... 
Produkt-Bild: Carried to Dust (Digi)

Carried to Dust (Digi) von Calexico

Audio CD von City Slang (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 9,67

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Carried to Dust (Digi)

Tracks:

  • Victor Jara's Hands
  • Two Silver Trees
  • The News About William
  • Sarabande
  • Writer's Minor Holiday
  • Man Made Lake
  • Inspiracion
  • House Of Vaparaiso
  • Slowness
  • Hole In Your Head (bend in the road)
  • Trigger (Revisited)
  • Tornado Watch
  • Falling From Sleeves
  • Red Blooms
  • Contention City

Aus der Amazon.de-Redaktion


Treue Fans reagieren bisweilen irritiert, wenn ihre Lieblingsbands Veränderungen am Gesamtsound vornehmen. Die gute Nachricht gleich vorweg: Calexico kehren auf dem jederzeit überzeugenden Album Carried To Dust in die markanten und staubigen Wüstenrock-Fußspuren der Vergangenheit zurück.
Also dorthin, von wo der kontrovers aufgenommene Vorgänger Garden Ruin die Flucht zu eher konventionell arrangierten, dem Pop zugewandeten Songs antrat. Der auf reine Instrumentals verzichtete, rockte wie nie zuvor und große Momente hat. Carried To Dust scheint daran anschließen zu wollen, denn gleich das von federnden Rhythmen dominierte Eröffnungsstück „Victor Jara's Hands“ tänzelt trotz der inhaltlichen Schwere mit der Thematisierung des 1973 von den Militärs ermordeten chilenischen Folksängers und kommunistischen Aktivisten. Danach aber machen sich Calexico, einmal mehr angetrieben von den beiden Songwritern und Produzenten John Convertino & Joey Burns, auf zu den vertrauten Mariachis, den verschleppenden Beats, exzentrischen Klängen, den eigenwilligen Streifzügen durch Alternative-Rock, Dub, Jazz, Latin, Folk und Country. Einmal mehr lassen sich Calexico von namhaften Gästen wie Doug McCombs (Tortoise) oder auch Sam Beam von begleiten. Mit dem Kopf von Iron & Wine setzen Calexico als engagierte Hausband ja schon auf dem Soundtrack zur Bob-Dylan-Hommage I'm Not There Glanzpunkte. Nicht alles scheint leuchtend hell auf diesem Album, denn Calexico kommen nicht umher, aus sich selber zu schöpfen und alte Zitate aufzugreifen, die Erinnerungen an frühe Lieder wecken. Aber wie keine andere Band verstehen sich die Männer aus Arizona auf solch geisterhafte Sounds wie in „Man Made Like“ oder dem entrückten „Contention City“, dem würdigen Finale. --Sven Niechziol
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Ein Zwischending
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ich schließe mich den bisherigen Rezessionen an - "Carried to Dust" ist irgendwo ein Mittelding zwischen den legendären älteren Alben (insbesondere "Black Light") und dem mit "Garden Ruins" unternommenen Versuch der Annäherung an klassische Rock- und Pop-Formen. Ob man das für gut hält oder nicht, ist wahrscheinlich Geschmackssache. Mir hat es überwiegend gut gefallen - ein Meilenstein der Musikgeschichte ist es sicherlich nicht.
Calexico besinnen sich auf alte Stärken
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Nach dem ins poppige abgeglittenen Vorgänger "Garden Ruin" erwarten einen hier wieder die altgewohnten Soundteppiche, geküpft aus Mariachi, mexikanischer Wüstenatmosphäre, Slidegitarren, Schweineorgeln, Vibraphones usw. Joey Burns, Kopf der Band und die Band an sich schaffen es wieder, die Grenze zwischen Californien und Mexico stilsicher in einem "Roadmovie" einzufangen. Also kann man sich wieder treiben lassen, auf welcher Strasse man auch unterwegs ist.
Man muß sich nicht immer neu erfinden. Gelungen!
Tex Mex, Mariacchis, Folk
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Sie drehen gerade einen Dokumentarfilm über das Leben abseits der Großstädte in Arizona und Südkalifornien und haben noch keine Ahnung welche Musik Sie als Untermalung nehmen werden? Hören Sie hier mal rein, dann haben Sie Sie gefunden.

Carried To Dust ist eine sehr schöne Platte und bietet den üblichen Calexico sound - also eine Mischung aus dem Folk von The Band, Ry Cooders Tex mex Mätzchen und dem laid back feeling von J.J. Cale.

Am besten funtkionieren Calexico wenn sie diese etwas düsteren atmosphärischen langsamen songs erzählen; dann kommt diese Musik wirklich emotional rüber und nicht nur als geschmacksvolle Untermalungsmusik für den nächsten Kalifornien Urlaub. Gleich 3 wunderbar Stücke gibt es hier in dieser Machart von denen ,Man Made Lake' das beste und eines der besten Calexico Stücke überhaupt ist. Auch gut funktionieren die mexikanisch angehauchten songs mit Mariacchi Bläsern - obwohl man hier merkt daß sie große fans von Ry Cooder sind - aber genau die lockern die eher ruhige Grundstimmung des Albums angenehm auf und sind auch toll komponiert.

Apropos ruhige Grundstimmung: das bedeutet nicht, daß die songs langweilig oder zäh dahinmäandern; einige songs werden von einer luftigen Leichtigkeit getragen, die verblüfft; bei anderen wird angedeutet wie sich Calexico im Rock Kontext anhören könnten, wie bei dem großartigen Tornado Watch; und Trigger (Revisited) klingt sowieso wie das Filmathema zu einem vergessenen Spaghetti Western.

Ein durchaus fesselndes Album also von dem man mit Fug und Recht sagen kann, daß Calexico ihre Sensibilität dafür was ein song braucht perfektioniert haben. So vielfältig wie Ry Cooder auf seinem letzten Album sind sie dann zwar doch nicht, aber dafür viel detailverliebter und noch eine Spur überlegter bei den Arrangements.
"Rückkehr zu bewährtem Sound"?
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Also gut, man tut sich als eingefleischter "Calexicaner" gar nicht so leicht, seine Enttäuschung zu verbergen. Aber ich widerspreche der Amazon-Redaktion entschieden, wenn hier behauptet wird, dass mit diesem Album eine Rückkehr zum Wüstensound stattgefunden hätte. Sehnsüchtig weine ich den frühen Tagen dieser Ausnahme-Band nach. Noch immer blitzt hie und da so etwas wie Originalität auf, meistens jedoch versorgt uns Joey Burns mit Faserschmeichlerei im Stile eines Daniel Lanois als Interpret von Weihnachtsliedchen. Zu glatt, rund, angepasst erscheint mir das neue Werk. Keine Gitarrensounds mehr im Stile von Italo-Western, kaum mehr ist die Pedal Steel zu hören und schon gar nicht mehr Ausflüge in den Jazz, mit denen uns Calexico bis zu Feast of Wire gezeigt haben, dass sie gelernte Musiker sind, die weit mehr drauf haben, als das Repertoire von G-F-C-Am-Em-Akkordkombinationen. Daher vergebe ich mich etwas Wehmut nur 3 Sterne und hoffe, dass sie wenigstens noch live jene Spiellaune an den Tag legen, derentwegen ich Calexico lieben gelernt habe.
Angebot zur Versöhnung
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Da ich zu den Menschen gehöre, die sich unbesehen jedes Calexico Album zugelegt haben, welches in den letzten Jahren so erschienen ist, muss ich feststellen: Carried to Dust scheint so eine Art Friedensangebot an die Fangemeinde Calexicos zu sein. Nachdem aus Kreisen der eingefleischten Calexico Fans mehr Kritik als Lob für das Vorgängeralbum "Garden Ruin" zu hören war (ich persönlich fand es auch zum Gähnen), scheint man sich wieder an die "Black Light" oder "Feast of Wire" Ära anlehnen zu wollen. Das wird auch schon beim ersten Blick auf das neue Album Cover klar. Das Artwork geht doch eindeutig in die Richtung der beiden angesprochenen Alben.

