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Produkt-Bild: The Greatest

The Greatest von Cat Power

Audio CD von Matador/Beggars Group (Indigo)
Preis bei Amazon: EUR 8,99, Angebote ab EUR 5,30

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Januar 2006
Zoom ± Produkt-Bild: The Greatest

Tracks:

  • The Greatest
  • Living Proof
  • Lived In Bars
  • Could We
  • Empty Shell
  • Willie
  • Where Is My Love
  • The Moon
  • Islands
  • After It All
  • Hate
  • Love And Communication

Aus der Amazon.de-Redaktion


So anmaßend der Titel im ersten Moment vielleicht auch klingt, Chan Marshall alias Cat Power krönt mit diesem Album ihre ohnehin schon aufsehenerregende Karriere. Drei Jahre nach ihrem letzten Longplayer You Are Free ist ihr erneut ein ganz großer Wurf gelungen. In den zwölf neuen Songs besinnt sie sich auf ihre musikalischen Wurzeln und die liegen, neben Folk, Country und Rock, eindeutig im Soul und Rhythm & Blues. Folgerichtig hat sie The Greatest mit Hilfe zweier legendärer Musiker eingespielt, den Brüdern Mabon "Teenie" (Gitarre) und Leroy "Flick" Hodges (Bass), die bereits in den siebziger Jahren mit Künstlern wie Al Green zusammenarbeiteten und die bis heute nichts von ihrer einzigartigen Klasse verloren haben. Cat Power und ihre Mitstreiter, zu denen auch noch Schlagzeuger Steve Potts zählt, verzichten in Songs wie Living Proof" oder "Empfty Shell" bis auf wenige Ausnahmen auf alles schmückendes Beiwerk. Die Stücke zeichnen sich alle durch ein fast magische Aura aus. Dass Cat Power todtraurige Geschichten so eindringlich und zu Herzend gehend wie kaum eine Künstlerin erzählen kann, hat sie auf Alben wie What Would The Community Think (1996) oder Moon Pix (1998) bereits hinlänglich unter Beweiß gestellt. Auf The Greatest führt sie diese Kunst nun zu einer neuen Meisterschaft. Songs wie "Willie" oder das noch deutlich introvertiertere "Where Is My Love" versprühen trotz der wenig erbaulichen Zeilen über die endlosen Schwierigkeiten zwischenmenschlicher Beziehungen, die man darin findet, noch immer so viel Lebensfreude und Hoffnung, das man davon fast süchtig werden kann. Und auch wenn manchmal die pure Melancholie im Mittelpunkt steht, wie bei "The Moon" oder dem am Ende der Platte platzierten "Love & Communication", trübt das die positive Ausstrahlung dieses Meisterwerks kaum. --Norbert Schiegl
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5 Kundenrezensionen:

Magisch
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Nun hat es also auch mich erwischt - schon lange hat mich eine CD und vor allem eine Stimme nicht mehr so verzaubert. "The Greatest" verdient diesen Titel. Ruhige, melancholische und berührende Lieder und eine magische Stimme, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Fast schwebend und hypnotisch kommt mir Chan Marshalls Gesang vor. Nicht mehr ganz so sparsam arrangiert wie auf früheren Alben, sind ihre Songs hier meist in kleiner Besetzung wunderbar eingespielt worden. Für mich ist diese CD ihr bestes Werk bisher und es fällt tatsächlich schwer, Lieder hervorzuheben. Ich tue es dennoch: Meine Anspieltipps: "Living proof", "Lived In Bars" "Empty Shell", "Willie", "Love and Communication". Wunderschön!
Anmerkung: Bei der hier als "Special Edition" angebotenen CD handelt es sich tatsächlich um eine "Slipcase Edition", die CD befindet sich also lediglich in einem zusätzlichen Kartonschieber!
Meisterwerk!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich habe von Cat Power erst ein- zwei verschiedene Songs im Radio gehört und jedesmal gedacht: Wer ist das denn, das ist ja großartige Musik. Irgendwann habe ich auf Verdacht 'The Greatest' gekauft und war von Anfang an wie hypnotisiert von dieser wunderbaren Musik und der unglaublich intensiven Stimme. Jeder Song wird nur auf das Wesentliche reduziert und gleichzeitig erstaunlich voll interpretiert. Schmerzlich schöne Songs und melancholisch positive Songs fließen ineinander. Keine Sekunde zuviel und natürlich viel zu kurz. Dieses Album sollte in keinem Plattenschrank fehlen. Sogar ein Freund, der ansonsten fast nur elektronische Musik hört, war sofort komplett verzaubert von dem Album. Einzelne Titel hervorzuheben macht keinen Sinn, denn dann müßte ich das Tracklisting komplett abschreiben, also bitte: Kaufen - und sich in eine andere Welt versetzen lassen!
was kommt noch?
5 Punkte 5 von 5 Punkten
cat power hat eigentlich ausschließlich gute bis sehr gute alben abgeliefert. was nun nach "the greatest" an steigerung noch möglich sein kann - fast nicht vorstellbar. eine durchweg hervorragende platte, abwechslungsreich ohne stilbrüche, ohne überzähligen schinckschnack. schlicht großartige songs von einer begnadeten musikerin. chan marshall at her best!
cat power ist die größte!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
kann chan marshall überhaupt etwas schlechtes machen? ich denke nicht.
"the greatest" ist tatsächlich ihre beste platte bisher, sie ist reifer als ihre letzten alben. die zusammenarbeit mit den beiden hodges und die aufnahmen in memphis geben den immer noch eher spärlich arrangierten songs wärme. ich höre soulbläser, stellenweise sogar eine country-twang angehauchte gitarre. und dazu diese einzigartige stimme, die alles trägt. wunderschönes album.
cat power hat jedes recht zu behaupten "i am the greatest" -
da sollte das entzückende cover (eine ziemlich deutliche anspielung auf muhammad ali) nur ein weiterer kaufanreiz sein!
Sich einfangen lassen und nicht mehr von los können..
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Cat Power´s "the greatest", ist es die mich wieder zu mir selbst zurück holt, wenn ich mich mal verloren hab ! Ich liebe diese Platte, sie ist für mich ein musikalischer Kopf-Orgasmus!
Hab selten ein Album von ihr so geliebt wie dieses..Hoffe das viele Hören verdirbt mir nie die endlose Engergie die von der Musik ausgeht
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Produkt-Bild: To Bring You My Love

To Bring You My Love von PJ Harvey

Audio CD von Island (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 7,99, Angebote ab EUR 3,15

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Februar 1995
Zoom ± Produkt-Bild: To Bring You My Love

Tracks:

  • To Bring You My Love
  • Meet Ze Monsta
  • Working For The Man
  • C'Mon Billy
  • Teclo
  • Long Snake Moan
  • Down By The Water
  • I Think I'm A Mother
  • Send His love To Me
  • The Dancer

Produktbeschreibung


TO BRING YOU MY LOVE
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5 Kundenrezensionen:

The Devil is a woman now! Brachial aber Genial - Indieblues
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Oh sweet Polly! Danke für dieses brachiale und sexy voodoo womanpower-album!
Schon das Titelstück kommt scheinbar aus der Hölle. Eine schamanisch-besessene Liebeserklärung, das es jedem Kerl Angst und Bange wird. Einfach nur wundervoll! Dann sollte Long Snake Moan erwähnt werden, dieses schiere Monster von einem Powerrocker, aber was für einem - Dagegen sind Monstermagnet dir reinste Kindergartenband. Polly rollt mit der Dampfwalze über uns, aber mit 280 Sachen! Dann, ganz wichtig, noch eben Down by the water, das viele aus der Indiedisco kennen und lieben. So ein genialer Ohrwurm mit zig Widerhaken und einem unwiderstehlichen Sexy-Feel. Really Fantastic!!! Ein paar Songs sind eher "traditioneller" aber dennoch sehr gut. Bitte kaufen und ausrasten, PJ Harvey zeigt den "Machorockern" wo der Hammer wirklich hängt! Ein Monolith von einer Frau. Amen ;-)
...extrem gelungen...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der schiere Wahnsinn! "To Bring You My Love" war mein erstes Harvey-Album, daß ich mir zugelegt hatte nachdem ich PJ im Duett mit Nick Cave auf dessen "Murder Ballads" entdeckt hatte, und wenn es sowas wie ein weibliches Gegenstück zu Cave gibt, dann kommt PJ Harvey dem schon sehr nah. Ich habe selten ein Album gehört, was von Anfang bis Ende eine derart intensive, fesselnde Atmosphäre aufbaut wie dieses. Es zieht einen runter in die düsteren und beängstigenden Gefilde der Seele und läßt einen nicht mehr los bevor der letzte Ton verstummt ist ... vielleicht nicht mal dann ... und dabei ist "Down By The Water", was - obwohl kaum "massentauglich", sogar - mal eine Weile bei MTV (und VIVA?) über den Schirm flimmerte noch lange nicht das Sahnehäubchen der Scheibe.
Der langgezogene Vokal...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
...zieht sich wie ein roter Faden durch dieses fantastische Meisterwerk zurückhaltender aber trotzdessen fordernder, stöhnender , roher Lautkulisse. Nur die ersten Klänge des ersten Liedes zu hören sollte eine Belohnung sein, denn solchen Hochgenuss verdient man sich nicht einfach so. Langsam steigert sich die Aggression und immer stärker verzerrt die Stimme und mehr und mehr breitet sich ein wohliges Gefühl aus in einer jeden Magengegend. Rock und Stille haben sich wohl noch nie so brüderlich vereint wie auf diesem Album der betörenden Mme Harvey. Dabei Höhepunkte festzulegen ist verdammt schwer, denn welcher Hochgenuss übertrumpft welchen Hochgenuss ist die Frage die sich mir unweigerlich stellt. Aber trotzdem heben sich meiner Meinung nach folgende Lieder noch einmal besonders ab:
1. To Bring You My Love bereits eingangs beschrieben einfach die 1:1 Umsetzung des Titels - nach diesem Lied fühlt man sich gelibt, villeicht auch ein wenig gehasst aber nur wenn man es so verstehen möchte.
2. Long Snake Moan - kein Vokal wird hier in seiner Bedeutung herabgesetzt, nein ein jeder bekonnt seine eigenen 2 Sekunden in diesem Lied, so scheint es
3. Down By The Water - animiert wie kaum ein zweiter Song zum coolen aber betont leichtem Hin-und Herschwanken der Schultern unter geringem Einsatz des Oberkörpers - wobei auf den Text auh zu achten ist
4. Send His Love To Me - erinnert fast an eine Isla Bonita - aber eben nur fast! Ein spanisch angehauchtes, sich nach Liebe sehnendes Lied, das eben einfach im Ohr bleibt..
Oi Polly!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Das ist nicht die wirkliche Polly die uns erwartet, nicht das verhuschte Wesen, sondern eine Kunstfigur, die alle Register zieht um uns zu erschrecken. Und um uns zu unterhalten. In ihren besten Momenten klingt PJ wie eine Mischung aus Patti Smith und Nina Hagen.
Düster
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Polly zieht einen mächtig in einen mit depressiven Sounds, traurig melancholisch bis düster bedrohlichen Songs gespickten Bann. Akute Suizidgefahr aber ....geil. Diese CD ist ein Meilenstein meiner persönlichen Favouriten. Definitiv keine "einfache" Musik (ähnlich bei Tool, wobei diese nat. nicht miteinander vergleichbar sind)aber einfach kann ja jeder. So eine CD allerdings macht nicht jede(r)
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Produkt-Bild: Rid of Me

Rid of Me von PJ Harvey

Audio CD von Island (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 7,99, Angebote ab EUR 4,73

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Januar 1995
Zoom ± Produkt-Bild: Rid of Me

Tracks:

  • Rid of me
  • Missed
  • Legs
  • Rub 'till it bleeds
  • Hook
  • Man-Size sextet
  • Highway '61 Revisited
  • 50 FT Queenie
  • Yuri-G
  • Man-Size
  • Dry
  • Me-Jane
  • Snake
  • Ecstasy

Produktbeschreibung


RID OF ME

Aus der Amazon.de-Redaktion


Auf P.J. Harveys zweitem und bislang wildesten Album sind sexuelle Phantasien ihr großes Thema. Seien es die "hysterischen" weiblichen (die obsessive Titelnummer und unverzeihliche Beschuldigung "You Leave Me Dry") oder die "dominanten" männlichen ("Man Size", das mit einem Streicher-Sextett arrangiert ist). Und nicht zu vergessen die derbe Größen-Prahlerei in "50 Ft Queenie".
Das Album wurde so aufgenommen, daß die krassen Unterschiede in der Dynamik, die Harveys frühe Trio-Besetzung so gerne praktizierte noch deutlicher hervortreten. Dadurch klingt es so rauh und kratzbürstig wie der "Gossenblues", dessen stimmlichen Stil Harvey hier kopiert. Und ihr gebührt wirklich ein Platz in der Runde der großen Songwriter und auch Dylans "Highway 61 Revisited", fügt sich als höllische Nummer nahtlos in ihre Songs ein. --Douglas Wolk
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Eine Kundenrezension:

BITTE REINHÖREN !
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Wer es schonungslos und direkt mag, dazu ein "offenes Ohr" für Musik jenseits des Mainstream hat sollte sich "Rid Of Me" anhören. Er wird es mögen. Beängstigend jault pjharvey auf "Legs" zu ebenso derben Gitarrenriffs. "Rid Of Me" wechselt die Musik plötzlich leise und lustbetont triumphierend zu abgebrüht und aggressiv. Den Wahnsinn von "Man-sized sextett" vermag man gar nicht in Worte zu fassen. Es gibt wohl in der Musikszene keinen Zwieten, der durch seine Songs soviel von seiner Seele preis gibt wie Polly Jean Harvey (Besonders auf diesem Album). Es ist wirklich wahr, daß diese Musik viel mit dem blues gemeinsam hat: weniger stilistisch als wegen der Authentizität und der Lust an der Primitivität. Also geeignet ist die Scheibe für Menschen, deren Ohren nach Extremen verlangen und nicht zart besaitet sind. "Rid Of Me" fehlte mir schon bevor ich es kannte!
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Produkt-Bild: What Would the Community Think

What Would the Community Think von Cat Power

Audio CD von Matador/Be (Indigo)
Preis bei Amazon: EUR 7,97, Angebote ab EUR 2,50

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Januar 2004
Zoom ± Produkt-Bild: What Would the Community Think

Tracks:

  • In This Hole
  • Good Clean Fun
  • What Would The Community Think
  • Nude As The News
  • They Tell Me
  • Taking People
  • The Fate Of The Human Carbine
  • King Rides By
  • Bathysphere
  • Water & Air
  • Enough
  • The Coat Is Always On

