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Produkt-Bild: Disintegration

Disintegration von the Cure

Audio CD von Fiction (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 6,97, Angebote ab EUR 1,47

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 1989
Zoom ± Produkt-Bild: Disintegration

Tracks:

  • Plainsong
  • Pictures of You
  • Closedown
  • Love Song
  • Last Dance
  • Lullaby
  • Fascination Street
  • Prayers For Rain
  • The Same Deep Water As You
  • Disintegration
  • Homesick
  • Untitled

Produktbeschreibung


DISINTEGRATION

Aus der Amazon.de-Redaktion


'Schon wieder die Deluxe Edition eines Meisterwerkes' könnte man sich denken, würde es sich nicht um das 89er-Album Disintegration von The Cure handeln, der britischen Institution in Sachen exzessiver Düsternis und ihrem seinerzeit achten Studioalbum, das bis heute mit Fug und Recht den Status eines musikalischen Meilensteins beansprucht. Auflösung, Aufspaltung, Zerstückelung, Zertrümmerung und Zerfall: all das steht im Deutschen für den Begriff Disintegration und ist richtungsweisend für die Songs eines legendären Albums, das nicht Resultat gewiefter Marketingstrategen der Musikindustrie war, sondern seinen Ursprung hatte, in Robert Smiths ganz persönlichem Höllenritt durchs Fegefeuer von Einsamkeit, Verlassenheit und drohendem Scheitern. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet dieses Album zu einem der erfolgreichsten in der Bandgeschichte von The Cure avancierte, obgleich ihr die Plattenfirma vor 21 Jahren von "kommerziellem Selbstmord" prognostizierte. Eine krasse Fehleinschätzung in Anbetracht von Songs wie "Lullaby", "Fascination Street", "Lovesong" und "Pictures Of You", die allesamt zu Hits wurden. Die aktuelle Wiederveröffentlichung von Disintegration als Deluxe Edition hat erfreulicherweise nichts mit gängigen Digital-Remaster-Versionen zu tun, die mit unerreichtem Hörgenuss werben, letztlich jedoch nur bedingt überzeugen, weil uns das pappige Original oft schon allein der persönlichen Erinnerungen wegen näher ist, als die klanglich perfekte Neuauflage. Nicht so bei der Disintegration Deluxe Edition, deren hervorragende klangliche Restaurierung nur ein Aspekt von vielen anderen ist, die dieses Neuausgabe zu einem unbedingten "Must have" machen. Außer dem Originalalbum befinden sich noch zwei weitere CDs in der Box, eine davon mit Demo-Material und Rough-Mixen, sowie eine dritte mit dem Album Entreat, seinerzeit streng limitiert und für Wohltätigkeitszwecke konzipiert. Es enthält eine komplette Live-Version von Disintegration, aufgenommen 1989 während der "Prayer Tour" an drei Abenden in der Londoner Wembley Arena. Von Robert Smith persönlich neu überarbeitet und zusammengestellt, gewährt die Disintegration Deluxe Edition faszinierende Einblicke in die Arbeitsprozesse von The Cure auf ihrer Gratwanderung zwischen Punk, Wave, Pop und Elektronik und macht damit erstmals die Entstehung von Disintegration sinnlich erfahrbar. - Andreas Schultz
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Ein glitzerndes Spinnennetz
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich versuche die Rezension kurz zu halten:
Jeder einzelne Song ist wie eine bittersüße Praline oder eine kalt schimmernde Perle versunken im grünschlammigen Meeresgrund, wenn Sie es poetisch mögen. Smiths unverwechselbare Stimme und todessehnsüchtiger Poesie verpackt in träumerischen Klängen aus der dunklen Ferne. Ein dicht gewebtes, glitzerndes Spinnennetz aus bezaubernder Musik, in einer Welt, in der jeder Atem rasselt wie zwanzing Weihnachtsglöcken und jede Silbe in einer entrückten Melodie verloren geht.

Manche Alben sind eindeutig hörenswert. Andere sind großartig, ein Must Listen. Einige wenige sind etwas ganz, ganz Besonderes. "Disintegration" gehört dazu.
Hörtipps: Lovesong, Lullaby, Last dance, Fascination Street, The same deep water as you, Disintegration
Mein liebstes musikalisches Antidepressivum
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wenn mal graue Wolken leise über mein Gemüt ziehen und ich in eine kurzzeitige Melancholie verfalle, schaue ich mir entweder gezielt ausgewählte Filme an (meistens Dramen, in denen viel Rotz und Wasser geheult wird) oder lausche schönen, traurigen Klängen zu, also gar nicht erst der Versuch irgendwelche Komödien oder lustige Schlagerlieder (Oh Gott, niemals!) zu konsumieren, lieber das sehen und hören, was man selber zum Zeitpunkt empfindet, das funktioniert immer noch ganz gut bei mir.

Es gibt so viele fantastische und meisterliche Aufnahmen, neben RADIOHEAD 'OK Computer', BJÖRK 'Vespertine', INTERPOL 'Antics', SIGUR ROS -( )- oder NINE INCH NAILS 'The Fragile', ist 'Disintergration' von THE CURE mein liebstes musikalisches Antidepressivum, es ist auch nebenbei gesagt mein Lieblings-Album Aller Zeiten, "Kiss Me, Kiss Me, Kiss Me" ist aber auch super.
Es fing damals mit der Ausstrahlung des genialen "Lullaby" Musikvideos an, wie gut ich mich noch daran erinnern kann! Es muss ein Sonntag (beim Kaffeekränzchen) gewesen sein, meine Oma war von den ganzen Spinnen und Smiths gothischer Erscheinung so ziemlich angeekelt und drohte in Ohnmacht zu fallen :-) Ich dagegen war sowohl von der tollen Musik fasziniert, als auch natürlich von der visuellen Umsetzung, auch wenn Robert Smith mir damals etwas unheimlich vorkam (ich war wohl damals keine 10 Jahre alt).

Der Sound der Band ist einzigartig, die offensichtliche Schwermut dieses Meisterwerks berührt mich immer wieder aufs Neue, Smiths Gesang ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack, ich finde aber hier passt alles wunderbar und perfekt zusammen.

Es ist auch mal erfreulich, egal ob im Radio oder in der Indie-Disco, wenn nicht immer nur "Boys Don't Cry" gespielt wird, da diese Band einen riesigen Fundus an großartigen Songs vorzuweisen hat, einige Klassiker sind auch auf diesem 1989-Longplayer vertreten, wie z.B. "Pictures Of You", "Lovesong", "The Same Deep Water As You" und natürlich "Fascination Street".

Ich habe gelesen, dass Ihre Plattenfirma bei der Veröffentlichung dieser Platte The Cure damals vor dem "kommerziellen Selbstmord" gewarnt hat. Und was war? Bis dato ist 'Disintergration' ihr meistverkauftes Album. Ein wahrhaftig betörendes "Heilmittel".
Wenn alles zerfällt...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wenn alles gesagt ist, wenn man alles gehört und gesehen hat, alles den Bach runtergegangen ist und keine Chance auf irgendwas mehr besteht; wenn man bis zum letzten großen Verständnis aller Lebenszusammenhänge vorgedrungen ist - dann kann man immer noch "Disintegration" einlegen und sich fassungslos wundern: Wie haben die das damals bloß hingekriegt, diese genialen Bastarde von The Cure ?
Laut hören und genießen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Sitze auf dem Sofa und höre die Platte zum x-ten Male seit ich Sie vor zwei Wochen erhalten habe. Es wird und wird nicht langweilig. Das ist eine der wenigen CDs, die ich gerne ganz durch höre ohne einzelne nicht gelungene Stücke zu überspringen. Elektro-Musik und das etwas Melancholische muss man allerdings mögen! Auf jeden Fall Zeit nehmen, laut hören und genießen. Ansonsten kann ich den vielen positiven, fachlich tiefgreiferenden Bewertungen nur zustimmen.
Sie kommen wieder, die regnerischen Tage und damit die Disintegration
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Jetzt, wo es wieder soweit ist - die Tage werden kürzer, es regnet und es wird kälter - hole ich wie jedes Jahr die Disintegration hervor.

Für mich ist das schon fast ein Ritual.
Die CD hören wenn es draußen naßkalt ist, wenn es regnet, wenn der Nebel immer dichter wird, wenn es dunkel ist.

Disintegration ist für mich das ausgereifteste und vor allem dichteste Album der Gruppe, ich kenne und habe alle Alben von Cure und keine kommt für mich von der Stimmung her an dieses Album ran (meine Meinung, Andere mögen das anders sehen).
Jedes Lied ist einzeln für sich eine kleine Perle, doch zusammen auf dem Album funktionieren sie perfekt.
Kein "Best Of" kann diese Stimmung des gesamten Albums einfangen, denn man muss es komplett hören, von Anfang bis Ende (am besten wirkt es wenn obiges zutrifft ;) ).

Das Melancholische, die Schwermut die mit dem Album verbunden ist hat für mich nix bedrückendes, im Gegenteil. Es befreit ungemein, wenn man den letzten Song gehört hat und das Album zuende ist. Man mag meinen, eine ganze Last fällt von einem ab, es baut einen auf und zieht nicht runter.
Ich kann es schlecht beschreiben, es ist halt extrem emotionsgeladen. Und genau DAS macht es für mich zu einem der wichtigsten Alben die ich besitze, generell.

Ich für mich kann dieses Album z.B. nicht im Sommer hören. Daher hole ich es immer dann raus, wenn es wie oben beschrieben eine einzigartige Atmosphäre hat. Dann entfaltet sich das Album erst richtig, dann hat es diese einzigartige Stimmung.
Die Lieder einzeln bewerten mag ich gar nicht, da ich es für mich als eine Einheit ansehe. Auch denke ich, wurde dazu schon genug geschrieben.
Wer aber melancholische Musik mag, dem lege ich diese Album ans Herz.
Ohne Zweifel eines der wichtigsten Alben aller Zeiten für mich.

btw. Ich schreibe extra nix zum Thema "Darkwave / Gothik / Todesgedanken" etc. da das IMHO dem Album nicht gerecht wird. Das wäre einfach zu plakativ und würde die Atmosphäre und Breite des Albums schmälern.
Und ich als "Dunkler" höre viele andere Sachen auch, von daher ist diese Schubladendenke einfach nur Käse. Toleranz sollten auch die "Grufties" kennen und können. ;)
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Produkt-Bild: Ark

Ark von Brendan Perry

Audio CD von Cooking Vi (Indigo)
Preis bei Amazon: EUR 13,99, Angebote ab EUR 12,29

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juni 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Ark

Tracks:

  • Babylon
  • The Bogus Man
  • Wintersun
  • Utopia
  • Inferno
  • This Boy
  • The Devil And The Deep Blue Sea
  • Crescent