So weit so gut, Friendesangebot angenommen. Es ist ein ganz ordentliches Album geworden. Ich schließe mich an dieser Stelle dem offiziellen Amazon-Rezensentenan: Burns und Covertino covern sich auf "Carried to Dust" streckenweise sehr intensiv selbst. Insofern ist nicht viel Neues auf dem neuen Longplayer zu entdecken. Sie covern zwar ausgesprochen gut - es gibt einige sehr schöne Melodien (Victor Jara}s Hands, House of Valparaiso, Two Silver Trees sind meine persönlichen Favouriten) - aber man hat den Eindruck, viele der enthaltenen Ideen schon unter anderem Namen in seiner gut sortierten Calexico-Sammlung stehen zu haben.

Fazit: solide Calexico-Kost ohne viel Höhen und Tiefen, auf dem Weg zu neuen Höhen (aber noch nicht wieder ganz oben angekommen). Der Fan wird es sowieso kaufen, der Calexico Neuling sollte zu den oben erwähnten beiden Alben oder der DVD "Worlds Drift in" greifen. Dort überall ist Calexico in Höchstform zu genießen.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: The Black Light

The Black Light von Calexico

Audio CD von City Slang (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 10,95, Angebote ab EUR 8,13

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: März 2006
Zoom ± Produkt-Bild: The Black Light

Tracks:

  • Gypsy's curse
  • Fake fur
  • The ride (Pt. II)
  • Where water flows
  • The black light
  • Sideshow
  • Chach
  • Missing
  • Minas de cobre (for better metal)
  • Over your shoulder
  • Vinegaroon
  • Trigger
  • Sprawl
  • Stray
  • Old man waltz
  • Bloodflow
  • Total time

5 Kundenrezensionen:

Das eine Calexico-Album (opinions may vary)
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe Calexico auf Tour in Deutschland zu diesem Album kennengelernt und bin seitdem ein Jünger, wenn auch ein unsteter. Dieses Album hat alles, was diese Gruppe ausmacht - Morricone, Tex-Mex-Poesie, weite Landschaften als Musik und lauten Mariachi, der Balkan-Beat der USA.

Ich kann verstehen, wenn andere Freunde der Kollegen Burns & Covertino weniger enthusiastisch sind, ich unterstelle dem oder der jeweiligen HörerIn dann eine Nähe zu Giant Sand. Ich für meinen Teil empfinde die lyrischen Qualitäten Calexicos schwer zu wertschätzen (oder einfach teilweise abwesend), aber die einfache, instrumentalische Arbeit ist fantastisch. Schlagt mich, aber Minas De Cobre allein ist das Album wert.

Wenn möglich: Live angucken! Calexico, so langweilig sie anfangs scheinen, ist ein ausgefuchster Live-Act mit Material und Laune für einen Abend oder mehr.
Stimmungsvoll und vielseitig - das Meisterwerk von Calexico
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wer schon immer mal Fan dieser aussergewöhnlichen Combo werden wollte, der sollte sich von diesem Album mitreissen lassen. Mariachi-Sounds und orbiterfüllende-Gitarren, gepaart mit der einmaligen Stimme Joey Burns' und der Vielzahl weiterer Synth-Klänge und gekonnt in Schwingung versetzter Instrumente, versetzen den Indie-Liebhaber in eine laue Sommernacht zwischen den Kugelkakteen der arizonaischen / nordmexikanischen Sonora-Wüste. Höhepunkt ist mein persönlicher Song des Jahrzehnts: Across the Wire.
Die Wüste lebt
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die Giant Sand Rhythm Section mit ihrem zweiten Output und eigentlich ersten offiziellen Release. Burns und Convertino experimentieren gekonnt mit Mariachi,Rock,Folk,Blues,Americana und ein wenig Jazz. The Black Light ist eigenwillig und hat Kultstatus. Zu dieser Zeit gab es auch noch diverse inoffizielle CD`s,die es meistens nur auf Konzerten zu kaufen gab. Der Nachfolger Hot Rail ist ebenfalls aus dem gleichen Holz geschnitzt und damit endet für mich der Indie Kultstatus dieser Band. Die Alben danach schafften es sogar in die Hitparaden,doch der Mariachi Sound ging verloren.The Black Light und Hot Rail lassen einem die Hitze der Arizona Wüste spüren.
Ab in die Wüste
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Mit "The black light" schicken Calexico den Hörer geradezu in die mexikanische Wüste, weit ab von der Zivilisation in eine Landschaft voller Stille.
Dabei zeigen Calexico einmal mehr ihr musikalisches Können:
Über Wüstenrock ("Gypsy's curse") zum Jazz ("Chach"), dazu zahlreiche atmosphärische Instrumentaltracks, Tex-Mex-Polka und wunderschöne Balladen ("Missing", "Bloodflow").
All dies und ganz besonders die geniale Pedal-Steel-Gitarre, die des öfteren zu hören ist, machen "The Black Light" zu einem unvergleichbar schönen "New-Country"-Album.
Klasse Scheibe!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Insgesamt absolut hörenswert, mit ein paar wenigen Ausnahmen stilsicher und authentisch, aufnahmetechnisch guter Durchschnitt!
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Garden Ruin

Garden Ruin von Calexico

Audio CD von City Slang (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 10,95, Angebote ab EUR 6,55

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: März 2006
Zoom ± Produkt-Bild: Garden Ruin

Tracks:

  • Cruel
  • Yours And Mine
  • Bisbee Blue
  • Panic Open String
  • Letter To Bowie Knife
  • Roka
  • Lucky Dime
  • Smash
  • Deep Down
  • Nom de Plume
  • All Systems Red

