neues Werk "Schall und Wahn" ist da sicher keine Ausnahme, siehe die teilweise vernichtende Kritik anderer Rezensionen. Mein Votum dazu in aller Kürze: Zu Recht werden die Alben Tocotronics in aller Regelmäßigkeit in den deutschen überregionalen Feuilletons über den Klee gelobt. So auch dieser lyrisch-musikalische Blumenstrauß: Bis in die kleinste textliche Verästelung poetisch durchtränkt, ist jedes Lied auf "Schall und Wahn" ein in Tocotronic-typische Klangstrukturen gegossenes Gedicht. Eine besonders geglückte musikalische Neuerung ist die kindliche Zweitstimme auf "Die Folter endet nie" und "Das Blut an meinen Händen". Tatsächlich wird bei wiederholter Reflexion über die Texte auf diesem neuen Album ein ebenfalls nicht untypisches Muster deutlich: Assoziationen werden erzeugt, ironisch distanziert wieder zurückgenommen, nur um in vollendeter Form eine spätestens seit "Kapitulation" zum Grundmuster tocotronischer Metaphorik erhobene Grundhaltung zu verdeutlichen: die distanzierte Ratlosigkeit. Der Blumenstrauß ist der ironische Bruch mit der Annahme, hinter dem Strauß stünde mehr als nur die Tatsache, nicht Baum, nicht Fenster, nicht Wolke zu sein. "Schall und Wahn" ist in Musik gegossene Dekonstruktion: Hinter all den sprachlichen Zeichen ist...nichts. Wie heißt es in "Das Lied des Tyrannen" :"In mir brennt das Feuer, kalt modern und teuer, in mir strahlt das ewige Licht, doch dahinter gibt es nichts, außer mir." Tocotronic haben für diese Klarstellung nicht weniger als fünf Sterne verdient. Tocower?? 1 von 5 PunktenIch will wieder meine alten Tocs! Ich will die Band wiederhaben, die 96 mein Denken, in gewisser Weise auch mein Leben verändert hat! Oder eine zumindest so ähnliche. Vielleicht ist das auch nur schönfärberei des Vergangenen und ich habe sie zu der richtigen Zeit zum ersten Mal gehört, im richtigen Alter. Ich finde die Bemühungen Dirks von Lowtzow richtig zu singen gelinde gesagt schlimm. Dazu noch diese seltsam schwülstige Musik... Seit der "Weißen" ist es für mich aus. Ich habs echt probiert, ihnen immer wieder eine Chance gegeben, aber von Mal zu Mal wird es ärger. Ich komme einfach nicht mehr rein. Ich meine, ich verstehe ja, wenn eine Band nicht dreißig Jahre lang den selben Stiefel runterschrammeln will. Aber Tocotronic schaffen es mit jedem weiteren Album immer mehr, ihr Erbe zu demontieren. Und wenn jetzt irgend so ein Besserwisser ankommt und mir hier verklickern will, ich hätte irgendwas "nicht verstanden, kapiert, gefühlt, onaniert etc.", dem soll ich einen schönen Gruß von meiner Mama sagen: "Klugscheißer mag keiner und erst recht keine Leute, die denken dass sie schlauer sind als andere nur weil sie aus irgendeinem unersichtlichen Grund (Abi? Studium? Weltreise??) sich intellektüll überlegen fühlen." Der neunte Streich: Irgendwo zwischen The Velvet Underground, Berlin und protesthafter Nicht-Fingerzeig-Lyrik... 5 von 5 PunktenEs ist ein wenig kompliziert, die Inhalte der Scheibe in eigenen Worten - aufs Wesentliche reduziert - in Form einer halbwegs leserfreundlichen Rezension zu Papier zu bringen... Nun: "Schall und Wahn" titelt das bislang neunte und aktuelle Tocotronic-Album, die von diversen Musikmagazinen und Fachzeigschriften mittlerweile obligatorisch in den Himmel gelobt werden... Es scheint tatsächlich schon alles aus Gold zu sein, noch bevor von Lotzow, Müller, McPhail und Zank einen Gadanken fertiggedacht haben! ANdenken scheint völlig zu genügen... Und vielleicht liegt genau darin in gewisser Hinsicht auch die Magie von "Schall und Wahn". Einige der Texte, wie z.B. "Eure Liebe tötet mich" könnten ebenso gut in einem Lyrik-Band abgedruckt vor sich hinverstauben. Aber von Lotzow, der neben seinen alten vertrauten Bandkollegen einige Male noch zusätzlich noch von Streichern begleitet wird, hat den Luxus seine Texte über die gängige "Firma" TOCOTRONIC auf den Markt zu werfen - was sein hart erarbeitetes Recht ist, noch dazu wo man sich über die musikalischen Ergüsse auf "Schall und Wahn" wirklich nicht beklagen kann, auch, wenn ausgerechnet die Single-Auskopplung "Macht es nicht selbst" nicht unbedingt vor Einfallsreichtum strotzt... Was aber - laut Tocotronic selbst - viel mehr noch als die Texte im Vordergrund stehen soll, ist die MUSIK. Naja, um die geht es ja schließlich auch, sollte man meinen... Da sich Musik in heutiger Zeit mehr und mehr und wahrscheinlich fast ausschließlich NUR mehr über den SOUND definiert, hat man auch hier voll ins Schwarze getroffen. Herr Moses Schneider, der angeblich jeden hintersten Winkel im Studio mikrophoniert hat, um jedes noch so kleine Soundfitzelchen einfangen zu können, hatte wieder mal Recht. Die Rechnung ist voll aufgegangen! Einige Bandmitglieder haben in einem Interview vage Vergleiche zu Velvet-Underground-Studiosessions hergestellt, was ich - so zurückhaltend es auch formuliert war - nicht einmal als ganz so weit hergeholt bezeichnen möchte! Eigentlich stellt sich jetzt nur noch die Frage, wie es weitergehen kann/soll. Nachdem "Kapitulation" - das ich trotz allem Lob nach wie vor über den Neuling stelle - als geniales Konzeptalbum mit Lobeshymnen wie etwa (die hab ich mir gemerkt, weil sie sooooo schööööön ist) "Manchmal haben die intelligentesten Musiker auch die beste Musik" überschüttet wurde und man von Rick McPhails offiziellem Einstieg von "Pure Vernunft darf niemals siegen" weg bis "Schall und Wahn" von einer "abgeschlossenen Berlin-Triologie" spricht, riecht alles ein wenig nach ABSCHLUSS. Es ist schon überraschend genug nach dem genialen Vorgänger "Kapitulation", der mit einzelnen Songs ebenso glänzt (noch mehr als der Neuling) wie als Gesamtkonzept ein derart starkes Nachfolgewerk zu präsentieren. Ich kann mir aber ehrlich gesagt kaum vorstellen, dass Tocotronic jetzt nochmal einen oben draufsetzen kann - so sehr ich mir das auch wünsche! Fazit: "Schall und Wahn" wird seinem Namen in vielerlei Hinsicht mehr als gerecht. Die Scheibe funktioniert als Gesamtkonzept - vom melodiösen Starter "Eure Liebe tötet mich" bis zum ebenso melodiösen Finale "Gift" - vielleicht sogar noch besser als "Kapttulation" oder "Pure Vernunft darf niemals siegen" oder auch "Tocotronic". Wer nach einzelnen Hit-Singles sucht, könnte vom Tocotronic-Neuling aber ein wenig enttäuscht sein, denn außer "Macht es nicht selbst", das in erster Linie vom Text und Sound (so wie die ganze Platte überhaupt) lebt, bietet sich nicht allzu viel an, das man schnell mal abspielt, um in Schwung zu kommen... ABER: Gute Musik braucht Zeit und hat sich diese auch verdient. Also: Zurücklehnen, Kaffee bereitstellen, CD auflegen und GENIESSEN!! Hamburger Schule in ihrer alten Form war vorgestern (von "Digital ist besser" bis zumindest teilweise "K.O.O.K."), die sogenannte "Berlin-Triologie", zu der ich stilistisch, auch wenn sie nicht dort aufgenommen und produziert wurde irgendwie auch "Tocotronic" (2002) zählen würde scheint abgeschlossen... TOCOTRONIC und Fans bereiten sich - im Genuss des eben Geschaffenen schwelgend - insgeheim auf das 3. ganz GROSSE KAPITEL der Tocotronic-Periode vor!! Ich bin jedenfalls äußerst gespannt!! Meine Bewertung: Wie gesagt finde ich ich beispielsweise "Kapitulation", aber auch einige der Frühwerke (die ich halt einfach lieb habe) vorerst einmal "besser" als "Schall und Wahn". Trotzdem finde ich 5 STERNE für das Gesamtkonzept "Schall und Wahn" absolut angemessen! Zum Schluss nochmal, weil's so schön ist: "Manchmal haben die intelligentesten Musiker auch die beste Musik" [Zitat aus dem Rolling Stone zum Vorgänger "Kapitulation"] P.S. Danke an alle Leser für ihr unerschütterliches Durchhaltevermögen!! Großartig !!! Ein Meisterwerk !!! 