5 Kundenrezensionen:

Das Beste seit "Into the Labyrinth"
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Brendan Perry überhaupt noch ein Soloalbum veröffentliche, hielt ich schon für fast unwahrscheinlich. Das es dann noch ein komplett anderes werden würde als Eye oft he hunter hätte ich nie geglaubt. Ark hatte alle meine Erwartungen mehr als nur übertroffen. Schon nach den ersten Klängen von Babylon war klar, das hier ein heißer Anwärter auf das Album des Jahres seine Runden in meinen CD-Player drehte.
Die Namen Lisa Gerrard und Brendan Perry sind untrennbar mit dem Namen Dead Can Dance verbunden. Während Lisa Gerrard immer sinfonischere Musik zelebriert, treibt Brendan Perry mit diesem Album den alten DCD Fans die Freudentränen aus den Augen. Seit Into the labyrinth ist nichts vergleichbares aus dem Hause Gerrard/Perry erschienen. Am ehesten kommt da für mich noch Duality von Gerrard heran. Für mich hat Ark die Qualität eines Dead Can Dances Albums. Es ist einfach genial. Was einem an Sounds und Samples um die Ohren gehauen wird, ist schlichtweg, um es in einfachen Worten auszudrücken, der Hammer!
Babylon startet sehr orchestral, steigert sich durch den Einsatz diverser Perkussionsinstrumenten und dem Hinzufügen orientalisch anmutender Klänge zu dem eigentlich typischen Dead Can Dance Sound. Bogus Man beginnt mit elektronischen Samples und das ganze Lied hindurch ist eine zurückhaltende Instrumentierung zu hören. Das dritte Lied Wintersun wird wie eigentlich alle Lieder durch die prägnante Stimme Perrys geprägt. Es ist am ehesten mit dem Vorgänger Eye of the hunter zu vergleichen. Die Percussion und Gitarren sind sparsam instrumentiert und erreichen so einen eindringlicheren Sound. So geht es hinüber zu Utopia, deren stärkste Wirkung die einsetzenden Streichersamples zeigen. Inferno beginnt mit diesem für mich typischen KlingKlang eines Dead Can Dance Songs. So als würde Lisa Gerrard im Hintergrund agieren. In der Mitte kommen dann wieder Streicher zum Einsatz. Dadurch gewinnt dieser Song ein wenig an Tempo. This Boy steht ganz in der Tradition der durch Perrys Stimme geprägten Songs. Nur wenig Instrumente und die schön im Hintergrund halten. Das erzielt eine Wirkung, die ungleich intensiver ist. Man muss nicht immer im Bombast schwelgen. The devil and the deep blue sea ist für mich der krönende Höhepunkt des Albums. Ganz langsam steigert Perry hier den Einsatz der Instrumente und des Tempos. Man ahnt, dass etwas passieren wird, ähnlich wie bei einem nahendem Gewitter. Und Crescent ist der würdige Abschluss eines genialen Albums.
Vielleicht vollenden Gerrard und Perry, was sie 1997, aus welchem Grunde auch immer, beendeten. Ark lässt hoffen, denn Perry beweist, dass es durchaus möglich ist. Das Universum Dead Can Dance kann noch um einige Facetten angereichert werden. Die beiden sind und bleiben Ausnahmekünstler.
Diese acht Songs sind für die Ewigkeit geschaffen und verdienen mehr als nur die fünf Punkte. Ein Muss für alle Fans.
Meisterwerk
5 Punkte 5 von 5 Punkten
11 Jahre sind jetzt vergangen seit Perry's introvertiert melancholischem Solo-Debüt. Persönlich überrascht mich der neue Ark Stil weniger als damals Eye of the Hunter, hört man doch wieder mehr Dead can Dance heraus. Insgesamt werden acht brandneue Songs geboten. Zwar wurden Babylon und Crescent bereits auf den inoffiziellen und limitierten Mitschnitten der 2005er Reunion Tour gebracht, allerdings handelt es sich bei diesem Release um die erste offizielle Veröffentlichung.

Statt in persönliche Gefühlswelten abzutauchen wird diesmal knallhart mit den Missständen der modernen Menschheit abgerechnet. "Manipulator, corrupt curator, of human lives. Sycophantic, cold-blooded reptilian" wirft er der politischen Klasse beispielsweise an den Kopf. Ark thematisiert aber ebenso die wachsende Isolation und Distanz des Individuums in einer sich zunehmend vernetzenden Gesellschaft. "The more I see the less I care, for all the people down there" spielt er beispielsweise auf die Abstumpfung durch die Medien an. Nicht minder düster und unerfreut ist die musikalische Untermalung. Sehr langsam, fast bedrohlich ist das Album. Die tiefen, kalten Bässe könnten so fast von einer Bohren Scheibe kommen. Synthetische Klänge spiegeln Schmerz, Ohnmacht und Entfremdung von der Gesellschaft wieder, ohne dabei in sentimentalen Kitsch abzurutschen. Da möchte man es fast symbolisch sehen, dass Perry das Album mit dem positiven Crescent ausklingen lässt, das übrigens in einer hervorragenden neuen Version vorliegt. Zwar ist Ark tatsächlich ein elektronisches Album, allerdings wurde zum Glück nicht auf klassische Instrumentalisierung verzichtet. So gibt es beispielsweise wieder exzellente Perkussionsklänge oder das berühmte, für Dead can Dance fast stilbildende chinesische Hackbrett zu hören.
Obwohl alle Songs von ausgezeichneter Qualität sind, gefallen mir Inferno, This Boy, The Bogus Man und Crescent besonders gut. Insgesamt ein Album das mir musikalisch aus der Seele spricht.
Und doch eine betörend-hypnotische Platte!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Vorweg sei gesagt, daß das neue Album des ex-Dead Can Dance Mitstreiters auf jeden Fall mehrere Hördurchgänge voraussetzt, um ganzheitlich erschlossen zu werden. Denn Brendan Perry schlägt wieder einen musikalischen Haken, der sich von seinem ersten Solowerk "Eye of the hunter" deutlicher nicht unterscheiden kann. War die erste Soloplatte noch akustischer Zeitlupenfolk der ganz besonderen Art, so ist "Ark" eine fast rein elektronische Scheibe geworden, die dem Hörer vorallem eines abverlangt - konzentriert zuhören und sich fallenlassen.
Perry ist und bleibt zunächsteinmal ein Kritiker der Menschheit. Doch die Texte seiner neuen Songs sind dieses Mal auch politischer Natur, und das auf extrem deutliche und unverschlüsselte Art und Weise. Hier findet keine Dylan'sche Kryptografie statt, sondern Perry bezieht glasklar Stellung gegen Krieg, Manipulation und die Politik an sich.
Verpackt hat der Besitzer einer Kirche in Irland diese Texte in klangauftürmende Elektromusik, die von der ersten Sekunde an betört. Der Opener "Babylon" ist Gänsehaut pur und zählt zu den emotionalsten Kompositionen Perrys überhaupt. Hier strahlt die Erhabenheit frühere Dead Can Dance Songs à la "Ulysses" durch. Die Percussion und die aufwühlenden Keyboards tragen ihr eigenes dazu bei.
Doch dann kommt es für Fans alter DCD Scheiben knüppeldick! "The Bogus Man" ist eigentlich Trip Hop reinsten Wasser und punktet mit einem pumpend-düsteren Beat und schicksalhaften Sampelchören. Perrys Stimmer jedoch wieder ist der vertraute Bekannte, der jeden Hörer bannt.
"Wintersun" setzt das Experiment des australischen Iren fort, in dem es nach einer langen Phase ohne Beat und nur basierend auf dunklen Keyboardlinies durch den Rhythmus des Computers eine ganz andere Farbe bekommt. Ob das dem Song gut tut oder in zerstört, ist tatsächlich Ansichtssache.
"Utopia" hatte Perry als Vorab-Appetizer schon im Netz veröffentlicht und für das Album nur am Songende leicht verändert. Dieser Song ist, wenn auch nicht der beste, aber dennoch der gelungenste der Platte, da er sehr schlüssig das Konzept des Albums vermittelt und dabei immer eingängig bleibt.
Inferno dagegen ist auch nach mehrmaligem Hören als schwächster Song zu bezeichnen. Nicht nur, daß der plakative Text über die negative Allmacht des Fernsehens oberflächlich und veraltet wirkt, sondern die teils eingestreuten Beats zerstören den Fluß der Atmosphäre und lassen das Lied unschlüssig wirken.
Doch "This Boy" macht fast alles wieder wett. Eine massiv- düstere Elegie über den Krieg ist dem Sänger hier gelungen, die bedrohlich und traurig wirkt, die keine Hoffnung aufkeimen läßt, die nur verbrannte Erde zeigt. Nur Schlagzeug und wenige Keyboardspuren begleiten Perry und zeigen, daß weniger mehr ist. Freunde von "Eye of the hunter" wird der Song bannen.
"The devil and the deep blue sea" ist meiner Meinung nach ein dermaßen gelungener Song, der aber auch aufzeigt, daß Perry Experiment ein schmaler Grat ist. Das Lied wird von einem tranceartigen Beat dominiert, den man sicher auch hassen kann. Aber das Lied bekommt dadurch einen hypnotischen Fluß, daß man sogar tanzen kann. Perry singt auch hier wieder gar brillant und trägt die Stimmung perfekt zum Hörer.
Zum Schluß gibt es, wie nicht anders zu erwarten, einen überlangen und dunklen Song à la Brendan Perry. Und "Crescent" fängt einfach gut an. Wenige Keyboards umhüllen Perry und seinen kryptischen Text. Doch die kurze Zeit später einsetzende, arabische Percussion paßt irgendwie nicht so recht. Und dann müssen auch noch diverse exotische Zupfinstrumente herhalten, die dem Song nun gänzlich ihre Wirkung nehmen. Auch hier wäre weniger mehr gewesen, zumal der Text diese Überfrachtung überhaupt nicht verträgt.
Doch insgesamt hat Perry eine der besten Veröffentlichungen des Jahres abgeliefert, die jederzeit ungewöhnlich ist und oft einfach nur genial klingt!
Gut und glatt!
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ich habe Brendan Perry Pfingsten beim WGT in Leipzig erlebt und fand sein Konzert super. Allerdings war die Setlist ein Querschnitt seines Schaffens, sogar "A Passage in Time" von der ersten DCD gab es zu hören. Nach dem Konzert habe ich mir gleich die handsignierte "Ark"-CD gekauft. Zu hause eingelegt, war ich erstmal begeistert von der erstklassigen Produktion. Leider war die Spannung recht schnell raus, um nicht zusagen, es langweilt etwas. Irgendwie ist mir die Platte zu poppig. Trotzdem ist Brendan Perry ein großartiger Sänger und live ein Erlebnis. Dafür 4 Sterne! Mein Tipp: Wer sie noch nicht hat, kauft lieber "Eye of the Hunter".
Bravo, Brendan!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Nach über 10 Jahren meldet sich "der alte Punker" endlich (!) mit der von ihm gewohnt melancholisch-tiefgründigen Art zurück.
Er begeistert und bewegt auf ganzer Linie, egal ob beim Liveauftritt und erst recht mit seinem neuen Album.
Kennern mag Brendans Hinwendung zu synthetischen Sounds nicht wirklich überraschen und manch einem von ihnen dürfen diese neuen Sounds ruhig auch gewöhnungbedürftig erscheinen, doch (jüngere) Neuentdecker haben sicher weniger Berührungsängste und finden schnell Gefallen an Brendans wunderbaren Klangkandschaften und tiefgründigen Texten.
Auch wenn seine Lieder zeitkritisch erscheinen und viele negative Aspekte unseres Daseins thematisieren, drohen sie doch nie elegisch zu werden, sondern verströmen durch ihren fast hypnotischen Sound und ihre besondere Atmosphäre Hoffnung und Zuversicht.