Produktbeschreibung


GARDEN RUIN

Aus der Amazon.de Redaktion


Garden Ruin packt einen nicht sofort -- so der erste Eindruck. Aber das geht ja nun nicht, Calexico und ein schlappes Album, das passt nicht zusammen. Nicht nach Feast Of Wire und schon gar nicht nach Hot Rail. Also wieder und wieder reinhören, auf Detailsuche gehen, die Stimmungen aufsaugen, Texte analysieren und siehe da: Garden Ruin ist wieder ein gutes Album von Joey Burns und John Convertino.
Die beiden Musiker aus Tucson / Arizona haben mittlerweile Giant Sand verlassen und die neuen zeitlichen Freiräume genutzt. Sie arbeiteten, spielten oder tourten mit Wilco, Iron & Wine, Nancy Sinatra, Nicolai Dunger, Neko Case oder dem Gotan Project, tauchen in Collateral, dem Film von Michael Mann, auf. Dann waren da immer wieder politische Gespräche mit Fans in Europa. So etwas hinterlässt Eindrücke wie Einflüsse. Gepaart mit der nicht neuen Erkenntnis, dass man ja älter und (hoffentlicht) erfahrener wird, dass eine Band im Stillstand bald eine tote Band ist, haben Calexico Justierungen vorgenommen.
Im welt- und genreumspannenden Klang-Cosmos mit seinen bekannten und immer wieder genannten Elementen aus Fado, Chansons, Italo-Western, Jazz, Gypsy-Musik, mexikanische Bläser, Folk oder Country war noch immer Platz für Neulinge und Erneuerungen. So gibt es jetzt mit JG Foster einen Produzenten, kein Track ist ein Instrumental, die Mariachis und Streicher mussten etwas Raum an Backing-Gesang abtreten. Durch mehr Pop-und Rock-Elemente sind viele Songs griffiger, melodiöser und flüssiger geworden. Für alle Stimmungslagen haben Calexico wieder etwas parat: „Panic Open String“ oder „Yours And Mine“ für die Melancholiker, „Smash“ für die Träumer, „Letter To Bowie Knife“, „Deep Down“ und das grandiose „All Systems Red für die Liebhaber härterer Kost.
Parallel zur Veränderung in den Arrangements haben Calexico, die Re-Inkarnation der sensationellen Gruppe Love, auch inhaltlich zugelegt und die politischen Gedanken und Emotionen im Entstehungsprozess von Garden Ruin in die Texte einfließen lassen. So thematisiert „Cruel“ Umweltzerstörung und in dem finalen „All System Red“ attackieren Calexico mit so nicht gekannter Wut einen nicht gerade beliebten US-Präsidenten. Ohne ihn wäre die Welt zwar um einige Probleme ärmer, dafür ist die Pop-Kultur - welch schwacher Trost - um etliche Songs reicher geworden. Jetzt hat er schon Calexico gegen sich aufgebracht und sie zur Hochform getrieben. Der Mann versteht es, sich namhafte Feinde zu machen. --Sven Niechziol
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Galexico
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Auch für mich unverzichtbar, anders als die andern, aber das ist die Musik von den Jungs eh, hier die etwas poppigere Seite, aber für mich eine der starken Gruppen mit akustischen instrumenten.
keineswegs schlechter als vorher
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Eine Veränderung im Sound von Calexico war absolut notwendig und auch logisch. Wäre man beim Stil der letzten drei Alben geblieben (die natürlich auch jedes für sich ein wenig anders klingen), hätte die Band ganz schnell in die Belanglosigkeit abrutschen können. Es wäre wahrscheinlich ein kommerziell besserer Schachzug gewesen - ich glaube aber nicht, dass das der vorherrschende Grund für diese Band ist Musik zu machen. Calexico ist wirklich eine der interessantesten Formationen unserer Zeit - musikalischer Stillstand ist da eine Katastrophe. Und die Songs von "Garden Ruin" sind wirklich hervorragend (in dieser Hinsicht wahrscheinlich das bisher beste Album der Band) - man muss halt nur akzeptieren, dass es eben weiter geht. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, was als nächstes kommt...
Calexicos Schwächste!
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Es ist ja ehrenwert, wenn Künstler etwas Neues versuchen, nur leider überzeugt mich diese Fortentwicklung hier nicht, vor allem weils hauptsächlich in eine Richtung geht: poppiger, seichter. Calexico drücken hier in eine Nische, die schon vielfach besetzt ist und hinterlassen an anderer Stelle ein Vakuum. Den Opener "Cruel" würde ich ja noch als ganz nettes Stück durchgehen lassen, aber dann folgen 4 Songs ähnlichen Kalibers (zwar fein arrangierter, aber langweiliger Country-Pop oder so was). Roka mit seinen Latino-Anklängen wirkt wie ein Alibi-Stück für die Liebhaber des (M)exico-Anteils von Calexico, trotzdem ganz gelungen. Mit "Lucky Dime" folgt der Tiefpunkt, ehe ab "Smash" eine Art Endspurt beginnt mit Songs, die durchweg o.k. sind, hervorzuheben, eben jenes "Smash" und ein Stück, das merkwürdigerweise kaum einem meiner Vorredner aufgefallen ist: "Nom de Plume". Ein ganz zauberhafter, melancholischer Song mit einer Art französichem Sprechgesang wie ich ihn noch nicht gehört habe, und der doch so ein spezielles Calexico-Feeling aufkommen lässt. Ja, und obwohl ich eigentlich gar kein übertriebener Instrumental-Fan bin, bei Calexico finde ich es Schade, dass sie die Instrumentalstücke weggelassen haben, ich glaube sie waren ein wichtiger Beitrag, der die früheren Alben irgendwie zu Gesamtkunstwerken zusammenwirken lies. "Garden ruin" ist eher nur eine Aneinanderreihung besserer und schlechterer Songs.
All Systems Red - im positiven Sinn
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe mir die limited Edition mit DVD sofort nach der Veröffentlichung zugelegt. Calexico kaufe ich grundsätzlich ungehört. Die Erfahrung hat mir recht gegeben. Nun ja, wie bei den anderern Rezensenten hat es auch bei mir etwas gedauert, bis Garden Ruin sich mir voll erschlossen hat. Heute muss ich sagen: Ja, das passt. Calexico hat sich weiter entwickelt. Schöne Balladen, Joey Burns intensiver, unverwechselbarer Gesang, harte Rocker und Tex Mex. Was will man mehr? Der herausragende Titel für mich persönlich ist: All Systems Red. Der Titel ist Programm. Gegen Ende befindet sich die Gefühlswelt im roten Bereich. Der Song entwickelt sich aus einer gefühlvollen Ballade hin zum brachialen aber melodiösem Rocker. Das Stück ist ähnlich angelegt wie der legendäre All Time Klassiker "Loan me a dime von Boz Scaggs". Wahnsinn. Play this song loud!! Das Ganze kann nur von einem Live Gig von Calexico getoppt werden. Wer je die Möglichkeit hat, die Jungs Live zu erleben, sollte das tun. Ein Calexico Konzert ist mit nichts zu vegleichen. Das muss amn erlebt haben.
Qualität auf den zweiten Blick und viel Freude zusätzlich
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Als langjähriger Fan von Calexico konnte (wollte?) man sich im Grunde gar nicht mehr vorstellen, dass diese Band etwas Anderes als fein instrumentierte, tendenziell eher ruhige Tex-Mex-Musik veröffentlichen würde. Umso überraschender das neue Album, das sicherlich gewöhnungsbedürftig ist.
Aber bereits nach dem zweiten bzw. dritten Anhören bin ich mir sicher, dass Calexico mit "Garden ruin" ihr Spektrum um Spielarten erweitert haben, die sie beherrschen und die eine Bereicherung des Band-Kosmos darstellen. Allein Joey Burns Gesang ist facettenreicher und dominanter geworden, was den - nicht mehr so belanglosen - Texten zu gute kommt. "Roka" und "Nom de plume" knüpfen da noch eher an alte Traditionen an, mit den restlichen Songs betreten die Burns und Convertino neue Pfade und liefern vor allem mit "Cruel", "Panic open string" und das grandios, wütende "All systems red" Lieder ab, die sicherlich Eckpfeiler zukünftiger Calexico-Auftritte sein werden.