5 von 5 PunktenUnglaublich was heute doch noch geht!!! Ein Meisterwerke deutscher Rockmusik!!! Jeder Song von unglaublicher Intensität,textlich sowohl musikalisch grandios!!! Wenn man einen Song überhaupt herausheben soll dann Die Folter endet nie!! Genial auch die Limited Edition mit Buttons,Aufkleber,Postern und Booklet. Hier sollten die sogenannten Topbands wie Silbermond,Ich und Ich,Sportfreunde Stiller( Anmerk.: die grausamste Band) usw... mal erst in die Lehre gehen wie man heutzutage Rockmusik richtig mit Verstand angeht. Sprecht mich an mit Engelszungen 5 von 5 Punkten"Wer zuviel selber macht, der macht sich krumm ... ausgenommen Selbstauslöschung". Von wem sonst als Tocotronic könnte sein ? Aus wessen Feder könnte sonst eine solche Zeile entspringen wenn nicht Dirk von Lowtzow ? Tocotronic ... angefangen als 3 Hamburger Jungs, die kaum 3 Akkorde spielen konnten, eine verdammte Wut auf alles hatten und diese eiskalt präsentierten. Mit K.O.O.K. haben sich die Jungs musikalisch wie Textlich weiterentwickelt. Lyrischer als die ersten Jahre dichtet Dirk ab diesem Album. So als würden sie endgültig erwachsen werden. Mit "Kapitulation" aus dem Jahr 2007 stehen endgültig ganz andere Tocotronic auf der Bühne und auch im Studio. Aus den rebellischen Jungs sind erwachsene Männer geworden. Und ebenso wie sie gereift sind, ist ihre Musik gereift. Und "Schall und Wahn" ist nicht mehr und nicht weniger als die logische Folge von "Kapitulation". Die Gitarre rückt noch ein Stück mehr in den Hintergrund, die Soundexperimente wachsen... es entsteht etwas Großes. Etwas dass größer ist als alles was sie jemals gemacht haben. Streicher, Chöre, Harfen und was auch immer ... ist auch egal... es klingt einfach wundervoll großartig! Textlich ist "Schall und Wahn" jedoch düsterer und depressiver als die früheren Alben. Der erste Track "Eure Liebe tötet mich" ist brutal geschrieben. Ein 8 Minuten Epos, mit wenig Text und großartigen Sounds. "Ein leiser Hauch von Terror" ist wieder ein Stück mehr Tocotronic. Kein ganz so dramatisch wirkender Text und dennoch faszinierend. Ein mitreissender Rythmus und Dirks typische Art zu singen wirken hier auf der Hörer ein und beeindrucken auf ganzer Linie. Mit "Die Folter endet nie" ist der dritte Track für mich der vielleicht stärkste des Albums. Beklemmend, düster und voller Leid ... aber auch Hoffnung gibt es hier "Und von heute an, leben wie ewig". Ganz starker Chorus. "Das Blut an meinen Händen" ist die wohl untypischste Nummer des Albums. Sanfte Klänge und ein gefühlvoller Gesang machen den Song zu einem Unikat, wenn auch nciht unbedingt zu einem absoluten Highlight der Platte. "Was du auch machst/Mach es nicht selbst/auch wenn du dir/den Weg verstellst" als erste Single auszukoppeln ... naja... es ist wohl die Nummer die von allen auf dieser Scheibe "Kapitulation" am nächsten kommt. Wie dem auch sei, großartiger Song, der sobald er einmal im Kopf ist, so schnell nicht wieder heraus will. "Bitte oszillieren sie" ist eine hervorragende kurze Nummer, wie sie besser nicht sein könnte. Ein ganz großes Lied von den Tocos, Respekt!!! Der Titelsong fängt an... als ... naja... ich sags mal so ... Pink Floyd hätten kein besseres Intro schreiben können. Einfach wundervoll!! Der Song geht ins Ohr, hat einen tollen Text und kann in allen Belangen überzeugen. "Im Zweifel für den Zweifel" ist eine von akustischer Gitarre begleiteter Dirk von Lowtzow, der wieder einmal seine lyrischen Fähigkeiten erstklassig unter Beweis gestellt hat. "Im Zweifel für die Bitterkeit/Und meine heißen Tränen/bleiern wird mir meine Zeit/Jetzt muss ich noch erwähnen:/Im Zweifel für den zweifel" ... was will man mehr ? "Keine Meisterwerke mehr" erinnert vom Aufbau her vielleicht ein wenig an "Explosion". Viel Instrumental für einen so kurzen Song und wenig Text. "Stürmt das Schloss" ist ein typischer Tocotronic Rocker wie man es aus alten Tagen gewöhnt ist. "SDS/SDS/SDS" "Gesang des Tyrannen" ist wie ein Märchen. So unreal und traumhaft. "Gift" ist dann mit 8:30 der epische Abschluss für ein episches Album einer epischen Band. Das ist wohl Tocotronics "The End" oder "European Son". Wieder sehr wenig Text für sehr viel Musik. Es passt, harmoniert und stimmt einfach vollkommen. Insgesamt haben sich Tocotronic eindrucksvoll nach 3 Jahren zurückgemeldet und die Messlatte für weitere Alben 2010 schon einmal recht hoch gelegt. Egal wer kommt und das Album des Jahres aufnehmen will, muss erst einmal an Tocotronic vorbei kommen. Respekt vor den 4 Jungs aus Hamburg. Bitte weiter so und mehr davon ! |
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Kapitulation von TocotronicAudio CD von Vertigo Be (Universal)Preis bei Amazon: EUR 17,99, Angebote ab EUR 7,00 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Juli 2007 |
Tracks:
ProduktbeschreibungKAPITULATION Aus der Amazon.de RedaktionUff! Eine Platte Kapitulation zu nennen, das ist schon mutig. Vor allem nach den vierzehn Jahren, die die Ende 93 in Hamburg gegründeten Tocotronic nun schon dabei sind. Vor allem aber nach der großen Enttäuschung Pure Vernunft darf niemals siegen. Auf dem kommerziell erstaunlich erfolgreichen Album hauten die Tocos mit ?Aber hier Leben, nein danke? zwar wieder einen ihrer typischen Slogan raus, ansonsten quälen sie einen doch mit rätselhaften, mythischen Texten und schwacher Musik. Damals wie auch diesmal gingen die zum Quartett angewachsenen Tocotronic mit dem Produzenten Moses Schneider (Beatsteaks) in Berlin ins Studio. Man scheint sich richtig eingegroovt zu haben, denn wie gut diese Platte schon nach ein paar Sekunden tut, die mit dem polternden ?Mein Ruin? nicht besser eröffnet hätte werden können. Den verschwurbelten Fantasy-Wald des Vorgängers haben Tocotronic verlassen, jetzt wird zu konkrete Texten gerockt, und so gelöst klang die Gruppe um Sänger und Songschreiber Dirk von Lowtzow noch nie. Der totale Kontrast zum Titel Kapitulation, dem