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Produkt-Bild: Cardinology

Cardinology von Ryan Adams

Audio CD von Mercury (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 15,95, Angebote ab EUR 6,91

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Cardinology

Tracks:

  • Born into a Light
  • Go Easy
  • Fix It
  • Magick
  • Cobwebs
  • Let Us Down Easy
  • Crossed out Name
  • Natural Ghost
  • Sink Ships
  • Evergreen
  • Like Yesterday
  • Stop

5 Kundenrezensionen:

musikstoffwechsel
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
was, nur ein album im jahr? das ist für adams, der gefühlt bis jetzt etwa so viele alben veröffentlicht hat wie v-lee rezis hier auf amazon, ja geradezu nichts. dem kreativ verhaltensauffälligen, der songs stoffwechselt wie andere leute ... naja, stoffwechselprodukte eben, wird doch nicht die inspiration den dienst verweigern?

natürlich unfug, ganz im gegenteil: dass er sich ein bisschen beruhigt hat, offenbar weniger sauft, dass er sich diesmal ganz als teil einer band gibt (was bis zu einem gewissen grad auch pose ist - immer noch stammen alle songs von ihm), hilft dem material. es wirkt weniger kurzatmig, weniger aufgeregt, weniger ungeduldig. nicht, dass ungeduld, aufgeregtheit und kurzatmigkeit nicht auch etwas schönes sein können, zumal, wenn sie von ryan adams stammen - aber es ist durchaus fein, ihn einmal so entspannt und in sich ruhend zu hören.

würde ich jemandem, der noch nie etwas von ryan adams gehört hat (im doppelten sinn), den herrn vorstellen müssen, ich tät dazu entweder seine bisher größte arbeit (also "gold") nehmen - oder ihm dieses album vorspielen. denn hier ist alles, was ihn ausmacht, und was er sonst über mehrere alben verteilt, gleichberechtigt drauf: der country, der folk, die balladen, die indie-americana, die neil-young-verweise, der rock. ja sogar die von "rocknroll" bekannte aggression und die "love is hell"-mäßige tiefe, unheilbare verzweiflung sind da - zumindest als geschmacksnote.

highlights? im prinzip steht jedes lied gleichberechtigt neben dem anderen. aber wie er am ende, beim letzten track "stop" am klavier beinahe zu versterben scheint, während dazu die geige klagt - das ist schon ein besonderer moment.

ein sehr schönes album, dem es vielleicht an der allerletzten dringlichkeit mangelt. ein guter gag - beabsichtigt oder unbeabsicht - ist auch drauf: "magick" beginnt mit den ganz genau gleichen gitarrenakkorden wie "one night love affair". natürlich entwickelt sich das stück dann anders, aber da auch der gitarrensound genau gleich ist, kann man gar nicht anders, als an dieser stelle an den anderen adams zu denken, von dem ihn nur ein "b" - und eine ganze welt - trennen.
Eines seiner besten Alben
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ohne Zweifel ist Ryan Adams einer der bedeutensten und talentiertesten songwriter der Gegenwart, was er auch mit diesem Album erneut unter Beweis stellt. Cardinology ist stilmäßig nur wieder viel näher an seinem ,Erfolgsalbum' ,Gold' als die letzten Veröffentlichungen mit den Cardinals, die doch eher in die traditionellen country Nische einzuordnen waren. Hier wird manchmal auch wieder gerockt (,Magick', ,Go Easy'), die Mehrzahl der songs aber ist dem introspektiven songwriting und stilistisch dem Folkrock zuzordnen, aber es ist trotzdem eines der vielfältigsten Alben in seiner bisherigen Biographie geworden. ,Americana' paßt hier als Etikett noch am ehesten. Manchmal wird man an andere große acts der Musikgeschichte erinnert, so würde ,Fix It' beispielsweise Neil Young gut stehen, und man kann sich ,Cobwebs' durchaus gut von U2 interpretiert vorstellen, Adams nun aber Plagiarismus vorzuwerfen wäre unfair; es ist eher so, daß er sich mit diesen songs als songwriter für die genannten acts empfiehlt, sollten diese mal einen kreativen Durchhänger haben.

Die Faszination von Adams besten Platten besteht ja darin, daß Sie schon beim ersten Durchhören eingängig klingen und eine ganz besonders heimelige Atmosphäre versprühen, die bei öfterem Hören noch intensiviert wird, kurz gesagt: es sind wunderschöne songs auf die man sich immer wieder nur allzu gern einläßt und die melodisch nie langweilig werden.

Viereinhalb Sterne würde ich diesem Album gerne geben, für fünf reicht es angesichts der benchmark die sich Adams selbst mit Gold gesetzt hat nicht ganz, aber es gehört auf jeden Fall zu seinen Besten. Ich freue mich jetz schon auf seine nächste CD, und noch mehr würde ich mich über eine Zusammenarbeit mit Neil Young freuen - da könnte wahrlich Großes entstehen.
Der Überproduktive schlägt wieder zu
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Würde Ryan Adams alle Songs veröffentlichen, die er schreibt, käme jeden Monat ein neues Album raus. Wir müssen ja schon dankbar sein, dass Ryan auch an die Geldbeutel seiner Fans denkt und sich darauf beschränkt, uns Adams-Abhängigen nur einmal pro Jahr die Moneten aus der Tasche zu ziehen.
Wenn man die 2007er EP "Follow the Lights" nicht mitrechnet, und wenn man das "Cold Roses"-Doppelalbum und die 2 "Love is Hell"-Teile als 1 Album rechnet, ist "Cardinology" der zehnte Streich innerhalb von 9 Jahren. Und da "Easy Tiger" ein Balladen-Album war, wird jetzt zum Ausgleich auch wieder ein bisschen gerockt. Na ja...es sind im Grunde immer nur die kargen, sparsamen Gitarren- oder Pianoballaden, wegen denen ich Ryan so hoch schätze. Dennoch: er darf auch gerne mal Up-Tempo-Nummern bringen.

Es gibt bei Ryan Adams nur ein Problem: man kann sich immer auf ihn verlassen, weil er bekanntlich konstant gut ist. Hoffentlich wird das nicht mal irgendwann langweilig...
Americana auf höchstem Niveau
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wie sagte der Buchautor Steven King in einem Interview 2007: "I won't say Adams is the best North American singer-songwriter since Neil Young...but I won't say he isn't, either.". Na, mit dieser Platte zeigt er mal wieder wo der Weg hingeht. Klasse songwriting und eine Stimme ..., wow.
Kein Jahr ohne Ryan Adams Album!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Man musste ja schon befürchten, dass der kreative Sonderling aus North Carolina es dieses Jahr nicht mehr schafft, doch - hurra! - pünktlich zu Halloween gibt es das neue Album, bei dem schon im Titel klar wird, dass Mr Adams sich nicht mehr so sehr als Solo-Künstler begreift, sondern die Leistung seiner fantastischen Band angemessen würdigt.
Musikalisch ist "Cardinology" eine Mischung der Stile der letzten Alben, mit Ausnahme von "29", denn diesen Singer/Songwriter-Ton trifft er diesmal nicht. Einige rockige Stücke erinnern gar an das zwiespältig aufgenommene "Rock'n Roll", die anderen eher an "Easy Tiger" oder "Love is Hell". Leider kommt der Ton von "Cold Roses" oder "Gold" zu kurz, denn der neuen CD fehlt es ebenso an der Dynamik des Großwerks "Cold Roses" als auch an der Intellektualität von "Gold". Aber zum Glück ist es nicht ganz so belanglos-poppig wie "Easy Tiger" es bisweilen war, Adams scheint reifer geworden zu sein, was man der Platte anhört; und das ist gut so.
Am stärksten ist er mal wieder bei den eher ruhigen Stücken, in denen mehr als nur ein bisschen Americana durchschimmert.
Insgesamt: wieder ein gutes Niveau und die Messlatte wurde gewohnt hoch gelegt, aber sicher nicht sein bestes, wenn auch vielleicht sein reifstes Album.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Gold

Gold von Ryan Adams

Audio CD von Mercury (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 4,20

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2003
Zoom ± Produkt-Bild: Gold

Tracks:

  • New York, New York
  • Firecracker
  • Answering Bell
  • La Cienega Just Smiled
  • The Rescue Blues
  • Somehow Someday
  • When The Stars Go Blue
  • Nobody Girl
  • Sylvia Plath
  • Enemy Fire
  • Gonna Make You Love Me
  • Wild Flowers
  • Harder Now That It's Over
  • Touch, Feel & Lose
  • Tina Todedo's Street Walkin' Blues
  • Goodnight, Hollywood Boulevard

Produktbeschreibung


GOLD

Aus der Amazon.de-Redaktion


Überbordende Kreativität hat die künstlerische Entwicklung des ehemaligen Whiskeytown-Frontmanns Ryan Adams vom Wunderkind des Country-Rocks (Faithless Street) zu einem melancholischen Troubadour mit 60er-Jahre-Fixierung (vgl. Solodebüt Heartbreaker) zwar beschleunigt, erklärt aber vielleicht auch, warum man als Hörer oft langweiliges Material mit in Kauf nehmen muss, um ein paar Perlen bzw. wahre Poesie zu finden. Gold ist keine Ausnahme von dieser Tendenz -- ein teilweise ansprechendes, wenig experimentelles Roots-Pop-Album mit Überlänge (70 Minuten), das streckenweise überladen wirkt. Es gibt Höhepunkte wie den gut gelaunten, schwungvollen Opener "New York, New York" und die schwermütige Ballade "When the Stars Go Blue" (hier erinnert der Gesang ein wenig an Morrissey, aber in weiten Teilen verliert sich das Album in einem Gewirr aus verwaschenen Gitarren und stampfender Percussion, ohne dass Adams je wirklich Fahrt aufnimmt. Gold ist das Werk eines anerkanntermaßen höchst produktiven Songschreibers, der noch nicht gelernt hat, seine Stärken einzusetzen und seine Inspirationen richtig zu verwerten. --Anders Smith Lindall
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5 Kundenrezensionen:

Guter Abklatsch, mehr nicht, aber auch nicht weniger
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Um es gleich vorwegzunehmen: auf Gold macht Ryan Adams nichts, was Jackson Browne, Bruce Springsteen, Bob Dylan, die Stones, die Eagles - alles Namen, die einem beim Hören von Gold einfallen (immerhin!) - nicht schon besser gemacht hätten. Allerdings muss man lange zurückgehen, um die Qualität zu finden, die man bei Ryan Adams geboten bekommt. Trotzdem fällt ein schales Licht auf den so hochgelobten Singer/Songwriter bei so wenig Eigenständigkeit und Originalität. Und laut Aussagen vieler Rezensenten, soll Gold noch sein bestes Album sein. Zugegeben, viele der oben erwähnten Musiker würden sich glücklich schätzen, ein Album wie Gold in den letzten 20 Jahren zustande gebracht zu haben. Jedoch bleibt Ryan Adams Gesang weit hinter den Originalen zurück. Seine Stimme ist schwach, dünn und wenig ausdrucksstark. Das Songwriting ist gut, aber eine Kopie, um nicht zu sagen ein Abklatsch amerikanischen Mainstreams der 70er- und 80er-Jahre. Überhaupt beschleicht einem bei so vielen direkten und unverhüllten Zitaten (Ryan Adams - Bryan Adams, Cover wie Born In The USA von Springsteen, Musik wie siehe oben) das Gefühl, das Ryan Adams wenig bis gar nichts Eigenes zu bieten hat. Er greift Altes, schon Dagewesenes auf, ohne etwas Neues hinzuzufügen. Das macht er aber wirklich gut. Von daher würde ich allen jungen Hörerinnen und Hörern, für die Ryan Adams zum Nonplusultra gehört, empfehlen: hört Euch Ryan Adams weiterhin an, aber schaut auch mal in die Plattensammlung Eurer Eltern und Großeltern!
...ein muß...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
...für die freunde handgemachter rockmusik. der kerl steht irgendwo zwischen springsteeen, van morrison + tom petty, hat aber trotzdem seinen eigenen stil und ... steckt sie alle in die tasche. 16 stücke, eine perle jagt die nächste... ein meisterwerk.
ein tolles stück musik!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieses Album ist eines von denen für die man sich zeit nehmen muss, da es so lang und daher schwer überschaubar is. Gebt ihm 7 durchläufe und ich verspreche euch, ihr lasst es gleich im cd spieler drin! die ersten 6 songs, die sehr popig sind hat man dann akzeptiert und lässt sie an sich heran und von den anderen kann man, wenn man sie halbwegs verstanden hat (vorallem "nobody girl"), nicht mehr genug bekommen. ein tolles stück musik!!
Sicher nicht langweilig...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
...ist das Album "Gold" von dem amerikanischen Songwriter Ryan Adams. Er ist mit seiner Mischung aus Folkrock, Rock'n Roll und Alternative Country sehr erfolgreich, und das zurecht. Auf "Gold" wechseln sich mitreißende, melancholische Balladen mit rockigen "Rock'n Roll'ern" ab - eine gelungene Mischung, wenn man bedenkt, das auf anderen Alben mitreißender Rock'n Roll etwas zu kurz kommt. Ich möchte jedoch auch kritisch anmerken, dass einige Titel zu sehr nach Mainstream klingen (z.B der Opener "New York"), was nicht unbedingt zu ihm passt.
Eigentlich sind alle Songs sehr hörenswert, doch möchte ich trotzdem ein paar hervorheben: das country-like "Answering Bell"; der leichtgängige "Rescue Blues"; die harmonischen - und zum Teil melancholischen Songs "Nobody Girl (über 9 Minuten und trotzdem alles andere als langatmig), "Harder Now That It's Over" (mit einer herrlichen Steelguitar) und "Goodnight, Hollywood Boulevard", bei dessen eingängigen Harmonien man eine Gänsehaut bekommt; das schon fast hardrockige "Enemy Fire" und last but not least, "Tina Todedo's Street Walkin' Blues" - schönster Rock'n Roll mit einer fantastischen Slide-Guitar.
Die Texte handeln, wie wir es von Adams gewohnt sind, fast nur von Liebe und Herzschmerz, jedoch nicht schmalzig, sondern echt und tiefsinnig.
Also: Dieses Album sollte jeder haben, es ist ein perfekter Einstieg für Leute, die noch nie was von diesem Künster gehört haben und für alle Ryan Adams Fans sowieso ein Muss!
Genial
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich bin durch Zufall auf Ryan Adams und seine neue CD "Cold Roses" gestossen- endlich mal wieder Musik zum Hören - dachte ich. So richtig vom Hocker bin ich aber erst nach Hören von "Gold" gefallen: das Stück "Nobody Girl" gehört für mich zum Besten seit Jahren: der ruhige Beginn, die stetige Steigerung der E-Gitarren, sein Gesang.
das Stück "Tina Toledo`s Street Walkin Blues" erinnert stark an die Stones - aber warum auch nicht - es hört sich tierisch gut an.
Beim Hören stösst man gedanklich auf Van Morrison, Neil Young, Billy Joel - trotzdem hat Ryan Adams seinen eigenen Stil gefunden. Es macht einfach nur Spass, seine Musik anzuhören.
Ich habe mir in der Zwischenzeit viele Rezensionen zu der Platte und zu Ryan Adams selbst angesehen; ich kann nur allen, die ihn überdreht, langweilig, sprunghaft oder sonst was nennen, entgegnen: seit froh, daß es ihn gibt - es gibt schon genug Müll im Radio und in den CD-Läden.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Love Is Hell

Love Is Hell von Ryan Adams

Audio CD von Universal (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 12,95, Angebote ab EUR 4,36

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2004
Zoom ± Produkt-Bild: Love Is Hell

Tracks:

  • Political Scientist
  • Afraid Not Scared
  • This House Is Not For Sale
  • Anybody Wanna Take Me Home
  • Love Is Hell
  • Wonderwall
  • The Shadowlands
  • World War 24
  • Avalanche
  • My Blue Manhattan
  • Please Do Not Let Me Go
  • City Rain, City Streets
  • I See Monsters
  • English Girls Approximately
  • Thank You Louise
  • Hotel Chelsea Nights

3 Kundenrezensionen:

leg die cd ein....
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
..mach's dir gemütlich, nimm die fernbedienung, drück auf play und lass dich einfach in die melodie hineinfallen. kaum läuft die cd schon fühlt man sich der melancholie dieses album umhüllt. die anzalh der instrument sind auf ein dumpfes minimum reduziert, sowie das tempo der meinsten tracks, das extrem langsam ist. ryans stimme auf der platte zeigt sich von ihrer (meiner meinung) schönsten seite, bedrückt und traurig. und erzeugt damit eine schleichende spannung, die einen sofort ergreift. denn love is hell.
mein lieblingssong auf der cd ist ryans interpretation von wonderwall. es gibt wirklich nur wenige cover, die mir gefallen. aber bei diesen track wird eine komplett andere stimmung erzeugt als beim original, dem wonderwall von oasis. wie beim rest des albums nur wenig akkustik. ryan verdreht und spielt auch mit melodie und tempo. womit wieder die oben genannte melancholie und spannung erzeugt wird.
auch wenn sich die songs viel weniger von einander unterscheiden als auf anderen alben von ryan adams, ist love is hell mein absolutes lieblings abum von ryan. es entfernt sich weitgehend vom country (auch wenn ansätze immer noch erkennbar bleiben) und ist so wie ich denke, dass am wenigsten kommerzielle album. es zeigt, dass man ryan eben doch ernst nehmen kann (nach diesem "ausrutscher" gold war das ja nun wirklich schwer möglich...).
Dem Himmel so nah!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das Ettiket des neuen Dylan wurde dem Singer/Songwriter bzw. Country & Folkbarden, einmal angeheftet. Das solche Veralgemeinerung natürlich nie passen und eher karierrehemmend sind ist eh bekannt. Aber Qualität spricht für sich.
Diese bietet Ryan Adams auf Love is Hell zu Hauf. Wärhend man beim ersten Durchhören vor allem auf die gefühlvoll ruhige Interpretation des Klassikers Wonderwall aufmerksam, später eröffen sich durch andere Lieder wie "Avalanche""World War 24""Shadowlands""My Blue Manhatten" etc. ein ganzer Mikrokosmos voller traurig schönen Country/Folk/Singer/Songwriter Kleinode.
Dass dieses Album klar besser ist, als das zugleich veröffentlichte RockNRoll, versteht sich von selbst.
Es wäre schön, wenn die Plattenfuzzies nicht am Anfang zwei EPs anstatt dieser CD rausgebracht hätten! Vielleicht lernt man für die Zukunft!
Brilliant! Schön! Einfach! Behutsam! Ehrlich! Intelligent! Unwiderstehlich!
Einer der besten Songwriter der Gegenwart...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
...das ist Ryan Adams (nicht nur) für mich. Mit dem, zuerst gezwungenermaßen (dank seiner Plattenfirma "Lost Highway") geteilten Album "Love Is Hell" ist er ein weiteres bedeutendes Stück gereift. Vom eher "Country-liken" Sound mit seiner ehemaligen Band Whiskeytown hin zum Solokünstler, der sich inzwischen eher hin zur britischen Art des Songwriting entwickelt und daraus, wenn es um seine musikalischen Vorbilder (allen voran "The Smiths") geht auch keinen Hehl macht. Auf "Love Is Hell" macht er zum größten Teil das, was er im Moment wohl von allen am besten kann: einfach geniale Songs schreiben. Und das sind auf diesem Album zum größten Teil reduzierte, akustische Stücke, schon immer Adams' große Stärke. Die haben eine Tiefe, die andere wohl nie erreichen werden und Adams schüttelt sie anscheinend im Dutzend aus dem Ärmel. "Love Is Hell" hält nun, was "Rock N' Roll" leider nur versprach. Ein würdiger Nachfolger zu "Heartbreaker", "Demolition" und natürlich dem letzten offiziellen Album "Gold" zu sein. Ein deutlich hörbarer Schritt noch weiter nach vorne, musikalische Weiterentwicklung und ständig währende Identitätsfindung auf Silber gebrannt. Es fällt bei der Fülle an genialen Songs eher schwer, einzelne hervorzuheben, so kann ich nur rein subjektiv auf die für mich herausrragenden Songs hinweisen. Zum Beispiel die Balladen "The Shadowlands" oder "Avalanche", oder etwa die Midtempo Stücke "This House Is Not For Sale" oder "Halloween" (mit Strokes' Drummer Fab Moretti). Und im besonderen die BonusTracks: "Fuck The Universe" und "When The Music Don't Come", die beide mit das Beste sind, was ich je von Ryan Adams gehört habe. In den beiden Uptempo Songs lässt Adams es so richtig krachen, und das mit einer Ohrwurmqualität, die sich erst nach und nach erschließt, dann aber mächtig. Das sind die Songs, die man sich für das "Rock N' Roll" Album vergeblich gewünscht hat und die dieses zu einem Meilenstein hätten machen können. Aber whatever, bei Adams' Arbeitswut werden wir in den nächsten Jahren wohl noch reichlich mit genialem Songmaterial beglückt werden...!
P.S.: nicht zu fassen, dass seine Plattenfirma diese Songs anfangs nicht haben wollte und Adams so gezwungen war (sozusagen mal auf die Schnelle) das "Rock N' Roll" Album einzuspielen...
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Produkt-Bild: Wide Awake - It's All About Songs (exklusiv bei Amazon.de / Limited Edition mit Bonus-CD)

Wide Awake - It's All About Songs (exklusiv bei Amazon.de / Limited Edition mit Bonus-CD) von Various

Audio CD von Tapete (Indigo)
Preis bei Amazon: EUR 12,97, Angebote ab EUR 7,94

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2005
Zoom ± Produkt-Bild: Wide Awake - It's All About Songs (exklusiv bei Amazon.de / Limited Edition mit Bonus-CD)

Tracks:

Disk 1
  • Maplewood - Indian Summer
  • Stephen Duffy & The Lilac Time - Bank Holiday Monday
  • Ron Sexsmith - Whatever It Takes
  • Damien Rice - Cannonball
  • Aimee Mann - Going Through The Motions
  • Evan Dando - It Looks Like You
  • Dirk Darmstaedter - Birds, Bugs And Animals
  • David Gray - Easy Way To Cry
  • Monta - Long Live The Quiet
  • Elliott Smith - Let's Get Lost
  • Eels - Saturday Morning
  • Kristofer Åström & Hidden Truck - The Wild
  • Christian Kjellvander - Portugal
  • Maria Taylor - Song Beneath the Song
  • Downpilot - True
  • Badly Drawn Boy - How?
  • Nicolai Dunger - My Time Is Now
  • Hayden - 1939
  • Ryan Adams - Come Pick Me Up
  • Lloyd Cole - Music In A Foreign Language
Disk 2
  • Kristofer Åström - You Won't Last Long
  • Dirk Darmstaedter - Lovesong
  • Monta - Wire
  • Maplewood - I Am A Child
  • Tobacco - What Would You Like...? (Demo)
  • Koester - What it is to fly
  • Tess Wiley - My Life (live)