Gewagt (was nicht heißt, dass alles gleich gelungen ist), ein Fortschritt mit offenem Ausgang und 'dennoch' sehr unterhaltsam.
Ähnlich mutig und musikalisch gar nicht mehr WILCO so unähnlich.
"Garden ruin" macht Vorfreude auf die nächsten Alben.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Calexico

Calexico von Calexico

Audio CD von Touchandgo (Soulfood Music)
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 8,23

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juni 2005
Zoom ± Produkt-Bild: Calexico

Tracks:

  • Low Expectations
  • Mind The Gap
  • Mazurra
  • Sanchez
  • Haul
  • Slag
  • Paper Route
  • Glimpse
  • Navy Cut
  • Spokes
  • Scout
  • Point Vicente
  • Wash
  • Ice Cream Jeep
  • Windjammer
  • Mazurka
  • Removed
  • Hitch
  • Stinging Nettle

Produktbeschreibung


SPOKE
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

2 Kundenrezensionen:

Low-Fi vom feinsten !!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Diese Aufnahmen stammen noch aus der Zeit vor der ersten LP "The Black Light" und werden erst auf neueren CD-Ausgaben unter dem Namen "Calexico" angeboten. Auf früheren Ausgaben war dieser Name nirgends zu finden, das Projekt lautete schlicht "Spoke". Der Liebhaber von Alben wie "Hot Rail" oder "Feast Of Wire" sollte wissen, daß er die Band hier quasi als Rohfassung zu hören bekommt, es gibt kaum Tüfteleien, dafür eher gradlinige und eingängige Riffs, sowie durchweg ein Sound, der mehr mit einem Probenraum als einem High-Tech-Studio gemein hat. Doch genau das macht den Reiz des Albums aus. Die TexMex-Athmosphäre späterer Glanztaten ist hier schon genauso vorhanden und wirkt vielleicht sogar noch eine Spur authentischer. In den 90ern war Musik dieser Art einige Zeit lang sehr angesagt, Low-FI nannte man das. Oft nahmen Bands wie z.B. Sebadoh im heimischen Wohnzimmer und lediglich mit 4-Spur-Tonbandgeräten ausgestattet ganze Alben auf, ebensooft mit verblüffend lebendigen Resultaten. Dieses frühe Werk von Calexico gehört für mich dazu. Spannende Scheibe.
Calexico mit französischen Touch
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Etwas ruhiger und langsamer ist dieses Album im Gegensatz zu "The black light" oder "Hot rail", mit einem leicht canadischen Touch bei manch einem Song.
Jedoch genauso empfehlenswert!
"Spoke" ist aber auch das ersten Album indem sich Calexico, nach Aufnahmen für ein rein instrumentales Album mit Friends Of Dean Martinez , entschließen bei fast allen der 19 Songs intensiv mitzusingen.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Carried to Dust

Carried to Dust von Calexico

Audio CD von City Slang (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 12,86

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Carried to Dust

Tracks:

  • Victor Jara's Hands
  • Two Silver Trees
  • The News About William
  • Sarabande
  • Writer's Minor Holiday
  • Man Made Lake
  • Inspiracion
  • House Of Vaparaiso
  • Slowness
  • Hole In Your Head (bend in the road)
  • Trigger (Revisited)
  • Tornado Watch
  • Falling From Sleeves
  • Red Blooms
  • Contention City

Aus der Amazon.de-Redaktion


Treue Fans reagieren bisweilen irritiert, wenn ihre Lieblingsbands Veränderungen am Gesamtsound vornehmen. Die gute Nachricht gleich vorweg: Calexico kehren auf dem jederzeit überzeugenden Album Carried To Dust in die markanten und staubigen Wüstenrock-Fußspuren der Vergangenheit zurück.
Also dorthin, von wo der kontrovers aufgenommene Vorgänger Garden Ruin die Flucht zu eher konventionell arrangierten, dem Pop zugewandeten Songs antrat. Der auf reine Instrumentals verzichtete, rockte wie nie zuvor und große Momente hat. Carried To Dust scheint daran anschließen zu wollen, denn gleich das von federnden Rhythmen dominierte Eröffnungsstück „Victor Jara's Hands“ tänzelt trotz der inhaltlichen Schwere mit der Thematisierung des 1973 von den Militärs ermordeten chilenischen Folksängers und kommunistischen Aktivisten. Danach aber machen sich Calexico, einmal mehr angetrieben von den beiden Songwritern und Produzenten John Convertino & Joey Burns, auf zu den vertrauten Mariachis, den verschleppenden Beats, exzentrischen Klängen, den eigenwilligen Streifzügen durch Alternative-Rock, Dub, Jazz, Latin, Folk und Country. Einmal mehr lassen sich Calexico von namhaften Gästen wie Doug McCombs (Tortoise) oder auch Sam Beam von begleiten. Mit dem Kopf von Iron & Wine setzen Calexico als engagierte Hausband ja schon auf dem Soundtrack zur Bob-Dylan-Hommage I'm Not There Glanzpunkte. Nicht alles scheint leuchtend hell auf diesem Album, denn Calexico kommen nicht umher, aus sich selber zu schöpfen und alte Zitate aufzugreifen, die Erinnerungen an frühe Lieder wecken. Aber wie keine andere Band verstehen sich die Männer aus Arizona auf solch geisterhafte Sounds wie in „Man Made Like“ oder dem entrückten „Contention City“, dem würdigen Finale. --Sven Niechziol
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Ein Zwischending
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ich schließe mich den bisherigen Rezessionen an - "Carried to Dust" ist irgendwo ein Mittelding zwischen den legendären älteren Alben (insbesondere "Black Light") und dem mit "Garden Ruins" unternommenen Versuch der Annäherung an klassische Rock- und Pop-Formen. Ob man das für gut hält oder nicht, ist wahrscheinlich Geschmackssache. Mir hat es überwiegend gut gefallen - ein Meilenstein der Musikgeschichte ist es sicherlich nicht.
Calexico besinnen sich auf alte Stärken
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Nach dem ins poppige abgeglittenen Vorgänger "Garden Ruin" erwarten einen hier wieder die altgewohnten Soundteppiche, geküpft aus Mariachi, mexikanischer Wüstenatmosphäre, Slidegitarren, Schweineorgeln, Vibraphones usw. Joey Burns, Kopf der Band und die Band an sich schaffen es wieder, die Grenze zwischen Californien und Mexico stilsicher in einem "Roadmovie" einzufangen. Also kann man sich wieder treiben lassen, auf welcher Strasse man auch unterwegs ist.
Man muß sich nicht immer neu erfinden. Gelungen!
Tex Mex, Mariacchis, Folk
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Sie drehen gerade einen Dokumentarfilm über das Leben abseits der Großstädte in Arizona und Südkalifornien und haben noch keine Ahnung welche Musik Sie als Untermalung nehmen werden? Hören Sie hier mal rein, dann haben Sie Sie gefunden.

Carried To Dust ist eine sehr schöne Platte und bietet den üblichen Calexico sound - also eine Mischung aus dem Folk von The Band, Ry Cooders Tex mex Mätzchen und dem laid back feeling von J.J. Cale.