Das Klappcover hätte vielleicht etwas fantasievoller gestaltet werden können, auch vermisse ich ein Booklet mit Songtexten oder Backgroundinfos. Schade, doch dieses kleine Manko macht der musikalische Inhalt mehr als wett!

"Ark" ist für mich in jeder Hinsicht ein kleines Meisterwerk, das auch nach dem *.zigsten mal hören fesselt und fasziniert.
Bravo, Brendan!
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Stop Making Sense

Stop Making Sense von Talking Heads

Audio CD von EMI Catalo (EMI)
Preis bei Amazon: EUR 12,99, Angebote ab EUR 3,68

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 1999
Zoom ± Produkt-Bild: Stop Making Sense

Tracks:

  • Psycho Killer
  • Heaven
  • Thank You For Sending Me An Angel
  • Found A Job
  • Slippery People
  • Burning Down The House
  • Life During Wartime
  • Making Flippy Floppy
  • Swamp
  • What A Day That Was
  • Naive Melody (This Must Be The Place)
  • Once In A Lifetime
  • Genius Of Love
  • Girlfriend Is Better
  • Take Me To The River
  • Crosseyed And Painless

Produktbeschreibung


STOP MAKING SENSE

Aus der Amazon.de-Redaktion


Der Soundtrack Stop Making Sense, des Dokumentarfilms von Jonathan Demme, zeigt die Talking Heads live auf ihrer 1984er Tournee; es sollte ihre letzte große Tournee sein. Die Collection, und der Film, sind ein echtes Geschenk für die Fans der Band -- und Zeugnis ihres außergewöhnlichen Talentes, sowohl im Studio als auch besonders auf der Bühne. Einzigartig, wie Frontmann David Byrne, der auf einer New Yorker Schule in den späten 70ern Kunst studierte, jedes Stück zum energiegeladenen Drama macht. Tracks wie "Psycho Killer", "Girlfriend Is Better", "Once in a Lifetime", "Take Me to the River" und "Burning Down the House" -- die allesamt inzwischen Klassiker sind -- haben nie besser geklungen, als auf dieser Sammlung. --Lorry Fleming
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Die volle Dröhnung
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Intellektuell Ambitionierte bekommen keine richtig guten Alben zustande? Wieder mal so ein Gemeinplatz, den die Talking Heads nicht als erste Band widerlegen. Aber sie haben ihn selten eindrücklich widerlegt, mit "Stop Making Sense", ob mit dem Konzert oder der ehedem gekürzten LP. Und jetzt gibt's endlich das fast komplette Konzert auf CD... Also schnell nachgeprüft, ob die wirklich so gut waren, wie man's in Erinnerung hat, oder ob sich damals wieder mal die relative Jugend (naja...) beeindrucken ließ. Ergebnis: Die waren ja noch besser! Dieses Album ist einfach Spitzenklasse, ein formvollendeter Schlussstrich unter New Wave, veredeltem Punk, Funk und einem ganz zarten Hauch von Soul. Nach diesem Gipfel musste es einfach bergab gehen mit diesem Stil.

Oft schnörkellos bis hin zur musikalischen Definition von "gezügelter Aggression", mit vielen Beweisen, dass eine banale Rhythmusmaschine aberwitzige Rhythmuswechsel erlaubt. Oft wird mit minimalem Einsatz der Technik maximaler Effekt erzielt -- allein schon der allererste Anfang, die ersten Takte von "Psycho Killer", fegen jeden Zweifel hinweg. Kaltschnäuzig, das musikalische Pendant zugemüllter düsterer Großstadtstraßen, die man nachts lieber nicht betreten sollte. Dazwischen fugenlos "Heaven", eine vergleichsweise ruhige Ballade; und kleinere Durchhänger, die sich aber locker verkraften lassen.
Der Akzent liegt auf hyperaktivem Rhythmus, Bass- und E-Gitarre im Stakkato, David Byrnes Gesang in Vorwegnahme späterer Rap-Größen. Immer im letzten Moment kriegt er doch noch den scheinbar schon entwischten Rhythmus am Kragen und erzeugt mit diesen atemlosen Synkopen eine ganz eigene, fast schon paranoide Stimmung, unverkennbar unter Hunderten. Will sagen: "fast paranoid" -- immer unter Kontrolle, immer mit ironisch auf Abstand gehaltener Melodie und mit musikalischem Sarkasmus, ob im Text oder in der Musik.
Gitarren, die sich gnadenlos mit einer perfekt schlichten Tonfolge in den Song hineinpirschen, daraus präzise Melodielinien entwickeln und dann unvermittelt das Kommando übernehmen, und dazwischen wird schon mal die US-Nationalhymne zitiert ("Making Flippy Floppy"). "Burning Down the House" und "Life during Wartime" wurden nicht zufällig Klassiker der späten 80er, und deren gibt's auf diesem Album eine ganze Reihe: "Burning Down the House" und "Slippery People" natürlich, dazu "Psycho Killer", "Life during Wartime", "Swamp", "What a Day That Was", "Once in a Lifetime", "Girlfriend is Better"...
Über all dem thront David Byrnes Stimme, die wie kein zweiter haargenau jenen Großstadt-Zynismus verströmt, der sich auch durch seine Texte zieht. Man muss nur "Swamp" und seinen bedrohlich schleppendem Rhythmus mit geschlossenen Augen hören, und schon hat man einen ins 22. Jahrhundert gebeamten "Schwarze Serie"-Krimi vor Augen mit einem Hardboiled-Detektiv, mit dem verglichen Humphrey Bogart und James Cagney wie Sonntagsprediger daherkämen. Präzise Paranoia, düster, klug und bis ins letzte Detail ausgefuchst ohne intellektuelles Gehabe; unerbittlicher Rhythmus in einem Tempo, von dem Eminem spätesten beim dritten Song Asthma bekäme.
Dieser bis in seine verborgensten Winkel ausgeleuchtete Minimalismus zieht sich durchs ganze Album, aber eintönig wird's nie, auch nicht in der neuen vollen Dröhnung.

Nein, nix Seelenvolles, keine Melancholie. So könnte sich die perfekt inszenierte Apokalypse anhören, sollte sie in einem desillusionierten "Metropolis" der Zukunft stattfinden. Das wäre dann die verlockendste Apokalypse, seit es heruntergewirtschaftete Illusionen gibt.
Preserving the Talking Heads' place in music history
5 Punkte 5 von 5 Punkten
When we are talking about Punk Rock Music, the genre might have been defined by Johnny Rotten and the Sex Pistols, and Hole's "Live Through This" might be my favorite Punk album, but when it is time to go before the Gods of Music I think David Byrne should stand before the Throne of Judgment and make the case for everybody else. While he is up there, the first piece of evidence he should intorduce would be the Talking Heads' soundtrack for "Stop Making Sense."
Of course, you can only listen to the soundtrack AFTER you have seen Jonathan Demme's documentary, because one of the key lessons here is that Punk music achieves full existence only in live performances. The opening track of "Psycho Killer" alone proves that, although this version of "Burning Down the House" certainly has it moments. My favorite is "Take Me to the River," but I may well be overestimating the spin the band puts on that one.
Finally, remember: "THE SPACE PEOPLE. Space People read our mail. The Space People think that TV news programs are comedies, and that soap operas are news. The Space People will contact us when they can make money by doing so. The Space People think factories are musical instruments. They sing along with them. Each song lasts from 8 a.m. to 5 p.m. No music on weekends."
Here endeth the lesson.
Die beste 80er Jahre Party
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das war die Scheibe die man in meinen Teenager Tagen auf fast jeder Party auflegte, um die Stimmung so richtig anzuheizen. Der Film - eh schon Legende (vor allem die Originale nicht mehr zu bekommende ungekürzte Kinoversion), ist zusätzlich noch ein Augenschmaus, aber das Teil funktioniert auch ohne den Film großartig. Einziges Manko vielleicht: die Original - um einige songs kürzere - LP Version funktionierte als Party Platte besser, aber hey - dazu gibt's ja immer noch den ,Program' Button auf der CD Player Fernbedienung bzw. das dementspr. Hakerl im i-tunes.

Viele Songs sind hier zwingender, manche schneller interpretiert als ihre Studio Pendants und ,Psycho Killer' versprüht in dieser - nur von einer Rhythm Box Spur begleiteten - Akkustik Version eigentlich noch mehr Paranoia, als in der Studio Version. Tanzbar ist das sowieso, und was sich hier auch schön langsam bemerkbar macht ist dieser Hang zur World Music bei den Talking Heads, der hier aber noch in leicht verträglichen und gemäßigten Dosen verabreicht wird. Kernstück des Albums ist sicher das 3er Paket ,Slippery People', ,Burning Down The House' und das in dieser Version wirklich großartige ,Life During Wartime', das mit seinem Orgelriff Beginn eigentlich schon alles klar macht: das ist tanzbare hochintelligente urbane Funk-Musik von Weißen, die auch noch gute songs schreiben können. Der ewige Großstadt Paranoiker David Byrne traf damals den ,Zeitgeist' (herrlich altmodisches Wort!) der 80er punktgenau und diese einzigartige musikalische Mischung aus PostPunk, New Wave und Disco war nie wieder besser als hier. ,Once In A Lifetime' (hier übrigens auch besser als im Original) rief als Filmhit zu ,Down & Out In Beverly Hills' 1986 diese Musik nochmals in Erinnerung, und als großer Einfluß auf neue Indie und Alternative acts werden die Talking heads ohnehin in jedem zweiten Interview oder Artikel genannt. Verwundert eigentlich, daß es fast keine TH Cover Versionen gibt - aber vielleicht nehmen sich ja Art Brut derer einmal an, denn Eddie Argos ist ohenhin der einzige, denn man als legitimen Nachfolger von David Byrne handeln kann.