Aus der Amazon.de-Redaktion


Das einzige, was bei dieser Compilation nicht stimmt, ist der Titel: Hellwach ist man nach dem Anhören dieser Lieder bestimmt nicht. Angenehm entspannt schon eher. Oder wie Amerikaner gerne sagen: mellow. Die Tapete-Kollektion ist der perfekte Soundtrack für relaxte Autofahrten in den Sonnenuntergang. Musik zwischen Country, Folk und Pop, meist sparsam instrumentiert und manchmal etwas melancholisch: Lieder zum Runterkommen, Träumen, Treiben lassen. „Indian Summer“, der Titel des ersten von einundzwanzig Songs, setzt erstmal eine positive Stimmung. Das wunderbar schwelgerische Stück der Newcomer-Band Maplewood (am Schlagzeug: Nada Surf-Drummer Ira Elliot) zaubert Altweibersommer-Atmosphäre herbei. Insofern ist auch der Veröffentlichungs-Zeitpunkt hervorragend gewählt.
Neben den Tapete-Künstlern Maplewood, Tess Wiley und den großartigen Downpilot (von denen es allerdings noch schönere Stücke gibt als das hier vertretene „True“) ist auch Label-Chef Dirk Darmstaedter (Ex-Jeremy Days, Me And Cassity) auf dieser CD vertreten. Dazu kommen lauter bekannte Unbekannte wie Stephen „Tin Tin“ Duffy, Ex-Lemonhead Evan Dando, der viel zu früh verstorbene Elliott Smith und Folkpop-Dandy Lloyd Cole. Nicht zu vergessen Ron Sexsmith, Aimee Mann und Ryan Adams.
Für mich eine Entdeckung waren die schwedischen Songwriter Christian Kjellvander, Nicolai Dunger und Kristofer Åström. Kjellvanders „Portugal“ (das stimmungsmäßig an Bands wie die Friends of Dean Martinez oder Calexico erinnert) zählt neben Maria Taylors „Song Beneath the Song“, Badly Drawn Boys „How?“ und Montas „Long Live the Quiet“ zu den Höhepunkten der Compilation.
Die Bonus-CD enthält sieben zusätzliche Songs, allesamt Raritäten (B-Seiten, Demos, Live-Tracks). Neben Maplewood, Wiley, Darmstaedter und Åström sind auch Monta mit einem weiteren Stück vertreten: „Wire“ klingt wie eine britische „The“-Band, die zufällig im Studio den Franzosen von Air begegnet ist. Grandios! -- Axel Henrici
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5 Kundenrezensionen:

Netter Versuch - aber gut kingt anders....
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
"Ein wenig mager" war mein erster Gedanke und dies hat sich leider auch nicht geändert obwohl ich jetzt schon mehrmals in die CD versucht habe "einzusteigen". "Hhandgemachte und urbane Musik" erfreut sich ja gerade einer gesteigerten Wahrnehmung und Akzeptanz - nur hier wird leider das Momentum nicht mit Kreativität bereichert, sondern es klingt eher schon wie ein Trittbrettfahrer-artiger Abklatsch wie es der Chill- und Lounge-Äre wiederfahren ist...Besser haben es da wieder mal meine Lieblinge aus Hamburg umgesetzt: die Wave Music CD "SongRise" ist mein Longplayer seit Wochen...:-)
auf dem weg in den mainstream
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
leider hat diese compilation nicht ganz meinen erwartungen entsprochen. so spannende sachen sich derzeit im singer/songwriter-bereich tun: wer spröde musik, sparsam produziert, sucht, ist hier fehl am platz. keine frage, die cds versammeln zumindest einen teil des "who is who" der szene. nur die trackauswahl hätte etwas mutiger ausfallen können (beispiel: von der großartigen maria taylor der stampf-stampf-dudel-track "song beneath the song"). insgesamt ergibt sich daher ein etwas breiiger, überarrangierter und pathetischer eindruck.
langweilige Liedlein fuer langweilige Leute
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Eigentlich hatte ich mir von dieser Compilation mehr versprochen. Beim Hoeren baute sich keine Spannung auf, die Lieder plaetschern so irgendwie vor sich hin. So gesehen ist schon der Titel irrefuehrend - die CD ist nichts zum wach bleiben, sondern eher eine Einschlafhilfe. Man fragt sich im Grunde staendig, wann der Kuenstler endlich mal zum Punkt kommt und sich im jeweiligen Song etwas tut, was dem Ganzen Ohrwurmcharakter verleihen oder das Anhoeren der CD rechtfertigen wuerde. Aber irgendwie ist diese Hoffnung vergebens. Allein Elliott Smith war der Grund, weswegen ich mir diese Scheibe zugelegt habe (und mir Musik von aehnlicher Qualitaet erwartete), aber da kaufe ich mir lieber seine Studio-CD's und nehme ihn hier mit von der Kritik aus.
Meiner Meinung nach eine Sammlung langweiliger Liedlein fuer langweilige Leute.
Alte Bekannte und Neuentdeckungen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Von der Qualität eines Ron Sexsmith, Elliot Smith, Ryan Adams oder auch Lloyd Cole musste man mich nicht mehr überzeugen. Das die alle super Songs schreiben, war mir schon klar. Tolle neue Künstler hab ich aber massenhaft hier gefunden, zum Beispiel Maria Taylor (aus dem Bright Eyes Saddle Creek Umfeld), Downpilot, Hayden usw.
Eine ansprechende Zusammenstellung!
zum Seele-Baumeln-Lassen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Schöne Zusammenstellung von amazon.
Das eine oder andere hätte ich weggelassen und dafür andere Titel gern mit hier drauf gesehen, aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
Damien Rice mit seinem wundervollen "Cannonball", Aimee Mann, Monta, Eels, Hayden, Kristofer Aström - das wären meine Anspieltipps.
Besonders überrascht war ich von der Coverversion von "I am a child" (Ihr wisst schon - Neil Young). Gelungen, finde ich. Auch die anderen Stücke der Bonus-CD lassen erstaunt aufhorchen.
Insgesamt eine lohnende Erwerbung.
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Produkt-Bild: Easy Tiger

Easy Tiger von Ryan Adams

Audio CD von Mercury (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 10,95, Angebote ab EUR 5,74

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juni 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Easy Tiger

Tracks:

  • Goodnight Rose
  • Two
  • Everybody Knows
  • Halloweenhead
  • Oh My God, Whatever, Etc.
  • Tears Of Gold
  • The Sun Also Sets
  • Off Broadway
  • Pearls On A String
  • Rip Off
  • Two Hearts
  • These Girls
  • I Taught Myself How To Grow Old

Aus der Amazon.de-Redaktion


Mit Plattencovern ist es wie mit Menschen: der erste Eindruck verrät oftmals viel mehr, als blumige Selbstdarstellungen. Im Falle von Easy Tiger zeigt es eine Gestalt in der nachdenklichen Pose des Denkers von Rodin, jedoch rauchend und mit einer Quarzuhr an der linken Hand, deren Display (4:20 morgens) wie der Schriftzug des Namens knallorange auf dem schwarz-weißen Foto hervorsticht. Der Faktor Zeit muss eine ganz besondere Bedeutung haben für Ryan Adams. Hier einige Spekulationen.
These 1: Ryan Adams ineigt zur Ungeduld. Dem Vernehmen nach geht der Titel Easy Tiger auf eine Frau zurück, mit der er um ein Date zum Essengehen feilschte. Auf sein Drängen konterte sie mit den Worten Easy Tiger, was man sinngemäß so auffassen könnte wie “Ryan kusch!“ Dass er sich diese Abfuhr nicht zu Herzen nahm spricht zwar für eine Menge Humor, doch dass er diese Worte daraufhin gleich für den Titel des Albums verbraten hat, könnte auch darauf hindeuten, dass er Zeit sparen wollte, sich selber den Kopf zu zerbrechen. Daher ist These 2 nicht abwegig: Ryan Adams handelt gern nach der Devise “Zeit ist Geld“, und zwar auch in punkto Länge des Albums. Easy Tiger ist nur magere 38 Minuten lang. Selbst wenn man Musik nicht nach dem Minutenpreis beurteilt wie die GEMA, und als Maßstab die Würze der Kürze von rund 2 mal 20 Minuten der guten alte Vinylscheibe anlegt, dürfte es gerne ein bisschen mehr sein, weil -wir kommen zu These 3: Ryan Adams ist nämlich ein wirklich ausgezeichneter Songwriter! Auf Easy Tiger finden sich einige Perlen, die ihn mit seinen 32 Jahren auf der Höhe seiner Karriere als Singer- und Songwriter präsentieren. “Ripp Off“ erfreut durch unglaublich dezente und zugleich transparente Begleitung seiner Backingband The Cardinals, ein Song der aufgrund seiner entspannten Rockigkeit und stimmlichen Interpretation beinahe an John Lennons Double Fantasy anknüpft, stünde da nicht Lennons Urbanität im Gegensatz zu Adams Anleihen aus Country und Folk, die sich unverkennbar durch das gesamte Album ziehen; sei es in Form einer Slide Guitar, wie eben in “Ripp Off“ oder mittels Banjo und akustischer Gitarre in Stücken wie “Pearls On A String“ oder “Oh My God, Whatever, etc.“. Diese Stücke lassen das große Potenzial erahnen, das Ryan Adams ursprünglich dazu bewogen hatte, mit Easy Tiger ein Solo-Album herauszubringen. Die dreizehn durchweg gelungenen Songs dieses kleinen aber feinen Albums sind allemal in der Lage sämtliche hier erwähnten Spekulationen zu entkräften. Nur diese letzte sei noch gestattet: Vielleicht vermag ja die Tatsache, dass Ryan Adams bis 2001 fünf(!) Alben eingespielt hat, die mangels Vertrauen der Plattenfirma niemals veröffentlicht wurden, sein besonderes Verhältnis zur Zeit zu erklären: ganz einfach weil er Angst hat, sie könne ihm davon laufen. Am liebsten möchte man ihm zurufen: Easy Tiger, was in diesem Fall so viel heißen müsste wie “Ruhig Junge, alles wunderbar“.
Andreas Schultz

Produktbeschreibung


EASY TIGER
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Kronprinz
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Letzte scheibe von Ryan Adams, den ich persönlich sehr mag, hier mit Neal casal als Gitarrist,aber son richtiger Kick will nicht einsetzen, zu groß ist die Masse der veröffentlichungen dieses Ausnahmemusikers. Vielleicht sollte er sich mehr Zeit mit seinen Cds lassen, klasse statt masse,cold roses z.b. hat mich mehr beeindruckt.
Keineswegs schlecht, aber irgendwie überflüssig...
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Was hab ich mich gefreut, als ich gelesen habe, dass es auch zu Ryan Adams neuestem Streich "Easy Tiger" wieder eine Special Edition geben soll. Dass diese durchaus lohnenswert sein können, bewiesen zuvor schon die Zusatzscheiben von "Demolition" und vor allem die geniale, "Side 4" -EP titulierte, Zugabe zu "Gold". Zudem erschienen fast zeitgleich die beiden EPs "Follow the Lights" und "Everybody Knows" - es schien also ein wahres Fest für jeden Anhänger der bisweilen wirklich genialen Lichtgestalt des Alternative Country zu werden. Doch leider entpuppte sich die ganze Vorfreude als unnötig und unbegründet, denn sowohl die Zusatzscheibe zu "Easy Tiger" als auch die beiden genannten EPs sind nahezu identisch!
Was ist denn das für eine blöde Vermarktungspolitik? Sollte das wieder etwas Ähnliches werden wie der anfangs auf zwei EPs verteilte Longplayer "Love is Hell" oder versucht man (schätz mal, dieser Coup liegt eher an der Plattenfirma und nicht an Ryan Adams selbst) nur möglichst viel Geld aus dem teilweise brillanten Musikmaterial zu schlagen?
Denn obwohl auf der "Follow the Lights"- EP (nenn die Scheibe nun mal einfach so, war schließlich der Titel, unter dem sie zuerst veröffentlicht wurde) wirklich ungelogen jeder Song ein Volltreffer ist (vor allem der herrlich entspannte Titeltrack und das bittersüße "Blue Hotel" sind wahre Highlights und jeden Cent wert) und dadurch das im Vergleich an sich doch etwas weniger phänomenale Album "Easy Tiger" deutlich aufgewertet wird, so stellt sich dennoch die Frage, weshalb man die Scheibe nun zum dritten Mal veröffentlicht.
Wer "Easy Tiger" bereits sein Eigen nennt und/ oder mittlerweile eine der beiden EPs importieren ließ, der kann auf die Special Edition wohl getrost verzichten und sich stattdessen lieber eine der beiden EP-Versionen oder das reguläre Album besorgen. Wer jedoch weder das Album noch eine der beiden EP-Versionen besitzt oder unbedingt jede Pressung von Ryan Adams haben muss, der tätigt mit dieser Special Edition dennoch einen sehr guten Kauf, der sich durchaus lohnt.
Chapo Chapo
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es gibt keinen Künstler der in solch kurzen Abständen derartig viele und dabei immer hochklassige Alben veröffentlicht wie Ryan Adams. Ich weiß der Witz ist alt, aber nicht zu verwechseln mit Popschnulzer Bryan Adams. Witzig daran ist nur, dass beide am selben Tag Geburtstag haben. Für sein Album Gold bekam Ryan Adams zu jener Zeit sogar mehrere hochranginge Auszeichnen wie den Grammy. Der neueste Output von Herrn Adams nennt sich Easy Tiger und ist sein 9tes Album seit der Jahrtausendwende.

Die Platte beginnt mit einer typischen Ryan Adams Countryrock Nummer. Anstandslos aber auch nicht wirklich stark präsentiert Adams hier seinen Album-Opener. An anderer Stelle wäre der Track sicher wirkungsvoller. Two kann dagegen voll Punkten, eine sanfte Acoustic-Ballade, bei der er sich Sheryl Crow zur Unterstützung geholt hat. Sehr melodisch und klassisch. Everybody Knows ist eine klare Ryan Adams-Zigarettenrauchnummer, welche ja auch immer seine besten Nummern waren. Zurücklehnen, in Erinnerungen schwelgen eine Kippe anstecken und genießen. Ein weiterer Schlag Adams in die eigene Seele. Grandios, mehr erwartet man gar nicht. Richtig rockig und ungewohnt zugänglich ist Halloweenhead. Ja das fordert sogar zum Mitsingen auf. Überzeugend ist der Song aufjedenfall und das nicht nur aufgrund des wirklich wahnsinnig geil klingenden Gitarrensolos! Oh My God, Whatever, Etc. erzeugt dann wieder ein typisches Ryan Adams Gefühl. Das bekannte Acoustictempo samt dem typischen Klang. Ein einsamer Song, mit schönem behutsamen sehr melancholischen Gesangslinien. Ein weiterer toller Song. In den neuen Songs von Ryan spürt man ein neues Lebensgefühl, die jahrelange Drogensucht ist begraben und scheinbar auch die tiefdepressiven Songs, die man so zuschätzen wusste, umso überraschender ist, dass auch seine positiv klingenden Songs einen tiefen Eindruck hinterlassen. Tears of Gold ist eine überdurchschnittliche aber nicht sonders erwähnenswerte Countrynummer. The Sun Also Sets wird begleitet von hintergründigen Gitarren und einem Klavier. Eine gute Nummer, die sehr pathetisch und herzbrecherisch wirkt. Nicht das beste Gefühl, aber dafür einer der besten Songs! Off Broadway ist eine gemütliche Ballade, die sich nicht aufdrängt, mit überhörbaren Drums, nur Ryans Stimme und seine gepickte Gitarre sind hier wichtig und das wahrlich gut!
Auffällig ist nur die Länge der Songs, alles sehr kurz gehalten. Dazu kann man stehen wie man will, den Songs schadet es allerdings nicht. An Sufjan Stevens erinnert dagegen Pearls On A String aufgrund des Banjos, welches fröhlich und stimmend mit Ryans Stimme harmoniert.
Adams weiß genau, was er hier tut. Jeder Song wirkt perfekt durch rangiert und er weiß genau, welche Gefühle er damit beim Hörer erzeugt. Im Gegensatz zu den Vorgängeralben wirkt Easy Tiger etwas arg durchkalkuliert, was aber vielleicht auch nur mein Eindruck sein kann. Wer aber über Ryans andere Projekte Bescheid weiß, wird mir vielleicht folgen können. Egal in welchem Genre und Ryan hat da einiges aufzuweisen (Country,Death Metal,Dance,Punk), spielt er perfekte Songs ein, ohne Probleme. Klingt alles irgendwie formelhaft, aber solange es auch immernoch so genial klingt, sollte das kein Problem sein. Es gibt ja genug Musiker die man desbezüglich kritisieren kann, aber bitte nicht den besten Songwriter seit Bob Dylan. Rip Off ist eine wunderbar dahin treibende Mid-tempo Nummer, begleitet wieder von Klavier und schönen Gitarren...ein wunderbares Songgeflecht. Wiedermals ein brillianter Song. Two Hearts ist ein fröhlicher song, das kann man schon nach 5 Sekunden Laufzeit bemerken. Etwas poppig, das sollte nicht das Problem sein, sondern eher die Belanglosigkeit dieses Songs. Klingt eher wie eine B-Seite. Ohne Frage der Song ist okay, passt aber nicht ins Niveau des Gesamtwerkes! Eine Hommage an die Frauen dieser Welt (These Girls) lässt uns wieder nachdenken und auch mal ein wenig lächeln zwischendurch. Der Song ist für mich die beste Nummer der CD. Sanfter Country mit tollem Text und viel Gefühl. Wenn sich Ryan Adams aufs wesentliche beschränkt, sind das zugleich seine stärksten Momente...zum Glück geht er von dieser Linie wirklich auf all seinen Alben ganz selten ab. Eine Mundharmonika leitet den letzten Track I Taught Myself To Grow Old ein. Klingt etwas unpassend, beweist dann aber welch starke Impression dieser Song schafft. Atmosphärisch, auch aufgrund des Textes, nahezu perfekt. Wunderbarer Song.

01 Goodnight Rose 07/10
02 Two 09/10
03 Everybody Knows 10/10
04 Halloweenhead 10/10
05 Oh My God, Whatever, Etc. 10/10
06 Tears Of Gold 07/10
07 The Sun Also Sets 09/10
08 Off Broadway 08/10
09 Pears On A String 08/10
10 Rip Off 10/10
11 Two Hearts 06/10
12 These Girls 10/10
13 I Taught Myself How To Grow Old 10/10

8,77

Ein wirklich starkes Album. Sicherlich das beste der letzte zwei Schaffensjahre. Viele geniale Höhepunkte und nur ein wirklicher (auf Ryan Niveau) Ausfall lassen dieses Werk zum absoluten Hörgenuß werden. Weiter so auf noch viele viele Alben in wenigen Jahren, Herr Adams!
Endlich
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ohne Wenn und Aber: Ryan Adams gehört mit zum Besten was der Musikmarkt im Moment hervorbringt. Easy Tiger ist die Fortsetzung von "Gold" und "Gold Roses" (ohne daß ich die letzten Platten wie Jacksonville oder 29 runterwerten möchte)

Seine Musik, seine Texte, seine Stimme erzeugen in mir Glücksgefühle - ja, wir haben so viel Sch.. heute auf der Welt, dieser Mann weiss es bei mir zu heilen !!!

Ich kann kein Lied hervorheben (oder doch: halloweenhead oder rip off).

Die Empfehlung des Jahres (zumindest bis seine nächste neue Platte herauskommt!!!)
Es geht bergab!
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Ähnlich enttäuschend wie West von Lucinda Wlliams empfinde ich Easy Tiger von Ryan Adams. Ich kann die durchweg guten Kritiken hier wirklich nicht nachvollziehen. Mit zwei Ausnahmen (Halloween Head, Goodnight Rose) reiht sich ein belangloser Song an den nächsten. Nicht im Entferntesten vergleichbar mit Cold Roses, Gold oder den Whiskeytown-Alben. Nach Cold Roses kam das sehr enttäuschende Jacksonville und 29 (letzteres kenne ich nicht, kann ich nicht beurteilen). Jetzt ET: Die Songs hören sich alle an wie zweitklassige B-Seiten (falls es noch Singles geben würde). Ryan Adams sollte nicht alles veröffentlichen was er mal aufgenommen hat, sondern lieber alle zwei, drei Jahre ein Album herausbringen, das wirklich Klasse hat und das dann auch nicht nur 38 Minuten kurz ist.
Dass Neal Casal, selbst ein begnadeter Singer/Songwriter, jetzt im Background von Ryan Adams mehr oder weniger untergeht, ist eine zusätzliche Schande.
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Produkt-Bild: Jacksonville City Nights

Jacksonville City Nights von Ryan Adams

Audio CD von Mercury (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 17,95, Angebote ab EUR 5,21

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2005
Zoom ± Produkt-Bild: Jacksonville City Nights

Tracks:

  • A Kiss Before I Go
  • The End
  • Hard Way To Fall
  • Dear John
  • The Hardest Part
  • Games
  • Silver Bullets
  • Peaceful Valley
  • September
  • My Heart Is Broken
  • Trains
  • Pa
  • Withering Heights
  • Don't Fail Me Now
  • Always On My Mind

Aus der Amazon.de-Redaktion


Leidet Ryan Adams an akuter Veröffentlichungswut? Scheint fast so. Schließlich legt der 1974 in Jacksonville, North Carolina, geborene Singer-Songwriter und Alternative-Country-Musiker seit seinem 2000 erschienenen Debüt Heartbreaker jetzt schon sein neuntes Album vor: Jacksonville City Nights , eingespielt zusammen mit den Cardinals. Noch erstaunlicher als der kreative Output des Ex-Punkers ist die Qualität seiner Neuveröffentlichungen. Statt halbgare Schnellschüsse, wie man meinen könnte, serviert der sensible Musiker regelmäßig wohl temperierte, liebevoll eingespielte und mit viel Bedacht und Hirn geschaffene Musikperlen. Jacksonville City Nights bildet da keine Ausnahme.
Die 15 Songs der CD überzeugen durch prächtige, sensible, so gut wie ausschließlich mit akustischen Instrumenten eingespielte Folk- , Country- und Alternative-Country-Klänge. Sie zeichnen das Bild eines sentimentalen, neurotisch melancholischen Menschen. Ein Mann, der ständig im Aufbruch, immer auf der Flucht ist - vor der Liebe, vor dem Leben, vor sich selbst. Da ist es schon fast logisch, dass das Album mit einem Abschiedslied los geht: „A Kiss Before I Go“. Im zweiten Titel, ein mit allen Zutaten der traditionellen Bluegrass-Küche eingspieltes Rührstück, hat er schon alles hinter sich: „The End“. Und auch wenn er sich, wie beim dritten Track „Hard Way To Fall“, musikalisch eine fröhlichere Auszeit im Dur-Bereich erlaubt und an Neil Young oder The Band erinnert, bleibt er inhaltlich konsequent auf emotionaler Standspur.
Ein bedauernswerter Kerl? Wohl kaum. Ryan Adams scheint den Trübsinn genießerisch auszukosten wie Oliver Kahn einen gehaltenen Elfmeter. Überdies glaubt man zwischen den Notenzeilen immer wieder parodistische Züge ausmachen zu können. Womöglich bläst er nur zum Spaß Trübsal? Vielleicht weiß es Norah Jones, die ihm bei „Dear John“ die Ehre des Duetts gibt. Gleichermaßen Glanzlicht und Schlußpunkt der CD bildet Willie Nelsons gut abgehangener Schmachtfetzen „Always On My Mind“. In der Interpretation von Adams & Co. wirkt der Song, als ob für ihn extra geschrieben worden sei. Taschentücher sollten beim Hören jedenfalls in Griffweite sein. Schnief, ist das schön-traurig ... -- Gunther Matejka
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5 Kundenrezensionen:

Hier gibt es Heilung!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Gehören Sie auch zu den Casting-Shows-Geschädigten ? Während sich halb Deutschland das Maul darüber zerriss, wer denn rausgeflogen ist, gab es einen Mann, der mich über dieses Elend hinweg gerettet hat. Einer, der in jeder Liedzeile mehr Substanz zusammenpfercht als ein DSDS-Kandidat in drei Minuten. Ryan Adams liefert hier ein Country-Album ab, das alles heilt, was an Narben und Schrammen in meiner verletzlichen Musikerseele verursacht wurde. Hier gibt es kein "Ohho yeaheah,mmh huuu", auch keine Plastik-Arrangements. Entweder geht man in die Apotheke und kauft Wundsalbe oder man geht ins CD-Fachgeschäft und kauft Ryan Adams-Alben. Was tun Sie ?
grauenhaft
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Vorneweg: Ich habe Ryan Adams mit der CD Demolition für mich entdeckt, immer noch für mich der Meilenstein, genauso wie Love is Hell, ich höre sogar sehr gerne Rock'n'Roll, einfach weil hier der angry young man richtig rauszuhören ist. Cold Roses ist zwar etwas anders, aber es stimmig, virtuous, aber genauso klasse. Die einzige CD, die mich zum ersten Mal entäuschte, war zu grossen Teilen Faithless Street (mit Whiskeytown), aufgrund des öden Country-Geschrammels. Ryan gehört zu meinen absoluten Lieblingsmusikern der letzten Jahre.
Und nun habe ich mir in USA im Wal-Mart in der Country-Abteilung Jacksonvill City Nights gekauft! Und ich bin echt entsetzt. Selbst nach 4-5 maligem Durchhören kann ich der CD absolut nichts abgewinnen, langweilige Songs, Allerweltstexte, Geschrammel. Wo ist das Feuer? Wo ist das geniale, wo sind die einfülsamen Melodien und Texte hin? Die CD landet jedenfalls bei mir im Giftschrank.
EIN GENIE!!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
UFF!! Da hat man sich gerade mal von dem wundervollen COLD ROSES erholt, da kommt schon wieder die nächste CD von Ryan Adams.
Auf Jacksonville City Nights ist noch mehr Country (eigentlich nur Country) zu hören. Erneut spielt Adams wieder mit den Cardinals zusammen. Zu der Musik kann man nur sagen: Sie ist atemberaubend. Wenn man sich die CD oft genug angehört hat entfalltet sie erst ihre ganze Schönheit. Wunderbar ist das sehnsüchtige Silver Bullets und auch das etwas schnellere Don`t fail me now. Das wohl beste Lied ist The End.
Auf jeden Fall ist es ein sehr schönes Album und wenn man bedenkt, das Mitte Dezember schon die nächste CD von Adams rauskommen soll, da kommt man gar nicht mehr aus der Puste.
Der Country hat ihren jüngsten Sohn zurück
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Er hat ihm abgeschworen. Dem Country, den er noch mit Whiskeytown verkörperte. Er hat es mit der Garage versucht, mit britisch anmutenden Balladen. Alles mit mäßigem Erfolg. Was sich allerdings bereits auf der "Cold roses" abgezeichnet hat, wird auf seinem aktuellen Werk konsequent fortgeführt. Und man findet kein anderes Etikett außer Country.
Bereits "A kiss before I go" trampelt Parsons-ähnlich durch die Wüste und lässt einem auf Liebe hoffen. Abgelöst wird es von "The end", dass versucht einem das Herz zu zerreißen, beim Pathos- uns sehnsuchtsgeladenen Refrain, in dem Adams Stimme seinen Höhepunkt erreicht.
Während "Hard way to fall" und "The hardest part" uns wieder flotten Country präsentieren, befindet sich zwischen diesen beiden Songs ein weiteres Highlight. Melodisch brillant und tief melancholisch bietet sich "Dear John" dar.
Mit "Games", "Silver bullets" und "September" leistet sich Adams dann drei schwächere Songs, die nicht so recht von der Stelle kommen. Schade nur, dass diese fast in Reihenfolge auftreten.
"Peaceful valley" hingegen stellt wieder einmal klar, welcher Musiker sich momentan mit der besten Stimme rühmen kann. "Pa" zeigt Adams mal von der ernsthaften, trockenen und etwas langweiligeren Seite. Beim Hören von "Don't fail me now" bekommt man auch als glücklicher Beziehungsmensch Liebeskummer.
Man darf auf sein letztes Werk für dieses Jahr gespannt sein, auch wenn er diese Qualität wahrscheinlich nicht wird halten können.
Aber dass dachte man ja bereits nach seinem Vorgänger.
Der Country hat seinen jüngsten Sohn zurück
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Er hat ihm abgeschworen. Dem Country, den er noch mit Whiskeytown verkörperte. Er hat es mit der Garage versucht, mit britisch anmutenden Balladen. Alles mit mäßigem Erfolg. Was sich allerdings bereits auf der "Cold roses" abgezeichnet hat, wird auf seinem aktuellen Werk konsequent fortgeführt. Und man findet kein anderes Etikett außer Country.
Bereits "A kiss before I go" trampelt Parsons-ähnlich durch die Wüste und lässt einem auf Liebe hoffen. Abgelöst wird es von "The end", dass versucht einem das Herz zu zerreißen, beim Pathos- uns sehnsuchtsgeladenen Refrain, in dem Adams Stimme seinen Höhepunkt erreicht.
Während "Hard way to fall" und "The hardest part" uns wieder flotten Country präsentieren, befindet sich zwischen diesen beiden Songs ein weiteres Highlight. Melodisch brillant und tief melancholisch bietet sich "Dear John" dar.
Mit "Games", "Silver bullets" und "September" leistet sich Adams dann drei schwächere Songs, die nicht so recht von der Stelle kommen. Schade nur, dass diese fast in Reihenfolge auftreten.
"Peaceful valley" hingegen stellt wieder einmal klar, welcher Musiker sich momentan mit der besten Stimme rühmen kann. "Pa" zeigt Adams mal von der ernsthaften, trockenen und etwas langweiligeren Seite. Beim Hören von "Don't fail me now" bekommt man auch als glücklicher Beziehungsmensch Liebeskummer.
Man darf auf sein letztes Werk für dieses Jahr gespannt sein, auch wenn er diese Qualität wahrscheinlich nicht wird halten können.
Aber dass dachte man ja bereits nach seinem Vorgänger.
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Produkt-Bild: Cold Roses

Cold Roses von Ryan Adams

Audio CD von Mercury (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 13,45, Angebote ab EUR 5,00

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2005
Zoom ± Produkt-Bild: Cold Roses

Tracks:

Disk 1
  • Magnolia Mountain
  • Sweet Illusions
  • Meadowlake Street
  • When Will You Come Back Home
  • Beautiful Sorta
  • Now That You're Gone
  • Cherry Lane
  • Mockingbird
  • How Do You Keep Love Alive
Disk 2
  • Easy Plateau
  • Let It Ride
  • Rosebud
  • Cold Roses
  • If I Am A Stranger
  • Dance All Night
  • Blossom
  • Life Is Beautiful
  • Friends
  • Tonight

Produktbeschreibung


COLD ROSES

Aus der Amazon.de-Redaktion


Der Mann ist ein Workaholic und hält doch, trotz der überbordenden Fülle seiner Arbeiten, ein gleichbleibend hohes Niveau. Ryan Adams schreibt am laufenden Band neues Liedmaterial, veröffentlicht in immer schnellerer Folge erstklassige Alben. Nachdem er sich 2004 während eines Konzertes in London die Hand gebrochen hatte (es war mal wieder Dämon Alkohol im Spiel), musste er die restliche Tour absagen und hatte viel Zeit fürs Songwriting. Danach lag soviel Neues auf Halde, dass ein Longplay nicht gereicht hätte. Kurz entschlossen verkündete der emsige US-Amerikaner auf seiner Homepage die Veröffentlichung von gleich drei Tonträgern im Jahr 2005.
Cold Roses, der erste CD-Streich, wurde in New York City eingespielt. Gemeinsam mit der hierfür zusammengestellten Backing-Band The Cardinals nahm Mister Adams ein großartiges Doppelalbum auf, das all seine musikalischen Vorlieben berücksichtigt. Das Spektrum der insgesamt neunzehn Titel reicht von Americana und Alt-Country über Roots- und Folkrock bis zum angepunkten Rock & Roll -- wobei die folkigen und countryesken Akustiktöne hier eindeutig überwiegen.
Thematisch steht einmal mehr fast alles im Zeichen von L.O.V.E. sowie den Problemen, die sich in jeder Partnerschaft früher oder später ergeben. Wohl kein anderer schreibt heute so wunderschön-traurige Songs über das Leiden, das fast immer mit der Liebe einhergeht. Das ehemalige Whiskeytown-Mitglied erzählt anrührend von Beziehungen kurz vor dem Aus ("Sweet Illusions"), von einer unnützen Liebe, die keiner haben will ("Cold Roses"), und den Qualen, die Erinnerungen an die Verflossene bewirken ("Now That You're Gone"). Bei aller Bitternis, die wohl auf eigene Erfahrungen zurückgeht, vergisst der Dreißigjährige allerdings auch die Glücksmomente nicht. Trotz schmerzlicher Erlebnisse hat er sich den Glauben an die traute Zweisamkeit bewahrt ("Life Is Beautiful") und sucht weiterhin die Erfolgsformel für eine beständige, ewig währende Liebe ("How Do You Keep Love Alive"). -- Harald Kepler
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Kalte Rosen und kalter Rücken
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Schon beim Aufklappen der CD, wenn ein wunderschönes, zweiseitiges, kunstvolles, farbkontrastreiches Gemälde ins Auge trifft, läuft es mir eiskalt den Rücken runter. Und diese Gänsehaut setzt sich fort, sobald man die Musik laufen lässt. Zwei CDs ohne Ausrutscher, das ist doppelt so gut wie nur eine CD ohne Ausrutscher.
Die beste Platte des Jahres!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Da ist er wieder, der geniale Kreativling aus North Carolina und schon wieder kann er sich kaum bremsen: diesmal sogar ein Doppelalbum.
Wieder einmal ist er laut den einschlägigen Magazinen angetreten den Rock'n Roll zu retten und wenn ihn denn endlich einer hört (sprich: er bekommt genügend Airplay und schafft es mal in die Hot Rotation der Musiksender), dann wird er es auch schaffen, denn spätestens diese neue Platte muss man schlichtweg genial nennen. Ich kann keinen Ausschuss feststellen, finde nur die 2. CD etwas besser als die erste.
Es ist als ob die Stones, Springsteen und Dylan sich zu einer Jam-Session versammelt hätten und dabei noch den Geist von Gram Parsons beschworen hätten. Herausgekommen ist dabei ganz großes Kino für die Ohren. Anspieltipps: "Magnolia Mountain", "Easy Plateau" und "Let it ride", aber falsch machen kann man bei dieser CD ohnehin nichts.
Cold Roses
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
"Cold Roses" ist ein Doppel-Album. Das Ryan Adams als schon fast krankhaft produktiv gilt wurde ihm in der Vergangenheit schon hinreichend attestiert. Die Diskographien seiner unveröffentlichten Alben und Bootlegs übersteigt mittlerweile die, der regulären Platten, obwohl diese in immer schneller werdende Frequenzen erscheinen. Waren es 2003 mit Rock And Roll" und den beiden EP's Love is Hell Part 1 & 2", die im vergangenen Jahr noch mal kompakt als ein Album auf den Markt kam, noch zwei Alben, die fast zeitgleich erschienen, so sind für 2005 neben Cold Roses" mit Jacksonville" und 29" noch zwei weitere Veröffentlichungen angekündigt.
Angesprochen auf seine schnelle Arbeit im Studio beruft sich Adams gerne auf die Vorgehensweise mit der Bob Dylan Blonde On Blonde" aufnahm: Dylan hatte eine Idee, schickte seine Musiker raus, nach einer Stunde holte er sie wieder rein, zeigte ihnen die Akkordfolge und sagte dem Produzenten es solle die Bandmaschine laufen lassen." So entstand vor drei Jahren sein gefeiertes Album Gold" - alles first Takes"! Auch sonst orientiert sich Adams an den großen Vorbildern aus Country, Folk, Roots und Americana. Die musikalische Referenzen sind auch auf Cold Roses" wieder, neben Dylan, Neil Young und Gram Parsons. Doch trotz der vielen Reminiszenzen hat man bei Ryan Adams zu keinem Moment Zweifel an der Authenzität seiner Songs. Auch die Themen sind nicht unbedingt neu und doch hat man nie das Gefühl, dass er sich wiederholt. Das Leben des Ryan Adams scheint ein einziger Road Trip durch Amerika zu sein, gepflastert von großartigen Songs, die für uns Tagebuch führen. Sie erzählen von gescheiterten Beziehungen, unglücklicher Liebe, Heimweh, Sehnsucht, Lügen, Erinnerungen und vergebenen Chancen. Besang er auf seinen Vorgänger-Alben noch New York oder den Hollywood Blvd, so entführt uns Adams dieses mal an abstraktere, phantastischere Orte, wie in dem Eröffnungssong von Cold Roses", Magnolia Mountain". Von Adams sehnsüchtig vorgetragen im Duett mit der lieblich, schwebenden Stimme von Rachael Yamagata, erinnert der Song an seine frühere Zusammenarbeit mit der bezaubernden Emmylou Harris auf seinem Debüt-Album Heartbreaker". Überhaupt macht es sich vielerorts bemerkbar, dass Ryan Adams sich dieses mal wieder von einer Band unterstützen lässt, den Cardinals, einem fünfköpfigen Ensemble, das dem Album an vielen Stellen stilsicher seinen unverwechselbaren Charme verleiht. So wie beim wunderschönen, Piano begleitetem How Do You Keep Love Alive", einem der wohl schönste Stücke auf Cold Roses". I would have picked for her on the day she was born / She runs through my veins like a long black river / And rattles my cage like a thunderstorm / Oh, my soul / What does it mean to be so sad / Whe someone you love is supposed to make you happy / What do you do / How du you keep love alive" grübelt Adams ohne zu einem nennbaren Ergebnis zu kommen. Um eine unerfüllte Liebe geht es in "Cherry Lane". Der Song beginnt gut gelaunt mit Bottleneck-Guitar, transformiert sich aber am Ende und mündet in ein atemberaubendes, anrührendes Finale in dem Adams sich resignierend eingestehen muss I can never get close enough to you", wieder im Duett mit Yamagata. Von einer zu Ende gehende Beziehung erzählt Sweet Illusions": Let me go, I'm only letting you down / I've got nothing to say anymore". Die erste Single "Let It Ride" ist ein treibender Road-Song und eine weitere Hommage an seine Heimat, wie schon früher in Oh, My Sweet Carolina". Blossom" ist eine melancholische Piano Ballade, If I Am A Stranger"rockt mit Steel Guitar. Das optimistische und lebensbejahende "Life Is Beautiful" stimmt versöhnlich. Am Ende spielt Adams wieder alle Instrumente selbst.
In ein paar Monaten erscheine die nächsten beiden Alben. Hoffentlich genug Zeit für Cold Roses" inzwischen zu wachsen, zu gedeihen und Blüten zu tragen.

Christian Düringer
Americana-Prinz
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
und da ist er wieder, der rainer-maria fassbinder der alternativen musikszene. überbordend-kreativ und unablässig output auf höchstem niveau abfeuernd. fassbinder brachte es in kürzester schaffenszeit auf über 40 filme, von denen nur sehr wenige als für die tonne gedreht" gelten, fast immer zwischen avantgarde und mainstream wandelnd. nichts anderes ist ryan adams. mit seinem 2001er album heartbreaker" wurde er zum prinzen und fackelträger der ach so indepepentiösen musikszene und zum ultimativen singer/songwriter-prinz dazu. dem einzigen dem man das kunststück zutraute den übergroßen schatten der vergangenheit - young, taylor und co - endlich einmal gehörig in den hintern zu treten.
das album gold" sollte ihn nur ein jahr später sogar auf titelblatt-niveau hieven. plötzlich wurde sogar bekannt, dass selbst elton john die musik des amerikaners aus jacksonville, north carolina, erst respektierte, dann schätzte und inzwischen längst vergötterte. und mit einem mal schien ryan das bindeglied zwischen der abgekapselten alternative welt und dem großen mainstream zu werden.
nun, seitdem hat ryan adams in bester bienen-manier jahr für jahr neues material veröffentlicht. material, welches nicht mehr ganz das niveau von heartbreaker" und gold" erreichen konnte und manchem kritiker den vorschlag in den mund legte, den output vielleicht zugunsten einer konstant hohen qualität dann doch eine terz zu drosseln. da jedoch selbst dieses leicht schwächere material summasummarum zu den alternative-highlights des jeweiligen jahres gehörte starben die paar kritischen stimmen einen elendigen tod. und alles, was ryan adams einbüßte war wohl lediglich der status eben jenes bindeglied zum mainstream zu sein. den hat sich nun ja bekanntlich adam green geschnappt. und spätestenes mit cold roses" dürfte es sich ryan adams zumindest mit dem europäischen maintream endgültig verscherzt haben. das wiederum tut jeodch verdammt gut.
schon auf gold" hatte ryan sich klanglich von seinen alten whiskeytown-zeiten verabschiedet war merklich abgewichen vom rauhen americana-sound, den er auch auf heartbreaker" noch elaboriert zur schau gestellt hatte. hinfort mit jeglichen country-attitüden. war er hinübermäandert zu gold" und damit auch zu mehr rock. und den verträgt man ja bekanntlich auch in unseren breiten ganz gut.
mit cold roses" vollzieht er nun jedoch einen back to the roots"-gang par excellence. oder um es etwas bildlicher zu sagen: mister adams hat die schäbige lederjacke eingetauscht gegen ausgetretene boots, einen colt, eine handvoll munition und - für die ganz begriffsstutzigen - auch gegen einen cowboyhut. einen kleinen zumindest.
cold roses" kommt, wie soll es auch anders sein bei adams, als doppel-cd daher, was in der endabrechnung gut achtzig minuten spielzeit zu buche schlagen lässt. wenn man nun noch ins kalkül bringt, dass für den sommer und den spätherbst zwei weitere ryan adams-alben auf dem vö-kalender stehen, dann ist man wieder bei dem output fassbinder'scher prägung angelangt. aber halt auch bei dem inzwischen leicht angegrauten stöhnen der kritiker, die - da sollte man gar nicht drumherum reden - sich mit cold roses" aufs vollste bestätigt fühlen dürften. denn viele songs auf cold roses" gehören zwar zum besten, was ryan adams seit heartbreaker" auf die tonspur bekommen hat und dürften dementsprechend auch den direkten weg in die adams-klassiker-kiste finden (das zumindest stimmlich sehr country-eske cherry lane" beispielsweise), andere songs jedoch hätten beim finalen abmischen locker unterm tisch liegengelassen werden können. herausgekommen wäre dann eventuell eine einzige cd auf durchgehendem spitzen-niveau statt - wie nun - einer doppelten, die viel masse nebst einer ganzen reihe wunderbare höhepunkte in sich trägt. eine diskussion, die jedoch eh verdammt wenig früchte tragen dürfte. denn zu viele legenden von niemals veröffentlichten songs ach so großer songwriter pflastern unser aller weg und machen uns das schlafen, das denken und beizeiten selbst das atmen schwer. und in fast demselben maße nehmen auch unsägliche previous-unreleased-tracks"-compilations den ein oder anderen glänzenden schimmer von vormals unbefleckten künstlern. wie immer man es also macht als musiker, macht man es sowieso falsch.
zurück jedoch zu adams: der wird auf cold roses" zwar von den cardinals ( j.p. bowersock, cindy cashdollar, brad pemberton, catherine popper und singer/songwriterin rachael yamagata) unterstützt - von einer künstlerischen zusammenarbeit kann aber wohl nicht gesprochen und cold roses" somit bedenkenlos bei den anderen adams solo-platten einsortiert werden. was nicht heissen soll, dass nicht auch ein ryan adams von anderen künstlern beeinflusst worden sein dürfte. vor allem der album opener magnolia mountain" erinnert teilweise an beste grateful dead zeiten und liegt mit seinen melancholischen lyrics (if the morning don't come/ will you lie to me?/ will you take me to your bed and lay me down?") und den inzwischen adams-typischen rauen heulern sehr nah am grundgefühl eines box of rain" anno 1970.
und dass der bereits erwähnte back-to-country"-touch von ryan adams mit voller breitseite gefahren wird zeigt vor allem die tatsache, dass mit let it ride" der wohl countryhafteste track zur ersten single-auskopplung gemacht wurde. heulende steel-guitars und fast schon stolz vor sich hergetragene lyrics über tennessee und carolina mischen sich mit einigen fast schon crazy" zu nennenden auswüchsen auf der guitarre, die einen jeden morricone-western hätten schmücken können. da kann das alt." von alt. country" auch ganz gerne mal anschimmeln und abfallen. in der ein oder anderen variation durchzieht genau das im grunde jeden track, dieses lonesome cowboy"-feeling des modernen jedoch leicht orientierungslosen und vor allem tief verletzten mannes, der mit zweifelnder seele einem amerikanischen sierra nevada sonnenuntergang entgegenreitet.
alles in allem ist cold roses" also ein solides, hochqualitatives adams-album, dass jeder americana-fan als das beste adams-album seit heartbreaker" bejubeln werden wird. und auch wer nicht schon bei blosser nennung des begriffs country" von einer ganzen armada infektiöser krankheiten überwuchert wird, wird seine wahre freude haben daran.
großes ur-amerikanisches songwriting halt.- David Wonschewski -
zu größten Teilen klasse
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
"Cold Roses" ist schon allein wegen des Umfangs einen Kauf wert, und wer die 19 Songs einmal gehört hat, wird sie sich garantiert immer wieder anhören. Ein paar nicht so erwähnenswerte Stücke sind durchaus dabei, aber sie sind klar in der Minderheit.
Und bei wie vielen Interpreten musste ich schon jahrelang warten, bis endlich mal wieder ein Album herausgebracht wurde? Ryan Adams hat innerhalb eines Jahres soviel produziert wie andere in 10 Jahren nicht schaffen. Dass das alles auch noch Qualität hat, ist ihm hoch anzurechnen.
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Produkt-Bild: Wide Awake 3 (exklusiv bei Amazon.de)

Wide Awake 3 (exklusiv bei Amazon.de) von Various

Audio CD von Tapete Records (Indigo)
Preis bei Amazon: EUR 12,97

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Wide Awake 3 (exklusiv bei Amazon.de)

Tracks:

  • Ryan Adams - Two
  • Freddy Johnston - Arriving On A Train
  • Ron Sexsmith - Cold Hearted Wind
  • Sparklehorse - Shade And Honey
  • Ezio - Holding You Now
  • Wilco - Leave Me (Like You Found Me)
  • Elliott Smith - Angel In The Snow
  • Anna Ternheim - Today Is Such A Good Day
  • Rufus Wainwright - Going to a Town
  • Lloyd Cole - The Young Idealists
  • Dirk Darmstaedter - We Beat The Drum
  • Tess Wiley - Tenderness And Love
  • Maria Taylor - Small Part Of Me
  • Salim Nourallah - Don't Be Afraid
  • Tom McRae - One Mississippi
  • Keren Ann - Lay Your Head Down (Single Version)
  • Laura Veirs - Through The Glow
  • Men Among Animals - I'm An Architect
  • Damien Rice - Accidental Babies
  • The Elephants - Splinter Song

Aus der Amazon.de-Redaktion


Der November ist ein doofer Nicht-Monat. Die Sonne zieht immer tiefere Bahnen und hat den Restsommer woanders hin geschickt. Das Wetter wird grimmiger, und manchmal möchte man sich mit den Igeln unters Laub kuscheln, um einfach wegzudösen bis bessere Tage kommen und der Regen sich nicht mehr quer in den Wind stellt. Geht natürlich nicht, außerdem verpennen wir so schon ein Drittel unseres Lebens. Da ist es wohl besser, hellwach - wide awake - zu sein, noch mal durch die vergangenen Monate zu streifen, um so einzusammeln, was vergessen, verloren oder gar nicht entdeckt wurde. Wer keine Freunde hat, die einem eine liebevoll zusammen kompiliertes Tape zustecken, der kann sich auch Wide Awake 3 mit unter die Bettdecke nehmen, um mit schönsten Rock zu kuscheln, der gar nichts mit gefühlsduseligem Kuschelrock zu tun hat.
77 Minuten nehmen einen große Namen und solche, die hoffentlich mal größer werden, mit auf eine melancholische Reise durch alternativen Country, Folk, Indie-Pop und gemäßigten Rock. Zwanzig Songs, die sich wie ein angenehm träg dahin fließender, stromschnellenfreier Fluss den Weg von einem Ohr zum anderen bahnen, ohne dabei mit einem leichten Plätschern im Nichts zu versinken. Eintracht herrscht zwischen dem Harburger-Berge-Barde Dirk Darmstaedter und dem ins Leben zurück gefundenen Jeff Tweedy von Wilco. Mark Linkous lässt sein Sparklehorse graziöse Runden drehen, Elliott Smith malt aus dem Jenseits einen „Angel In The Snow“, Rufus Wainwright klingt wieder so wunderbar camp und natürlich beweisen auch die Damen wie Anna Ternheim, Tess Wiley oder Maria Taylor großen Charme. Florian Brettschneyder
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Eine Kundenrezension:

Eine wunderbare Mischung...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Vielen Dank für die 3 Wide awake}s! Durch sie bin ich auf einige interessant klingende Künstler aufmerksam geworden.
Ich kann jedem aufgeschlossenen Musikliebhaber diese CD}s nur wärmstens empfehlen.
Sie machen trübe Herbsttage freundlicher und lenken die Gedanken in andere Richtungen.

Für Herzschmerz, Traurigkeit und Momente des Kummers genauso geeignet wie für Freude, Liebe und Augenblicke des Glücks.

Ich freu mich schon auf die Vierte.
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Produkt-Bild: Demolition

Demolition von Ryan Adams

Audio CD von Mercury (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 3,80

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2002
Zoom ± Produkt-Bild: Demolition

Tracks:

  • Nuclear
  • Hallelujah
  • You Will Always Be The Same
  • Desire
  • Cry On Demand
  • Starting To Hurt
  • She Wants To Play Hearts
  • Tennessee Sucks
  • Dear Chicago
  • Gimme A Sign
  • Tomorrow
  • Chin Up, Cheer Up
  • Jesus (Don't Touch My Baby)

Aus der Amazon.de-Redaktion


Ryan Adams, der Ex-Frontmann von Whiskeytown, sagt von sich, er habe in den letzten Jahren genug Songs für ein vier CDs starkes Box Set geschrieben und aufgenommen -- das 2001 erschienene Album Gold, das Adams nicht nur Kritikerlob, sondern auch den Durchbruch bescherte, gar nicht mitgerechnet. Vernünftigerweise hat sich Adams aber entschieden, das erst einmal zurückzustellen und stattdessen eine Art Best-of-Album mit 13 bisher unveröffentlichten Demos zu präsentieren.
Demolition wurde im Lauf von vier Studiosessions in Nashville, Los Angeles und Stockholm aufgenommen (beteiligt waren neben Adams' Tourband, den "Pinkhearts", auch Gillian Welch, David Rawlings, Ethan Johns, Chris Stills, Bucky Baxter und Greg Leisz) und zeigt, dass Adams' Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist: Brillante und dahingeschluderte Passagen wechseln sich ab. In seinen guten Momenten aber ist Adams eben richtig gut: Der packende Country-Rocker "Hallelujah", die düsteren Akustikballaden "Dear Chicago" und "Tomorrow" und die scheppernde Power-Pop-Nummer "Gimme A Sign" können mit jedem Titel auf Gold mithalten.
Manchmal gleitet Adams allerdings in richtiggehende Imitationen ab, etwa auf "Nuclear" und "Starting To Hurt", die klingen, als hätten sie es nur nicht auf ein U2-Album geschafft. "Tennessee Sucks", das die Stimmung eines ereignislosen Sommertags in Nashville einfängt, klingt unfertig. Das letzte Stück, "Jesus (Don't Touch My Baby)", auf dem Adams leidenschaftslos wie Leonard Cohen singt und für das er Synthesizer, Gitarre und Bass eingespielt und den Drumcomputer programmiert hat, gehört in die Kategorie "gescheiterte Experimente". Insgesamt wirkt Demolition trotz vorhandener Glanzpunkte ein wenig wie Stückwerk. --David Hill
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5 Kundenrezensionen:

Adams bestes Werk bislang
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Was liest man nicht alles über "Demolition". Ein Seitenwerk sei es. Ein Album, das Ryan Adams nur zwischen "Gold" und "Rock'n Roll" eingeschoben habe. Eine Sammlung von Demos, die es nicht auf ein Album geschafft haben.
Einer glücklichen Laune des Schicksals verdanke ich es aber, daß ich diese Platte in die Finger bekam, bevor ich diese Urteile gelesen hatte. Wäre das nicht so herum gelaufen, hätte ich "Demolition" wohl nie gehört. Und ich hätte Ryan Adams bestes Werk versäumt. "Demolition" klingt zwar so ähnlich wie "Demo", aber das ist dann auch schon alles, was an diesem Album an Demos erinnert. "Demolition" ist sowohl musikalisch als auch aufnahmetechnisch ein künstlerisch glasklares und homogenes Werk, das zutiefst befriedigt. Die Tatsache, daß sich Adams zur Abwechslung einmal weniger Alt-Country-lastig, sondern mehr Rock-Singer/Songwriter mäßig zeigt, ist in meinen Augen besonders interessant. Die Lieder sind durchweg hochklassig und entwickeln Track für Track Ohrwurmcharakter. "Nuclear", "Desire", "Cry on Demand" und "Dear Chicago" werden in Adams Werk wohl unsterbliche Highlights bleiben. Ich warte - noch immer - auf einen würdigen Stil-Nachfolger aus Adams Händen.
Langweilig?
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ist "Demolition" ein Experiment? Und wenn Ja, ist es gelungen?
Ich denke, dieses Album ist nur was für Ryan Adams Fans. "Demolition" ist ziehmlich countrylastig, was ja nicht schlecht ist, da die Arrangements halt gut zu den Texten passen.
Sehr hörenswert ist auf jeden Fall der Opener Nuclear und ein paar andere Songs, an den Rest muss man sich erst gewöhnen. Hat man dies geschafft, empfindet man sie nicht mehr als langweilig, denn die meisten Songs sind sehr langsam, sondern man beginnt sie zu mögen.
Ein ansprechendes Booklet mit Songtexten etc. sucht man vergeblich. Also doch ein Experiment? Ich denke ja, und es ist dem Alternative-Country-Meister auch gelungen. Von Mainstream, wie etwa bei "Gold", ist nicht mehr viel zu merken. Allerdings auch nicht von Rock`n Roll und wirklich mitreißenden Balladen. Das Album ist gewöhnungsbedürftig. Deshalb nur 4 von 5 Sternen, für echte Ryan Adams Puristen allerdings auch locker 5 von 5!!!
berührend
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Der Longplayer DEMOLITION ist das beste Beispiel für die Vielseitigkeit Ryan Adams.
Ich habe die Platte Weihnachten 2003 geschenkt bekommen und seitdem begleitet sie mich unentwegt! Diese Platte hat alles was man sich wünscht, Rocknummern wie „Nuclear" und „Starting to hurt", Balladen wie „Cry on demand", „She wants to play hearts" und einfache Popsongs, sowie das unbeschreibliche Grande Final "Jesus don't touch my baby".

Obwohl sie unterschiedlicher wohl kaum sein könnten, ist Ryan Adams neben Devendra Banhart einer der wichtigsten Singer- /Songwriter des 21 Jahrhunderts und das nicht zuletzt auf Grund ihrer unglaublichen Authentizität.
„Cry on demand" ist aus meiner Sicht der Song, der auf dem Album DEMOLITION am meisten heraussticht. Dieses Lied outet Mr. Adams als einen Künstler, der es vermag die menschliche Seele ganz tief zu berühren. Bei diesem Song muss man gar nicht die Eigenschaft besitzen auf Abruf weinen zu können. Das kommt ganz von allein.
Enttäuschend oder weiters Meisterwerk?
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Als ich die Cd des erstemal anhörte machte sich bei mir Enttäschung breit, Nuclear ist ein einfacher Rocksong den man von einer simple Mainstream Rockband erwartet hätte und nicht von Ryan Adams. Aber beim dritten Song angekommen war, war ich wieder gut mit Herrn Adams, denn You Will Always Be The Same ist ein wunderschönes melancholisches Lied, das genau so gut auf den Meisterwerken Heartbreaker und Gold hätte sein können.
Die gesamte Cd kann einen mit billgen Rocksongs (Starting To Hurt, Gimme A Sign) verzweifeln lassen, aber auch wieder Hoffnung schüren mit Lieder wie Dear Chicago und Tomorrow die wirklich wieder zu schön für diese Welt sind. Wenn man bereits Heartbreaker und Gold besitzt ist die Cd kein Pflichtkauf, aber trotzdem empfehlenswert. Besonders wenn man daran denkt, dass es sich hierbei eigentlich nur um die Zusammenstellung von verschiedenen Cd-Aufnahmen handelt die es allein nicht zur Veröffentlichung schafften.
"demolition ist laut, demolition" ist hart"...
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
... und die werbekampagne der plattenfirma ist der letzte mist.
wie, laut? haben die die platte gehört? hart klingt anders. demolition ist schön, demolition ist nett, demolition ist nicht so gut wie "gold" oder "heartbreaker", was nebenbei das wirliche debut von ryan adams ist und nicht, wie in der (sicher sehr teuer gewesenen) werbung behauptet, "gold". adams stagniert auf hohem niveau, ist egal, ist ja gott sei dank nicht der offizielle nachfolger seiner bisherigen veröffentlichungen. trotzdem... "nuclear" ist eine uninspirierte single, gross ist er wie immer in den nichtlauten, unharten balladen, in denen er den rock von anderen rollen lässt und das macht, was er am besten kann: coutry, meinetwegen new country. und dann ist er (mangels alternativen) wirklich der dylan meiner generation, nur ohne die passende generation halt, vgl. sie bitte dazu 1968 mit 2002, und sie wissen, was ich meine. außerdem für alle stonesfans: "song for keith", bonus-cd, letzter track.
fazit: anstelle von "demolition" hätte er mal doch lieber seine coverversionen der "is this it" von den strokes veröffentlichen sollen.
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Produkt-Bild: Heartbreaker

Heartbreaker von Ryan Adams

Audio CD von Cooking VI (Indigo)
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 5,95

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2000
Zoom ± Produkt-Bild: Heartbreaker

Tracks:

  • Argument (With David Rawlings Concerning Morrissey)
  • To Be Young (Is To Be Sad, Is To Be High)
  • My Winding Wheel
  • Amy
  • Oh My Sweet Carolina
  • Bartering Lines
  • Call Me On Your Way Back Home
  • Damn, Sam (I Love A Woman That Rains)
  • Come Pick Me Up
  • To Be The One
  • Why Do They Leave?
  • Shakedown On 9th Street
  • Don't Ask For The Water
  • In My Time Of Need
  • Sweet Lil Gal (23rd/1st)

Aus der Amazon.de-Redaktion


Mit einem Hauch von Robyn Hitchcock in seiner Stimme, ein wenig Steve Earle in seinen Erzählungen und einer Menge von Gram Parson in seinen Kompositionen mit der Fülle seiner Klangwelt und deren Struktur, wächst Ryan Adams mit seinem Solo-Debüt Heartbreaker weit über Whiskeytown hinaus. Abwechselnd rauh, wehmütig, krächzend und ganz einfach gefühlsbetont bringt Adams die besten Seiten einer Top-Band zum Vorschein, zu der auch Gillian Welch, David Rawlings und sogar in einem Gastspiel von Emmylou Harris bei dem zart sehnsüchtigen "Oh My Sweet Caroline" gehören. Nur noch sehr wenig ist der Einfluss des klagenden Sounds aus der Alternativ Country-Szene zu hören. Hier ist ein wesentlich weiter entwickelter Sinn für Strukturen zu finden (die vielstimmigen Gesangspartien bei "Amy" klingen zum Beispiel sehr nach den Beatles) mit dem Einsatz von Glockenspiel und Orgel, die alle auf eine breit angelegte und tief empfundene Klangwelt hindeuten.
Seine sanften Gitarren-Passagen und sein zurückhaltender, weitläufiger Gesang wechseln sich geschickt ab mit einem wuchtigeren Einsatz der Gitarre und einer kehligen Stimme, setzt sich aber niemals über das Konzept einer Band hinweg, das geradewegs aus dem Werk von Parson stammen könnte. Adams stellt klar, dass er die Stelle des Pioniers in der post-alternativen Country-Szene übernehmen möchte -- wenn überhaupt jemals eine solche Stelle zu vergeben ist. --Andy Bartlett
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5 Kundenrezensionen:

Die erste Solo-Scheibe von Ryan Adams
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Ryan Adams, ehemals Frontmann der amerikanischen Roots-Rockband Whiskeytown, hat mit "Heartbreaker" ein beachtliches Solo-Debüt aufgenommen. Die 14 erstklassigen Singer- und Songwriter-Songs faszinieren beim mehrmaligen Hören immer mehr. Nach einer kurzen Diskussion mit seinem Kollegen David Rawlings legt die Band um Sänger und Gitarrist Adams mit dem Midtempo-Rocker "To Be Young (Is To Be Sad, Is To Be High)" so richtig los. Danach kommen klassische Balladen voll zum Zug: "My Winding Wheel", "Amy" oder "Come Pick Me Up" sind voller Intensität und von einfacher Schönheit. Für das Song-Juwel "Oh My Sweet Carolina" steuerte Country-Star Emmylou Harris ihre Stimme bei. Fazit: Wer die gefühlsbetonten Songs des verstorbenen Nick Drake zu seinen Favoriten zählt, kann bei "Heartbreaker" bedenkenlos zugreifen. (Melomane)
Grandioses Solodebüt mit hoher Suchtgefahr
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Vor etwa 2 Jahren kaufte ich diese Platte, ohne je eines ihrer Stücke vorher gehört zu haben - und hab es keine Sekunde bereut. Mit seinem Solodebüt schuf Ryan Adams, der Ex-Frontmann der Alternative Country-Combo Whiskeytown, 15 kleine Meisterwerke, die alle eine eigene Magie ausstrahlen und die direkt zu Herzen gehen. Da es keine wirkliche Niete gibt, muss jeder für sich seine persönlichen Highlights finden. Zu meinem zählen das euphorisch rockig-überbordende "To be young", das entspannte "My Winding Wheel", die Gänsehautballade "Oh my Sweet Carolina" mit Emmilou Harris im Background, die kurze, aber ultimative Mitgrölhyme "Damn, Sam" und das tief berührende "Call me on your way back home" - eines der schönsten und traurigsten Liebeslieder überhaupt, das allein schon den Kauf rechtfertigt.
Wer auf der Suche nach einem herrlich ruhigem, aber dennoch begeisterndem Album voller hervorragender Lyrics, toller Instrumentierung (die immer wieder auftauchenden, wehmütigen Mundharmonikapassagen etwa oder das spärliche Klavierspiel bei der Monsterballade "Sweet Lil Gal" sind der Hammer) und einem unheimlich charismatischem Sänger ist, der kann bedenkenlos zugreifen.
Der perfekte Soundtrack für lange, lauschige Sommernächte, aber auch für tiefschwarze, einsame Nächte. Ein Meisterwerk eben.
Richtungsweisend und maßstabsetzend
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es war im Jahr 2000. Ich kannte nur ein einziges Ryan Adams-Lied:"Oh my sweet Carolina". Das genügte. Da musste ich gleich die ganze CD haben. Und dann die nächste, und die übernächste, und die danach.
Und außerdem musste ich "Heartbreaker" weiterempfehlen. Ich lieh sie einem Kollegen, dessen feinen Musikgeschmack ich bereits erfühlte. Er gab sie mir am nächsten Tag zurück mit den Worten: "Das ist das Beste, was ich seit Jahren gehört hab."
Muss ich noch mehr sagen ? Nein. Greifen Sie einfach zu, hören Sie die wunderbar melancholischen Gitarren- und Piano-Balladen, und stellen Sie fest, dass alle Leute Recht haben, wenn sie Ryan Adams in eine eigene Songwriter-Liga stecken wollen.
Mit der Kraft der Verzweifelung
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
'Heartbreaker' lautet der Titel von Ryan Adams oftmals übersehenen Debütwerk. Das im Jahre 2000 erschienene Album steht zumeist im Schatten späterer Alben wie 'Gold' oder 'Love is Hell'. Doch dass sich mehr als nur ein Blick auf diese früheste LP des Songschreibers lohnt, möchte ich Ihnen hier darlegen.
Gegenüber den später veröffentlichten, zunehmend Rock-lastigen Alben bildet 'Hearbreaker' fast schon einen Gegenpart. Dieses ist das mit Abstand ruhigste Album und ist dem Genre nach am meisten in der Sparte Country einzuordnen.
'Heartbreaker' öffnet mit einem netten, lustigen Intro, dass den Streit über einen Morrissey-Song dokumentiert und startet dann mit 'To be young (is to be sad, is to be high)' quasi durch. Denn dieser Track ist bereits das Rockigste, was man auf der Platte finden kann (vielleicht noch abgesehen von 'Shakedown on 9th Street').
Nach diesem versetzten Opener verringert sich die Lautstärke merklich und es eröffnet sich der wahre Charakter dieser LP. Mit 'My Winding Wheel' geht es ganz tief in die Country-Gefilde, doch keine Angst: im weiteren Verlauf der Platte sind es nur noch die Instrumente, die an Adams musikalische Heimstätte erinnert.
Ansonsten bietet der US-Amerikaner herrlichste Stücke nach bester Songwriter-Manier. Herrlich bedeutet hier: zerbrechlich, labil, verzweifelt und endlos traurig. Denn genau so fühlen sich die Lieder an. Herauszuheben ist da kaum ein Song, weil Adams überall mit der gleichen Intensität eines liebeshungrigen, aber tiefverzweifelten Mannes singt.
Eine der schönsten Stellen ist sicher der Beginn von 'Call Me on Your Way back Home', wenn Adams hörbar durch die Nase ausatmet, als wiche die letzte Lebenslust aus seiner Lunge, bevor er ansetzt: "Oh Baby, why / do I miss you like I do?" Ebenfalls als wunderschön erachte ich die Stelle in selbigem Song, wenn die Mundharmonika einsetzt, oder wenn der Song 'Damn, Sam (I love a Woman that rains)' ausklingt und in passendem Rythmus anschließend 'Come Pick Me Up' einsetzt. Adams arbeitet sich durch die komplette Thematik der gescheiterten Liebe und lässt dabei kein noch so bitteres Kapitel aus. Immer dabei ist eine herzzerreißende Mundharmonika und den Sinn des Lebens und Liebens anzweifelnde Verse. Der Long Player endet schließlich mit dem verstörenden, weil im Verhältnis zu den vorherigen Songs einzigartig instrumentalisierten 'Sweet lil Gal (23rd/1st)'.
Man mag behaupten, dass die Songs allesamt gleich klingen, dass das Album penetrant langweilig gerät, wenn man die ersten fünf oder sechs Songs gehört hat. Doch lege ich diesen Menschen herzlichst nahe, auf den nächsten Abend zu warten, für einen kurzen, erfrischenden Sommerregen zu sorgen, das Zimmerfenster zu öffnen, die Platte einzulegen und sich abwechselnd ans Fenster zu stellen oder sich auf den Fußboden zu legen, die Augen zur Decke zu richten. Die Platte wird tief ins Herz hinein greifen.
Für 'Heartbreaker' muss man sich rund 52 Minuten Zeit zu einer ruhigen, ungestörten Stunde nehmen, der Rest kommt von alleine. Dieses Album bedeutet Leiden und Sterben, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, kurz: es ist für die Menschen unter uns, die mit gebrochenem Herz leben und es bricht die Herzen aller anderen Menschen, sei es auch nur für die Länge dieses Platte. Hier ist Tiefgang und Nachtschwärze und Gänsehaut, viel viel Gänsehaut, wenn ein sanftes 'Don't ask for the Water' erklingt, dass man widerstandslos in sich kommen lassen muss, denn würde man es berühren, zerbräche es. Dieses Album ist unantastbar, da es schon längst in einem steckt. Eines der Alben, bei denen man weinen kann, denn es ist immerhin die eigene Seele, die dabei zertrümmert und notdürftig wieder zusammengeflickt wird.
Fast ein Meisterwerk!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ironischerweise war Heartbreaker das letzte Album meiner Ryan-Adams-Sammlung. Angefangen habe ich wie sicherlich viele mit "Gold" welches wohl unerreicht bleiben wird und aus meiner Sicht ein Jahrhundertwerk darstellt. "Heartbreaker" ist weniger rockig als das mäßige "Rock'n'Roll" und auch nicht so fröhlig wie zum Beispiel "Gold". Hier dominieren eindeutig die ruhigen und traurigen Stücke. Melodie und Gesang sind wie immer extrem einfallsreich - Texte kreativ und emotional.
Aber Rayn Adams kann man nicht analytisch zerlegen und beurteilen, wie somanchen Pop-Star. Das Ausnahmetalent spielt sowieso in seiner ganz eigenen Liga!
Anspieltip: "Oh, my sweet Carolina"
BTW: Den letzten Track finde ich einfach unerträglich - es ist einfach nicht schön "Sweet Lil Gal" zuzuhören. Danach möchte man sich am liebsten erschießen...;)
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