Am besten funtkionieren Calexico wenn sie diese etwas düsteren atmosphärischen langsamen songs erzählen; dann kommt diese Musik wirklich emotional rüber und nicht nur als geschmacksvolle Untermalungsmusik für den nächsten Kalifornien Urlaub. Gleich 3 wunderbar Stücke gibt es hier in dieser Machart von denen ,Man Made Lake' das beste und eines der besten Calexico Stücke überhaupt ist. Auch gut funktionieren die mexikanisch angehauchten songs mit Mariacchi Bläsern - obwohl man hier merkt daß sie große fans von Ry Cooder sind - aber genau die lockern die eher ruhige Grundstimmung des Albums angenehm auf und sind auch toll komponiert.

Apropos ruhige Grundstimmung: das bedeutet nicht, daß die songs langweilig oder zäh dahinmäandern; einige songs werden von einer luftigen Leichtigkeit getragen, die verblüfft; bei anderen wird angedeutet wie sich Calexico im Rock Kontext anhören könnten, wie bei dem großartigen Tornado Watch; und Trigger (Revisited) klingt sowieso wie das Filmathema zu einem vergessenen Spaghetti Western.

Ein durchaus fesselndes Album also von dem man mit Fug und Recht sagen kann, daß Calexico ihre Sensibilität dafür was ein song braucht perfektioniert haben. So vielfältig wie Ry Cooder auf seinem letzten Album sind sie dann zwar doch nicht, aber dafür viel detailverliebter und noch eine Spur überlegter bei den Arrangements.
"Rückkehr zu bewährtem Sound"?
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Also gut, man tut sich als eingefleischter "Calexicaner" gar nicht so leicht, seine Enttäuschung zu verbergen. Aber ich widerspreche der Amazon-Redaktion entschieden, wenn hier behauptet wird, dass mit diesem Album eine Rückkehr zum Wüstensound stattgefunden hätte. Sehnsüchtig weine ich den frühen Tagen dieser Ausnahme-Band nach. Noch immer blitzt hie und da so etwas wie Originalität auf, meistens jedoch versorgt uns Joey Burns mit Faserschmeichlerei im Stile eines Daniel Lanois als Interpret von Weihnachtsliedchen. Zu glatt, rund, angepasst erscheint mir das neue Werk. Keine Gitarrensounds mehr im Stile von Italo-Western, kaum mehr ist die Pedal Steel zu hören und schon gar nicht mehr Ausflüge in den Jazz, mit denen uns Calexico bis zu Feast of Wire gezeigt haben, dass sie gelernte Musiker sind, die weit mehr drauf haben, als das Repertoire von G-F-C-Am-Em-Akkordkombinationen. Daher vergebe ich mich etwas Wehmut nur 3 Sterne und hoffe, dass sie wenigstens noch live jene Spiellaune an den Tag legen, derentwegen ich Calexico lieben gelernt habe.
Angebot zur Versöhnung
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Da ich zu den Menschen gehöre, die sich unbesehen jedes Calexico Album zugelegt haben, welches in den letzten Jahren so erschienen ist, muss ich feststellen: Carried to Dust scheint so eine Art Friedensangebot an die Fangemeinde Calexicos zu sein. Nachdem aus Kreisen der eingefleischten Calexico Fans mehr Kritik als Lob für das Vorgängeralbum "Garden Ruin" zu hören war (ich persönlich fand es auch zum Gähnen), scheint man sich wieder an die "Black Light" oder "Feast of Wire" Ära anlehnen zu wollen. Das wird auch schon beim ersten Blick auf das neue Album Cover klar. Das Artwork geht doch eindeutig in die Richtung der beiden angesprochenen Alben.

So weit so gut, Friendesangebot angenommen. Es ist ein ganz ordentliches Album geworden. Ich schließe mich an dieser Stelle dem offiziellen Amazon-Rezensentenan: Burns und Covertino covern sich auf "Carried to Dust" streckenweise sehr intensiv selbst. Insofern ist nicht viel Neues auf dem neuen Longplayer zu entdecken. Sie covern zwar ausgesprochen gut - es gibt einige sehr schöne Melodien (Victor Jara}s Hands, House of Valparaiso, Two Silver Trees sind meine persönlichen Favouriten) - aber man hat den Eindruck, viele der enthaltenen Ideen schon unter anderem Namen in seiner gut sortierten Calexico-Sammlung stehen zu haben.

Fazit: solide Calexico-Kost ohne viel Höhen und Tiefen, auf dem Weg zu neuen Höhen (aber noch nicht wieder ganz oben angekommen). Der Fan wird es sowieso kaufen, der Calexico Neuling sollte zu den oben erwähnten beiden Alben oder der DVD "Worlds Drift in" greifen. Dort überall ist Calexico in Höchstform zu genießen.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Convict Pool

Convict Pool von Calexico

Audio CD von Import (Megaphon Importservice)
Preis bei Amazon: EUR 5,39

Erscheinungsdatum: Sept. 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Convict Pool

Tracks:

  • Alone Again Or
  • Convict Pool
  • Si Tu Disais
  • Corona
  • Praskovia
  • Sirena
  • Kabong Rides Again

Produkt-Bild: Feast of Wire

Feast of Wire von Calexico

Audio CD von City Slang (EMI)
Preis bei Amazon: EUR 17,95, Angebote ab EUR 13,49

Erscheinungsdatum: Februar 2003
Zoom ± Produkt-Bild: Feast of Wire

Tracks:

  • Sunken Waltz
  • Quattro (World Drifts In)
  • Stucco
  • Black Heart
  • Pepito
  • Not Even Stevie Nicks...
  • Close Behind
  • Woven Birds
  • The Book And The Canal
  • Attack El Robot! Attack!
  • Across The Wire (Widescreen)
  • Dub Latina
  • Güero Canelo
  • Whipping The Horse's Eye
  • Crumble
  • No Doze