überragenden Werk ihrer Karriere, das den harten Momenten immer wieder eine intime Zartheit (?Wir sind viele?, ?Harmonie ist eine Strategie?) gegenüber stellt. Geblieben ist die vertraute Nein-Sager-Haltung, die Oppositionsrolle, in die sich Tocotronic begeben. Es herrscht zwar gute Laune im Land, das vor kurzem noch in Jammertränen ersaufen zu schien. Nichts gegen Aufschwung und Stimmungshoch, aber ist der Preis wie Dauerdruck im Beruf, Verlust der Selbstfindung, angepasstes Funktionieren, der Zerfall einer Solidargemeinschaft in immer gleichgültigere Einzelteile, eine sich ausbreitende Ängstlichkeit allem Fremden gegenüber nicht viel zu hoch? Alles keine Gründe für eine Kapitulation, aber mindestens Grund zum Insichkehren und Luftholen. Oder wie es in ?Luft? heißt: ?Ja, ich habe heute nichts gemacht. Ja meine Arbeit ist vollbracht?. --Sven Niechziol 5 Kundenrezensionen:Das sind nicht mehr die Toco's aus den 90ern...zum Glück 4 von 5 PunktenDieses Album ist ein Tocotronic - Maßanzug, sitzt wie angegossen. Die Texte sind weitgehend frei von simplen plakativen Slogans sondern lassen durch die Verschwurbelung viel Spielraum für Selbstinterpretationen & Fantasie, sie sind zeitlos. Die Musik, die Arrangements und die Abmischung ist ausgefuchst, dramaturgisch verdichtet und trotzdem bleibt genug Entfaltungsspielraum. Alles fliesst harmonisch, ist verwoben jedoch ohne Kitsch und ausschweifende Gefälligkeit. Selbst verzerrte Gitarren fügen sich exakt und harmonisch in die Songs ein und lassen diese trotzdem nicht zu glatt und steril wirken, denn man hat auch Wert auf Klangästhetik gelegt. Ich habe mir die Doppel LP, also Vinyl, gekauft und dabei handelt es sich um eine hervorragend klingende (DMM-) Pressung. Abzug für die schwächeren Songs und das es zur Vinylscheibe keinen MP3 Gutschein gibt. Kapitulation - aber definitiv! 1 von 5 PunktenDieses Album von Tocotronic macht mir keine Freude! Ich finde sowohl Musik als auch Texte ziemlich deprimierend bis depressiv, und vor allem den Text vom Titelsong "Kapitulation" irgendwie schlecht. Kann sein dass das Ganze einfach nicht meinem Geschmack entspricht und ich mich da "verkauft" habe (mir war die Band empfohlen worden)! Ich hatte mich zwar auf langsame Musik eingestellt, nicht aber auf Depri. Schon das Cover tut sein Übriges zu diesem Gesamteindruck dazu. Sorry, nicht mein Fall! Starkes Album 5 von 5 PunktenMit dem Auot zweimal quer durch den Schwarzwald - und immer Tocotronics Kapitulation aus den Lautsprechern. Ein ausgeprochen gutes Tocotronic-Album, dessen Liedern mit tiefsinnigen und gewitzten Texten Stück für Stück Ohrwurmanspruch stellen. Und das eine oder andere Lied formt sich gar zu epischer Größe aus - das wäre auch mein Anspieltipp: Die mystisch aufgeladene und großartige Ballade "Harmonie ist eine Strategie". Ferner sind natürlich "Verschwör dich gegen dich" und "Mein Ruin" unglaubliche Nummern. Super Album - Grüße nach Hamburg! Keine langen Worte 5 von 5 Punkten"Harmonie ist eine Strategie" ist der beste Song des Albums und aller Alben vorher!!!!!!!!!!!!!!!! der Rest der Platte ist leider nur genial. Süßer Schauer 5 von 5 PunktenNach dem letzten Album der mittlerweile vierköpfigen Band fragte man sich, wie dies weitergehen solle. "Pure Vernunft darf niemals siegen" war ohne Frage eine großes Album. Dirk von Lowtzow schreibt lyrisch anmutende Geschichten, die verworrener scheinen, als sie sind und ziert sie zusammen mit seinen inzwischen technisch versierten Kollegen mit trüben bis geheimnisvollen Melodien. Der Bruch zu alten Werken war schon lange vollzogen und auch wenn ihnen das intellektuelle Kleid schmeichelt, hatte man doch Angst, Tocotronic würden sich selbst durch eine Steigerung ins Abseits des Pops manövrieren. Aber was bekommt man von dem Album zuerst zu hören? Überraschend Aggressives wie "Sag alles ab!" und wunderbar mit alten Lorbeeren geschmücktes wie das Titelstück "Kapitulation". Da waren die Gitarren und das offensichtlich Trotzige, dass man einst liebte und seit "K.O.O.K." durch gesittetes Verhalten ersetzt sah. Es ist fast wie eine teilweise Rückbesinnung. Das allein ist aber nicht Thema des Albums. "Meine Festung" zeigt wie stark "Pure Vernunft..." noch präsent ist, genauso wie die beißende, fast zynische Natur der Texte, die spätestens seit dem "weißen", selbstbetitelten Album einsetzte und viel subtiler mit der Gesellschaft und der Welt abrechnet, als noch in Zeiten von "Digital ist besser" oder "Wir kommen um uns zu beschweren". Wobei die Inhalte weniger diffus und leichter zugänglich sind, ohne den lyrischen Charakter zu verlieren. Die oberflächliche Fröhlichkeit, die man teils durch die markante, erzählerische Stimme von Lowtzows vermittelt bekommt, ist zwar obsolet und nur selten wahr, dennoch zieht sich durch das gesamte Album eine mitreißende, süße Ästhetik. Die Produktion ist klar und unterstreicht das Frische, Abwechslungsreichere, das "Kapitulation" ausmacht. Das als Pop durchgehen zu lassen, fällt besonders bei Liedern wie "Wir sind viele" schwer, die extreme Gitarrensoundlandschaften aufbauen ohne ausschweifend zu wirken. Die Ähnlichkeit zu The Smiths, die vor allem bei "Imitationen" gesehen werden will, sei einmal dahingestellt. Wieder einmal werden die einen das Album hassen, die anderen darin aufgehen. Tocotronic Freunde werden die Entwicklung, die bemerkbar aber nicht zu hart ist, zu schätzen wissen. Andere werden sich über Texte wie "Dein schön ist mein schön" die Haare raufen und rufen "GANZ SCHLIMM!" Ersteren wird vor allem bei dem großartigen Schlussstrich das Herz aufgehen, das sich aufbaut um dann charmant zu enden, und Dirk von Lowtzow dazu propagiert: "ALLES EXPLODIERT! KEIN WILLE TRIUMPHIERT!" Er muss einfach Recht haben. |
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Schall und Wahn [Vinyl LP] von TocotronicSchallplatte von Vertigo Berlin (Universal)Preis bei Amazon: EUR 15,97 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Januar 2010 |
Tracks:
2 Kundenrezensionen:Typisch Tocotronic 5 von 5 PunktenTocotronic, so weich, so ernst einfach schön. Ein tolles Album von Toco, dass eine Zeit braucht um auf den Hörer zu wirken. Aber es lohnt sich. Daumen nach oben. Herrlich! 5 von 5 PunktenFür mich schlicht und ergreifend ihr bisher bestes Album. Musikalisch ausgereift, ausgezeichnetes Zusammenspiel und dichte Kompositionen. Die zweite Gitarre (Rick McPhail) empfinde ich hier als echte Bereicherung. Die Produktion toppt m. E. an Transparenz und Räumlichkeit alles, was es von den Tocos bisher zu hören gab. Die Texte sind durchdacht, lyrisch, erwachsen aber auch wunderbar albern und ironisch gebrochen an einzelnen Stellen. Sie erschließen sich allerdings nicht immer gleich beim ersten Hören - Sloganeering war mal. Da gibt's was zum Nachdenken, Leute! Insgesamt ein super Album, Kaufempfehlung. |
