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Produkt-Bild: Outer South

Outer South von Conor & the Mystic Valley Band Oberst

Audio CD von Cooperative Music (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 12,20, Angebote ab EUR 6,00

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Outer South

Tracks:

  • Slowly (Oh So Slowly)
  • To All The Lights In The Window
  • Big Black Nothing
  • Air Mattress
  • Cabbage Town
  • Ten Women
  • Difference Is Time
  • Nikorette
  • White Shoes
  • Bloodline
  • Spoiled
  • Worldwide
  • Roosevelt Room
  • Eagle On A Pole
  • I Got The Reason #2
  • Snake Hill

Aus der Amazon.de-Redaktion


Conor Oberst hat immer wieder betont, wie gleichberechtigt er seine Bandmitglieder bei den Bright Eyes sieht. Trotz seiner scheinbar übermächtigen, trotz seiner alle überragenden Fähigkeiten als Songwriter. Fast auf den Tag genau veröffentlicht der Sänger aus Omaha neun Monate nach seinem ersten, selbstbetitelten Solo-Album mit dem wieder einmal überzeugenden Outer South ein zweites unter eigenem Namen. Fast jedenfalls, denn diesmal wird die Mystic Valley Band mit erwähnt. Benannt wurde sie nach dem mexikanischen Valle Místico, wo sich das Sextett auf der Flucht vor dem grimmigen Nebraska-Winter im Jahre 2008 aufhielt. Die Aufnahme-Sessions und Live-Konzerte ließ die Band zu einer solchen zusammen wachsen. Ein Prozess, der sich deutlich hörbar auf Outer South bemerkbar macht. Im Gegensatz zu Conor Oberst tritt der scheinbar übermächtige Frontmann nun häufiger ins zweite Glied zurück. Er überlässt den Gitarristen Taylor Hollingsworth und Nik Freitas, dem Keyboarder Nathaniel Walcott, Bassist Macey Taylor und Drummer Jason Boesel einige Male das Songwriting oder beteiligt sie daran. Selbst die feste Position am Mikrophon tritt Oberst ab, was aber nicht zu einem Bruch führt, was Outer South aber auch zu keinem Meisterwerk macht. Es ist eine erwachsen und sehr amerikanisch klingenden Platte mit viel Country-Music, Folk-Einflüssen, Liebeserklärungen an Neil Young & Crazy Horse und Westcoast-Elementen. Outer South ist das Ergebnis einer Symbiose, das Produkt einer Band of Brothers. Hoffentlich treten sie nicht in Konkurrenz zu den Bright Eyes. - Sven Niechziol
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Außergewöhnlich gut gelungen
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Mein erster Gedanke: Nicht gerade den Conor, den man vom ersten Album kennt.
Der zweite Gedanke: Aber irgendwie trotzdem gut, obwohl er auch die anderen der Gruppe ans Mikro lässt und man daher nicht ausschließlich seiner guten Stimme lauschen kann. Allerdings sind seine Mitspieler ja auch nicht schlecht.
Der letzte Gedanke: Super tolles Album, sehr gut gelungen und mit einer Bandbreite an Songs, wie ich es nicht erwartet hätte.
Witzigerweise gefallen mir auf diesem Album gerade die etwas "wilderen, flippigeren Songs" besser als die ruhigen, von denen es ja auch das eine oder andere gibt. Denn gerade die ruhigen gefielen mir auf seinem ersten Soloalbum ausgesprochen gut und zuerst war ich ein bisschen enttäuscht, dass dieses Album nicht so ganz dem Vorgänger entsprach. Innerhalb weniger Minuten hat sich meine Meinung allerdings geändert, vor allem bei Songs wie Slowly, Bloodline, Spoiled, Worldwide und Air Mattress. Von sechzehn Songs haben bei mir zehn mehr als drei Sterne bekommen, deswegen bekommt das Album vier Sterne von mir.
Viele Köche verderben den Brei...
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Das erste Solo-Album ließ wieder hoffen, dass Conor zu alter Form zurück gefunden hat. Was er hier mit der Mystic Valley Band abliefert, ist leider größtenteils Durchschnittsware. Fast jeder darf mal ran und ein Lied singen, so kommen viele Songs zusammen aber halt nichts besonderes. Wenn Conor selber singt gibt`s gerade noch vier Sterne, der Rest - auch wenn er sich sehr Mühe gibt - bringt`s bei mir nicht auf mehr als zwei. Ein Conor Oberst Mini-Album wär mir lieber gewesen...
Conor erwachsen?
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Auf Outer South setzen sich die Tendenzen des letzten Conor Oberst-Albums fort. In Hinblick auf Conors neuere Produktion mit der Mystic Valley Band ist ja oft festgestellt worden, dass Conor nun musikalisch quasi erwachsen sei. Dementsprechend loben die einen seine mainstream-lastigere Ausgereiftheit, die anderen vermissen die Fragilität und (jugendliche?) Verzweiflung seiner Bright-Eyes-Songs.
Um die Lieder seiner Bandkollegen (die immerhin fast die Hälfte der CD ausmachen!) gleich abzuhaken: auf einer Grillparty würden sie sich gut als Hintergrundmusik machen. Und ja, das ist eine Verwendung einer Conor-Oberst Platte, die vor ein paar Jahren mit wenigen Ausnahmen ziemlich unmöglich erschienen wäre. Big Black Nothing verleitet zum Mitsingen und überrascht durch einen interessanten Text, bleibt aber bei mehrmaligen Hören doch etwas belanglos, Air Matress langweilt durch Vorhersehbarkeit schon nach dem zweiten Hören, Taylor Hollingsworths jugendliche Stimme und Texte (Air Matress, Snake Hill) nerven schnell.
Gerade im Kontrast zu seinen Bandkollegen zeigt sich Conors Niveau. Seine Stimme ist nochmals tiefer und kratziger, ein Stimmlagenwechsel, der ihm sehr gut steht, denn er klingt, ja: erwachsener, und hat sich gleichzeitig das so typische Zittern in der Stimme erhalten. Musikalisch trifft man jetzt nochmals eingänglichere Refrain-Songs mit vielen sprachlichen und melodischen Wiederholungen (Spoiled, To all the Lights in the Windows). Sprachlich sind wie schon beim letzten Album die Texte auf Outer South kryptischer, mit vielen intertextuellen Anspielungen. Es ist also nicht mehr viel übrig von den immer irgendwie wie Tagebucheinträgen klingenden Texten seiner früheren Werke. Die neuen Texte entziehen sich dem einfachen Mitfühlen durch größere Artifizialität. Auf der anderen Seite passiert jetzt nicht mehr der sehr "großzügige" Umgang mit Wortbetonungen zugunsten des Rhythmus ("the instinct of the blind inSECT" in "I believe in Symmetry" etc. etc.), der mich zumindest immer ziemlich gestört hat. Er scheint seinen Umgang mit Sprache und Rhythmus mehr zu reflektieren.
Tracks wie White Shoes und Ten Women, in denen die Country-Begleitung zurückgeschraubt ist, helfen, sich mit dem neuen, erwachsenen Conor anzufreunden: gewohnt brilliante Texte, ausgefeilter jetzt und eine ruhigere, abgeklärtere Atmosphäre, in denen aber immer noch die alte Verzweiflung an der Welt durchscheint.
Seine frühen Platten sind Rohdiamanten, ungeschliffen und schmerzhaft aufrührend, Outer South ist ausgereift, gesetzter, aber aus diesem Grund auch schneller abgenutzt. Ich auf jeden Fall bin trotzdem froh, dass der junge, verzweifelte Conor nicht früh zum Märtyrer geworden ist, sondern uns jetzt mit geschliffenerer, wenn auch weniger aufreibender Musik beglückt. Wollen wir hoffen, dass er in der Zukunft nicht in die Country-Belanglosigkeit von Nikorette und Cabbage Town abrutscht, sondern ihm weiterhin seine sanften, intelligenten Geniestreiche à la White Shoes gelingen.
Ten Women, White Shoes, Spoiled und To all the Lights in the Windows sind 4 Gründe, dieser CD trotz allem 4 von 5 Sternen zu geben.
16 Songs die die ganze Bandbreite des traditionsreichen Folkrock abdecken
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Conor Mullen Oberst ist ein Tausendsacher und ähnlich produktiv wie Ryan Adams. Er gründete 1997 das Ein-Mann-Band-Projekt Bright Eyes und ist damit mittlerweile in Nordamerika und Europa eine angesehene Größe im Indie- und Alternative-Sektor. Conor Oberst begann mit 13 Jahren, Musik zu machen. Seinen ersten Song nahm er laut eigener Angabe mit einem Kinderkassettenrekorder und einer Akustikgitarre auf. Im gleichen Jahr gründete er mit seinem Bruder Justin zusammen das Label Lumberjack Records, heute bekannt als Saddle Creek. 1995 bis 1997 spielte er als Gitarrist und Sänger bei Commander Venus. 1996 begann Conor Oberst bei den Magnetas und wurde in diesem Jahr auch Mitglied bei Park Ave, bei denen er am Schlagzeug saß. Mit 17 wurde er bereits hauptberuflicher Musiker. Mittlerweile bindet er auch ein komplettes Orchester oder Gastmusiker wie die Country-Sängerin Emmylou Harris in seine Aufnahmen ein. Er war auch Sänger der 2002 aufgelösten Band Desaparecidos, die emolastigen Indierock spielte und die punkige Seite dieses Musikers zum Vorschein brachte. Im August 2008 veröffentlichte Conor Oberst ein nach ihm benanntes Soloalbum. Die Aufnahmen hierzu fanden innerhalb eines Monats im mexikanischen Tepoztlán statt. Als Begleitband wurde er von der eigens gegründeten 'Mystic Valley Band' unterstützt, die sich unter anderem auch aus Musikern zusammensetzt, die schon in seinem Projekt Bright Eyes mit Oberst zusammengearbeitet hatten. Jetzt liegt das Zweitwerk "Outer South" vor, welches mit 16 Songs, die die ganze Bandbreite des traditionsreichen Folkrock abdecken und dank seines endlich bewusst und konzentriert eingesetzten Talents überzeugt. Kritiker werden auch an diesem Album einen Haken finden, aber der geneigte Zuhörer wird sich an herausragenden Balladen wie "White Shoes" erfreuen und daran, dass Folkrock hier noch unbestreitbar lebendig daherkommt.
Conor Oberst mag nicht mehr alleine sein...
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Schön, wenn eine Platte mal durch Qualität UND Quantität auffällt! 16 Songs auf 70 Minuten, allein es wäre schlecht, wenn die Musik dazu nichts taugt. Beim Wunderkind aus Omaha muss man sich da eigentlich selten Sorgen machen. Zumal jetzt auch ganz offiziell die "Mystic Valley Band" mit aufs Cover darf. Und mitsingen auch...
"Outer South" klingt erwachsener, weniger jugendlich verzweifelt als die Werke, die Oberst eigentlich bekannt/berühmt gemacht haben. Das perfekte Songwriting ist ihm geblieben. Stücke wie "To all the lights in the window", "Ten Women" oder "Eagle on a pole", das muss ihm erst mal einer nachmachen. Und trotz der allgemeinen (Alt.)-Countrylastigkeit, mit "Roosevelt Room" geht auch rockig die Post ab.
Kurz gesagt: Mit hat die CD vom ersten Hören an gefallen, was ich nicht von jeder Bright-Eyes-CD behaupten kann - bei denen hat es meist länger gedauert. Die vier Sterne sind "GUTE 4" (9 von 10), denn "Outer South" ist für mich seit dem alles Überragenden "I'm wide awake..." das Beste von Conor Oberst (& Friends).
Etwas besser als das an sich schon gute Soloalbum, nicht ganz die Brillanz von "Wide awake...".
Absolut hörenswert!
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Outer South [Vinyl LP]

Outer South [Vinyl LP] von Conor Oberst & The Mystic Valley Band

Schallplatte von Cooperative Music (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 24,99, Angebote ab EUR 18,82

Erscheinungsdatum: Mai 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Outer South [Vinyl LP]

Tracks:

Disk 1
  • Slowly (Oh so slowly)
  • To All The Lights In The Windows
  • Keine Titelinformation
  • Air Mattress
  • Cabbage town
Disk 2
  • Ten Women
  • Difference is time
  • Nikorette
  • White shoes
Disk 3
  • Bloodline
  • Spoiled
  • Worldwide
  • Roosevelt room
Disk 4
  • Eagle on a pole
  • I got the reasons #2
  • Snake hill

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