Produktbeschreibung


FEAST OF WIRE

Aus der Amazon.de-Redaktion


Die Geschichte der US-amerikanischen Band Calexico ist eine ungewöhnliche Erfolgsstory. Als das Duo Joey Burns (Gitarre, Gesang) und John Convertino (Drums) -- beide bekannt als Sidemen von Howe Gelb bei der Arizona-Band Giant Sand -- mit ihrem Nebenprojekt Spoke vor einigen Jahren anfingen, hätte niemand gedacht, dass daraus einmal eine der in Europa erfolgreichsten amerikanischen Indie-Bands werden würde. Das schöne Debüt Spoke, 1996 beim kleinen bayerischen Label Hausmusik erschienen, blieb ein Geheimtipp. Erfolgreich wurde das Duo, als man sich aus rechtlichen Gründen umbenennen musste, und man den Namen eines Wüstenkaffs, Calexico, annahm. Die Mixtur aus schon von Giant Sand her bekanntem Südwest-Rock mit Country und Folk sowie mexikanischen Einflüssen führten Calexico mit den beiden Alben The Black Light (1998) und Hot Rail (2000) fort. Wobei die Band auch live auf eine extrem große Fangemeinde zählen konnte, zuletzt mit einem kleinen Mariachi-Orchester zusammen unterwegs waren. Feast Of Wire, ein frühes Highlight des Jahres 2003, führt die Erfolgsgeschichte von Calexico fort. Ohne vom grundsätzlichen Weg abzuweichen, erneuern Burns und Convertino mit ihren Gastmusikern den Calexio-Sound und betreten auch Neuland. Ein Konzept habe es hinter dem neuen Werk nicht gegeben, erzählt Joey Burns gegenüber Amazon.de: "Es ist vielleicht ein persönlicheres Album, als die Vorgänger", sagt er, "die Mariachi-Elemente sind etwas in den Hintergrund getreten, dafür wollten wir die verschiedenen Qualitäten unseres kollektiven musikalischen Backgroundes einbringen."
Der mexikanische Einschlag ist natürlich nach wie vor stark, ob nun im großartigen Tex-Mex-Walzer "Sunken Waltz", der das Album eröffnet, in "Close Behind" oder in "Across The Wire", einem mit Bläsern, Pedal Steel und Akkordeon umrahmten Drama um mexikanische Auswanderer, die versuchen über die Grenze in die USA zu kommen. "Wo es beim ersten Album "The Black Light" um die Flucht von den USA nach Mexiko ging, hat dieser Song ganz klar einen sozialen Hintergrund", sagt Joey Burns, gehe es hier doch um die typischen Fluchtbewegungen vom armen Süden in den reichen Norden.
Auch im Latin-Titel "Güero Canalo" -- der Titel trägt den Namen einer verrufenen Kneipe auf der Southside von Calexicos Heimatstadt Tucson -- spielt man mit mexikanischen Elementen. Eher ungewohnt ist das schräge Stück "Attack El Robot! Attack!", dessen verquere Harmonien auch an die Avantgarde-Combo Residents erinnert, das aber viel eher, so Burns, vom Los-Lobos-Sideprojekt Latin Playboys inspiriert sei. Als Fleetwood-Mac-Fan gibt sich Burns auf "Not Even Stevie Nicks..." zu erkennen, wenngleich dieser Bezug zur Mac-Sängerin Nicks auch auf einen Inside-Joke zurückgeht.
Neu ist die Arbeit mit größeren Streicherarrangements bei den beiden sehr schönen Tracks, dem düsteren "Black Light" und "Close Behind". Joey Burns: "Nachdem ich Lambchop mit diesen Streichern gesehen hatte und auch Yann Tiersens Arrangements unserer französischen Freundin Françoiz Breut sehr schätze, wollte ich auch schon länger mal mit Streichern arbeiten." Also habe er seinen Kollegen John Convertino gefragt, ob der etwas gegen Streicher bei diesen Songs hätte. Der meinte nur amüsiert. "Mach die Tracks nur so Led-Zeppelin-mäßig wie du sie möchtest."
Ungewöhnlich sind auch der "Dub Latina", das düstere "Whipping The Horse's Eye" sowie das jazzige Filmmusikinstrumental "Crumble". Einen der schönsten Titel, "Quattro", hat man für die Singleauskopplung ausgewählt, wobei Joey Burns hier auf einer venezuelanischen Ukulele, der Cuarto, zu hören ist. So ist Feast Of Wire ein ganz hervorragendes Album geworden, das nicht nur beinharten Calexico-Fans gefallen muss, sondern auch Neueinsteiger ansprechen wird. --Thomas Bohnet
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften


Produkt-Bild: Carried to Dust [Vinyl LP]

Carried to Dust [Vinyl LP] von Calexico

Schallplatte von City Slang (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 16,95, Angebote ab EUR 15,54

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Carried to Dust [Vinyl LP]

Tracks:

  • Victor Jara's Hands
  • Two Silver Trees
  • News About William
  • Sarabande in Pencil Form
  • Writer's Minor Holiday
  • Man Made Lake
  • Inspiración
  • House of Valparaiso
  • Slowness
  • Hole in Your Head (Bend to the Road)
  • Gatillo (Trigger Revisited)
  • Fractured Air (Tornado Watch)
  • Falling from Sleeves
  • Red Blooms
  • Contention City

Aus der Amazon.de-Redaktion


Treue Fans reagieren bisweilen irritiert, wenn ihre Lieblingsbands Veränderungen am Gesamtsound vornehmen. Die gute Nachricht gleich vorweg: Calexico kehren auf dem jederzeit überzeugenden Album Carried To Dust in die markanten und staubigen Wüstenrock-Fußspuren der Vergangenheit zurück.
Also dorthin, von wo der kontrovers aufgenommene Vorgänger Garden Ruin die Flucht zu eher konventionell arrangierten, dem Pop zugewandeten Songs antrat. Der auf reine Instrumentals verzichtete, rockte wie nie zuvor und große Momente hat. Carried To Dust scheint daran anschließen zu wollen, denn gleich das von federnden Rhythmen dominierte Eröffnungsstück „Victor Jara's Hands“ tänzelt trotz der inhaltlichen Schwere mit der Thematisierung des 1973 von den Militärs ermordeten chilenischen Folksängers und kommunistischen Aktivisten. Danach aber machen sich Calexico, einmal mehr angetrieben von den beiden Songwritern und Produzenten John Convertino & Joey Burns, auf zu den vertrauten Mariachis, den verschleppenden Beats, exzentrischen Klängen, den eigenwilligen Streifzügen durch Alternative-Rock, Dub, Jazz, Latin, Folk und Country. Einmal mehr lassen sich Calexico von namhaften Gästen wie Doug McCombs (Tortoise) oder auch Sam Beam von begleiten. Mit dem Kopf von Iron & Wine setzen Calexico als engagierte Hausband ja schon auf dem Soundtrack zur Bob-Dylan-Hommage I'm Not There Glanzpunkte. Nicht alles scheint leuchtend hell auf diesem Album, denn Calexico kommen nicht umher, aus sich selber zu schöpfen und alte Zitate aufzugreifen, die Erinnerungen an frühe Lieder wecken. Aber wie keine andere Band verstehen sich die Männer aus Arizona auf solch geisterhafte Sounds wie in „Man Made Like“ oder dem entrückten „Contention City“, dem würdigen Finale. --Sven Niechziol
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Ein Zwischending
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ich schließe mich den bisherigen Rezessionen an - "Carried to Dust" ist irgendwo ein Mittelding zwischen den legendären älteren Alben (insbesondere "Black Light") und dem mit "Garden Ruins" unternommenen Versuch der Annäherung an klassische Rock- und Pop-Formen. Ob man das für gut hält oder nicht, ist wahrscheinlich Geschmackssache. Mir hat es überwiegend gut gefallen - ein Meilenstein der Musikgeschichte ist es sicherlich nicht.
Calexico besinnen sich auf alte Stärken
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Nach dem ins poppige abgeglittenen Vorgänger "Garden Ruin" erwarten einen hier wieder die altgewohnten Soundteppiche, geküpft aus Mariachi, mexikanischer Wüstenatmosphäre, Slidegitarren, Schweineorgeln, Vibraphones usw. Joey Burns, Kopf der Band und die Band an sich schaffen es wieder, die Grenze zwischen Californien und Mexico stilsicher in einem "Roadmovie" einzufangen. Also kann man sich wieder treiben lassen, auf welcher Strasse man auch unterwegs ist.
Man muß sich nicht immer neu erfinden. Gelungen!
Tex Mex, Mariacchis, Folk
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Sie drehen gerade einen Dokumentarfilm über das Leben abseits der Großstädte in Arizona und Südkalifornien und haben noch keine Ahnung welche Musik Sie als Untermalung nehmen werden? Hören Sie hier mal rein, dann haben Sie Sie gefunden.