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DIGITAL IST BESSER (+BONUSTITEL) von TocotronicAudio CD von Rock-O-TroPreis bei Amazon: EUR 15,99, Angebote ab EUR 14,79 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Oktober 2007 |
Tracks:
ProduktbeschreibungDIGITAL IST BESSER 5 Kundenrezensionen:Über den Sternen 5 von 5 PunktenWas die jungs hier abliefern ist weit über den Sternen spießig deutscher Popunterhaltungsmusik (die diesen level nie erreichen wird), unvergleichlich trashiger, fercher Ausdruck einer modernen jugendkultur. Bedutsam für Hamburg und Deutschland wie Nirvana für Seattle, Doherty für Great Britain. Erstlingswerk von Tocotronic 5 von 5 PunktenDigital Ist Besser ist das erste Album von Tocotronic. Aufgenommen wurde es 1994 in nur wenigen Tagen im Soundgarden-Studio Hamburg. Eine Platte, die man nicht mehr missen möchte, hat man sie erst einmal gehört hat. Songs wie "Drüben Auf Dem Hügel", "Freiburg" oder "Jungs Hier Kommt Der Masterplan" gehören zu den Besten Songs von Tocotronic. Geniales Debut, aber nicht das beste von Tocotronic 4 von 5 PunktenDas Debut von Tocotronic habe ich erst in 2009 gehört, nachdem ich schon länger Fan von Tocotronic bin. KOOK und 'Es ist egal, aber' gehören zu meinen absoluten Lieblingslben. 'Digital ist besser' ist ein sehr gutes Debut mit wahren Perlen ('Freiburg', 'Die Idee...' ) aber auch manchen Stücken die zwar gut, aber nicht überragend sind. Die 'Low Fi' Atmosphäre kommt gut rüber, aber die ist ja auch teilweise auf 'Es ist egal..' noch vorhanden. Wer Toco Fan ist, muss dieses Album haben; wer nicht alles von den Tocos kaufen will, dem empfehle ich als Einstieg 'Es ist egal...'. Wegen mancher nicht überragender Songs 'nur' 4 Punkte. Zuguterletzt hinweisen möchte ich jedoch noch auf das zu Anfang recht spröde 'Ich bitte dich', das ein geniales Gitarrenriff hat. Darauf könnte man auch einen Welthit sampeln... Debüt nach Maß! 5 von 5 PunktenEin Riesen-Debüt(album) einer Riesen-Band! SUPER!! Wahrscheinlich überhaupt eines der besten Tocotronic-Alben, die's gibt. 1.Freiburg Ich weiß nicht, warum ich mir dieses Lied immer wieder so gern anhöre... - die Live-Version (hab ich im Fernsehen mal gesehen) gefiel mir noch besser; die andere Live-Version (auf der "Best-of-CD") mit Arne an der Slide-Gitarre finde ich nicht ganz so toll. 2. Meine Freundin Und Ihr Freund "Rockig", "fetzig", gut, wenn man Zerstreuung braucht... 3. Ich Glaube Ich Habe Meine Unschuld Verloren Kurz, stichhaltig, auf den Punkt bringend, ebenfalls "rockig"... 4. Samstag Ist Selbstmord Melodisch-langsamer Rhythmus, der schwerwiegend-schleppend wirkt, mir allerdings sehr gut gefällt - SUPER! 5. Drüben Auf Dem Hügel Mein allererster Tocotronic-Lieblingssong. Nach wie vor ein "Ohrenschmaus"! 6. Wir Sind Hier Nicht In Seattle, Dirk Hierzu gibt's auch einen Videoclip. OK! 7. An Einem Dienstag Im April Arne Zank und Gitarre. Ich mag diese Nummer einfach... 8. Die Idee Ist Gut, Doch Die Welt Noch Nicht Bereit Sehr gut. Der Text überzeugt (mich), die Melodie ebenfalls, auch wenn sie (stellenweise) langatmig wirkt - übrigens ein sehr alter Tocotronic-Song... 9. Drei Schritte Vom Abgrund Entfernt Hat mir beim Wien-Konzert, live, besser gefallen. Nicht ganz mein Fall, aber OK... 10. Digital Ist Besser Titelgebersingle für dieses famose Album. Manche Leute finden diese Nummer gut, ich auch! 11. Wie Wir Beide Nebeneinander Auf Dem Teppichboden Sitzen Gefällt mir mittlerweile fast am besten (auf dieser Platte). Ich glaube, schon fast jeder Song hat mir auf dieser Scheibe schon mal "am besten" gefallen... 12. Letztes Jahr Im Sommer Melancholie pur - typischer Tocotronic-Titel für diese Schaffensperiode. GUT! 13. Jungs Hier Kommt Der Masterplan... ...und was man alles machen kann. Geht ab wie eine Rakete. Dauert nicht allzu lange, was dieser Nummer aber, glaube ich, nicht schadet... 14. Hamburg Rockt "Gitarrenhändler ihr seid Schweine!" - so eine DIREKTE Beleidigung, hätte man vorher (fast) nur auf Englisch für möglich gehalten! Tocotronic macht's trotzdem - mit Erfolg!! Auch dies ist eine sehr alte Toco-Single. 15. Ich Bitte Dich Nicht so ganz meins. 16. Ich Weiss Es Nicht Ich auch nicht. Weiß momentan kein passendes Kommentar... 17. Ich Möchte Teil Einer Jugendbewegung Sein Ein mitreißender Titel in musikalischer, wie auch in verbaler Hinsicht. Ein richtiger Jugend-Toco-Song, wie er für die Band zu dieser Zeit typisch ist. Ich persönlich mag diese Nummer, ohne sie allerdings überragend zu finden. Ist bei vielen Fans der Toco-Gemeinde sehr beliebt. Geschmackssache... 18. ÜBer Sex Kann Man Nur Auf Englisch Singen ...denn allzu leicht kann's im Deutschen peinlich klingen! DIES klingt aber keineswegs peinlich. Ein würdiger Abschluss eines Wahnsinns-Debütalbums!! 5 Sterne - PUNKT und BASTA!!!!!! 10 Sterne für... 5 von 5 Punkten...die absolute Energie in der Musik. Es ist der Wahnsinn, was die drei Musiker da 1994 in vier Tagen eingespielt haben. Dirk von Lowtzow schreit alles raus, seine Stimme bricht und er ist die pure Power. Dazu schrammelt (hier im besten Sinn gemeint) die Gitarre, das Schlagzeug wird regelrecht verprügelt und der Bass bringt die Boxen zum hüpfen - Hammer! Das Lebensgefühl der damals 20-25jährigen perfekt gespiegelt! |
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Tocotronic von TocotronicAudio CD von Lado Musik (SPV)Preis bei Amazon: EUR 12,99, Angebote ab EUR 9,98 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Mai 2006 |
Tracks:
Aus der Amazon.de-RedaktionAuch beim neuen Tocotronic-Album Tocotronic gibt es keinen eklatanten Richtungswechsel und doch ist es ein unerwartet konsequenter, großer Schritt für die Band. Eins hat auch hier nicht stattgefunden: Immer noch ist das indie-rockig schrammelnde Songwriting mit seinen nörgeligen Gesangsmelodien, das die drei mit ihrem Debütalbum Digital ist besser (1995) einführten, Herz und Ausgangspunkt des Systems Tocotronic. Allerdings ist die Produktion aufwäniger, Produzent Tobias hat hörbar länger gefeilt, das Schrammeln ist gewissermaßen kostspieliger geworden. Dass die Songs dennoch nicht in der Produktion untergehen, spricht sowohl für die Band als auch für Produzent Tobias Levin (Cpt. Kirk &). Wunderbar der Einstieg mit der Single "This Boy Is Tocotronic", die, in der Tradition von "Let There Be Rock" vom K.O.O.K.?Album mit seinem Keyboard-Zitat aus "The Final Countdown", mit Rock-Klischees spielt und ein (gesampletes?) Gitarrensolo im Stil Eddie Van Halens ans Ende setzt. Textlich haben sich die Inhalte noch einmal weiter weg von der reinen Ablehnung der deutschen Alltagskultur hin zu selbstreflektiver Sicht der Dinge verschoben und geben dabei öfter den Prozess des Nachdenkens wieder als einfach Slogans zu präsentieren. Den qualmenden Resten der Hamburger Schule sind Jan Müller, Arne Zank und Dirk von Lowtzow mit diesem Album endgültig entstiegen. --Rolf Jäger 5 Kundenrezensionen:Schon mal Barfuss über ein Meer aus Milch und Honig spaziert? 