Wie auch immer: das ist ein großes Live und ein großes Party Album einer Band am Zenith ihrer Kreativität und wer es noch nicht hat, der sollte es sich schleunigst besorgen - am besten gleich im Doppelpack mit dem Film, der ohnehin der beste Musikfilm ist, der je gedreht wurde.
Musik der 80er aus den 70ern.
5 Punkte 5 von 5 Punkten
1985 weilte ich in einem Bremer Kino, gerade ein Jahr, nachdem ich den Kommunisten in der DDR entronnen war. Und da ereilte mich ein bis heute faszinierendes Konoerlebnis im Cinema im Ostertor. Nur wenige ZUschauer waren anwesend, aber bereits nach dem zweiten oder dritten Song glaubte man sich mitten in dieses Konzert versetzt und wer jemals gesehen und gehört hat, wie David BYRNE den Kassettenrekorder auf die Bühne stellt um hernach in seine Saiten zu dreschen, wird das nicht mehr los. Am Ende hielt es keinen auf seinen Sitzen, die Leute tanzten und erlebten das Konzert im "Cinema" nach. Fazit: Feine Platte - feine Musik - Feiner Film.
Very empfehlenswert.
Musik ist nur die halbe Miete ! (Hinweis auf DVD-Version)
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Album ist einfach grossartig !
Falls Sie einen DVD-Player haben, empfehle ich Ihnen aber unbedingt die DVD-Ausgabe (mit allen Musiktracks !). Die Inszenierung des Auftrittes ist kongenial zur Musik - und gehört einfach dazu. Es wäre schade, wenn Sie sich die optische Faszination der Talking Heads entgehen lassen : hypnotisierende Tanzeinlagen, ein ultra-cooler David Byrne mit faszinierender Mimik und Bewegung.("Stop Making Sense" war ja ursprünglich ein Film - und die CD der Soundtrack dazu.)
Kurz : ein Gesamtkunstwerk !
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Disintegration (Deluxe Edition)

Disintegration (Deluxe Edition) von the Cure

Audio CD von Polydor (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 22,99, Angebote ab EUR 14,92

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Disintegration (Deluxe Edition)

Tracks:

Disk 1
  • Plainsong
  • Pictures Of You
  • Closedown
  • Lovesong
  • Last Dance
  • Lullaby
  • Fascination Street
  • Prayers For Rain
  • The Same Deep Water As You
  • Disintegration
  • Homesick
  • Untitled
Disk 2
  • Prayers For Rain
  • Pictures Of You
  • Fascination Street
  • Homesick
  • Fear Of Ghosts
  • Noheart
  • Esten
  • Closedown
  • Lovesong
  • 2 Late (Alternative Version)
  • The Same Deep Water As You
  • Disintegration
  • Untitled (Alternative Version)
  • Babble (Alternative Version)
  • Plainsong
  • Last Dance
  • Lullaby
  • Out Of Mind
  • Delirious Night
  • Pirate Ships
Disk 3
  • Plainsong
  • Pictures Of You
  • Closedown
  • Lovesong
  • Last Dance
  • Lullaby
  • Fascination Street
  • Prayers For Rain
  • The Same Deep Water As You
  • Disintegration
  • Homesick
  • Untitled

Aus der Amazon.de-Redaktion


'Schon wieder die Deluxe Edition eines Meisterwerkes' könnte man sich denken, würde es sich nicht um das 89er-Album Disintegration von The Cure handeln, der britischen Institution in Sachen exzessiver Düsternis und ihrem seinerzeit achten Studioalbum, das bis heute mit Fug und Recht den Status eines musikalischen Meilensteins beansprucht. Auflösung, Aufspaltung, Zerstückelung, Zertrümmerung und Zerfall: all das steht im Deutschen für den Begriff Disintegration und ist richtungsweisend für die Songs eines legendären Albums, das nicht Resultat gewiefter Marketingstrategen der Musikindustrie war, sondern seinen Ursprung hatte, in Robert Smiths ganz persönlichem Höllenritt durchs Fegefeuer von Einsamkeit, Verlassenheit und drohendem Scheitern. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet dieses Album zu einem der erfolgreichsten in der Bandgeschichte von The Cure avancierte, obgleich ihr die Plattenfirma vor 21 Jahren von "kommerziellem Selbstmord" prognostizierte. Eine krasse Fehleinschätzung in Anbetracht von Songs wie "Lullaby", "Fascination Street", "Lovesong" und "Pictures Of You", die allesamt zu Hits wurden. Die aktuelle Wiederveröffentlichung von Disintegration als Deluxe Edition hat erfreulicherweise nichts mit gängigen Digital-Remaster-Versionen zu tun, die mit unerreichtem Hörgenuss werben, letztlich jedoch nur bedingt überzeugen, weil uns das pappige Original oft schon allein der persönlichen Erinnerungen wegen näher ist, als die klanglich perfekte Neuauflage. Nicht so bei der Disintegration Deluxe Edition, deren hervorragende klangliche Restaurierung nur ein Aspekt von vielen anderen ist, die dieses Neuausgabe zu einem unbedingten "Must have" machen. Außer dem Originalalbum befinden sich noch zwei weitere CDs in der Box, eine davon mit Demo-Material und Rough-Mixen, sowie eine dritte mit dem Album Entreat, seinerzeit streng limitiert und für Wohltätigkeitszwecke konzipiert. Es enthält eine komplette Live-Version von Disintegration, aufgenommen 1989 während der "Prayer Tour" an drei Abenden in der Londoner Wembley Arena. Von Robert Smith persönlich neu überarbeitet und zusammengestellt, gewährt die Disintegration Deluxe Edition faszinierende Einblicke in die Arbeitsprozesse von The Cure auf ihrer Gratwanderung zwischen Punk, Wave, Pop und Elektronik und macht damit erstmals die Entstehung von Disintegration sinnlich erfahrbar. - Andreas Schultz
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5 Kundenrezensionen:

keine würdige Reissue
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Was mich an dieser Reissue am meisten stört ist der Sound, denn er klingt aufgeplustert. Viele Gitarrenparts, die vorher richtig schnittig waren, klingen jetzt verwässert, die Bässe blubbern wie ein schlechter Ghettoblaster. Das Original-Album klingt super und spacig genug und Robert hätte gut daran getan es dabei zu belassen. Manchmal ist eine Neubearbeitung natürlich angebracht. THE TOP z.B. klang vorher etwas muffig, doch macht jetzt richtig Krach! Auch THE HEAD ON THE DOOR und SEVENTEEN SECONDS haben durch das Remastering an Soundqualität gewonnen. Bei Disintegration verhält es sich leider nicht so.

Die Rarities-CD ist auch nicht besonders. Fast alle Disintegration-Songs sind dort in Instrumentalversionen zu hören. Diese eignen sich höchstens für Momente in den man Lust auf Cure-Sound hat, aber aus irgendwelchen Gründen gerade nicht so disintegrationmäßig abtauchen kann, Auflösung also gerade nicht möglich ist. Die Instrumentalversionen bieten quasi melancholische Easylistinig-Musik. Der Song Pirate Ships ist auch ganz nett, doch andere Cure-Reissues haben meiner Meinung nach spannenderes Zusatzmaterial. An erster Stelle ist auch hier meiner Meinung nach THE TOP zu nennen, ein Album, welches mit richtig schrägen Kram angereichert wurde. Sehr schön ist auch die "neue" THE GLOVE. Ich mochte den Gesang der Dame auf dem GLOVE-Album nie so richtig, doch nun singt Robert die Songs und alles ist gut.

Und was soll die dritte CD nur? Zumal mit diesem Blubbersound? Völlig unnötig! Wer an einer Livedarbietung von Disintegration interessiert ist, dem empfehle ich dringend das Set des Trilogy-Konzerts. Das klingt wesentlich kraftvoller als diese Entreat-Version.

Mit einem Wort: Diese Reissue lohnt wenn, dann nur wegen der Rarities-CD, doch auch diese ist kein MUSS. Das Original von damals sollte auf jeden Fall jeder behalten wegen dem besseren Sound.

Was mich an den Deluxe-Editions der Firma Universal nervt, sind diese Plastikhüllen mit dem Deluxe-Logo. Darum habe ich die Luxus-Editions überwiegend von der Firma Rhino. Die Rhino-Ausgaben haben schöne Hüllen aus mattbedruckter Pappe aus und sind nicht mit dämlichen Deluxe-Logos verunstalltet wie die Hochglanzcover aus dem Hause Universal. Deluxe, Plastik und The Cure - das passt einfach nicht.

Und diese Disintegration-Reissue passt auch nicht. Ich plädiere für eine Rückrufaktion und für einen neuen Versuch. Dieses großatige Album muss die Mühe wert sein.
Traumwandlerisch schön und traurig
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Neuauflage von Robert Smiths Meisterwerk. Ein muss für jeden 80er- und The Cure-Fan. Auf CD2 kommt das Album als Liveaufnahme. Für wahre Fans empfehle ich das Vinylalbum Entreat aus dem Jahr 1990. Zwar mit nur 8 Disintegration Nummern, aber mit einem atemberaubenden Sound und echtem Live-Feeling. Die CD-Version kommt zwar mit allen Disintegration Nummern, der Sound kommt aber aufgeblasen und künstlich rüber, vor allem wenn man es mit der Vinyl-Ausgabe vergleicht. Deshalb 1 Punkt Abzug.
Meisterwerk
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Meisterwerk 20.08.2010
Ohne Worte - bedenkt man, dass das Album 21 Jahre alt ist; eines der besten Alben aller Zeiten: the same deepwater as you...
Zum Vergleich: ...das gar nicht mal so schlechte Album 4:13 dream - aber hier ist eine grottenschlechte Produktion zu verzeichnen, so dass das Album entscheidend an Qualität verliert;
Dark Album: - hoffentlich zurück zu fiction records - zurück zu Fenderinstrumente und hoffentlich wieder mit Roger und/oder Parry an den keyboards...
melancholische poesie
5 Punkte 5 von 5 Punkten
"Disintegration" ist sowieso einer der besten Werke von The Cure !!! (und überhaupt)
Für jeden Cure-Fan ein muss :)
Soviel Luxus muss nicht sein
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Wenn man mich fragen würde, welches Musikalbum ich auf eine einsame Insel mitnähme, käme spontan die Antwort: "Disintegration" von The Cure.
Allerdings würde ich das Original mitnehmen, und die neue Luxus Edition schön daheim im Schrank stehen lassen.
Von den Cure-Alben "The Top", "Faith" und "The Head on the Door" hab ich gern die Deluxe-Versionen gekauft, weil diese Alben vorher nicht so phänomenal waren und ihnen eine "künstliche Verlängerung" mit zusätzlichen Tracks nur gut getan hat. Aber "Disintegration" ist (wie jeder weiß) ein Glücksfall in der Geschichte des komponierten Geräuschs. Ein Über-Album, das nur als Ganzes gehört werden darf, und wonach dann Schluss sein sollte. Wenn ich aber jetzt nach CD 1 noch eine CD 2 einlegen soll, dann komme ich mir komisch vor, irgendwie wie ein Verräter. Es ist doch nach dem Hören von "Disintegration" wie immer alles gesagt und alles gespielt. Wozu soll ich neuerdings den Ungesättigten mimen und so tun, als bräuchte ich jetzt noch eine Zugabe ? Das ist wie als wenn ich mir nach dem Festmahl an der königlichen Tafel noch schnell eine Nachspeise an der Frittenbude holen gehe.
Erschwerend kommt hinzu, dass die zusätzlichen Lieder (vielleicht außer die Ballade "Pirate Ships", die aber kein Cure-Lied ist) alle nicht in der hohen Liga rangieren, die damals verpflichtend war, um aufs "Disintegration"-Album drauf zu dürfen.
Daher 5 Sterne für die remasterte CD 1 und 3 Sterne für die Bonus-CD, so dass insgesamt nur noch 4 Sterne für die neue Edition meines lieben Heiligtums drin sind.
:-(
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Produkt-Bild: 101

101 von Depeche Mode

Audio CD von Labels (EMI)
Preis bei Amazon: EUR 10,99, Angebote ab EUR 2,99

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juli 2001
Zoom ± Produkt-Bild: 101

Tracks:

Disk 1
  • Pimpf
  • Behind The Wheel
  • Strangelove
  • Sacred
  • Something To Do
  • Blasphemous Rumours
  • Stripped
  • Somebody
  • Things You Said
  • Black Celebration
Disk 2
  • Shake The Disease
  • Nothing
  • Pleasure Little Treasure
  • People Are People
  • Question Of Time
  • Never Let Me Down Again
  • Question Of Lust
  • Master And Servant
  • Just Can't Get Enough
  • Everything Counts

Produktbeschreibung


101 LIVE

Aus der Amazon.de-Redaktion


Als Live-Album und Sammlung der größten Erfolge im Doppelpack ist 101 ein Beleg dafür, daß Depeche Mode genau so viel Klasse auf der Bühne besitzen wie im Studio. Beim Zuhören gerät man leicht in den Bann der kreischenden Fans im Publikum. Ob das nachdenkliche "Never Let Me Down Again" oder das honigsüße "Somebody", die Live-Titel auf dem Album lassen einen begreifen, daß tatsächlich Menschen hinter den Maschinen stehen, begleitet von einem Spektrum menschlicher Emotionen. --Beth Bessmer
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5 Kundenrezensionen:

Absolutes Muss für jeden Fan!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wer diese CD nicht zu Hause hat, hat wirklich etwas verpasst. Dies ist die Beste CD von Depeche Mode. Alle die danach kamen, können dieser hier nicht im geringsten das Wasser reichen. Seit mittlerweile über 15 Jahren ist sie mein Eigen und ich höre sie immer und immer wieder, denn das Gefühl der 80er Jahre kommt beim Hören immer wieder auf - sooo... genial. LIVE ist Depeche Mode einfach der Hammer - damals noch etwas besser als heute.

Also: Ein MUSS für jeden!

Fazit: 5 Sterne reichen nicht!!!
Da kommt das alte 80er Feeling wieder auf
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Jeder DM Fan sollte diese CD in seiner Sammlung haben. Es lohnt sich vor allem wegen des Live-Konzert Feelings (die Aufnahme fand statt in der Pasadena Rose Bowl in L.A.). Besonders schön ist der Beginn der Disc a mit Pimpf, einem Lied, welches bisher immer als Auftaktlied auf den Party for the masses in Hamburg gespielt wird. Und dann folgen ein paar Tunes von Behind the Wheel und Tausende von Fans fangen an zu kreischen. Da wird man ganz kirre, wenn man sich das anhört und man wünschte, man wäre live dabei.

Es folgt Strangelove, welches sowieso ein tolles Lied ist und live absolut genial klingt. Sacred und Something To Do gehören nicht gerade zu meinen Lieblingsliedern von DM, repräsentieren aber sehr gut die 80er Jahre. Blashemous Rumours ist natürlich der Burner schlechthin. Ich kann mir fast bildlich vorstellen, wie die Jungs damals auf der Bühne gestanden haben. Das ist der Song bei dem ich immer laut beim Refrain mitsinge, wenn es heißt: "I don't want to start any blashemous rumours, but I think that God's got a sick sense of humour and when I die I expect to find him laughing." Gleich im Anschluß folgt dann mein absolutes Lieblingslied Stripped", was einem in der Live Version wirklich Schauer über den Rücken jagt. Allerdings hört man hier ganz deutlich, dass Dave's Stimme hier - wie auf den anderen Liedern auch - noch ganz jung und unverbraucht klingt und weniger emotionale Tiefe hatte, als heute. Aber das ist ja auch klar, weil sie damals noch ganz am Anfang ihrer Karriere standen und noch viele tiefe Täler nicht durchschritten hatten. Trotzdem liebe ich dieses Lied und auch Dave's "Yeah" Schreie, die er immer auf den Live Konzerten ausruft und damit die Menge zum Kochen bringt. Und dann kommt es, das Lied, welches in dieser Version legendär geworden ist und einem Text, bei dem sich Martin Gore selbst übertroffen hat: Somebody. Einfach nur zuhören, Augen schließen und sich wieder wie 19 fühlen (natürlich nur, wenn man, wie ich, stramm auf die 40 zugeht). Ganz wundervoll im Anschluß ist dann auch "Things you said".

Dann folgt Disc b, die mit "Black Celebration" voll reinhaut. Geile Aufnahme sag ich nur (wird heute immer noch auf den DM Partys gespielt), besonders bei der Textzeile "Your optimistic eyes seem like paradise to someone like me. I want to take you in my arms forgetting all I couldn't do today." Schönes 80er Feeling kommt dann wieder bei "Shake the Disease", "Pleasure little treasure", "People are People" and "A Question of Time" auf. Nothing hebt sich wohltuend dagegen ab. "Never let me down again" ist natürlich eines der Lieder, ohne die man sich DM gar nicht mehr vorstellen kann. Besonders das obligatorische Hin- und Herschwenken der Arme von links nach rechts, was auf jedem Konzert und auf jeder echten DM Party gemacht wird. Wenn es eine DM Hymne gibt, dann ist es genau dieses Lied mit diesem Refrain: "We're flying high, We're watching the world pass us by, Never want to come down, Never want to put my feet back down on the ground." Allein dafür lohnt sich die CD schon, denn die Live Aufnahme ist grandios. Den Abschluß bilden dann: Question of Lust, Master and Servant, Just can't get Enough und Everything Counts. Das letzte Lied findet man allerdings auch genau in dieser Version auf den "Singles 86-98".
Ein Must-Have für jeden Fan
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Auf jeden Fall lohnt sich der Kauf.

Meilenstein von Depeche Mode, nicht nur für Fans.
Einfach nur super!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Es war der 18.Juni 1988 in der Rose Bowl Arena zu Pasadena und ich stand in der ersten Reihe!Nein,leider nicht,ich war am 6.2.88 in der Alsterdorfer Sporthalle in Hamburg dabei und höre dieses überaus gelungene Live Meisterwerk(zur damaligen Zeit schon fast ein Best of)immer wieder gern!Es ist das Zusammenspiel zwischen geiler Musik,einem super aufgelegten Dave und über 70000 Fans,die dieses Album zu einem der,für mich persönlich besten Live Alben aller Zeiten werden lässt.Es befinden sich nur wirkliche Perlen auf dieser doppel Cd,so das es keinen einzigen Durchhänger gibt!
Es ist wirklich ein Album,was seinesgleichen sucht,man spürt förmlich die Energie,die an diesem Abend dort geherrscht hat und man hat wirklich das Gefühl,das es der 18.6.1988 ist und man sich in der Rose Bowl Arena in Pasadena in der ersten Reihe befindet!
Späte Erkenntnis
4 Punkte 4 von 5 Punkten
"101" war meine aller erste Schallplatte. Gleichzeitig gekauft mit meiner ersten CD von den Ärzten "Nach uns die Sinnflut" (auch live). Damals entschied sich ein wenig meiner musikalischer Werdegang und - ich enschied mich für den Rock 'n' Roll und gegen DM. Grundsätzlich hat sich das auch bis heute nicht geändert, nur habe ich letztlich der alten Zeiten wegen mal wieder meine erste Platte aufgelegt und -HEY! In einem Schwung durchgehört! Es kommt eine unglaubliche Stimmung rüber, der Klang ist für eine 18 Jahre alte (zugegbenermaßen nicht übermäßig heufig abgespielte) LP echt der Hammer. Konnte mich jetzt mal richtig drauf einlassen ohne den Syntheziser alber finden zu müssen und muss sagen eine tolle Platte, über deren Besitz ich mich mittlerweile richtig freue und von jetzt an bestimmt mindestens ein Mal jährlich hören werde!
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Produkt-Bild: The Clash (UK Version)

The Clash (UK Version) von the Clash

Audio CD von Col (Sony Music)
Preis bei Amazon: EUR 7,99, Angebote ab EUR 4,94

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 1999
Zoom ± Produkt-Bild: The Clash (UK Version)

Tracks:

  • Janie Jones
  • Remote Control
  • I'm So Bored With The U.S.A.
  • White Riot
  • Hate & War
  • What's My Name
  • Deny
  • London's Burning
  • Career Opportunities
  • Cheat
  • Protex Blue
  • Police & Theivev
  • 48 Hours
  • Garageland

5 Kundenrezensionen:

Mit die Besten Ihrer ZEIT
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich kann mich meiner Vorgänger nur anschließen, THE Clash sind einfach
mit die besten IHRER ZEIT-ein Album das seinesgleichen sucht.
Gerade die Reggaeeinflüße und das als Punkband kommt MEAGGENIAL!!!!
Und Joe war sowieso der BESTE!!!
Defintiver Erstling einer Legende
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Debütalbum von The Clash ist neben dem Debüt von The Damned immer noch eines der besten U.K.-Punkalben der 77'er Generation. Selten hatte eine vergleichbare Scheibe eine solche Faszination auf mich, wie dieses Werk, welches in der vorliegenden ursprünglichen Zusammenstellung absolut wie aus einem Guss wirkt. Die U.S.-Fassung in allen Ehren, aber Stücke wie "Jail Guitar Dolls", "Complete Control", das Cover von "I Fought The Law" u. a. wären hier, bei all ihrer Qualität, doch fehl am Platze. Die Stücke der U.K.-Fassung haben doch noch irgendwie den gewissen simplen Charakter. Die Fassung von "White Riot" auf dem Album klingt für meine Begriffe deutlich roher, als die Singlefassung (die mit der Sirene), welche den Weg auf die U.S.-Fassung fand. Nun gut, ich denke jeder macht sich sein eigenes Bild und hoffe auf eine evtl. 30-Jahre-Deluxe-Edition im Jahr 2007, wo uns vielleicht doch weiteres Studiomaterial aus dieser Zeit (z. B. die kompletten Polydor-Demos) legal zugänglich wird. Das wäre nicht schlecht, bei "London Calling" klappte es ja auch. Für die CD gibt es trotzdem eine volle Kaufempfehlung und das mit 30-Jahre-Edition geht als Kundenwunsch an die Musikindustrie, die Majors.
"He's in love with rock'n'roll, woah ..."
4 Punkte 4 von 5 Punkten
"The Clash - UK Version" war mein zweites Album. Ich habe vorher viel von der Punklegende The Clash gehört und mir daraufhin "London Calling" gekauft. Mein Gedanke war, "nicht mal schlecht, aber das is doch kein Punk ..?" Also beschloss ich, mir ihr Erstlingswerk zu kaufen, und ich wusste nicht so genau was mich erwartet. CD einlegen, "Jenie Jones" ist der erste Titel. Das Schlagzeug donnert los. Leise und sanft und etwas zaghaft singt Joe Strummer den Refrain, danach steigen die anderen Bandmitglieder ein. Der Song hat viel Power, und der Refrain bleibt sofort hängen. In Ordnung, das IST Punk.

Die Musik ist teilweise recht rau, dazu passt die unspektakuläre, aber sehr aggressive Stimme von Joe Strummer (bei manchen Songs sang übrigens Gitarrist Mick Jones, der eine sehr sanfte Stimme hat, gemeinsam mit Strummer, wie bei "Hate And War", eine imo sehr gute Mischung). Die Songs sind entweder rau und aggressiv ("White Riot"), fröhlich und melodisch ("Carreer Opportunities") oder gar sanft und Reggae-mässig ("Police And Thieves"). Das unterscheidet The Clash klar von den anderen Punks ihrer Generation, die weit weniger vielseitig waren. Ob das ein Vorteil ist oder nicht, muss jeder selbst entscheiden.

Es ist ein Klassealbum, und die Texte gefallen mir auch sehr gut. Wenn die Sex Pistols die Anarchisten und Phantasten im Punkrock waren, dann sind The Clah die Sozialrevoluzzer und die Politband Nummer Eins (in ihrer Zeit). Texte wie der von "Remote Control", "London's Burning" oder "Garageland" strotzen nur so von Gesellschafts- und Sozailkritik. Und bei aller teils vorhandenen Polemik sind die Texte stets gut durchdacht und richtig intelligent.

Fazit: Es ist ein Superalbum, das schon alleine aus Sammlerzwecken in jede bessere Sammlung gehört. Musikalisch gefallen mir andere Bands aus dieser Zeit besser, ich mag die stark ausgeprägten Reggae-Einflüsse der Clash nicht so sehr. Das kostet die Fünf-Sterne-Bewertung. Dennoch eines der besten Alben, die dieses Genre je hervorgebracht hat.
The Clash
5 Punkte 5 von 5 Punkten
In den guten alten Zeiten des Punk gab es reihenweise gute Debütalben. "Never Mind The Bollocks" der Sex Pistols beispielsweise oder "Pure Mania" von den Vibrators, aber keins davon blieb so dauerhaft bei mir hängen wie das Debüt von The Clash.

The Clash setzten sich zusammen aus Joe Strummer, Mick Jones und Paul Simonon. Strummer spielte bei den 101er?s Rhythm N? Blues, bis er eines Abends die Sex Pistols sah und sofort wusste, dass das die Art von Musik war, die er machen wollte. Mit Jones und Simonon fand er zwei Gleichgesinnte. Auf "The Clash" spielte Terry "Tory Crimes" Chimes die Drums, verließ danach die Band wieder und wurde durch Topper Headon ersetzt. Sie machten einen Deal mit CBS über acht Alben, den man nur als lausig bezeichnen konnte. Das sollte sich später bemerkbar machen.

Aber erst einmal waren sie, zumindest Joe Strummer, Outcasts aus Leidenschaft. Joe und Mick wurden die musikalischen Aushängefiguren, während Paul wegen seines Aussehens die Coolness der Band wiederspiegelte, obwohl er ein eher mäßiger Bassist war. Nichtsdestotrotz produzierten sie massenweise gute Songs.

Von dem Opener "Janie Jones" wird man förmlich überrollt, ebenso wie von "I'm So Bored With The USA" oder "White Riot", das selbst für englische Ohren so klang, als sänge Joe Strummer: "Wa Wa. I Wanna Wa" Der Song hat ihnen den Vorwurf eingebracht, sie wären rassistisch. Tatsächlich war der Song eher naiv in dem Glauben, nur Schwarze würden auf die Barrikaden gehen, was sich Weiße nicht trauten. Das sollte nicht das letzte Mal im politischen Weltbild der Clash so sein. Mir hat ihre Haltung aber immer besser gefallen, als die der nihilistischen Sex Pistols. Naiv halt, aber immer voller Überzeugung und Inbrunst. Die Clash waren die Gutmenschen des Punk.

Anders als die Pistols sagten sie eher "Stand Up" als "Fuck Off". Sie ließen sich auch nicht zu endlosen abfälligen Bemerkungen zu den sogenannten "Boring Old Farts" herab, obwohl "1977", die Rückseite von "White Riot" scheinbar etwas anders ausdrückte, als sie sangen: "No Elvis, Beatles Or The Rolling Stones In 1977". Sie hatten ja recht! Elvis war tot, die Beatles schon lange aufgelöst und die Stones veröffentlichten 1977 nur eine mäßige Liveplatte, die nach (!) "1977" erschien.

"The Clash" bot mit "London?s Burning", "Protex Blue", "Career Opportunities" und "Garageland" noch weitere Highlights. Das Sahnehäubchen war ihre Version von Murvin Juniors "Police & Thieves", ein Reggae, mit dem sich damals schon andeuteten, dass sie mehr beherrschen als die berühmten drei Akkorde, was sie innerhalb kürzester Zeit mit ihrem Meisterwerk "London Calling" nachdrücklich belegten.
London's Burning ! ! !
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Debut von THE CLASH ist einer ihrer 3 besten Alben, die vom Gesamtkonzept her, einfach schlichtweg genial sind. Meiner Meinung nach ist das in den USA um ca. 2 Jahre später veröffentlichte (gleichnamige) Album vom Tracklisting noch besser!!!
Jedenfalls sind die Songs für Clash sehr rauh, aggressiv und kräftig gespielt. Songs, die ihre ganze Karriere lang zu ihren Hits gehörten, wie zum Beispiel: "London's Burning, White Riot, Complete Control, I'm So Bored With The U.S.A." (genial) oder "What's My Name" beinhaltet diese einzigartige CD!
Kein anderes Album dieser Band hatte später diesen unvergleichlichen Stil und gehört in meiner Clash Sammlung zu den Top Favoriten!
Einfach klasse Album! Auf diesem Album sieht man THE CALSH von ihrer vielleicht punkigsten Seite!? Das legändere "London Calling" ist da nochmal was anderes, da es auch ein Mega gutes Album ist, aber so wie auf dem Album, konnte man Clash nirgends mehr erleben - in keiner anderen Phase ihrer Karriere!
Hier sind Joe Strummers Reggae, Jazz oder Funk Einflüsse in keiner Form verteten. Sie fanden erst später ihren Ursprung!
Das Album lässt sich ohne Zweifel mit den Sex Pistols oder teils auch den Ramones vergleichen, wobei THE CLASH den wohl angenehmsten Stil haben. Das Album kann man jeder Zeit auflegen und sich immer wieder aufs Neue freuen! Es hat einen sehr hohen "Wiederhörwert"!
Die CD wäre noch besser, wenn "Clash City Rockers" drauf wäre, das wiederum auf der US Edition erhältlich ist!

Eine Empfehlung für jeden, der auf legendären Punk (Sex Pistols, Ramones, UK Subs, The Buzzcocks,...) steht! Clash Fans müssen natürlich sowieso alle Alben besitzen ;)! Ein sehr sehr gelungenes Debut der 3 Engländer! Es sind die Anfänge einer großen Karriere... und einer Legende...
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Produkt-Bild: Wish

Wish von the Cure

Audio CD von Fiction (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 6,97, Angebote ab EUR 2,46

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: April 1992
Zoom ± Produkt-Bild: Wish

Tracks:

  • Open
  • High
  • Apart
  • From The Edge Of The Deep Green Sea
  • Wendy Time
  • Doing The Unstuck
  • Friday I'am In Love
  • Trust
  • A Letter To Elise
  • Cut
  • To Wish Impossible Things
  • End

Produktbeschreibung


WISH
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5 Kundenrezensionen:

Der Anfang vom Ende
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Der The Cure-Hype war 1992, drei Jahre nach "Disintegration", ungebrochen und wir, die Fans, warteten damals auf einen gebührenden Nachfolger. Die erste Single-Auskopplung, "High", irritierte schon ein wenig, "Friday I'm In Love" schlug dem Fass den Boden aus. Das es The Cure's größter Hit werden sollte, hätte niemand zu hoffen gewagt. Das Album selbst stellt für mich den Wendepunkt in der Karriere von Robert Smith dar. Es ist eine Gradwanderung zwischen den alten und den neuen The Cure, jedoch gelingt es ihnen nicht mehr, die Schwermütigkeit vergangener Tage glaubwürdig rüberzubringen, noch so ungezwungen fröhlich zu klingen wie z. B. bei einigen Titeln der "Kiss Me ..."-LP. Gitarrenlastiger sollte es klingen. Gut, das haben sie geschafft, sind damit aber auf den damals gerade vorbeirauschenden Zug aufgesprungen. Da gab es zu viele junge Bands in diesem Genre. Sicher ist "Wish" kein schlechtes Album, aber es war mit Sicherheit das Album, an dem man merkt, das The Cure ins Straucheln geraten um von nun an keine Relevanz mehr zu haben, außer als eine der herausragendsten Gruppen der 1980er Jahre.
eine der besten platten der welt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
wish läßt keine wünsche offen. der einzige song wo ich sagen würde "geht so" ist wendy time, der rest ist komplett eigenständig, zeitlos und hat substanz. wish zudem recht facettenreich. gibt die obligatorischen "stupid pop-songs" wie smith sich auszudrücken pflegt wie "friday", "high" etc. aber auch viele längere gitarrenlastige rock-songs "deep green sea", "cut" oder "apart" etc. für mich persönlich neben pornography und disintegration die beste cure-platte ever. schon alleine wegen "deep green sea". bester song der welt.
der disintegration- nachfolger schlägt sich wacker
4 Punkte 4 von 5 Punkten
*wish* tat mir schon leid, noch ehe es veröffentlicht wurde. Denn nach einem Album, wie *Disintegration* es war, konnte nichts Besseres kommen. Vielleicht ein ebenbürtiges Album, doch das schaffte bisher kaum eine Band.
Und dennoch ist *wish* ein sehr gutes und ausgewogenes Album, und ihr Bestes, welches sie in den 90ern veröffentlich hatten. Fangen wir mal mit den positiven Sachen an, und die wären Songs wie *The edge of the deep green sea* und *doing the unstuck*. Das sind Songs im typischen Cure-Gewand, wobei man bei ersteren schon erkennt, dass sich die Melodien auch zu verlieren scheinen. Der neue Sound von Cure klingt teilweise schwammig, so als ob sie sich nicht konkret für etwas entscheiden konnten. *Friday i`m in love* ist eine kleine Ausnahmeerscheinung, ein Song, den ich immer wieder gerne höre, einfach der perfekte Popsong, so leicht und fröhlich kommt er daher und gleich, was Mastermind Smith später versuchte, diese Qualität blieb unerreicht.
Ja, was soll man noch zu *wish* sagen? Das gerade die Kombination *Cut/End* leider durch das *impossible things* zerstört wird? Hier stört eine solche ruhige Nummer definitiv. Obgleich diese Nummern recht rockig rüberkommen, haben sie doch das gewisse Etwas, dass sich zwar beim ersten Hören nicht sofort erschließt. Doch diese beiden Sachen live erlebt, machen einem klar, dass es wirklich sehr gute Cure-Songs sind. Überhaupt komme ich mit ihren ruhigen Sachen auf *wish* nicht zu Recht. Und wenn wir schon am Meckern sind, dann wollen mir mal dieses ominöse *wendy time* nicht vergessen. Ich weiß bis heute nicht, was dieses Lied soll.
Der Spagat aus den 80ern hinein in das neue Jahrzehnt ist Smith & Co. Nicht sonderlich gelungen. Aber wir wissen ja, was danach kam, und im Rückblick darauf kann man nur sagen, schade , dass sie *wish* nicht noch einmal, kopiert haben
stayin' alive
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Wishalbum hat wohl alle Erwartungen übertroffen. Konnte Janet Jackson dem Disintegrationalbum den ersten Platz streitig machen, schaffte es beim Wishalbum niemand mehr. Die Kritiker überschlugen sich mit positiven Pressestimmen und ?Friday I'm in love" trällerte sogar der Radio bei der Würstelbude ums Eck. Aber der Erfolg war sicherlich gerechtfertigt. Es läßt sich wohl darüber streiten, ob Wish das beste Album von Cure ist, aber das ist wohl völlig egal. Wish enthällt ehrlichen Pop (?high", ?doing the unstuck"), grandiose Rockmonster (?from the edge of the deep green sea") und melancholische, traurige Balladen (?apart", ?a letter to elise"). Die Songs haben oft den Beigeschmack als wären sie Relikte oder Pendants früherer Curesongs - und oftmals stimmt dieser Eindruck auch. So könnte ?from the edge of the deep green sea" ein verlorengeglaubter ?Pornography" Song sein oder ?a letter to elise" die Fortsetzung von ?charlotte sometimes". Wie auch immer, der Erfolg war gerecht und es war schön, Robert Smith auch mal tanzend zu sehen.
Grandios & Langweilig
4 Punkte 4 von 5 Punkten
"Wish" führt die Tradition der Cure-typischen musikalischen Trauerweiden ebenso fort ("Apart", "Trust", "To Wish Impossible Things")wie die der eher beschwingten Up-Tempo-Nummern, wobei es einerseits immer noch nett ist, "Friday" dann und wann im Radio zu hören, andererseits aber der Eindruck bestehen bleibt, die Band habe einige Jahre zuvor mit "Just Like Heaven" in dieser Hinsicht bereits alles gesagt bzw. gespielt. Die oben genannten langsamen Songs sind solides Cure-Handwerk, hauen aber nicht wirklich um, da der Band das wirklich Überraschende auf diesem Sektor längst verlustig gegangen ist - hier hatten "Disintegration" und auch "Kiss Me" (kurz und bündig und auf den Punkt gekommen: "A Thousand Hours") mehr zu bieten.
Die Platte wird von den schwer gitarrenlastigen Songs gerettet: "Open", das majestätische "From The Edge", das hektisch wabernde "Cut" und auch "End" geben ihr ein Gerüst, dass auch die ...ähm ...Füller mitträgt und 4 Sterne legitimiert.
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Produkt-Bild: The Singles 1981-1998

The Singles 1981-1998 von Depeche Mode

Audio CD von Mute (EMI)
Preis bei Amazon: EUR 15,99, Angebote ab EUR 12,20

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: August 2001
Zoom ± Produkt-Bild: The Singles 1981-1998

Tracks:

Disk 1
  • Dreaming of me
  • New life
  • Just can't get enough
  • See you
  • The meaning of love
  • Leave in silence
  • Get the balance right
  • Everything counts
  • Love in itself
  • People are people
  • Master and servant
  • Blasphemous rumours
  • Somebody
  • Shake the disease
  • It's called a heart
  • Photographic (Some Bizarre Version)
  • Just can't get enough (Schizo Mix)
Disk 2
  • Stripped
  • A question of lust
  • A question of time
  • Strangelove
  • Never let me down again
  • Behind the wheel
  • Personal Jesus
  • Enjoy the silence
  • Policy of truth
  • World in my eyes
Disk 3
  • I feel you
  • Walking in my shoes
  • Condemnation
  • In your room
  • Barrel of a gun
  • It's no good
  • Home
  • Useless
  • Only when I lose myself
  • Little 15
  • Everything counts (Live)

Produktbeschreibung


SINGLES 81-98
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4 Kundenrezensionen:

Viel gibt es nicht zu sagen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Was soll man da noch viel sagen. Die CD ist eine Sammlung der bekanntesten Hits von Depeche Mode. Für einen eingefleischten DM-Fan vielleicht überflüssig, da sich alle Hits auch auf anderen Alben befinden, aber für jeden anderen, der eh nur die bekanntesten Hits kennt und mag eine lohnende Anschaffung.
Nur Für Leute die Die anderen Singles Cds noch nicht haben.
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Was soll man sagen, es sind halt "nur" die Cds Die Singles 81-85 und Die Singles 86-98 in einer Box zusamen. Für den waren DM Fan sollte diese Box Natürlich nicht Fehlen und für die "anderen" lohnt es sich nicht die Box zu Kaufen sofern sie die Beiden anderen Cds noch nicht haben.
Wann kommt ein Best of Album?
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Eine klasse Kompilation.Vor allem ist es interessant zu zuhören, wie sich der Stil verändert in all den Jahren, da die Songs chronologisch angeordnet sind. Bin mal gespannt,wann DM ein richtiges "best of" Album rausbringt.
TOP - ABER nix NEUES!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Pünktlich zum EXCITER-Tourstart in Deutschland erscheinen die Singles-Collections nochmals zusammengeschnürt im "New Dress". In der netten Pappschachtel stecken dann auch "nur" die beiden bekannten CDs drin. Lohnenswert aber sicher für Jeden, der diese Werke nicht in irgendeiner Version im Regal stehen hat. Depeche Mode sind Kult!
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Produkt-Bild: Speaking in Tongues

Speaking in Tongues von Talking Heads

Audio CD von Wb (Warner)
Preis bei Amazon: EUR 4,97, Angebote ab EUR 3,12

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 1983
Zoom ± Produkt-Bild: Speaking in Tongues

Tracks:

  • Burning Down The House
  • Making Flippy Floppy
  • Girlfriend Is Better
  • Slippery People
  • I Get Wild/Wild Gravity
  • Swamp
  • Moon Rocks
  • Pull Up The Roots
  • This Must Be The Place (Naive Melody)

Produktbeschreibung


SPEAKING IN TONGUES
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5 Kundenrezensionen:

Dance The Paranoia
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Von all den Studioalben die die Talking Heads je aufgenommen haben ist das hier wahrscheinlich das beste, weil es hier den Drahtseilakt zwischen anspruchsvollem Underground und tanzbaren eingänigen songs einfach am gelungensten repräsentiert.

Die Texte, die Angst, Paranoia und Entfremdung auf eine abstrakte und assoziative Art vermitteln, werden musikalisch durch hektische beats und grelle synth-sounds großartig unterstützt und die songs bleiben - größtenteils - hängen, auch wenn die Melodien hier nicht so toll sind wie beispielsweise auf dem Nachfolgeralbum ,Little Creatures'. Der sound paßte ebenso perfekt in die New Yorker ,No Wave' szene, wie in die clubs von London und ganz erstaunlich ist hier auch die klangliche Nähe zu den Garce Jones Produktionen der frühen 80er. Dieser etwas hochgepitchte und sehr tanzbare Reggae/Dub Sound der mit funkigen Gitarren licks auch von vorwiegend weißen nicht-Reggae Fans goutiert wurde.

Im darauffolgenden soundtrack zu ,Stop Making Sense' klingen viele der Lieder dieses Albums noch dringliche und hektischer und wurden teilweise für die Bühnenshow auch anders arrangiert, aber die Versionen auf diesem Album machen einfach klarer, daß diese Scheibe ein Übergangsalbum für die Talking Heads - weg vom New Wave hin zum Pop war.
Little Creatures war dann nur mehr Pop - gemacht für die Hitparaden, das hier aber ist das Tanzalbum der Talking Heads, in seiner ganz verschrobenen und intellektuellen Machart.
Anti-Popper in Surround
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wie gehabt gebe ich keine Meinung zum musikalischen Inhalt der DVD-Audio wieder ... das kann in der Stereobewertung der CD nachgelesen werden.

Zum Inhalt gehören auch 2 Musik-Videos.

Aber das wesentliche: Der Surround-Sound!

Wie bei den meisten DVD-Audio ist auch diese in advanced resolution surround aufgenommen. D.h., wer einen DVD-Audio Player besitzt und die dazu passenden 5.1 Eingänge am Verstärker hat kann hier nicht nur Surround im alt bekannten dts-/Dolby Digital Format anhören (Datenkopression - so ist die Wiedergabe dieser Scheibe auf einem herkömmlichen DVD-Videoplayer) sondern das Ganze in einer höheren Auflösung. Da kommen auch so manche Unzulänglichkeiten beim recording oder mastern ans Tageslicht, die bei der normalen CD gar nicht auffielen.

Höhepunkt stellt sicherlich die Alternative Version von "Burning down the house" dar. Diese Version wurde extra für Surround reproduziert. Und das ist spürbar !
Motto war hier, nicht der Stereo-Atmosphäre gleich zu kommen, sondern bewußt auf Surroundsoundteppiche aufzuspringen.
Aufgebaut wie eine Maxi des Lieds wurden hier zum Einen einige Teile speziell herausgegriffen und auf Flugbahnen durch den Raum geschickt. Und zu spüren bekommt man das bereits beim Intro !!
Zum Anderen feuern Synthy-Drumsounds in zufälliger Abfolge aus den einzelnen Boxen.

Spaß macht auch das Umschalten von Ambient-Surround auf Raumeffekt-Surround und zurück !

Zum Schluß schwappt der letzte Synthy-Sound auf den Main und Surround-Kanälen syncron von rechts nach links und zurück ... So macht Surround Spaß !
Solche Surroundflüge finden sich auch in den meisten anderen Titeln wieder, allerdings nicht ganz so umfangreich. Hauptsächlich wenn der Synthy seine Solos spielt geht es ab !

KAUFEN !!
sie suchen new wave pop in perfektion ? aus den 80igern ?
5 Punkte 5 von 5 Punkten
dann kann es natürlich neben tollen sachen wie den alten simple minds oder the fixx nur die genialen talking heads geben ! burning down the house ! und dieser titel ist programm für die komplette laufzeit der scheibe ! wer auf die 80iger steht sollte zuschlagen ! nie waren die heads besser !
Das schwächste Album der größten amerikanischen Band
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Nach 1980 war erstmal Pause mit den Talking Heads. Vier Alben in drei Jahren auf unglaublich hohem Niveau hatten wohl ihre Spuren hinterlassen. Die vier Mitglieder gingen lieber erstmal eigene Wege, David Byrne ging mit Brian Eno ins Studio, Jerry Harrison nahm sein Solo-Debut "The Red and the Black" auf und das Ehepaar Chris Frantz und Tina Weymouth gründeten, nach überstandenem Ehekrach, ihr eigenes Bandprojekt namens Tom Tom Club.
Zur "Überbrückung" gabs zwar das wunderbare Live-Album "The Name of this Band is Talking Heads", auf dem Live-Aufnahmen der letzten Jahre zu hören waren, doch ansonsten war Stille um Amerikas bester Band ever.
Erst 1983 gabs ein neues Lebenszeichen. "Speaking in Tongues" heißt das Werk und läutet damit die zweite Phase der Band ein. Musikalisch knüpft das Album mehr oder weniger an der Großtat "Remain in Light" von 1980 an, ohne auch nur annähernd dessen Klasse zu erreichen. Der Sound ist nervös und paranoid, hat aber bei weitem nicht die Tiefe wie "Remain..", zu klinisch, zu steril ist der Sound. "Digital Mastered" war damals die Vinyl-Ausgabe, ein Label, was oftmals nicht wirklich immer für Qualität barg. Wie hier. Zwar finden sich auf "Speaking in Tongues" etliche Klassiker, wie "Burning down the House" (unlängst gecovert von Tom Jones mit den Cardigans) oder "This must be the Place", dem wohl besten Song der Platte, doch insgesamt enttäuscht die Platte. Die Einheit der Band war weg, motiviert von den Erfolgen und Erfahrungen der Solo-Projekte schien die Band mehr und mehr zu einem Individualisten-programm zu werden. Ganz vorne natürlich David Byrne, der immerhin einige schöne Texte ablieferte.
Dass in den Songs von "Speaking.." mehr steckt, wenn man sie mal nur richtig produziert, wurde einem ein knappes Jahr später bewußt, als die Band ihren Konzert-Film "Stop Making Sense" aufnahm und dabei etliche Songs von "Speaking.." live umsetzte. Erst auf der Bühne entwickelten sie ihr volles Potential und ihre besondere Klasse, die die Talking Heads nunmal während der ganzen Zeit von 1977 bis 1988 ausgemacht hatte.
1985 dann der kommerzielle Durchbruch mit "Road to Nowhere", 1988 dann das Ende. Was bleibt sind die wunderbaren und einzigartigen Alben der Band, zu denen aber leider "Speaking in Tongues" nicht unbedingt gehört.
Ein Neuanfang
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die Talking Heads hatten auf ihren 4 vorhergehenden Platten ihre Musik mehr und mehr verdichtet, die Arrangements waren immer komplexer geworden, auf REMAIN IN LIGHT war eine fast unübersichtliche Schar von Musikern versammelt. Einerseits wurde die Musik hier durch immer intensiver, andererseits verloren die Songs mehr und mehr an Struktur. Was blieb, war ein Rausch.
Aber man kann nicht immer weiter nach Westen gehen. Nach Solo-Projekten der einzelnen Band-Mitglieder, einer mehrjährigen Pause und der Veröffentlichenug der großartigen Live-Platte THE NAME OF THIS BAND IS ... nahmen die Heads ihr fünftes Studioalbum auf und vollzogen damit einen Richtungswechsel: Im Unterschied zu REMAIN IN LIGHT ist die Musik radikal entschlackt, die Songs sind klar strukturiert, der fast undurchdringliche Perkussions-Dschungel ist klaren, knackigen Funk-Rhythmen gewichen. Durch den gezielten Einsatz des Synthezizers erlangt die Platte einen modernen aber nicht modischen, glasklaren Sound.
David Byrnes Texte sind zwar immer noch so kryptisch wie zuvor, aber er verzichtet auf das Pathos der vorhergehenden Aufnahmen und wirkt dadurch oft sogar spielerisch. Das Ergebnis ist eine vielleicht nicht leichte, aber doch transparente, manchmal fast heitere und meist sogar tanzbare Platte. Der Song BURNING DOWN THE HOUSE war 1983 in Szene-Discos ein Tanzflächenfüller. SWAMP ist ein augenzwinkernder Blues und THIS MUST BE THE PLACE (NAIVE MELODY) ist ein - ironischer? - bitter-süßer Song, der es ohne weiteres mit DON'T WORRY ABOUT THE GOVERNMENT vom T.H.-Debut '77 aufnehmen kann.
Nach SPEAKING IN TONGUES gab es von den Heads noch den grandiosen Konzertfilm STOP MAKING SENSE plus gleichnamigen Soundtrack. Danach veröffentlichten sie noch einige Platten, die so klangen wie ein T.H.-Verschnitt, auch wenn immer wieder auch noch ein paar Song-Perlen enthalten waren. Danach war Schluss. SPEAKING IN TONGUES war ihr letztes großes Studioalbum.
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Produkt-Bild: Remain in Light

Remain in Light von Talking Heads

Audio CD von Warner Bros. Records (Warner)
Preis bei Amazon: EUR 7,34, Angebote ab EUR 2,99

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: August 1983
Zoom ± Produkt-Bild: Remain in Light

Tracks:

  • Born Under Punches (The Heat Goes On)
  • Crosseyed And Painless
  • The Great Curve
  • Once In A Lifetime
  • Houses In Motion
  • Seen And Not Seen
  • Listening Wind
  • The Overload

Produktbeschreibung


REMAIN IN LIGHT

Aus der Amazon.de-Redaktion


Damals, 1980, waren altgediente Talking-Heads-Fans einigermaßen angenehm überrascht von Remain in Light. Koproduziert und mitgeschrieben von Brian Eno, wurden Byrne und seine Leute begleitet vom Gitarrengott Adrian Belew, den Funklegenden Bernie Worrell an den Keyboards und Steven Scales als Perkussionist. Zusammen mit weiteren Mitspielern sorgte dies für einen weitaus volleren und funkigeren Sound, den damals keiner von ihnen erwartet hätte. Die ersten drei Songs sind einzige, ausgedehnte Tanzparties, in denen musikalische, als auch Textphrasen unendlich oft wiederholt werden. Dazu kommen absolute Ohrwurmmelodien, die einem nach Tagen noch im Kopf umherschwirren. "Once in a Lifetime" war der große Hit, der rockigste Titel aber ist Nummer drei, "The Great Curve". Danach wird es etwas geradliniger und zahmer. Es ist immer noch hervorragendes Material, bis hin zum Eno-haft düsteren "The Overload". Die zweite Hälfte des Albums ist vielleicht eher zum Schlafen, denn zum Tanzen geeignet, was aber voll in Ordnung geht: Nach den überschwenglichen ersten drei Songs benötigt man nämlich dringend einen Erholungsschlaf. --Dan Leone
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5 Kundenrezensionen:

,Artistic, funky music, for your body and your mind'...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
...so beschreibt Adrian Belew, der hier als zweiter Gitarrist agierte, dieses Album. Treffender kann man es wohl auch kaum ausdrücken.

Der Funk dominert hier den paranoiden New Wave der Heads noch stärker als auf dem Vorgänger Album ,Fear Of Music' und die homogene Produktion Brian Eno's sorgt dafür, dass ,Remain In Light' als Ganzes, als Einheit wahrgenommen wird. Erstaunlich hier, dass trotz der Hauptzutaten - eben New Wave und Funk - ein durchgehend psychedelische feeling vermittelt wird. Erklärbar wird das möglicherweise durch die Tatsache, dass auf diesem Album Byrnes Melodien um die Instrumentals herum geschrieben wurden. Der Funk der hier die Basis bildete wurde mit viel - in Polyrhythmen agierenden - percussions angereichert. ,Afrobeat' war hier ein zusätzlicher großer Einfluss und einer der percussionisten auf diesem Album ist Robert Palmer, der seine Alben zu dieser Zeit ja ebenfalls in den Compass Point Studios auf den Bahamas einspielte.

David Byrnes Texte sind hier immer noch paranoid, aber die Melodien sind oft nur bei den Refrains vorhanden, und die Strophen werden manchmal schon fast gerappt, wie z. bsp. bei ,Once In A Lifetime'.

Dass das hier - trotz jeder Menge elektronischer Krimskrams von Eno und der snythisizer Gitarren von Belew - so groovt und tanzbar ist, ist irgendwie erstaunlich. Auch, dass dieses Album nie zu voll geräumt klingt.

,Remain In Light' gilt gemeinhin als das magnum opus im Werk der Talking Heads, und strahlt 30 Jahre später immer noch eine ungeheure Faszination und Frische aus. Soundmäßig gut gealtert ist es sowieso.
Die DVD-Audio lebt!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
...auch wenn sie meist "totgeschwiegen" wird,wie bei deiser "Doppel-CD".Es handelt sich nämlich um ein "Double-Disc" Set bestehend aus der remstered CD inkl.Bonustracks plus einer hervorragenden DVD-Audio mit einem 5.1-Mix von Jerry Harrison.
Der Sound mit 96 kHz/24 bit ist überragend,zudem gibt es 2 Videos als Bonus.
Die Heads im besten Sound aller Zeiten
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Remain in Light, das große Getrommel, der Buschfunk, das wüste Gestammel, die Phrasierungen und die Stakkato-Riffs, die beste Platte der besten amerikanischen Band ever. Nun erscheint die ursprünglich 1980 erschienene 4. Platte der New Yorker in einer akkustisch völlig überarbeiteten Form. Heads-Keyboarder Jerry Harrison hat persönlich mit dem Heads-Produzent der letzten Jahre E.T. Thorngreen alle acht Studioalben der Band völlig neu abgemischt. Neben der regulären CD, die um einige Studio-Outtakes aus den legendären Sessions mit Produzenten-Ikone Brian Eno ergänzt wurden, aber eher vernachlässigenswert sind, gibt es eine DVD mit der ganzen Scheibe im 5.1-Sound, einer Abmischung, bei der man das Gefühl bekommt, die ganze Platte wäre nochmal völlig neu aufgenommen worden, so brilliant und klar ist der Sound, so transparent auf einmal die Arrangements. Gerade Remain in Light kann bei dieser neuen Abmischung besonders punkten, denn die Vielschichtigkeit der Musik mit all ihren Fallstricken und Tücken kommt viel deutlicher zum Vorschein. Und man entdeckt seine Lieblingsmusik völlig neu. Zusätzlich gibt es auf der DVD-Scheibe zwei Songs von dem legendären Fernsehauftritt im ZDF aus dem Jahre 1980 bei RockPop in concert, dem leider völlig in Vergessenheit geratenen Pendant zum Rockpalast der ARD. Crosseyed and Painless und das wunderbare Once in a lifetime werden hypnotisch und überzeugend gespielt und man wartet eigentlich nur auf den Tag, an dem endlich endlich das gesamte Konzert auf einer DVD erscheint.
Der Stadtneurotiker
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wieder ein Album das kaum zu beschreiben ist. Die Talking Heads schlugen den Crossover von Rock zu Weltmusik und Techno. Infernalisch-polyrhythmische Busch-Groove-Monstren versehen mit paranoiden Texten des hypernervösen City-Neurotikers David Byrne. Diese entfesselte Wucht, diese flirrende und verwirrende Vielschichtigkeit ist bis heute (!) unerreicht. Die Talking Heads selbst sollten dieses Werk nicht mehr übertreffen.
Mein Klassiker
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Diese Platte stellt meiner Meinung nach den Höhepunkt des Werkes der Talking Heads das. V.a. die ersten 3 Titel (S. 1 der LP) gehört mit auf den Olymp der Pop-Musik. Crosseyed and Painless und The Great Curve sind wahre Meilensteine, polyphon verschachtelt (Philip Glass hätte seine Freude daran), gleichzeitig aber mit einem unglaublichen Drive, v.a. druch afrikanische Rhythmen. Die 2.Seite fällt im Vergleich dazu etwas ab - es ist halt wohl fast unmöglich, solch einen Standard über ein ganzes Album hinweg zu halten, selbst für David Byrne. Leider ist es den Talking Heads danach trotz ein paar wirklich noch sehr guter Alben nicht mehr gelungen, zu so einer Form aufzulaufen. Schade!!!
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