Carried To Dust ist eine sehr schöne Platte und bietet den üblichen Calexico sound - also eine Mischung aus dem Folk von The Band, Ry Cooders Tex mex Mätzchen und dem laid back feeling von J.J. Cale.

Am besten funtkionieren Calexico wenn sie diese etwas düsteren atmosphärischen langsamen songs erzählen; dann kommt diese Musik wirklich emotional rüber und nicht nur als geschmacksvolle Untermalungsmusik für den nächsten Kalifornien Urlaub. Gleich 3 wunderbar Stücke gibt es hier in dieser Machart von denen ,Man Made Lake' das beste und eines der besten Calexico Stücke überhaupt ist. Auch gut funktionieren die mexikanisch angehauchten songs mit Mariacchi Bläsern - obwohl man hier merkt daß sie große fans von Ry Cooder sind - aber genau die lockern die eher ruhige Grundstimmung des Albums angenehm auf und sind auch toll komponiert.

Apropos ruhige Grundstimmung: das bedeutet nicht, daß die songs langweilig oder zäh dahinmäandern; einige songs werden von einer luftigen Leichtigkeit getragen, die verblüfft; bei anderen wird angedeutet wie sich Calexico im Rock Kontext anhören könnten, wie bei dem großartigen Tornado Watch; und Trigger (Revisited) klingt sowieso wie das Filmathema zu einem vergessenen Spaghetti Western.

Ein durchaus fesselndes Album also von dem man mit Fug und Recht sagen kann, daß Calexico ihre Sensibilität dafür was ein song braucht perfektioniert haben. So vielfältig wie Ry Cooder auf seinem letzten Album sind sie dann zwar doch nicht, aber dafür viel detailverliebter und noch eine Spur überlegter bei den Arrangements.
"Rückkehr zu bewährtem Sound"?
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Also gut, man tut sich als eingefleischter "Calexicaner" gar nicht so leicht, seine Enttäuschung zu verbergen. Aber ich widerspreche der Amazon-Redaktion entschieden, wenn hier behauptet wird, dass mit diesem Album eine Rückkehr zum Wüstensound stattgefunden hätte. Sehnsüchtig weine ich den frühen Tagen dieser Ausnahme-Band nach. Noch immer blitzt hie und da so etwas wie Originalität auf, meistens jedoch versorgt uns Joey Burns mit Faserschmeichlerei im Stile eines Daniel Lanois als Interpret von Weihnachtsliedchen. Zu glatt, rund, angepasst erscheint mir das neue Werk. Keine Gitarrensounds mehr im Stile von Italo-Western, kaum mehr ist die Pedal Steel zu hören und schon gar nicht mehr Ausflüge in den Jazz, mit denen uns Calexico bis zu Feast of Wire gezeigt haben, dass sie gelernte Musiker sind, die weit mehr drauf haben, als das Repertoire von G-F-C-Am-Em-Akkordkombinationen. Daher vergebe ich mich etwas Wehmut nur 3 Sterne und hoffe, dass sie wenigstens noch live jene Spiellaune an den Tag legen, derentwegen ich Calexico lieben gelernt habe.
Angebot zur Versöhnung
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Da ich zu den Menschen gehöre, die sich unbesehen jedes Calexico Album zugelegt haben, welches in den letzten Jahren so erschienen ist, muss ich feststellen: Carried to Dust scheint so eine Art Friedensangebot an die Fangemeinde Calexicos zu sein. Nachdem aus Kreisen der eingefleischten Calexico Fans mehr Kritik als Lob für das Vorgängeralbum "Garden Ruin" zu hören war (ich persönlich fand es auch zum Gähnen), scheint man sich wieder an die "Black Light" oder "Feast of Wire" Ära anlehnen zu wollen. Das wird auch schon beim ersten Blick auf das neue Album Cover klar. Das Artwork geht doch eindeutig in die Richtung der beiden angesprochenen Alben.

So weit so gut, Friendesangebot angenommen. Es ist ein ganz ordentliches Album geworden. Ich schließe mich an dieser Stelle dem offiziellen Amazon-Rezensentenan: Burns und Covertino covern sich auf "Carried to Dust" streckenweise sehr intensiv selbst. Insofern ist nicht viel Neues auf dem neuen Longplayer zu entdecken. Sie covern zwar ausgesprochen gut - es gibt einige sehr schöne Melodien (Victor Jara}s Hands, House of Valparaiso, Two Silver Trees sind meine persönlichen Favouriten) - aber man hat den Eindruck, viele der enthaltenen Ideen schon unter anderem Namen in seiner gut sortierten Calexico-Sammlung stehen zu haben.

Fazit: solide Calexico-Kost ohne viel Höhen und Tiefen, auf dem Weg zu neuen Höhen (aber noch nicht wieder ganz oben angekommen). Der Fan wird es sowieso kaufen, der Calexico Neuling sollte zu den oben erwähnten beiden Alben oder der DVD "Worlds Drift in" greifen. Dort überall ist Calexico in Höchstform zu genießen.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: In the Reins

In the Reins von Calexico, Iron and Wine

Audio CD von Touchandgo (Soulfood Music)
Preis bei Amazon: EUR 9,99, Angebote ab EUR 9,50

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2005
Zoom ± Produkt-Bild: In the Reins

Tracks:

  • He lays in the reins
  • Prison on route 41
  • A history of lovers
  • Red dust
  • Sixteen, maybe less
  • Burn that broken bed
  • Dead man's will

4 Kundenrezensionen:

entbehrlich
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Auch ich gehte zu jenen Calexico-Fans, die - noch immer gebannt von der grossartigen "Feast of Wire" Tour - die Wartezeit auf das neue Album "Garden Ruin" nicht aushielten und sich daher diese EP bestellten - das tolle Cover-Artwork und die Neugier auf Iron & Wine trugen ebenfalls dazu bei.