5 von 5 PunktenNein? Ich auch nicht. Doch dann lauschte ich den sanften Klängen dieses Werkes...Man lege das Album ein, schließe die Augen und ja, dann beginnt man langsam über dem Boden zu schweben. Über einem öffnet sich ein vanillefarbener Himmel. Als wäre man Teil eines Gemäldes von Monet. Wundersame Welten, man schweift immer weiter ab, in die Spähren der undurchsichtigen Dinge. Dieses Album hüllt einen in warme Watte, man schwebt wie ein weißes Blatt Papier im Herbstwind oder um es etwas einfacher zu sagen: Wie ein weiches Milky Way im Milchmeer. Das nennt man dann Meisterwerk 5 von 5 PunktenJedes Tocotronic-Album ist etwas besonderes, doch "Tocotronic" ist nicht nur der größte Umbruch in der Bandgeschichte, sondern auch der (bisherige) Höhepunkt. Die Details im einzelnen: 1. "This Boy Is Tocotronic": Und es rockt doch. Das perfekte Einstiegstück, da es ankündigt, dass jetzt etwas neues kommt. In seiner Leidenschaft geht es schon sehr Richtung "Pure Vernunft..." 2. "Alles wird in Flammen stehen": etwas ruhiger, jedoch ein weiteres fantastisches Liebeslied ganz in der Tradition aller Tocotronic-Liebeslieder. Gnadenlos bis zur Selbstaufopferung, voller Sehnsucht und Leidenschaft. 3. "Hier ist der Beweis": ein verträumtes, trotziges Lied. "Diese Jungs sind anders wie man weiß." Ja, weiß man. 4. "Hi Freaks": vielleicht eines der besten Lieder aller Zeiten, fraglos das Highlight dieses Albums. Episch, großartig, wundervoll getextet, perfekt komponiert. Hier geht es einfach nur um alles oder nichts. 5. "Führe mich sanft": wieder ein Aufruf zur Leidenschaft mit grandiosen Gitarren- und Schlagzeugeinsatz und tollem Finale. 6. "Free Hospital": sicher kein schnelles Stück, aber wenn es erstmal losgeht lässt es einen kaum los. Die musikalische Umsetzung von Zufriedenheit. 7. "Das böse Buch": Wegfindung? Liebeslied? Bestandsaufnahme? Oder alles zusammen? Ich nehme Liebeslied. 8. "Näher zu dir": der Titel deutet es schon an, ein sehr reines Liebeslied bzw. ein Lied über den Moment bevor es groß wird. Oder ist das dann der größte Moment? 9. "Schatten werfen keine Schatten": wieder ein Liebeslied, was nichts macht, weil Tocotronic Liebeslieder machen, die jenseits jeglicher Liebeslieder-Tradition stehen. Soghaftere und zärtlichere Texte hört man selten. 10. "Dringlichkeit besteht immer": die Musik treibt an, die Stimme ist träge und bringt doch wieder alles was diese Band ausmacht auf den Nenner: Leidenschaft, Selbstaufgabe, Sehnsucht. 11. "Die Wolke der Unwissenheit": das zweitbeste Lied der Platte, von fast unerträglicher Schönheit, die Musik baut langsam eine Spannung auf, die sich in einer sanften Explosion auflöst, überlagert von Dirk von Lotzows überschnappender Stimme und dem Text, der einen gnadenlos in seinen Bann schlägt. So illustriert man Gefühle. 12. "Drama": na gut, das Instrumentalstück erscheint etwas überflüssig, ist aber doch nett anzuhören. Es klingt jedenfalls nicht nach irgendwas, was der Titel vermuten lässt. 13. "Neues vom Trickser": wirkt fast wie eine Rückblick auf dieses Album oder sogar auf alle Alben und dass "eins zu eins" jetzt vorbei ist, sagt ja auch alles was man über Tocotronics neue Richtung sagen muss. Ein makelloses Meisterwerk. Sehr gut, aber insgesamt nicht besser als die neu(st)e Toco-Platte 4 von 5 Punkten"Tocotronic" hat schon von Beginn weg jene Energie (Anfangsnummer: "This boy is Tocotronic"), die einen das ganze Album hindurch begleitet. Bewegend, erregend, gute Texte... "Führe mich sanft", "Free hospital", "Wolke der Unwissenheit" und "Alles wird in Flammen stehen" zähle ich zu meinen Top-Favoriten auf der Scheibe. Das allseits bekannte "Hi freaks" finde ich persönlich OK, aber nicht außergewöhnlich gut. Alles in allem ist "Tocotronic" eine Pflichtplatte für alle Toco-Fans, wobei bislang ALLE Tocotronic-Alben eigentlich Pflichtplatten waren (sind). Wie auch immer, "THIS boy is tocotronic" und man sollte es einfach besitzen! Von der Zentralperspektive zur Dreidimesionalität 5 von 5 PunktenWenn eine Band den eigenen Sound zur Formvollendung bringt, trägt das dazugehörige Album als Ausdruck dessen meist den Bandnamen. Im Falle von Tocotronics neuem, selbstbetiteltem Album verwundert das, ist es doch eine Abkehr vom ursprünglichen Selbstverständnis der Band. Die eingängig - eindringlichen Texte, der demonstrative Dilettantismus, sowie die jugendliche Verweigerung der Anfangstage sind endgültig passé. Auf "Tocotronic" beginnt für von Lowtzow, Müller und Zank eine neue Zeitrechnung. Die Intuition ist einem gewissen Kalkül gewichen, alles ist durchkomponierter, durchdachter, das dutzendfach durchexerzierte Dreiakkordschema weicht einer vielschichtigeren, abwechslungsreichen Songstruktur. Die Drei setzen ihre nun einmal bescheidenen Mittel viel bewusster ein, beherrschen ihre Instrumente, hören besser aufeinander, stellen Details heraus, erarbeiten Melodien und verschmelzen so zu einem gefügigen Ganzen. Bei diesen Arrangements spielt natürlich auch die Studiotechnik, der Einsatz von Effekten und Samples (Gitarrensolo zu "This Boy") eine nicht unerhebliche Rolle. Produzent Tobias Levin (Cpt. Kirk) ist bei den meisten (auch besten) Songs im Booklet ausdrücklich als "viertes" Bandmitglied aufgeführt. Bei vielen Fans werden die beinahe poppigen Töne wohl wenig Anklang finden, hat man die "Tocos" doch besonders für ihre "punkige" Unprofessionalität geliebt. Bei aller Prinzipientreue ist aber auch einzusehen, dass nach fünf Alben Auf - der - Stelle - Treten und dem sparsamen Tapetenwechsel von "K.O.O.K." die Zeit für eine Veränderung überreif war. Das alte Image war zum lästigen Klischee erstarrt, der Hass, die Rebellion ausgiebig ausgelebt und mit Anfang 30 nicht länger glaubwürdig vertretbar. Oftmals geht eine solche Neuorientierung ziemlich in die Hose, hier wirkt sie wahre Wunder. Den Alltag lassen sie weit, weit hinter sich ("Der sogenannte Realismus fällt nicht weiter ins Gewicht"), stattdessen erschaffen sie sich substitutiv eine metaphysische, mystische Märchenwelt, ein "Zwischenreich", noch unentdeckt und daher unendliche Quelle der Inspiration: Verborgene Orte, "foucaultsche" Räume, geheime Türen und Wege ... Es ist wie ein Traum. Stimmungen werden vorsichtig eingefangen und genüsslich zelebriert, doch der Blick hinter die Dinge enttarnt auch das bedrohliche Antlitz des Bösen. Dirk von Lowtzow gelingt es auf neuem Terrain spielerisch die düstere Bildsprache eines Baudelaire mit schweren, existenzialistischen Gedankengängen zusammzuführen. Dabei ist er weder naiv - verklärend, noch kompliziert - vergeistigt: Das ist wundervolle Lyrik, voller Geist und voller Magie, elektrifizierend und beschwörend: "In diesen Räumen liegt sich's bequemer, als irgendwo anders zuvor." Dorthin und nie wieder zurück. sis hammer album 5 von 5 Punktenich betrachte die entwicklung von tocotronic mit sehr großem interesse. gesteht man einer band zu sich weiter zu entwickeln wird man auch hier nicht enttäuscht. mir gefällt das neue album ausgesprochen gut und ich freue mich auf das konzert am kommenden donnerstag in heidelberg. weietr so! |
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Tocotronic (+Bonustitel) von TocotronicAudio CD von Rock-O-Tro (Indigo)Preis bei Amazon: EUR 15,99, Angebote ab EUR 14,79 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Oktober 2007 |
Tracks:
Aus der Amazon.de-RedaktionAuch beim neuen Tocotronic-Album Tocotronic gibt es keinen eklatanten Richtungswechsel und doch ist es ein unerwartet konsequenter, großer Schritt für die Band. Eins hat auch hier nicht stattgefunden: Immer noch ist das indie-rockig schrammelnde Songwriting mit seinen nörgeligen Gesangsmelodien, das die drei mit ihrem Debütalbum Digital ist besser (1995) einführten, Herz und Ausgangspunkt des Systems Tocotronic. Allerdings ist die Produktion aufwäniger, Produzent Tobias hat hörbar länger gefeilt, das Schrammeln ist gewissermaßen kostspieliger geworden. Dass die Songs dennoch nicht in der Produktion untergehen, spricht sowohl für die Band als auch für Produzent Tobias Levin (Cpt. Kirk &). Wunderbar der Einstieg mit der Single "This Boy Is Tocotronic", die, in der Tradition von "Let There Be Rock" vom K.O.O.K.?Album mit seinem Keyboard-Zitat aus "The Final Countdown", mit Rock-Klischees spielt und ein (gesampletes?) Gitarrensolo im Stil Eddie Van Halens ans Ende setzt. Textlich haben sich die Inhalte noch einmal weiter weg von der reinen Ablehnung der deutschen Alltagskultur hin zu selbstreflektiver Sicht der Dinge verschoben und geben dabei öfter den Prozess des Nachdenkens wieder als einfach Slogans zu präsentieren. Den qualmenden Resten der Hamburger Schule sind Jan Müller, Arne Zank und Dirk von Lowtzow mit diesem Album endgültig entstiegen. --Rolf Jäger 5 Kundenrezensionen:Schon mal Barfuss über ein Meer aus Milch und Honig spaziert? 5 von 5 PunktenNein? Ich auch nicht. Doch dann lauschte ich den sanften Klängen dieses Werkes...Man lege das Album ein, schließe die Augen und ja, dann beginnt man langsam über dem Boden zu schweben. Über einem öffnet sich ein vanillefarbener Himmel. Als wäre man Teil eines Gemäldes von Monet. Wundersame Welten, man schweift immer weiter ab, in die Spähren der undurchsichtigen Dinge. Dieses Album hüllt einen in warme Watte, man schwebt wie ein weißes Blatt Papier im Herbstwind oder um es etwas einfacher zu sagen: Wie ein weiches Milky Way im Milchmeer. Das nennt man dann Meisterwerk 5 von 5 PunktenJedes Tocotronic-Album ist etwas besonderes, doch "Tocotronic" ist nicht nur der größte Umbruch in der Bandgeschichte, sondern auch der (bisherige) Höhepunkt. Die Details im einzelnen: 1. "This Boy Is Tocotronic": Und es rockt doch. Das perfekte Einstiegstück, da es ankündigt, dass jetzt etwas neues kommt. In seiner Leidenschaft geht es schon sehr Richtung "Pure Vernunft..." 2. "Alles wird in Flammen stehen": etwas ruhiger, jedoch ein weiteres fantastisches Liebeslied ganz in der Tradition aller Tocotronic-Liebeslieder. Gnadenlos bis zur Selbstaufopferung, voller Sehnsucht und Leidenschaft. 3. "Hier ist der Beweis": ein verträumtes, trotziges Lied. "Diese Jungs sind anders wie man weiß." Ja, weiß man. 4. "Hi Freaks": vielleicht eines der besten Lieder aller Zeiten, fraglos das Highlight dieses Albums. Episch, großartig, wundervoll getextet, perfekt komponiert. Hier geht es einfach nur um alles oder nichts. 5. "Führe mich sanft": wieder ein Aufruf zur Leidenschaft mit grandiosen Gitarren- und Schlagzeugeinsatz und tollem Finale. 6. "Free Hospital": sicher kein schnelles Stück, aber wenn es erstmal losgeht lässt es einen kaum los. Die musikalische Umsetzung von Zufriedenheit. 7. "Das böse Buch": Wegfindung? Liebeslied? Bestandsaufnahme? Oder alles zusammen? Ich nehme Liebeslied. 8. "Näher zu dir": der Titel deutet es schon an, ein sehr reines Liebeslied bzw. ein Lied über den Moment bevor es groß wird. Oder ist das dann der größte Moment? 9. "Schatten werfen keine Schatten": wieder ein Liebeslied, was nichts macht, weil Tocotronic Liebeslieder machen, die jenseits jeglicher Liebeslieder-Tradition stehen. Soghaftere und zärtlichere Texte hört man selten. 10. "Dringlichkeit besteht immer": die Musik treibt an, die Stimme ist träge und bringt doch wieder alles was diese Band ausmacht auf den Nenner: Leidenschaft, Selbstaufgabe, Sehnsucht. 11. "Die Wolke der Unwissenheit": das zweitbeste Lied der Platte, von fast unerträglicher Schönheit, die Musik baut langsam eine Spannung auf, die sich in einer sanften Explosion auflöst, überlagert von Dirk von Lotzows überschnappender Stimme und dem Text, der einen gnadenlos in seinen Bann schlägt. So illustriert man Gefühle. 12. "Drama": na gut, das Instrumentalstück erscheint etwas überflüssig, ist aber doch nett anzuhören. Es klingt jedenfalls nicht nach irgendwas, was der Titel vermuten lässt. 13. "Neues vom Trickser": wirkt fast wie eine Rückblick auf dieses Album oder sogar auf alle Alben und dass "eins zu eins" jetzt vorbei ist, sagt ja auch alles was man über Tocotronics neue Richtung sagen muss. Ein makelloses Meisterwerk. Sehr gut, aber insgesamt nicht besser als die neu(st)e Toco-Platte 4 von 5 Punkten"Tocotronic" hat schon von Beginn weg jene Energie (Anfangsnummer: "This boy is Tocotronic"), die einen das ganze Album hindurch begleitet. Bewegend, erregend, gute Texte... "Führe mich sanft", "Free hospital", "Wolke der Unwissenheit" und "Alles wird in Flammen stehen" zähle ich zu meinen Top-Favoriten auf der Scheibe. Das allseits bekannte "Hi freaks" finde ich persönlich OK, aber nicht außergewöhnlich gut. Alles in allem ist "Tocotronic" eine Pflichtplatte für alle Toco-Fans, wobei bislang ALLE Tocotronic-Alben eigentlich Pflichtplatten waren (sind). Wie auch immer, "THIS boy is tocotronic" und man sollte es einfach besitzen! Von der Zentralperspektive zur Dreidimesionalität 5 von 5 PunktenWenn eine Band den eigenen Sound zur Formvollendung bringt, trägt das dazugehörige Album als Ausdruck dessen meist den Bandnamen. Im Falle von Tocotronics neuem, selbstbetiteltem Album verwundert das, ist es doch eine Abkehr vom ursprünglichen Selbstverständnis der Band. Die eingängig - eindringlichen Texte, der demonstrative Dilettantismus, sowie die jugendliche Verweigerung der Anfangstage sind endgültig passé. Auf "Tocotronic" beginnt für von Lowtzow, Müller und Zank eine neue Zeitrechnung. Die Intuition ist einem gewissen Kalkül gewichen, alles ist durchkomponierter, durchdachter, das dutzendfach durchexerzierte Dreiakkordschema weicht einer vielschichtigeren, abwechslungsreichen Songstruktur. Die Drei setzen ihre nun einmal bescheidenen Mittel viel bewusster ein, beherrschen ihre Instrumente, hören besser aufeinander, stellen Details heraus, erarbeiten Melodien und verschmelzen so zu einem gefügigen Ganzen. Bei diesen Arrangements spielt natürlich auch die Studiotechnik, der Einsatz von Effekten und Samples (Gitarrensolo zu "This Boy") eine nicht unerhebliche Rolle. Produzent Tobias Levin (Cpt. Kirk) ist bei den meisten (auch besten) Songs im Booklet ausdrücklich als "viertes" Bandmitglied aufgeführt. Bei vielen Fans werden die beinahe poppigen Töne wohl wenig Anklang finden, hat man die "Tocos" doch besonders für ihre "punkige" Unprofessionalität geliebt. Bei aller Prinzipientreue ist aber auch einzusehen, dass nach fünf Alben Auf - der - Stelle - Treten und dem sparsamen Tapetenwechsel von "K.O.O.K." die Zeit für eine Veränderung überreif war. Das alte Image war zum lästigen Klischee erstarrt, der Hass, die Rebellion ausgiebig ausgelebt und mit Anfang 30 nicht länger glaubwürdig vertretbar. Oftmals geht eine solche Neuorientierung ziemlich in die Hose, hier wirkt sie wahre Wunder. Den Alltag lassen sie weit, weit hinter sich ("Der sogenannte Realismus fällt nicht weiter ins Gewicht"), stattdessen erschaffen sie sich substitutiv eine metaphysische, mystische Märchenwelt, ein "Zwischenreich", noch unentdeckt und daher unendliche Quelle der Inspiration: Verborgene Orte, "foucaultsche" Räume, geheime Türen und Wege ... Es ist wie ein Traum. Stimmungen werden vorsichtig eingefangen und genüsslich zelebriert, doch der Blick hinter die Dinge enttarnt auch das bedrohliche Antlitz des Bösen. Dirk von Lowtzow gelingt es auf neuem Terrain spielerisch die düstere Bildsprache eines Baudelaire mit schweren, existenzialistischen Gedankengängen zusammzuführen. Dabei ist er weder naiv - verklärend, noch kompliziert - vergeistigt: Das ist wundervolle Lyrik, voller Geist und voller Magie, elektrifizierend und beschwörend: "In diesen Räumen liegt sich's bequemer, als irgendwo anders zuvor." Dorthin und nie wieder zurück. sis hammer album 5 von 5 Punktenich betrachte die entwicklung von tocotronic mit sehr großem interesse. gesteht man einer band zu sich weiter zu entwickeln wird man auch hier nicht enttäuscht. mir gefällt das neue album ausgesprochen gut und ich freue mich auf das konzert am kommenden donnerstag in heidelberg. weietr so! |
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Best of Tocotronic von TocotronicAudio CD von Rock-O-Tro (Indigo)Preis bei Amazon: EUR 15,99, Angebote ab EUR 11,47 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: November 2005 |
Tracks:
5 Kundenrezensionen:Ideal für "Einsteiger" und Autofahrten... 5 von 5 PunktenEs hat Vorteile, wenn die eigenen Kinder Musik ins Haus "schleppen", an die man mit 47 eher selten rankommt. Tocotronic gehört dazu. Die Musik durch die Ki-Zi-Tür machte neugierig. Die Texte dann beim 2. Mal hören und folgend immer mehr: stark! Sie lassen z.T. Erinnerungen an RIO wachwerden, auch wenn jetzt der Eine oder Andere Augen verdrehend den Kopf schüttelt. Die nächsten CD's von T. wanderten ins Haus. Es hat sich gezeigt, dass die Auswahl für die "The Best..." in Ordnung geht. Spiegelt die Bandbreite für den entsprechenden Zeitraum wieder. Und macht neugierig auf mehr. Im April fahre ich die Meute zum T.-Konzert. Werd' mich im Separee von Tocotronic anstecken lassen, nur als Fahrer selbstverständlich... Gelungenes Best-Of 5 von 5 PunktenDie Scheibe sammelt alle Tocotronic-"Hits", die sich im Laufe ihrer 10jährigen Geschichte angesammelt haben, in chronologischer Reihenfolge und beschreibt damit in gelungener Form die Entwicklung einer in Deutschland schwer unterschätzten Band. Die Songs sind erdig, nicht einfach zu schlucken und transportieren doch eine Eindrücklichkeit, wie man sie z.B. von der amerikanischen Band "The Maritimes" kennt. Zusätzlich gibt es noch eine zweite CD mit einigen Live-Aufnahmen und einigen Demo-Versionen, die qualitativ natürlich mit den normal produzierten Songs nicht mithalten können. Insgesamt hält die Kompilation, was sie verspricht: ein Best-Of, von "Freiburg" bis "Hi Freaks", wunderbar, solider Rock, eben Tocotronic. Überbewertet auch meine Meinung 2 von 5 PunktenVorher muss ich erstmal sagen, dass ich mir das Album gekauft habe, um die Band kennen zu lernen. Als Einstieg also. Ich war aber, um ehrlich zu sein, etwas enttäuscht. Ich hatte gedacht, ich finde endlich mal eine deutsche Band, die man sich richtig gut anhören kann. Ein richtiges Aha-Erlebnis. Aber die Erklärungen der Songs in dem beiliegenden Heft waren schonmal abtörnend. Ziemlich möchtegern-intellektuell. Weiter gings dann mit der Soundqualität: ziemlich schlecht bis auf einige Ausnahmen. Die Musik selbst konnte mich auch nicht begeistern, die Songs sind für meinen Geschmack eintönig und nicht gerade melodisch. Für manche vielleicht indie-alternativ-upperclass. Für mich aber nichts. Ich gebe trotzdem zwei Sterne, weil die Musik mich nicht total abstößt, ich finde das Lied Jugendbewegung sogar ganz OK. Ich hoffe die Tocotronic-Fans taufen jetzt keine Vodoo-Puppe auf meinen Namen ;-). Musik ist eben Geschmackssache. ü|ber|be|wer|tet 2 von 5 Punkten... wenn man dieses Wort im Lexikon nachschlägt, sollte man eigentlich ein Bild von Tocotronic daneben setzen. Das war meine Meinung vor zehn Jahren, als meine Klassenkameraden auf Tocotronic abgingen wie nichts Gutes, obwohl ich mir mit ihnen eigentlich immer einen Musikgeschmack geteilt hatte. Das denke ich auch heute noch, als diese Rückschau auf zwölf überaus erfolgreiche Jahre Musikschaffens neben mir aus den Boxen leiert. Aber ich möchte mal anhand der Singles den Weg jener Hassliebe nachvollziehen. Ich mochte sie nie. Aber ich kenne alle ihre Alben. Dank WGs, Studentenparties, Freundinnen ... klar, ne. Und tatsächlich, irgendwie muss ich zugeben, dass jene frühen Klassiker einer Jugendbewegung, die nie eine sein wollte, etwas haben. Keine gute Musik. Aber Energie. Und Parolen, die haften bleiben. "Freiburg". Was soll ich Worte verlieren. Zwei jener Lieder, die ich in schwachen Stunden immer als "gut" bezeichnen musste, fehlen auf der Retrospektive ("Michael Ende" - "Die Idee ist gut" gibt's als grottige Demo-Version). Wir kommen zur "Es ist egal, aber"-Ära, als die Band steigende musikalische Ansprüche durch Streicher-Einsatz demonstrieren will, was in etwa so ist, als würde man Kaviar zu Imbissbuden-Pommes servieren. Zu "KOOK"-Zeiten kippt dann das Bild: Die Band lernt ihre Instrumente, lässt ihren Thrash-Charme hinter sich, Herr von Lowtzow rückt von allzu einfachen Refrain-Lines ab. Es könnte interessant werden. Allein: Das Talent, etwas Substanzielles zu schaffen, fehlt nach wie vor. Das zeigt sich an "Tocotronic", das mitunter musikalisch aufhorchen läßt. Dafür zelebriert Nicht-in-Seattle-Dirk lyrische Metaphysik-Exzesse wie "auf der Erde und im All zerbrechen wir wie ein Kristall" und die Zehennägel rollen sich auf ob dieses Schmonzes. Das tut mehr weh, als es die fehlenden Instrumenten-Skills je vermochten. Ich erinnere mich an einen unfassbar schlechten Auftritt auf dem Immergut-Festival 2002. Dirk kann definitiv nicht singen, die Band gibt sich kühl-unnahbar und schrammelt gefühlte fünf Stunden lang so höhepunktlos daher, dass selbst den zum Feiern entschlossenen Fans die Füße erfrieren. Eine Platte später hat sich am Grunddilemma nichts geändert: Zur Kunst entschlossen, ohne wirklich etwas bieten zu können. Ex-Roadie Thees Uhlmann ist mit Tomte schon lange da, wo Tocotronic wohl immer hinwollten und nie hinkommen werden. Die zweite CD der Kollektion, die Perlen für das Fanherz, das nicht in meiner Brust schlägt, möchte ich mir nun nicht mehr antun. Ich brauche etwas Mitreißendes, Grooviges. Nichts also, was Tocotronic bieten können. Retrospektive gelaufen. Da steh ich nun mit schlappem Ohr und wund're mich als wie zuvor. GUTE SONGS, die man als Fan aber alle schon kennt... 3 von 5 PunktenEhrlich gesagt, hätte ich mir die "Best of"-Platte nicht zugelegt, wenn ich gewusst hätte, wie sie klingt. Natürlich sind die Toco-Hits alle mitdabei (auch wenn das eine oder andere meiner Meinung nach austauschbar wäre) und für jemanden, der noch nicht alle (oder die meisten) Tocotronic-Alben besitzt ist, diese Platte auch durchaus empfehlenswert. Wenn man sie sich aber hauptsächlich wegen der 2. CD ("Raritäten") kaufen möchte, so rate ich doch eher davon ab. CD Nr. 2 überzeugt selten. Nur die letzten paar Live-Aufnahmen sind wirklich gut geworden. Die Live-Version von "Drüben auf dem Hügel" ist ein Witz. Sowas würde normalerweise nicht mal als "Bootleg" durchgehen. Naja... Bitte versteht mich nicht falsch - ich bin ein absoluter Tocotronic-Fan; aber wenn man schon alle Alben hat, kommt man auch ohne diese Hit-Kollektion aus! Die 3 Sterne gebe ich vor allem wegen der guten (aber bereits bekannten) Songs auf CD Nr. 1!! |
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Nach der Verlorenen Zeit (+Bonustitel) von TocotronicAudio CD von Rock-O-Tro (Indigo)Preis bei Amazon: EUR 15,99, Angebote ab EUR 14,77 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Oktober 2007 |
Tracks:
Aus der Amazon.de-RedaktionRE 1245 Bei Bands ist das mit dem Älterwerden ja so eine Sache: Steht in einer Plattenkritik, eine Band sei erwachsen geworden, heißt das meistens soviel wie, daß ihr Sound nur noch lahm, glatt und unsexy klingt. Nicht so bei Tocotronic: Natürlich, wer K.O.O.K. hört, merkt sofort, daß die vier Hamburger Schrammel-Philosophen reifer geworden sind, daß die Songs nachdenklicher und vom Tempo her zurückhaltender daherkommen -- die Punk-Kracher vergangener Tage fehlen fast völlig. Trotzdem sind Tocotronic hier mehr Tocotronic als je zuvor: Je öfter man das Album hört, desto mehr wachsen Songs wie ?Jackpot", ?Die neue Seltsamkeit" oder ?Jenseits des Kanals" zu schrägpoppigen Meisterwerken -- zurückhaltend, melancholisch aber von solcher Eindringlichkeit, daß ich aufpassen muß, hier nicht kitschig zu werden. Tocotronic sind erwachsen geworden -- und haben eine der größten deutschsprachigen Popplatten der auslaufenden Neunziger Jahre veröffentlicht. --Karsten Krämer 5 Kundenrezensionen:mein einstieg 5 von 5 Punktenbei tocotronic fand durch das wiederholte abspielen dieses tonträgers statt. nicht so rauh wie die digital ist besser aber eben durch und durch ein tocotronic meisterwerk. da ich als fan befangen bin werden sich tocotronic begeisterte dieses so oder so zulegen. klein aber fein :) 5 von 5 PunktenEs war nicht das erste Album, das ich von den Tocos besaß (vorher hatte ich Digital ist besser und Wir kommen um uns zu beschweren), aber es ist bis heute mein absolutes Lieblingsalbum. Es sind zwar nicht so viele Lieder drauf, aber die haben es in sich und ich habe auch nicht so viel dafür bezahlt. Ich möchte kein Lied herausnehmen, denn für mich sind sie alle genial und im typischen Tocotronic-Stil. Ich muss loben, auch wenn ich (ein wenig) kritisieren muss 4 von 5 PunktenIch habe mir dieses Album im Zuge eines Tocotronic-Konzertbesuchs (in der ARENA in Wien) gekauft (neben einem super Toco-T-Shirt) und war beim ersten Reinhören höchsterfreut, obwohl ich die Songs natürlich schon kannte. 1. Ich Muss Reden,Auch Wenn Ich Schweigen muss Schon alleine diese Textzeile verbirgt mehr Poesie, als so mancher Lyrik-Band... 2. Du Bist Ganz Schön Bedient Ein schönes Lied, das mir mittlerweile aber nicht mehr so gut gefällt. 3. Gott Sei Dank Haben Wir Beide Uns Gehabt SUPER! Ich hoffe, dass ist beim nächsten Live-Auftritt mitdabei!! Flotter, leicht einzuprägender Beat; bringt die Knochen zum Mitschwingen! 4. Ich Hab 23 Jahre Mit Mir Verbracht Text: super. Ich habe erst 21 Jahre mit mir verbracht, vielleicht gefällt mir diese Single irgendwann besser... 5. Ich Werde Nie Mehr Alleine Sein Arne Zank mit (schräger) Gitarreneinlage - ich find's gut! 6. Michael Ende,Du Hast Mein Leben Zerstört Nicht mein Favorit! Geschmackssache. 7. Ich Mag Dich Einfach Nicht Mehr so SUPER! Einer der Höhepunkte auf der Scheibe. 8. Ich Bin Neu In Der Hamburger Schule Guter Text (irgendwie), ansonsten ein bisschen langweilig. 9. Es Ist Einfach Rockmusik Ist nicht so ganz mein Fall... 10. Hauptsache Ist Schwermütig, "monumental" anbiedernd - mir gefällt's (das ist die Hauptsache!). Fazit: Gute CD, die allerdings ziemlich kurz ist. Für mich persönlich sind Vorgänger- und Nachkommenalbum besser; trotzdem 4 Sterne!! Es ist einfach Rockmusik 4 von 5 PunktenMit nur zehn Songs ist dieses Album für tocotronicsche Verhältnisse ein kleines, aber die Titel haben es in sich: Der Klassiker "Michael Ende, du hast mein Leben zerstört" (muss man gehört haben) findet sich hier, man hört Arne Zank die Rockmusik kommentieren und hat mit dem Track "Ich hab 23 Jahre mit mir verbracht" auch mal ein Stück Autobiographie. Tja! 5 von 5 PunktenTausend mal gehört! tausend mal ist was passiert! Was soll man noch sagen! "wir haben Bier getrunken und Platten gehört!" "ich mag dich einfach nicht mehr so...." was soll man Angesicht so vieler Wahrheiten sagen..."Michael Ende du hast mein Leben zerstört!" vielleicht.....Die besseren Jugendlichen!...ich bin ganz schön bedient! Danke auch für die Älteren! |
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Pop Portrait von TocotronicAudio CD von Pias (rough trade)Preis bei Amazon: EUR 14,98, Angebote ab EUR 9,50 Erscheinungsdatum: Oktober 2008 |
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