5 Kundenrezensionen:

Suchtpotenzial
5 Punkte 5 von 5 Punkten
in Kritiken und Playlists ist der Ruf von Frau Marshall ein tadelloser. Das
macht neugierig.
Achtung. Macht man seine erste Begegnung mit Cat Power und legt den
Silberling in den Player und zappt sich nach kurzem Anspielen durch die cd,
so wird man umgehend durch die Sperrigkeit der Songs bestraft. Cat Power
fordert die ganze Aufmerksamkeit. Sie gibt sich nicht als Hintergrundmusik
oder anderer Oberflächlichkeit zufrieden. Auch keine durchschaubare
Vorhehrsehbarkeit wohnt den Songs inne. Keine Hook an der man sich
allzuschnell aufhängt, die aber nach 3 mal hören komplett verschwindet und
die cd in den Dornröschenschlaf ins CD-Regal entlässt.
Achtung. Diese einfache Instrumentierung, der es an Virtuosität fehlt, keine
pulsierende Melodielinie, der eindringlich ruhige, traurige Gesang lassen
beim konzentrierten hören ein Eigenleben entwickeln, das sich zu einem
Gespinnst aus klarer, einfacher und genialer Schönheit entwickelt. Plötzlich
und unerwartet überkommt einem Schönheit in reinster Urform. In diesem
losgelöstem Zustand verliert sich der sonst übliche Maßstab, den man an
Musik stellt. Cat Power schafft es, ihre Musik zum Medium zu machen aus der
Kunst aus sich selbst entsteht. Man wird total unvorbereitet mit monströser
Genialität konfrontiert, die einem zum Missionar werden lässt, mit dem
Auftrag das gute in die Welt zu bringen.
Achtung. Suchtpotenzial. Obwohl ich Cat Power Alben leihen könnte, verspürte
ich den Wunsch alles von ihr selbst zu erwerben. Ich möchte sie haben, mit
Haut und Haar.
Achtung. Zwei Herzen schlagen in meiner Brust. Es tut weh, dass diese Frau
immernoch Insidertipp ist, indipendent Ikone. Es ist gut, dass noch keine
moralische Korumption dieser wundervollen Kunst schaden zugefügt hat. Der
Glaube hingegen ist da, dass sie sich nicht beugen wird lassen. Steige ich,
so steige hich hoch, falle ich, so falle ich ganz. Will mich irgendetwas
beugen, lieber breche ich.
Achtung. Daumen nach oben, wer dies anders sieht bekommt es mit einem
Frontalangriff Chans Kunst zu tun. Folgen nicht absehbar.
einfach nur schön
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Für mich ist das eine der besten Platten der letzten sechs, sieben jahre.Das Niveau ist durchgängig gut bis sehr gut.Die Platte hat für mich teilweise den absoluten Gänsehautfaktor und das kommt nicht alle Tage vor.Einfach eine einmalige Stimme und ein Zusammenspiel von Gesang und Musik, was seiesgleichen sucht.Aber auch ordentlich Geschmackssache.
Das Beste
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich will nicht viele Worte machen. Dieses Album ist eine emotionale Offenbarung. "King Rides By", "Good Clean Fun" und "Enough" sind neben dem bekannteren "Nude As The News" die Höhepunkte der für mich besten Cat-Power-Platte. Diese eigentlich eher unsichere und bei weitem nicht perfekte Stimme mit ihren Ausbrüchen ist derartig berührend, dass mir allein bei dem Gedanken daran ...
Kritik an dem Album What Would The Community Think
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Hinter dem Namen Cat Power verbirgt sich die Sängerin, Songwriterin und Gitarristin Chan Marshall, What Would The Community Think ist ihr zweites Album. Der Anfang des Albums trügt ein wenig, die scheinbar unbeschwerte Stimmung schlägt schnell ins Gegenteil um, die Songs von Chan sind selten fröhlich oder leicht, eher depressiv, und meistens erzählen sie von prägenden Ereignissen in Chan's Leben. Die Melodien der Lieder laden zum Träumen ein, führen in andere Welten, scheinbar schwerelos, nicht selten findet man sich in Gedanken versunken wieder. Um zu einem Ende zu kommen - die CD What Would The Community Think ist wie jedes andere Album von Cat Power höchst empfehlenswert, doch kein Stück für Liebhaber leicht verdaulicher Kost.
Mein Klassiker
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wenn man eine Platte beiläufig in den CD-Apparat schiebt und dann über eine Woche lang nicht mehr rauskriegt, klemmt entweder die Lade oder es ist Catpower. Die zwölf Lieder der aufregenden Band aus New York rotieren heftig und sanft zugleich - mit Grund: Chan Marshall singt mit einer so authentisch gänsehautmachenden Stimme, daß man sich fragt, wie viele dunkle Momente in ein 23jähriges Leben passen. Mal verträumt wie Georgia Hubley von Yo La Tengo, mal unberechenbar wie PJ Harvey, mal wie Melanie Safka vor 25 Jahren mit Blumen im Haar, Gitarre und Hund. Die Stimmungen schwanken von bitterer Melancholie ("I Didn`t Want You To Die Alone") bis zu schelmischem Understatement ("I`ve got a son in me ... and he`s related to you."), aber fröhlich wird`s nie. Musikalisch werden die gehaltvollen Texte im besten Sinne sparsam und klar untermalt. Tim Foljahn an der Gitarre beschränkt sich auf Wesentliches, während Steve Shelley am Schlagzeug den repetetiven, Sonic Youth-typischen Sound kernig durchtrommelt. Mal ein Piano dazu, manchmal nur ein Glockenspiel. Die intensive Mischung aus schwer lieblicher Poesie und unterschwelliger Melodie nimmt gerade durch ihre Zurückhaltung gefangen.
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Produkt-Bild: Mystery White Boy

Mystery White Boy von Jeff Buckley

Audio CD von Col (Sony Music)
Preis bei Amazon: EUR 7,99, Angebote ab EUR 2,92

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juni 2000
Zoom ± Produkt-Bild: Mystery White Boy

Tracks:

  • Dream brother
  • I woke up in a strange place
  • Mojo pin
  • Lilac wine
  • What will you say
  • Last goodbye
  • Eternal life
  • Grace
  • Moodswing whiskey
  • The man that got away
  • Kanga Roo
  • Hallelujah/ I know it's over (Medley)

Produktbeschreibung


MYSTERY WHITE BOY
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4 Kundenrezensionen:

Außerirdisch
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Jeff Buckleys Musik ist schwierig, bizarr und wirklich gewöhnungsbedürftig. Sein Sound ist weit entfernt von den ausgetretenen Pfaden der kommerziellen Industrie angesiedelt und damit wirklich ein Problem. Diese Musik wurde nicht zum Konsumieren im eigentlichen Sinn geschaffen, sie setzt einen Bewusstseinszustand voraus, der nicht alltäglich ist (zumindest bei mir!). Das tragische hierbei ist, das dieser Zustand weder durch den Konsum von Alkoholika noch durch irgendwelcher anderer natürlicher Substanzen erreicht werden kann. Ich kann ihn also nicht willentlich herbeiführen. Ich lege also an 2 von 365 Tagen Jeff Buckley in den CD-Spieler und inhaliere quasi seine Musik mit unbeschreiblicher Inbrunst, wohlwissend, das er mir an den restlichen 363 Tagen einfach nur auf die Nerven gehen würde!
Jeff Buckley ist ein musikalisches Genie, der mit seinem Vater Tim Buckley mehr gemein hat als die unverkennbare Stimme und den frühen Wechsel in einen anderen Bewusstseinszustand. An 2 Tagen im Jahr bin ich davon überzeugt, dass außerirdische Lebensformen unter uns weilen! Mystery White Boy ist ein Beweis! 5 Sterne gibt es also nur 2 mal im Jahr!
Unglaublich wuchtig. Genial!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich bin völlig zufällig auf Jeff Buckley gestossen und hätte nicht mit dieser geballten Wucht gerechnet. Umso trauriger war ich, erfahren zu müssen, dass dieser geniale Musiker nicht mehr unter uns weilt. "Dream Brother" ist schon ein beindruckender Einstieg, spätestens nach der zweiten Nummer "I woke up in a strange place" war ich vollends überzeugt. "What will you say" und "Eternal life" waren die würdige Abrundung meines Eindrucks, der bei jedem Mal Anhören nur noch verstärkt wird. Ich bedauere es sehr, Jeff Buckley niemals live gesehen zu haben. Die Live-Aufnahmen von "Mystery White Boy", welche nach seinem Tod von seinen ehemaligen Bandmitgliedern aus einer Reihe von verschiedenen Konzertmitschnitten ausgewählt wurden, sind ein würdiger Nachlass und haben ihren Platz in meinen All-time-highlights erobert.
Melancholie in ihrer schönsten Form
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Seit etwa zwei Jahren bin ich nun Fan von Jeff Buckleys Musik.
Und glücklicherweise bin ich noch kein einziges Mal von dieser Musik müde geworden. Ich hoffe sehr, es wird noch ewig so weiter gehen. Mystery White Boy ist eine Zusammenstellung von Live-Songs. Dynamisch, sensibel, und absolut temperamentvoll. Die Songs sind mitreißend, wenn man sich auf sie einlässt. Denn bei Jeff Buckley braucht es denke ich schon eine gewisse Zeit, bis man sich in die Musik hinein gefunden hat.
Einer der erstaunlichsten ist für mich der erste Song, "Dream Brother". Es beginnt alles ganz langsam, orientalisch angehaucht und steigert sich dann immer mehr und mehr. Vom Flüstern zum Schreien. Total ausgeartet.
Sehr schön finde ich auch Nummer 5, "What will you say". Auch so ein Song, der ruhig beginnt und sich dann bald in immer offensichtlicherer Verzweiflung steigert. Ich vermute ja, der Song handelt ein wenig von Jeffs Vater Tim Buckley. Nur eine Vermutung.
Da uns ja von Jeff Buckley nichts weiter bleibt als seine Musik, haben wir keine andere Wahl, als die großen Kopfhörer aus dem Schrank zu nehmen, die Augen zu schließen, uns vorzustellen, wir wären jetzt dort, in diesem Club, um in dieser wunderschönen Melancholie zu versinken...
Wenn ich diese CD höre, dann denke ich immer wieder nur: "DAS ist es." Jeff Buckley verausgabt sich so sehr, steckt seine ganze Energie nur in diese Musik - und das ist deutlich zu hören. Wundervoll. Traurig-schön.
jedes wort
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Es gibt vielleicht 5 Musiker in der gesamten Geschichte, die die Musik ihres Zeitalters ganz genau verstanden haben. Sie wußten einfach, daß sie nur auf der Welt sind, um Musik zu machen. Für mich ist es dieses Jahrhundert eindeutig Jeff Buckley. Da muß ich schon in die Klassikecke greifen, um noch mal eine CD zu finden, bei der ich das Gefühl habe, daß da einer jeden Ton allein mit seinem Herzen spielt und interpretiert. Alles an seinen CDs scheint Inspiration zu sein, seine Stimme nur dazu da, diese Emotionen freizusetzen. Ich kann nur jedem emphehlen, im Internet zu stöbern und alle Liveversionen zu sammeln. Da erkennt man erst die ganze Bandbreite seines Schaffens, denn es ist wirklich niemals ein Song wie auf dem Konzert zuvor. Eine schon fast mystische Verbindung zu der band scheint zu bestehen, die von ihm mit meisterhafter Feder geführt wird. Manchmal ist es einfach zu schön um wahr zu sein.
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Produkt-Bild: You Are Free [Vinyl LP]

You Are Free [Vinyl LP] von Cat Power

Schallplatte von Matador/Beggars Group (Indigo)
Preis bei Amazon: EUR 20,99, Angebote ab EUR 16,14

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Februar 2003
Zoom ± Produkt-Bild: You Are Free [Vinyl LP]

Tracks:

  • I Don't Blame You
  • Free
  • Good Woman
  • Speak For Me
  • Werewolf
  • Fool
  • He War
  • Shaking Paper
  • Babydoll
  • Maybe Not
  • Names
  • Half Of You
  • Keep On Running
  • Evolution

Aus der Amazon.de-Redaktion


Chan Marshall ist eine der meistbeachteten US-Singer/Songswriterinnen spätestens seit dem viel gelobten Moon Pix (2000), dessen widersprüchliche Qualität einer brüchig-virtuosen Inszenierung auch You Are Free, ihr fünftes Album, auszeichnen. Die Unvermitteltheit und das aufstörende Moment, das die so noch nicht gehörte, furchtlose Katharsis des dritten Albums What Would The Community Think? 1996 auslöste, wird nur deshalb nicht erreicht, weil so etwas aus verschiedenen Gründen nicht wiederholbar ist.
Rau, intim und nicht in jeder Lebenslage zu ertragen sind ihre beunruhigenden, emotional verknacksten Songs und der abstrakt anmutende, unmittelbar berührende Gesang aber auch hier. Wie Kurt Cobain es zu Lebzeiten war, ist Cat Power Sprachrohr und emotionale Abgeordnete, die den Schattenseiten des Gefühlslebens ihrer Generation Stimme und Ausdruck verleiht. "I Don't Blame You", der resignativ verzeihende Opener von You Are Free, ist durchaus symptomatisch. In der skelettierten Begleitinstrumentierung erkennt man Sonic Youth neben Hank Williams, Fiddle neben Feedback, angetippte akustische und schlierige elektrische Gitarre, Klavier, Cello, ganz wenig Schlagzeug und weit entfernte, klagende Backing Vocals.
Wenn Chan Marshall also thematisch und dynamisch weiterhin da ist, wo sie immer war und sonst eigentlich niemand, gibt es dennoch Entwicklung, die ebenso langsam und Stück für Stück deutlich wird wie die Hoffnung, die stets mitschwingt. Traurig, erschöpft und enttäuscht, ist Chan gerade wegen ihrer Schwäche stark, aufrecht, ungebrochen. You Are Free -- das ist "Heart-core". --Rolf Jäger
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Eine Liebeserklärung
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wenn Du magst, organisiere dir Chan Marshalls Albums "You Are Free". Und Du hälst eine unglaublich gute Scheibe in deinen Händen! Die alles unternimmt, um dir ihre wahre Schönheit zu verheimlichen. Denn "You Are Free" ist sperrig, will erschlossen werden.

Allmusic schreibt dazu:
"Every Cat Power album takes at least a few listens to fully reveal itself; You Are Free may take awhile longer than expected to unfold, but once it does, its excellence is undeniable."

Die Stücke sind sehr unterschiedlich instrumentiert, aber alle sehr karg. Habe Jahre gebraucht, um die Tiefe und Schönheit dieser 14 Songs zu ermessen. Der 2te Teil wird immer ruhiger, melancholischer und oft abgrundtief traurig. Dieses Album stirbt förmlich in Schönheit, großartig......!

"You Are Free" ist und bleibt für mich das beste Album überhaupt und "Maybe Not" mein Lieblingssong.
Definitiv ein "Chick-Rock"-Meilenstein.Eines der besten weiblichen Songwriteralben der Dekade.
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Talent besaß die liebe Chen Marshall schon immer, eine unverkennbare Stimme, ein Gesangsattitude, bei dem man hinhört und dahinterhören will, doch bei den ersten Alben konnte man nur mit absoluter Konzentration und genügend narkotischen Mitteln mehr hören - wo es anderen früheren bluesigen Gefühlssession an Ordnung und Durchblick fehlt, blüht "YOU ARE FREE" vom Frühling 2003 schlichtweg auf. Vom ersten Lied an, der einfachen doch extrem eingängigen Pianoballade "I Don't Blame You", ist man verzaubert; es ist wohl ein Stück über einen eigenwilligen Musiker ("last time I saw you were on stage, Last time I saw you, you were on stage. Your hair was wild, your eyes were red. You were in a rage
You were swinging your guitar around. Cause they wanted to hear that sound
That you didn't want to play.I don't blame you."), dass auf so viele besessene Künstler passen könnte. Der zweite Track "Free" schranzt so vor sich hin, akkustisch oder unverzerrte, direkte E-Gitarre, akkordlastig, setzen den gesamten Liedern eine nie vorhergehörte Magie und Ordnung: Es handelt sich um herzensergreifende persönliche Lieder. "Good Woman" ist eine wunderbare Countryballade mit Streicherarrangements und warbenden, seufzenden Gitarren, und einem meisterhaften Gast an den Backing Vocals: Pearl Jam's Eddie Vedder ließ sich für das Album als bassige Alternative zu Chen's süßlich-hohen Stimmen engagieren. Eine weitere prominenter Musiker setzt seine Akzente am Schlagzeug, niemand anderes als Ex-Nirvana Schlagzeuger und Foo-Fighters Frontman Dave Grohl, der genauso wie Vedder, nur mit Initialien im Booklet erwähnt wird. Seine reduzierte Art, songdienlich Schlagzeug zu spielen, teilweise nur akzentriert einzelne Elemente perkussiv zu verwenden (toms und cymbals oder bei manchen songs nur bass-drum) gibt den Songs gekonnte Rhythmik ohne sie dabei aufzublasen, so auch auf der rockigen Single "He-War", die es damals auch ins Musikfernsehen und die Alternativcharts geschafft hat.
Es ist die eigene Art aussagekräftige und einfache Zeilen zu singen, die Cat Power hier zum Charme verschaffen: "I never meant to be the needle that broke your back, you were here, you were here, don't look back, he war, he will kill for you." Worte wie Arrangements schaffen Platz zur Reflektion: Reduzierte Schönheit.
"Baby, black is all you see, don't you want to be free?"

Königstrack der CD ist allerdinges "Maybe Not", eine Süße, die man hören muss um es zu beschreiben..
"We can all be free, maybe not with words, maybe not with a look, but with your mind" Neil Young, Joni Mitchell..70s hippieske Liedermachkunst at its best: Nachdenklich, berührend und Kredibil.
Der Nachfolgetrack "Names", eine persönliche Zeitreise zu verschiedensten Namen der Vergangenheit, deren persönliche Schicksale und wie sie sich im Leben (wieder) verlieren, "I don't know where he is, I don't know where they are", haucht Chen am Ende ins Mikrophon - ein unvergessliches Lied.
Zum Finale lädt dann das wunderbare Duett Vedder's tiefste Bassstime und Chen's entzückend-nachdenkliches Seufzen auf "Evolution": better call on evolution; better way to make a revolution; BETTER make your mind up quick".

Nach Jahren ist dieses Album immer noch gerne ein Griff ins Regal. Es hat eine ganz eigene Magie, und ist für mich CAT POWERs unerreichtes Meisterwerk, das wirklich mehr Beachtung verdient (und verdient hätte).

Jeder, der ein offenes Ohr für folikes Songwriting hat, melancholischen Tönen nicht abgeneigt ist oder mal eine neue Frauenstimme entdecken will, wird an Cat Power's You Are Free seine Genugtuung finden.
Genial!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
5 Jahre nach ihrem letzten Studioalbum ?Moon Pix" erschien 2003 ?You Are Free". Chan Marshall alias Cat Power singt aus Überzeugung. Das spürt man von der ersten bis zur letzten Sekunden jedes ihrer Lieder. Verrucht und Rauchig klingt ihre Stimme. Etwas erotisch könnte man meinen. Man fühlt sich grade als Mann wohl geborgen in Chans Stimme.

Die heute 35-jährige Sängerin überzeugt bereits im ersten Track ?I Don't Blame You". Einzig durch ein Klavier und ihrer eigenen Stimme im Hintergrund begleitet, bereitet Cat Power mir jetzt schon einige Schmerzen in der Herzregion. Wenn es soweiter geht im Verlaufe der CD halte ich diesen Weltschmerz nicht aus, bei aller klasse der Songs. Es folgt nun der Titeltrack ?Free". Ein eintöniges Akustikgitarrenriff und zwischenzeitlich sehr Drum-PC ähnliche Drums umkreisen die zärtliche rockige Stimme der Sängerin. Genau richtig nachdem vorrangegangenen Deprikracher. Nun geht es wieder etwas ruhiger zu, allerdings mit elektrischen Klampfer-Klängen. Die unglaublich atmosphärische Chorstimme im Hintergrund erzeugt ebenso wie Cats Gesang eine wahrhaft traurige Stimmung. Das ist der Hammer. Ich hab selten zu Beginn einer Platte derartige Emotionen verspürt wie hier. Auch ?Speak For Me" lebt nicht von der musikalischen Begleitung sondern allein von Chan Marshalls fantastisch natürlicher Stimme. Sowohl lyrisch als auch musikalisch bewegen wir uns hier auf aller höchstem Niveau. ?Werewolf" klingt wie ein altes Märchen. Sehr schleppend und träge baut sich der Song auf, untermahlt von tiefen brummigen Streichern. Der Song kann nicht so ganz mit dem bisherigen Songmaterial mithalten. Aber dafür fängt ?Fool" da an wo ?Speak For Me" aufhörte. Cat Power lässt uns träumen mit gedoppelter Stimme und einfach gehaltener Gitarrenmusik. Großartig. Nun folgt so was ähnliches wie eine Single. Zumindest ist es der größte Ohrwurm und bekannteste Song der CD. ?He War" ist wild stürmisch und sogar schnell. Rotzfrech wirkt hier die zierliche Chan Marshall. Dreckige Gitarrenriffs, harmonische Klavierklänge und sogar durchgängige Drums erzeugen ein richtig geniales Gesamtbild. Wow. ?Shaking Paper" ist etwas unzugänglicher aber dennoch ein mitreißender Song, in dem sich Chans Stimme erstmals recht zurückhält und eher im Hintergrund untergeht. In ?Babydoll" klingt Chans Stimme absolut klasse. Der kurze Song beweist allen die große Vielfalt in ihrer Stimme. Ohne wirklich Erhebung in dem Song, erzeugt alleine Chans Gesang reine Gänsehaut. ?Maybe Not" wird dann wieder vom Klavier begleitet. Das brachte der CD bis dato nur Pluspunkte. Auch hier ist das Zusammenspiel zwischen dem Tasteninstrument und dem Gesang einfach nur fantastisch. Unweigerlich muss ich zugeben, dass mir nur noch derartige Superlative einfallen. Der Song ist sehr sehr traurig. Wie die Dame ?we won't have a thing. so we've got nothing to lose" singt ist derartig rührend, dass man sich kaum noch zusammenreißen kann. Jeder der auch nur einmal in seinem Leben Liebesschmerz oder Kummer erfahren mußte, der fühlt sich hier mehr als wohl. Wahnsinn. In ?Names" erzählt uns Cat diverse tragische Schicksale, die mich persönlich sehr bewegt haben. Begleitet wird der Gesang wieder nur von einem Klavier. Aber das reicht einfach aus. ?Half Of You" tanzt wieder etwas aus der Reihe. Erstmals auf der CD gibt es einen reinen Folksong zuhören, die man sonst viel viel häufiger bei Cat Power hört. Dieser hier bewegt sich aber nicht in der Klasse ihrer damaligen Ausflüge in dieses Genre. ?Keep On Runnin" überzeugt dagegen wieder gänzlich durch eine düstere Grundstimmung und Chan Marshalls erhellender verzweifelter Stimme. Den Abschluß der Platte macht wieder ein Klavierstück. Wie auch schon am Ende von ?Free" wird Cat hier von der tiefen Stimme des Sängers E.V. berührt. Die Kombination lässt den Song in abgrundtiefer Harmonie aufgehen. Tolles Ende, einer absolut tollen Platte.

01. I Don't Blame You [10/10]
02. Free [09/10]
03. Good Woman [09/10]
04. Speak For Me [08/10]
05. Werewolf [05/10]
06. Fool [09/10]
07. He War [10/10]
08. Shaking Paper [07/10]
09. Babydoll [09/10]
10. Maybe Not [10/10]
11. Names [09/10]
12. Half Of You [07/10]
13. Keep On Runnin' [08/10]
14. Evolution [09/10]

= 8,5

Ich gehe soweit zubehaupten, dass es sich hier um das beste Album handelt, welches ich je von einer Frau gesungen gehört habe. Einfach nur fantastisch mit nur einem Ausfall aus 14 Liedern.
Eine ungewohnt dynamische Chan Marshall
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wer vorige Alben von Chan Marshall (aka Cat Power) kennt, weiß was man erwarten kann: eigenwillige, interessante, schöne Melodiestrukturen, die im allgemeinen recht spartanisch arrangiert sind. Enttäuscht wird man in dieser Hinsicht auf keinen Fall. Im Gegenteil. Bei dieser CD gibt es noch dazu einen gewissen ?Überraschungsfaktor". Chan Marshall legt - für ihre Verhältnisse - richtiggehend los in einigen Stücken: markantes Schlagzeug und rockigere, dynamischere Songstrukturen sind nicht zu überhören.
Und noch ein Argument sich diese CD zuzulegen: Zu fast 100%iger Sicherheit wird Chan Marshall nicht in der Lage sein, die komplexen Songstrukturen live zu performen. Also scheint es viel besser, die Songs von CD - bei genauem Hinhören - ganz entspannt zu genießen.
Perfekter Minimalismus
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Chan Marshall alias Cat Power fristet bei uns leider noch ein Schattendasein. Eigentlich unverständlich, denn die amerikanische Sängerin mit der fragilen Stimme holt mit kleinstmöglichen Aufwand alles aus sich heraus. Sind ihre ersten Alben doch eher sperrig und fast zu minimalistisch ausgefallen, so zeigt sich die Musikerin auf ?You Are Free" nicht nur besser und gereifter, sondern vor allem die gekonnte Songzusammenstellung lassen diesmal nie Langeweile aufkommen. Neben ruhigen Klängen überzeugen auch die lauteren Songs wie zum Beispiel ?Free" und ?He War". Und dass Cat Power auch bei Kollegen ein hohes Ansehen genießt, zeigt die Tatsache, welche hochkarätige Gastmusiker mit ihr das Studio teilten: Unter anderem standen Warren Ellis (Nick Cave), Eddie Vedder (Pearl Jam) sowie Dave Grohl (Nirvana, Foo Fighters) Chan Marshall mit tatkräftiger Unterstützung zur Seite und nahmen mit ?You Are Free" ein zum Heulen schönes Album auf.
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Produkt-Bild: Picture Perfect Morning

Picture Perfect Morning von Edie Brickell

Audio CD von Geffen
Preis bei Amazon: EUR 21,38, Angebote ab EUR 0,97

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: August 1994
Zoom ± Produkt-Bild: Picture Perfect Morning

Tracks:

  • Tomorrow Comes
  • Green
  • When The Lights Go Down
  • Good Times
  • Another Woman's Dream
  • Stay Awhile
  • Hard Times
  • Olivia
  • In The Bath
  • Picture Perfect Morning
  • Lost In The Moment

Eine Kundenrezension:

Echt gut
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Einfach gute Musik zum Nachdenken und trotzdem träumen
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Produkt-Bild: Shooting Rubberbands At The Stars

Shooting Rubberbands At The Stars von Edie Brickell

Audio CD von Geffen (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 7,99, Angebote ab EUR 0,83

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: März 1993
Zoom ± Produkt-Bild: Shooting Rubberbands At The Stars

Tracks:

  • What I Am
  • Little Miss S.
  • Air Of December
  • The Wheel
  • Love Like We Do
  • Circle
  • Beat The Time
  • She
  • Nothing
  • Now
  • Keep Coming Back
  • I Do

Produktbeschreibung


SHOOTING RUBBERBANDS

Aus der Amazon.de-Redaktion


"What I Am", der erste Song auf Shooting Rubberbands at the Stars, war ein unerwarteter Hit vom Debütalbum der Band aus Dallas und ist wahrscheinlich auch das Einzige an der Gruppe, woran sich noch jemand erinnert (außer vielleicht Brickells späterer Hochzeit mit Paul Simon). Aber ein Großteil dieser Platte ist durchaus hörenswert und hat die Jahre ziemlich gut überstanden. "Love Like We Do", "Little Miss S." und "The Wheel" sind im Prinzip von Rhythmus und Melodie her ebenso gute Pop-Songs wie "What I Am". "Air of December" und "She" lassen die eher Jazz-orientierten Wurzeln der Band ein wenig hervorkommen, und die wehmütige, sehr persönliche Ballade "Circle" hat immer noch den besten Text, den Brickell jemals geschrieben hat. Seit dieser Platte ging es nur noch bergab, aber Shooting Rubberbands war ein früher Höhepunkt, der das Zuhören wert ist. --Peter Blackstock
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5 Kundenrezensionen:

Shooting Rubberbands At The Stars - auch heute immer noch super
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Shooting Rubberbands At The Stars - Eddie Brickell

"What I am" ist wohl noch immer der bekannteste der Titel von Eddie Brickell was nicht heisst, das die anderen Titel auf dem
Album nicht ebenso gut sind wie dieser. Eddie hat eine süsse, sanfte Stimme, dennoch kräftig und ausdrucksstark.

Es geht unter die Haut.

Eine tolle Künstlerin, zeitlos und gut. Ich kann mir vorstellen, wenn man sie den heutigen Jüngeren als "Neu" vorstellen würde,
wäre sie in kurzer Zeit wieder in den oberen Plätzen der Charts.

Hört Euch rein und geniesst. Es lohnt sich.
Eines der schönsten Alben die es gibt. Macht Glücklich...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
...und auch die nachdenklichen Momente berühren einen völlig. Die Platte erzeugt eine Stimmung, die einen sofort anspricht und verzaubert. Von naiv-wirkender, optimistischer Ehrlichkeit bis zu ganz tief-fragilen Sehnsüchten kann sie einen in sehr intensive Welten entführen. Es wird aber auch mal dezent gerockt. Die Texte sind sehr liebevoll, mitfühlend und von höchster Beobachtungsgabe. Und Edies Stimme/Emotionalität ist ohnehin nicht von dieser Welt. Dazu die wirklich toll spielenden New Bohemians, die individuelle und völlig überzeugende Klanglandschaften dazu malen. Große Musiker, die glänzen ohne anzugeben.

...und: es ist auch ein Manifest für die weibliche Magie! Kein Kerl wäre zu einem solchen Werk, auf diese ganz spezielle Weise, jemals in der Lage...(auch nicht Paul Simon ;-) Sie ist selbst unter Frauen absolut einzigartig.
Für mich ein Traum von einem gelungenen Album, von einer Künstlerin und ihrer Band. Was wäre mein Leben ohne diese Platte...
(und der Nachfolger "Ghost of a Dog" ist genauso fantastisch, wobei es dezent schwieriger ist, da "reinzukommen". Aber die Mühen lohnen sich)

Ganz liebe Grüße und gaaaaaanz viel Freude mit diesem Album!!!
Immer wieder gut...
4 Punkte 4 von 5 Punkten
CD liegt bei mir immer wieder im Player. Gute Stimme und Texte - irgendwie wie eine gute alte Bekannte, die man immer wieder gerne trifft.
Zeitlos und intelligent
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der Grund, weshalb Edie Brickells Debut nach beinahe 20 Jahren immer noch frisch und knackig klingt: Dieses Stück Musik lässt sich mit dem Wort "Balance" am besten darstellen. Bass, Gitarre und Schlagzeug (mit genau kalkulierten zurückgenommenen Keyboards) bilden einen transparenten und doch kompakten Hintergrund für die einzigartige Stimme Edie Brickells. Es findet sich kein einziger Song auf der Platte, der nur als Füllmaterial dient. Meine persönlichen Highlights: "Circle", ein unwiderstehlicher Ohrwurm (der einem im Gegensatz zu herkömmlichen Ohrwürmern auch nach öfterem Hören nicht langweilig wird), "Little Miss S.", flott und vor allem mit einem Text, der das Hinhören lohnt, ebenso das von der Harmonik afrikanisch angehauchte "Nothing" (nach dem Intro erwartet man fast einen Reggae) und die beiden epischeren Songs "Air of December" und "Now", die einem ein Gefühl von Weite geben und die durch hervorragende Arbeit am Schlagzeug bestechen. Ich bin überzeugt: "Shooting Rubberbands at the Stars" klingt in 20 Jahren auch noch frisch und knackig.
Klasse Album einer begnadeten Stimme
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ein wirklich tolles Album mit ein paar kleinen Schwächen. Aus diesem Grund auch nur 4 Punkte, wobei Songs wie What I Am, Little Miss S., Love Like We Do und Circle zu meinen Lieblingslieder gehören. Vor allem "What I am" höre ich auch heute noch sehr oft.

Die anderen Songs dagegen sind leider ein wenig schwächer, wobei das Gesamtniveau sehr hoch bleibt. Dennoch ist es für ein Debutalbum wirklich sehr gelungen und wurde Konsequent in den nächsten Alben fortgesetzt.

Eddie Brickell besticht durch Ihre einzigartige Stimme, die wirklich einen hohen Wiedererkennungswert hat. Vor allem das kunstvolle Songwriting macht die Songs zu einem kleinen Kunstwerk.

Meine Empfehlung: kaufen kaufen kaufen
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Produkt-Bild: Demolition

Demolition von Ryan Adams

Audio CD von Mercury (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 7,99, Angebote ab EUR 1,93

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2002
Zoom ± Produkt-Bild: Demolition

Tracks:

  • Nuclear
  • Hallelujah
  • You Will Always Be The Same
  • Desire
  • Cry On Demand
  • Starting To Hurt
  • She Wants To Play Hearts
  • Tennessee Sucks
  • Dear Chicago
  • Gimme A Sign
  • Tomorrow
  • Chin Up, Cheer Up
  • Jesus (Don't Touch My Baby)

Produktbeschreibung


DEMOLITION

Aus der Amazon.de-Redaktion


Ryan Adams, der Ex-Frontmann von Whiskeytown, sagt von sich, er habe in den letzten Jahren genug Songs für ein vier CDs starkes Box Set geschrieben und aufgenommen -- das 2001 erschienene Album Gold, das Adams nicht nur Kritikerlob, sondern auch den Durchbruch bescherte, gar nicht mitgerechnet. Vernünftigerweise hat sich Adams aber entschieden, das erst einmal zurückzustellen und stattdessen eine Art Best-of-Album mit 13 bisher unveröffentlichten Demos zu präsentieren.
Demolition wurde im Lauf von vier Studiosessions in Nashville, Los Angeles und Stockholm aufgenommen (beteiligt waren neben Adams' Tourband, den "Pinkhearts", auch Gillian Welch, David Rawlings, Ethan Johns, Chris Stills, Bucky Baxter und Greg Leisz) und zeigt, dass Adams' Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist: Brillante und dahingeschluderte Passagen wechseln sich ab. In seinen guten Momenten aber ist Adams eben richtig gut: Der packende Country-Rocker "Hallelujah", die düsteren Akustikballaden "Dear Chicago" und "Tomorrow" und die scheppernde Power-Pop-Nummer "Gimme A Sign" können mit jedem Titel auf Gold mithalten.
Manchmal gleitet Adams allerdings in richtiggehende Imitationen ab, etwa auf "Nuclear" und "Starting To Hurt", die klingen, als hätten sie es nur nicht auf ein U2-Album geschafft. "Tennessee Sucks", das die Stimmung eines ereignislosen Sommertags in Nashville einfängt, klingt unfertig. Das letzte Stück, "Jesus (Don't Touch My Baby)", auf dem Adams leidenschaftslos wie Leonard Cohen singt und für das er Synthesizer, Gitarre und Bass eingespielt und den Drumcomputer programmiert hat, gehört in die Kategorie "gescheiterte Experimente". Insgesamt wirkt Demolition trotz vorhandener Glanzpunkte ein wenig wie Stückwerk. --David Hill
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5 Kundenrezensionen:

Adams bestes Werk bislang
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Was liest man nicht alles über "Demolition". Ein Seitenwerk sei es. Ein Album, das Ryan Adams nur zwischen "Gold" und "Rock'n Roll" eingeschoben habe. Eine Sammlung von Demos, die es nicht auf ein Album geschafft haben.
Einer glücklichen Laune des Schicksals verdanke ich es aber, daß ich diese Platte in die Finger bekam, bevor ich diese Urteile gelesen hatte. Wäre das nicht so herum gelaufen, hätte ich "Demolition" wohl nie gehört. Und ich hätte Ryan Adams bestes Werk versäumt. "Demolition" klingt zwar so ähnlich wie "Demo", aber das ist dann auch schon alles, was an diesem Album an Demos erinnert. "Demolition" ist sowohl musikalisch als auch aufnahmetechnisch ein künstlerisch glasklares und homogenes Werk, das zutiefst befriedigt. Die Tatsache, daß sich Adams zur Abwechslung einmal weniger Alt-Country-lastig, sondern mehr Rock-Singer/Songwriter mäßig zeigt, ist in meinen Augen besonders interessant. Die Lieder sind durchweg hochklassig und entwickeln Track für Track Ohrwurmcharakter. "Nuclear", "Desire", "Cry on Demand" und "Dear Chicago" werden in Adams Werk wohl unsterbliche Highlights bleiben. Ich warte - noch immer - auf einen würdigen Stil-Nachfolger aus Adams Händen.
"demolition ist laut, demolition" ist hart"...
4 Punkte 4 von 5 Punkten
... und die werbekampagne der plattenfirma ist der letzte mist.
wie, laut? haben die die platte gehört? hart klingt anders. demolition ist schön, demolition ist nett, demolition ist nicht so gut wie "gold" oder "heartbreaker", was nebenbei das wirliche debut von ryan adams ist und nicht, wie in der (sicher sehr teuer gewesenen) werbung behauptet, "gold". adams stagniert auf hohem niveau, ist egal, ist ja gott sei dank nicht der offizielle nachfolger seiner bisherigen veröffentlichungen. trotzdem... "nuclear" ist eine uninspirierte single, gross ist er wie immer in den nichtlauten, unharten balladen, in denen er den rock von anderen rollen lässt und das macht, was er am besten kann: coutry, meinetwegen new country. und dann ist er (mangels alternativen) wirklich der dylan meiner generation, nur ohne die passende generation halt, vgl. sie bitte dazu 1968 mit 2002, und sie wissen, was ich meine. außerdem für alle stonesfans: "song for keith", bonus-cd, letzter track.
fazit: anstelle von "demolition" hätte er mal doch lieber seine coverversionen der "is this it" von den strokes veröffentlichen sollen.
Langweilig?
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ist "Demolition" ein Experiment? Und wenn Ja, ist es gelungen?
Ich denke, dieses Album ist nur was für Ryan Adams Fans. "Demolition" ist ziehmlich countrylastig, was ja nicht schlecht ist, da die Arrangements halt gut zu den Texten passen.
Sehr hörenswert ist auf jeden Fall der Opener Nuclear und ein paar andere Songs, an den Rest muss man sich erst gewöhnen. Hat man dies geschafft, empfindet man sie nicht mehr als langweilig, denn die meisten Songs sind sehr langsam, sondern man beginnt sie zu mögen.
Ein ansprechendes Booklet mit Songtexten etc. sucht man vergeblich. Also doch ein Experiment? Ich denke ja, und es ist dem Alternative-Country-Meister auch gelungen. Von Mainstream, wie etwa bei "Gold", ist nicht mehr viel zu merken. Allerdings auch nicht von Rock`n Roll und wirklich mitreißenden Balladen. Das Album ist gewöhnungsbedürftig. Deshalb nur 4 von 5 Sternen, für echte Ryan Adams Puristen allerdings auch locker 5 von 5!!!
Neues vom Gold-Jungen
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Er ist immer noch der Darling der Kritiker und immer noch ist er für viele von ihnen der neue Springsteen, Gram Parsons, Bob Dylan oder Neil Young. Nun ja, zumindest singt er deutlich besser als die letzten beiden ... "Demolition" ist eine Art Zwischenzeugnis, Outtakes seiner überbordenden Kreativität, denn - wenn man den Berichten trauen darf - er hat Material für mehrere Cds in der Schublade liegen und wusste gar nicht, wie er das alles veröffentlichen soll. Haben wir also nun die Spreu oder den Weizen mit "Demolition" bekommen? Es ist wohl ein bisschen von beidem, denn ohne Zweifel sind Tracks wie "Nuclear", "Hallelujah" oder "Starting to hurt" wahre Perlen, aber ebenso zweifellos sind "Tennessee Sucks" und "Jesus (Don't touch my baby)" eher unfertige Demos. Dennoch steht die Qualität der CD außer Frage: sauber produziert, gute Musiker, vielfältige Ideen. Da verzeiht man ihm manchmal die U2-Attitüde oder dieses undefinierbare "Jesus (Don't touch my baby)". Adams ist sicherlich ein begnadeter Songwriter, doch noch imer frage ich mich, wer das außer einer Handvoll Kritiker und Fans bemerkt? Man wünschte ihm mehr Erfolg, weil das endlich mal wieder "echte" Musik ist, doch in die Heavy Rotation von MTV oder VIVA wird er es auch diesmal wieder nicht schaffen. Eigentlich schade, doch andererseits haben wir ihn dadurch auch allein für uns .. Also, nicht weitersagen: Das ist 'ne tolle CD!
Enttäuschend oder weiters Meisterwerk?
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Als ich die Cd des erstemal anhörte machte sich bei mir Enttäschung breit, Nuclear ist ein einfacher Rocksong den man von einer simple Mainstream Rockband erwartet hätte und nicht von Ryan Adams. Aber beim dritten Song angekommen war, war ich wieder gut mit Herrn Adams, denn You Will Always Be The Same ist ein wunderschönes melancholisches Lied, das genau so gut auf den Meisterwerken Heartbreaker und Gold hätte sein können.
Die gesamte Cd kann einen mit billgen Rocksongs (Starting To Hurt, Gimme A Sign) verzweifeln lassen, aber auch wieder Hoffnung schüren mit Lieder wie Dear Chicago und Tomorrow die wirklich wieder zu schön für diese Welt sind. Wenn man bereits Heartbreaker und Gold besitzt ist die Cd kein Pflichtkauf, aber trotzdem empfehlenswert. Besonders wenn man daran denkt, dass es sich hierbei eigentlich nur um die Zusammenstellung von verschiedenen Cd-Aufnahmen handelt die es allein nicht zur Veröffentlichung schafften.
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Produkt-Bild: Proxima Estacion:Esperanza

Proxima Estacion:Esperanza von Manu Chao

Audio CD von Virgin
Preis bei Amazon: EUR 6,80, Angebote ab EUR 1,96

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juni 2001
Zoom ± Produkt-Bild: Proxima Estacion:Esperanza

Tracks:

  • Merry Blues
  • Bixo
  • El Dorado
  • Promiscuity
  • La Primavera
  • Me Gustas Tu
  • Denia
  • Mi Vida
  • Trapped By Love
  • Le Rendez-Vous
  • Mr. Bobby
  • Papito
  • La Chinita
  • La Marea
  • Homens
  • La Vacaloca
  • Infinita Tristeza

Aus der Amazon.de-Redaktion


Wer hätte gedacht, dass es Manu Chao nach seinem hervorstechenden Debüt von 1998 gelingen würde, dem noch einen draufzusetzen? Ich nicht -- und ich bin eines Besseren belehrt worden, da war Proxima Estacion: Esperanza ("Nächste Station: Hoffnung") in meinem CD-Spieler keine drei Stücke alt! Mit seinen 40 Jahren klingt der Sohn spanischer Emigranten jünger, frischer und verspielter, als manch halb so Alter.
So macht das Album von der ersten bis zur letzten Sekunde einfach Spaß. Reggae, südamerikanischer Folk und eine Prise Rai sind die Gewürze, tanzbarste Gute-Laune-Musik die Basis. Augenzwinkernd zitiert sich der Meister oft genug selbst, jedoch nur um aus alten Elementen Neues zu schaffen. Die sprachliche Vielfalt des Kosmopoliten dehnt sich auf sechs Sprachen aus. Neben Französisch, Spanisch und Englisch, finden sich nun auch Texte auf Portugiesisch, Arabisch und Portunol, einer spanisch-portugiesischen Mischform, gesprochen in entsprechenden Grenzgebieten. Grenzgebiete sind ohnehin das, um was es dem ehemaligen Mitglied von Mano Negra geht, da fühlt er sich am wohlsten. Doch was schreibe ich? Tanzbein raus und genießen heißt die Devise -- Manu Chao bereichert die Welt und reißt Grenzen ein! --Felix Von Vietsch
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Innovativer Folk-Pop-Reggae-Crossover
4 Punkte 4 von 5 Punkten
1998 war der Name Manu Chao in den europäischen Hitlisten sehr lange präsent: Sowohl das Debüt "Clandestino" als auch die Single-Auskopplung "Bongo Bong" hielten sich wochenlang in den Charts. Nach diesem unerwarteten Erfolg wartete man gespannt auf das Nachfolgewerk "Proxima Estacion: Esperanza". Eines vorweg: Auf der Scheibe zündet der spanische Sänger und Gitarrist wieder ein Feuerwerk an multikulturellen Sounds. Ob Reggae, Pop oder südamerikanischer Folk Chao mixte jegliche Genres zu einem wohlschmeckenden und tanzbaren Cocktail zusammen. Wie auch auf seinem ersten Werk legte sich der für alle Musikrichtungen offene Tausendsassa nicht fest. Für die siebzehn Songs sang er die Texte in Französisch, Portugiesisch, Arabisch, Spanisch, Englisch und "Portunol", einer Mischung aus Portugiesisch und Spanisch, ein. Auch wenn man den Sprachen nicht mächtig sein sollte, vermitteln alle Tracks Lebensfreude und verbreiten mediterranes Flair. "Proxima Estacion: Esperanza" - die ideale Musik, um sich auf den kommenden Urlaub einzustimmen. (Melomane)
Ein wirklich guter Musiker
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Also der Song Bongobong war für mich faszinierend. So beschloss ich die Esperanza Version zu kaufen. Alle Nummern gefallen mir recht gut, besonders die Nummer 6, Nr 11 und die Nummer 14. Manu Chao ist einer der besten Gitarristen und ich kann schon verstehen dass keine einzige, einsternige Rezension für diese Version gibt. Manu Chao ist ein wahrer Talent. Er erfindet selbst Lieder und spielt noch dazu mit seiner akkustischen Gitarre so gut, dass ich mir seine Lieder einfach ununterbrochen anhöre. Menschen, die Manu Chao bevorzugen, die verstehen was von der Musik, nicht die, die sich für so nem Diskozeug interessieren.
Schaler Neuaufguss von "Clandestino"...
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Schade, nach 'Clandestino' hatte ich Manu Chao fast alles zugetraut - aber umso mehr war ich von dieser Platte enttäuscht. Im Endeffekt ist es nichts als ein zweiter Aufguss der gleichen Ideen, die er dort schon einmal verbraten hat. Leider mit weniger Witz und Esprit. Meine Güte, sogar das "Bing" aus Bongo Bong (dort noch eine tolle Idee!) musste er noch einmal verwurschteln... was sagen ich: nicht nur einmal..! Tipp: besser das Original kaufen (von mir 5 Sterne plus Bonusstern!) und diese hier in der Vergessenheit verschwinden lassen.
Manu Chao der Weltmusiker
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Von Manu Chao selbst stammte einst der Satz: "Der einzige Musiker, der sich Weltmusiker nennen darf ist Bob Marley". Dieser von einer sympathischen Bescheidenheit geprägte Satz ist spätestens nach "Proxima Estacion Esperanza" nicht mehr gültig.
Eröffnet durch eine Hommage an eben diesen Weltmusiker zieht sich der geschickt gesponnene rote Faden durch das Album, wie durch kein anderes Werk der Musik. Der Hörer begibt sich auf eine Reise an viele, dem Bewußtsein der Weltöffentlichkeit verborgen gebliebene Schauplätze. Über "Eldorado", einem Ort in Brasilien, in dem es 1997 zu einem Massaker kam, durch welches zahlreiche landlose Bauern ihr Leben verloren, geht es durch das Lied "Denia" ins arme Algerien.
"Denia" ist bereits 1999 in Zusammenarbeit mit Idir,einem im französischen Exil lebenden Algerier, entstanden und auf dessen Album "identités" unter dem Namen "A Tulawin" erschienen. Ein wunderschönes Lied, indem Manu sogar auf Arabisch singt.
Auch die herzerfrischende Glückseligkeit kommt bei diesem Album mit Liedern wie "La Primavera", "Me Gustas Tu" und "Trapped by Love" nicht zu kurz. Das ist eben diese inspirierende Mischung, von allem die richtige Prise, um auch im mitunter hektischen Alltag nie den Blick für das Wesentliche zu verlieren.
Diese CD anzuhören ist wie eine abwechslungsreiche Reise durch die Welt. Deshalb meine uneingeschränkte Kaufempfehlung für Jedermann und natürlich 5 Sterne, die ich wohl noch nie so gerne vergeben habe, wie für dieses Album.
Esperanza = Hoffnung auf weitere CDs!
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Von Manu dürfte sich man noch einiges erwarten; es ist zwar keine Spitzen-CD, hörenswert aber auf jeden Fall!
Das Booklet (spanisch!) gibt auch für Kenner dieser Sprache fast nichts her. Trotzdem: ein etwas anderer Stil,der auf la "proxima estacion" - die nächste Station - neugierig macht. Warum nicht einmal eine spanische CD?
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