Objektiv betrachtet muss man diese CD nicht unbedingt besitzen. Zwar finden sich 2,3 wirklich gute Nummern ("In the reins" dank Flamenco-Gastsger Salvador Duran und "Broken Bed" dank Trompeter Jacob Valenzuela) aber insgesamt ist das Geld besser in ein Konzertticket investiert (die Band tourt derzeit gemeinsam mit Iron & Wine sowie Salvador Duran, und live kommt das ganze um einiges zwingender rüber als auf CD). Der Sound hier klingt ein wenig nach Calexico-Light (dh. grstenteils abzlich der Trompeten), die Vocals werden haupthlich von Iron & Wine (sprich Sam Beam's flüsternder Stimme) beigesteuert. Alles in allem eine gute EP, aber vielleicht eher was für Sammler.
Verkürzt das Warten auf das nächste Calexico Album
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
"In the Reins" verkürzt das Warten auf das nächste Calexico Album mit 7 wunderbaren verführerischen Songs! Den Jungs sprudeln anscheinend nur so die Melodien aus den Fingern. Leider steht nicht im Booklet, wer die Songs im einzelnen geschrieben hat, da ja öfter bei Calexico gecovert wird. Ich kannte jedenfalls keinen Song.
besser als Iron & Wine alleine!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Im Radio habe ich ein Lied von diesem Album gehört und habe mir sofort das Album geholt. Was mich aber auf die beiden Bands alleine neugierig machte.
Das Album fängt schon mit einem Hit an... "He lays in the reins".... ruhigere melancholische Stimmung, sanftes Piano, durchgängiges sanfteres Schlagzeug, und simple Gitarrenläufe.... dann setzt der sanfte Gesang ein und aufeinmal hört man viele Details in der Musik.
Lied Nr2 "Prison on Route 41" ist mir allerdings ein wenig zu country-ig aber es ist trotzdem ein gutes Lied.
Der Hammer des Albums ist aber "16, maybe less" das Lied ist wunderschön und melancholisch....
durchweg ist das Album sehr gut mit nur einem Ausrutscher, Track 02.
Danach habe ich mir Iron & Wine alleine angehört.... nein also ich finde die Band nur mit UNterstützung von Calexico wirklich gut. und Calexico alleine sind genau so gut wie mit Iron & Wine, nur anders.... Das Album "In the reins" ist wirklich ein gelungener Mix der verschiedenen Sounds beider Bands, was bei Iron & Wine eine Aufwertung ist.
wirklich kaufenswert!
Zwischen Romantik und Verhaltenheit
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Die Zusammenarbeit zweier großer Songschreiber-Epigonen ist endlich veröffentlicht: Sam Beam und Joey Burns. Sagt nicht so viel? Aber Iron & Wine und Calexico!? Zumindest Calexico haben in Deutschland mächtig viele Herzen gewonnen. Ihr letztes Album "Feast of Wire" war die perfekte Mischung aus Salsa, Americana, Folk, Rock und alles weitere rootsige, das man irgendwie am staubigen Wegesrand aufsammeln konnte. Und auch Iron & Wine konnten mit ihrem letztem Album "Our endless outnumbered days" mächtig punkten. Jetzt also die Symbiose aus mexikanischer Romantik und ostamerikanischer Verhaltenheit. In the Reins ist ein Minialbum, bestehend aus 7 Songs, die jene Stärken bündeln und verschmelzen, die beide Künstlerpole so unnachahmlich machen. Wobei Sam Beam bei all den Slide-Gitarren und Trompeten doch etwas das Nachsehen hat. "He lays in the reins" ist neben "Dead Man's Will" das beste Stück und zeigt die Stärken beider Bands bis ins Detail. Auf der einen Seite Sam Beams eindringliche, fast betende Stimme, auf der anderen Seite Calexico, die sich im Grunde genauso anhören wie auf Feast of Wire (was ja um Himmelswillen nichts schlechtes ist).
Leider gewinnen, falls man das überhaupt so nennen darf, Calexico bei dem Rest der Stücke. Warum leider? Weil sie diesmal noch einen Schlag mehr Countryromantik dazugelegt haben. Und dafür bin zumindest ich noch nicht alt genug. Bleibt also im großen und Ganzen ein netter Versuch, der den Respekt der Künstler voreinander verdeutlich, aber noch eine Menge mehr Potenzial in sich trägt. Ob das allerdings ausgeschöpft werden wird, ist fraglich. Schließlich hat es überhaupt eine Ewigkeit gedauert, bis diese Kollaboration überhaupt entstanden ist. Bleibt zu hoffen, dass beide zusammen auf Tour kommen. Bis dahin dürfte das Minialbum gewachsen sein.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Hot Rail

Hot Rail von Calexico

Audio CD von Import (Megaphon Importservice)
Preis bei Amazon: EUR 8,59

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Februar 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Hot Rail

Tracks:

  • Picador
  • Ballad of Cable Hogue
  • Ritual Road Map
  • Fade
  • Sonic Wind
  • Muleta
  • Midtown
  • Service and Repair
  • Drenched
  • 16 Track Scratch
  • Tres Avisos
  • Hot Rail

Aus der Amazon.de-Redaktion


Calexico bestehen im Kern aus Joey Burns und John Convertino. Parallel zu ihrer eigenen Band bildet das Duo auch noch die Rhythmussektion von Giant Sand, der Gruppe von Howe Gelb, die gleichzeitig zu Hot Rail das Album Chore Of Enchantment veröffentlichte. Burns/Convertino befinden sich dabei, Giant Sand mit ihrem Projekt zu überflügeln, denn Hot Rail ist nach dem Vorgänger The Black Light aus dem Jahr 1998 ein weiterer Geniestreich.
Der Titel der Platte ist ein Warnruf mexikanischer Gleisarbeiter, um einen herannahenden Zug anzukündigen. Auf den sollte der Zuhörer aufspringen, denn es erwartet ihn eine abwechslungsreiche Fahrt. Die Band aus Tucson, Arizona spielt zarten Country ("Service And Repair"), atmosphärisch dichte Songfragmente mit Soundtrackcharakter ("Untitled II"), lebendige mexikanische Folklore ("El Picador"), sehr jazzig-traurige Mood Music ("Fade") oder Experimental-Kunst ("Mid-Town"). Hot Rail ist ein großes Album mit Musik, die stark im amerikanischen Südwesten verwurzelt ist und es immer schafft, einen warmen Wüstenwind zu uns herüber zu blasen, der jedes Herz erwärmt. --Sven Niechziol
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Heißes Eisen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Hot Rail ist die logische Fortsetzung von The Black Light. Calexico schaffen es, ihren Stilmix sogar in einem kleinen Hit (Ballad...) unterzubringen. Die Wüste lebt weiter, bis zu Hot Rail könnten alle CD`s,auch die inoffiziellen,Soundtracks zu Spaghetti Western oder irgendwelchen Outlaws und Desperatos Filmen sein.
Kaufen ist hier Pflicht!!!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
CALEXICO ist eine Band die man mögen muß. Und für alle die das tu`n ist diese CD ein muß, wie alle CD's dieser Band. Jede CD ist anders und doch gleich. Es macht einfach Spaß sich zu dieser Musik zu bewegen, egal wann egal wie egal mit wem. Musik zum liebhaben, zum hören, zum genießen, zum entspannen zum vögeln, zum anfassen. Es ist Musik zum jung bleiben und zum alt werden. Eine Kombiation aus allem. Hier ist der Spitrit, auch wenn mich andere Sachen an die Wand spielen, und der gibt es viele. Aber diese Platte öffnet so manche Tür...
Hot rail ?
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Die vielgelobten mexikanischen Bläsereinlagen sind leider viel zu selten zu hören. Insgesamt hörbar aber nicht unbedingt mitreisend, da muss man schon der absolute Calexico Fan sein
einfach genial
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
relaxter und cooler als calexico hat man selten eine band gehört. gemischt mit unverschämt guten mariachi-sound fühlt man sich sofort in einen staubigen western versetzt. und dass die absolut geniale nummer chrystal frontier jetzt nun auch auf dem album ist, dass ist das letzte i-tüpfelchen und sollte somit jeden musikliebhaber zum kauf dieser cd überzeugen....
Hin und Weg
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
war ich als ich diese Platte zum ersten Mal hörte. Es war meine "Einstiegsdosis" in die bis heute anhaltende Calexico-Sucht. Fantasievolle Arrangements, starke Melodien und Rythmen, dazu der unverwechselbare "nahe Mexico"-Einschlag, durchschimmernd aber nie beherrschend.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften