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Cosmic Egg von WolfmotherAudio CD von Universal (Universal)Preis bei Amazon: EUR 14,99, Angebote ab EUR 10,02 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Oktober 2009 |
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ProduktbeschreibungWOLFMOTHER COSMIC EGG Aus der Amazon.de-RedaktionWolfmother sind quasi eine neue Band. Die beiden Gründungsmitglieder Myles Heskett und Chris Ross haben die hocherfolgreichen, australischen Stoner Rocker im Jahre 2008 verlassen. ?Unüberbrückbare musikalische und persönliche Differenzen? sollen der tausendfach im Pop angegebene Grund sein, was den einzig verbliebenen Ur-Wolfmother und Frontmann Andrew Stockdale nicht dazu trieb, die Band aufzulösen. Anstatt eines Trios sind die Australier nun zu einem Quartett angewachsen. Vier Jahre liegen zwischen dem selbstbetitelten Debüt und Cosmic-Egg. So ganz sicher waren sich Wolfmother nicht, wo sie nun 2009 stehen, also gingen sie auf kleine Tour und spielten in kleineren Hallen, die aus allen Nähten platzten und in Schweiß getränkt wurden. Trotz Umbesetzung und langer Auszeit gelingt der Band aus Sydney ein erstaunlich geschmeidiger Übergang. Den Aussies erneut mit dem Vorwurf zu konfrontieren, sie seien ja so was von Retro macht ähnlichen Sinn, wie einem Schaf vorzuwerfen, es laufe mit einem Fell herum. Wolfmother kam die Gnade der frühen Geburt genauso wenig zuteil wie dem Großteil ihrer vielen Fans, die Black Sabbath, Doors, Soundgarden, Guns N? Roses oder Led Zeppelin nur aus Geschichtsbüchern oder von Schallplatte kennen. Natürlich ist dieser psychedelischer Heavy-Rock-Sound pures Piratentum, aber Wolfmother plündern die 70er mit dem brillanten Gespür für die schärfsten Riffs. Dazu kommt eine noch eine satte Produktion und der Wille, sich an Neuem zu versuchen. ?In The Morning? mit seinen deutlichen Beatles-Zitaten deutet an, wohin die Reise in der Zukunft auch gehen könnte. - Sven Niechziol 5 Kundenrezensionen:wolfmother cosmic egg 5 von 5 Punkteneine absolute Rockscheibe in top Qualität,wer auf Altrock wie Led Zeppelin steht sollte auf diese CD nicht verzichten.wer denkt alles neue ist s... der liegt bei dieser CD völlig falsch! Konstant auf 95% 4 von 5 PunktenNachdem Stockdale seine beiden Spezis rausgeworfen hat, um unter dem selben Bandnamen eine neue Platte aufzunehmen, gab es genug Grund zur Skepsis. Interessanterweise stelle ich jetzt beim Hören fest, dass Cosmic Egg ein sehr rundes, vllt. noch ausgefeilteres Werk als sein Vorgänger ist. Wie ich an dieser Stelle schon einmal erwähnt habe handelt es sich bei den aktuellen Songs weitestgehend um Überbleibsel der alten Platte. Und das hört man auch irgendwie. Aber, oder genau deswegen macht das Material einen absolut runden Eindruck. Im Vergleich zum Vorgänger fehlen zwar richtig derbe Hits, die sich vom Rest abheben, dafür behält das Album als Ganzes sein Level. Die Spannungskurve ist nämlich konstant auf 95%. Beim Vorgänger gab es da durchaus mehr Schwankungen. Man hört deutlich den Wolfmotherfaktor heraus. Hochpsychodelische gezupfte Seiten, schwungvolle Riffs und natürlich der Ziegengesang sind nach wie vor da. Klar, immerhin ist Stockdale an Board. Der Bogen der letzte Platte von Zeppelin trifft bei Cosmic Egg auf einen gehörigen Sabbath Einfluss. Warum? MEHR BASS! Die Riffs der neuen Platte liegen einfach extrem schwer im Gehör, fast schon träge und extrem basslastig Der Sound ist wesentlich breiter und obwohl Sabbath ja nur eine Gitarre hatten, ist vielleicht der 2. Gitarrist bei Wolfmother nun für die Tiefe des Sounds verantwortlich. Die neuen Basslinien und auch die Drums wirken viel abgeklärter, vielleicht weil Frontmann Stockdale dieses Mal nichts dem Zufall überlassen hat. Ich weiß nicht, wie groß der anderen Musiker tatsächlich ist. Schließlich gab es in der alten Formation genau deshalb ja Probleme. Insgesamt ist ein sehr gutes, aber kein herausragendes Album entstanden, dass den klassischen Wolfmothersound inne hat. WOLFMOTHER rockt! 5 von 5 PunktenAllen Liebhabern der alten DEEP PURPLE, BLACK SABBATH, LED ZEPPELIN oder URIAH HEEP sei dieses großartige Rock-Album genauso ans Herz gelegt wie dem geneigten STONER-ROCK-Fan. Irgendwo zwischen brillantem 70er-Rock-Plagiat und Wüstenrock à la KYUSS oder QUEENS OF THE STONE AGE wissen WOLFMOTHER bestens zu unterhalten - mit breiten Riffs, tollen Hooklines, sattem Sound, guten Melodien und Tempowechseln. Immer wenn man denkt, okay, dieser Song ist soweit gelaufen, dann gibt's noch eine Wendung und einen musikalischen Extra-Kick. WOLFMOTHER machen breitbeinigen Poser-Rock wie die damaligen Rockgrößen - und stehen dazu. Dennoch ist dieser Zweitling noch abwechslungsreicher als das Debütalbum und hat außerdem mehr Gitarrensoli zu bieten als der Erstling von 2005. Und mit der Mischung aus 70er-Hardrock und Stoner-Rock können WOLFMOTHER sowohl die alten Säcke über 40 (wie mich) als auch deren Kinder begeistern. Meine Empfehlung: unbedingt die Sonderedition mit 16 Songs auf 2 CD's zulegen - sonst verpasst man vier weitere starke Stücke (wie z. B. "Back Round"). Kein MP3 Download Code 1 von 5 PunktenDas Album is der Hammer normalerweise würde ich 5 sterne geben. Aber wenn in der Produktbeschreibung von MP3 Downloadcodes gesprochen wird und denn keine dabei sind find ich das einfach unverschämt.Das wäre so als würde ich mir n PC Spiel Kaufen und es wäre nur die spiele cd dabei aber keine installations cd. Geile Platte, kein Download Code 4 von 5 PunktenAlso an sich, wie zu erwarten war, ein sehr geiles Stück Musik. Hätte nicht gedacht, dass diese im Grunde genommen komplett neue Band den Sound doch so geil adaptiert und weiterentwickelt... Das einzige, was mir fehlt ist der wirklich immens geile Drummer des ersten Albums (und das sag ich als Gitarrist!!!) An sich also jeden Cent wert, vor allem auf Vinyl. Leider keine 5 Sterne, weil der versprochene Downloadcode einfach nicht dabei ist. Das ist auch nicht nur bei mir so, sondern scheinbar bisher bei jedem, der die LP in Deutschland gekauft hat, in Amiland scheints zu funktionieren. Wer aber darüber hinwegsehen kann und ein geniales Stück Musik im einzig wahren Format haben möchte, sollte zuschlagen... |
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Glücksmaschinen von FehlfarbenAudio CD von Tapete (Indigo)Preis bei Amazon: EUR 14,97, Angebote ab EUR 11,50 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Februar 2010 |
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Aus der Amazon.de-RedaktionZugegeben, der blöde Ausspruch ?Übung macht den Meister? hat etwas oberlehrerhaftes, aber auf die Fehlfarben trifft er im positive Sinne zu. Glücksmaschinen gehört zu den besten Alben der 1979 in Düsseldorf gegründeten Band. Natürlich bleibt Monarchie und Alltag unerreicht, auch weil eine der wichtigsten Gruppen des Neuen Deutschen Punk & Wave (nicht NDW, bitte!) wie kaum eine andere die aufregende Aufbruchstimmung in Wort und Ton dokumentierte. 30 Jahre später, nach einigen Umbesetzungen, Tiefschlaf und unendlichen Pausen zwischen Alben, sind die Fehlfarben zusammengewachsen wie nie. Sie proben regelmäßig, gehen ins Studio und auf Tour ? und wurden dadurch fast zwangsläufig besser. Sänger Peter Hein ist nun Vollzeitkünstler. Vorbei die Zeiten, in denen er nur sporadisch die Musikerkarriere pflegte. Den Job bei der Firma Xerox hat der Düsseldorfer nämlich verloren, wurde nach Jahrzehnten treuer Dienstpflicht wegrationalisiert. Gewonnen hat der Mann mit dem galligen Humor und großem Wortwitz ein Stück Freiheit. Plattenaufnahmen und Konzerte bedeuteten sonst immer Urlaubstage zu opfern. Jetzt lebt er nach eigenen Worten ?...das Leben zu seinen Songs...? oder Albentiteln wie Knietief im Dispo. Textlich befindet sich Peter Hein abgesehen von den Songs ?Ausgeraucht? und ?Im Sommer? wieder auf hohem Niveau, macht sich über zeitgeistige Erscheinungen lustig. Vor allem aber schaffte es die Band, ihm durchweg kraftvolle Stücke vorzulegen. Das lag auch maßgeblich am Produzenten Moses Schneider (Tocotronic, Beatsteaks), der gerade aus dem Pyrolator (Kurt Dahlke) das gesamte Potential herauskitzelt. Peter Hein dazu im Interview: ?Wir waren eine Woche im Proberaum und sind mit den Songideen ins Studio nach Berlin gefahren. Zum aller ersten Mal überhaupt in der Fehlfarben Geschichte waren alle Bandmitglieder über einen längeren Zeitraum in einem Raum anwesend. Alles was man hört, wurde so eingespielt und nicht nachträglich verändert. Nur so ein bisschen überflüssiges Gedaddel wurde geschnitten?. Glücksmaschinen bietet zwischen Zitaten von Der Plan und Deutsch Amerikanische Freundschaft in ?Neues Leben? bis tanzbarem Post Punk a la Gang of Four in ?Respekt?? in knackigen 35 Minuten einen Querschnitt durch das klangliche Spektrum der Fehlfarben. Respekt, aber mit Ausrufezeichen! - Sven Niechziol 5 Kundenrezensionen:Punk 2010 5 von 5 PunktenBetrachtet man das knallige Cover des Albums liegt einem nichts ferner als der Begriff "Punk". Aber das, was heutzutage meist mit Punk in Verbindung gebracht wird, hat ebensowenig damit zu tun. Irokesenfrisuren, Lederjacken mit etlichen Stickern, Piercings im Gesicht etc. etc. Tatsache ist, das Fehlfarben vor 30 Jahren mit "Monarchie & Alltag" die erfolgreichste und wohl auch bekannteste Punk-Platte der Bundesrepublik zustande brachten. Seither wird die Gruppe mit jeder Neuveröffentlichung an ihrem Debütalbum gemessen. Sänger Peter Hein, stieg gleich mal nach genannter LP aus, es folgten zwei LPs mit Thomas Schwebels Gesang - 33 Tage in Ketten (1981) und Glut und Asche (1983) - die natürlich im Vergleich zu "Monarchie & Alltag" bei der allgemeinen Musikkritik nicht standhielten, obwohl beide überdurchschnittlich gut sind. Während Hein ab 1981 bei den weitgehend unbekannten Family 5 weitersang und mit dieser Gruppe reihenweise Platten raus brachte, lösten sich Fehlfarben Mitte der 1980er auf, um 1991 mit "Die Platte des himmlischen Friedens" ihr zweites Album mit Peter Hein als Sänger zu veröffentlichen. Danach dauerte es abermals elf Jahre bis mit "Knietief im Dispo" (2002) das dritte Hein/Fehlfarben-Album kam. Seither werden die "Lücken" immer kleiner: es folgte 2007 das "Handbuch für die Welt" und nun also "Glückmaschinen" - dem fünften Fehlfarben-Studio-Album mit Hein als Sänger, aber dem ersten Fehlfarben-Album überhaupt ohne Thomas Schwebel! Die regelmäßige Zusammenarbeit der Band in den letzten Jahren ist unüberhorbar, die Platte klingt frischer als die beiden Vorgänger und da ist das grelle Cover gar nicht mal so verkehrt. Auf gerade mal 8 Songs keift und beißt Peter Hein wie eh und je - und doch druckvoller. Genauso wie die Band. Am effektivsten geschieht dies auf dem fast schon locker-flockig daher kommenden "Im Sommer" und dem (Fast)Instrumental "Respekt?". Hier ist weniger eindeutig mehr. Mit dem Ohrwurm "Wir warten (Ihr habt die Uhr, wir die Zeit)" ist ganze sieben Jahre nach "Alkoholen" (2003) auch mal wieder eine Single von Fehlfarben erschienen, zwar nur als Vinyl, aber das immerhin knallrot. "Glücksmaschinen" ist sicherlich kein "Monarchie & Alltag", schön ist aber das die hier versammelten Männer jenseits der 50 immer noch was zu sagen und vor allem zu "spielen" haben. Wie schon auf den beiden Vorgängern "Knietief im Dispo" und "Handbuch für die Welt" wird hier meiner Meinung ein sehr hohes textliches und musikalisches Niveau gehalten, das gerade in der heutigen deutschsprachigen Musikszene schwer zu finden ist. Da sind 5 Sterne leicht zu vergeben. Mehr 5 von 5 PunktenPaul ist schon lange tod, und die Herzen tanzen auch eine Ewigkeit nicht mehr mit uns. Fehlfarben war die Gruppe die meine Jugend mit ihren Texten und ihrer Musik wie keine andere dieser Zeit prägte. Ich sehnte mich nach den Bildern die ich sah als sich die Texte in mein Hirn bohrten. Man kann die Zeit nicht mehr zurück drehen und nicht die gleiche Kraft in den Texten erwarten. Zum einen ist man genauso älter geworden und sucht noch mehr nach dem was da geblieben ist. Die CD ist deshalb ein Schritt nach vorne mit all dem was die Zeit und eine veränderte Denkweise mitbringt. Ich bin dankbar für etwas, was vielleicht wenige mit ihrer Musik je vollbringen werden. Die Zeit Sie bleibt nicht stehn. Fehlfarben - Peter Hein - haben 3 von 5 Punktenden Anschluss noch immer nicht vollständig verloren. Bezeichnend oder sowas - ist das nicht mehr. Artifiziell - na klar - und Reproduktionen - na klar sind zu verwerten! Danke für die Rauchzeichen! Kurz vor der Bewegunglosigkeit nochmal Treffer schreiben ist bestimmt schwer! Meer davon ABSOLUTE KAUFEMPFEHLUNG 5 von 5 PunktenKlasse album, gefällt mir im gesamten besser als Handbuch für die Welt, kann aber noch nicht sagen ob Ich es auch besser finde als knietief im dispo. Das wird die zeit zeigen Nur schade das es so kurz ist 8titel und der 8te titel is auch fast nur instrumental aber für diesen Hammer preis kann man nix falsch machen Endlich stimmt wieder alles! 5 von 5 PunktenNach etlichen Jahren und einigen durchwachsenen Alben liefern "Fehlfarben" mit "Glücksmaschinen" ein Album ab, bei dem sie zu alter Form zurückfinden. Texte, in denen auf den Punkt gebracht wird, was in unserer Gesellschaft (schief)läuft, mit der angemessenen Wut ins Mikro gerotzt und von der Band druckvoll umgesetzt. Die Kürze tut dem Album gut, so gibt es nur Treffer, nichts zum Skippen. Dann lieber mehrmals durchlaufen lassen, diese super Platte. |
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Have One on Me [Vinyl LP] von Joanna NewsomSchallplatte von Drag City (rough trade)Preis bei Amazon: EUR 21,99 Erscheinungsdatum: Februar 2010 |
Tracks:
Aus der Amazon.de-RedaktionÜber 120 Minuten Musik, verteilt auf 18 teilweise episch lange Songs und drei CDs - das lässt erwarten, dass Joanna Newsom mit Have One On Me ein üppiges Paket mit Schwerstarbeit für die Sinne reicht. Und dann kommt es ganz anders, denn die singende Harfenspielerin versucht gar nicht, den überaus erfolgreichen und umschwärmten Vorgänger Ys zu überflügeln. Den hatte sie 2006 mit dem legendären Arrangeur Van Dyke Parks, Steve Albini und Jim O?Rourke aufgenommen, eine kaum zu toppende Kompetenz-Allianz. Vier Jahre später greift der Darling des Nu-Folk auf weniger prominente Namen zurück und arbeitete eng mit dem Komponisten , Multiinstrumentalisten und Balkan-Musik-Fachmann Ryan Francesconi aus Portland / Oregon zusammen. Das 3-fach-Album (CD wie LP) Song für Song zu sezieren ist kaum möglich, zu überwältigend und kaum zu verdauen ist diese Menge an Eindrücken, Details und spielerischen Feinheiten. Auffällig an Have One On Me, zu deutsch ?Ich gebe einen aus?, ist aber die gereifte Stimme von Joanna Newsom, die trotz ihrer Gesangshöhe kaum noch pieps und kieks, all diese björk?sche Gesangsakrobatik vermeidet und nun mehr an Kate Bush erinnert. Der Verzicht auf die stimmlichen Eskapaden bei gleichzeitigen Beibehalten des permanenten Heben und Senkens der Stimme kommt den feinfühligen Stücken sehr entgegen, die sich trotz ihrer Länge kaum verlaufen und die Songstrukturen nicht aufgeben. Das macht Have One On Me zugänglicher, trotz einer Flut von Reizen, die von osteuropäischen zu asiatischen, von Folk, Jazz zu Soul reichen. Trotzdem: Je weiter man sich durch das Werk mit seinen opulenten Streichern und Bläsen wie schlichten Akustik-Passagen arbeitet, desto mehr verschwimmen die Erinnerengen an das zuvor Gehörte...obwohl Joanna Newsom auf komplexe Strukturen zugunsten Transparenz verzichtet. Ein Schicksal bleibt dem wunderschönen wie geheimnisvollen Have One On Me damit garantiert erspart, nämlich nach einigen Hördurchgängen bis auf die letzte Note dechiffriert worden zu sein. - Sven Niechziol |
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End Times (Deluxe Edt.) von EelsAudio CD von Cooperative Music (Universal)Preis bei Amazon: EUR 17,84 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Januar 2010 |
Tracks:Disk 1
Disk 2
Aus der Amazon.de-RedaktionWenn Mark Oliver Everett alias E einem Album den Titel End Times gibt, dann schwant einem nichts Gutes. Nachdem dieser etwas andere Songwriter Jahre verstreichen, um 2009 mit Hombre Lobo ein sehr lautes, krachendes und erwachsenes Rock-Album zu präsentieren, kehrt der bärtige Mann aus Los Angeles nun wieder in dunklere Spuren zurück. Und das nur ein paar Monate später. Es fängt schon mit dem illustrierten Cover an, das E als alten Graubart zeigt, dessen Blick etwas Leeres und Trauriges hat. Dieses Melancholie kennt man von dem jungen Everett, der damals einen Familieangehörigen nach dem anderen zu Grabe tragen musste. Nun steht E in der Mitte seines Lebens, doch die Melancholie ist nicht gewichen...aber sie ist eine andere. Wieder ist es Verlust, der im Mittelpunkt von End Times steht, aber niemand ist diesmal gestorben, der Kopf der Eels leidet offen unter dem Ende einer Beziehung. Dabei startet das Album, das E fast im Alleingang in den eigenen vier Wänden auf einem alten, analogen 4-Spur-Rekorder aufnahm, ermutigend. ?...and everything was beautiful and free?? singt er im Opener ?The Beginning?, doch schon im nächsten Song ?Gone Man? kippt die Stimmung völlig und E singt ?...she used to love me but it?s over now? und suchst einen schwachen Trost in der Tatsache, dass er ?...not the only one who?s feeling this pain...? ist. Ganz überraschend bricht dieses knackige Rock-and-Roll-Stück musikalisch aus. Auf End Timesüberwiegen nämlich die vielen sparsam arrangierten Lieder mit zauberhaften Melodien. Kombiniert mit den klar und deutlich formulierten Texten über Hoffnungslosigkeit, desperate und harte Zeiten, der Suche nach Vertrauen, diesem schmerzhaften Gefühl, irgendwie durch den Tag zu kommen und das Lamentieren, dass sich sogar Jesus abgewandt hat (?Gone?), schlägt das ganz schön aufs Gemüt. Der Mann macht einem echt Sorgen, man möchte ihn am liebsten in Schutzhaft vor sich selber geben. Ganz am Ende aber, da taucht ein Licht dieses langen, dunklen Tunnels namens End Times auf. In ?On My Feet? singt der Eels-Frontmann: ?I am a man in great pain over great beauty / It?s not easy standing on my feet these days / But you know I?m pretty sure / That I?ve been through worse?? um mit den Worten zu schließen: ?I just gotta get back on my feet?. Fortsetzung folgt. - Sven Niechziol 4 Kundenrezensionen:Einfach schön 5 von 5 PunktenIch höre seit 40 Jahren Popmusik und ich kann sagen: diese Platte hat mich wirklich tief berührt. Es ist nicht die - zugegebenermaßen erdrückende - Vita Everetts und auch nicht allein die Traurigkeit, die über den Liedern schwebt. Beim Hören (nicht bei ersten oder auch dritten Mal) kommt ein Gefühl auf, als sei man abwechselnd in der Hölle oder im Himmel. Eigentlich ist alles, was er sagt, banal. Aber ist nicht der Wechselstrom des Lebens in seiner Gesamtheit oft genug banal? Es sind die kleinen aber existentiellen Gefühlskatastrophen, die hier mit soviel Authentizität und angenehm geringem technischen Aufwand ausgebreitet werden, dass man sich irgendwie gleich wie zuhause fühlt. Mit den bisherigen Eels-Platten hat dieses Kleinod fast nichts zu tun. Das macht die Scheibe aber auch für Nichtkenner und -fans hörbar. Wer Eels liebt, so wie ich, muß immer mit Überraschungen von Mr. E rechnen. End Times hat das Zeug zu einem ganz großen Klassiker des sogenannten Singer-Songwriter-Genres. Eine Platte, die generationsübergreifend und ehrlich ist. End Times are here ? Hoffentlich nicht... 5 von 5 PunktenDiejenigen, die die Eels lieber rocken hören, werden vielleicht nicht zufrieden sein. E liefert uns ein Stück Kammermusik aus dem Keller seines Hauses als Nachfolger des doch selbst in seinen ruhigeren Momenten eher brachialen Vorgängers Hombre Lobo ab. Fast im Alleingang auf einem Vierspurrekorder aufgenommen (was man, wie ich finde, leider manchmal ein bisschen zu sehr hören kann), verarbeitet E diesmal wieder Autobiografisches. Das Album handelt von einer gescheiterten Beziehung, ein Trennungsalbum, wie auf der Eels Website zu lesen ist. Doch zu mehr Einzelheiten verweigert E die Aussage. Der Hörer soll (muss) sich sein eigenes Bild machen. Und ich muss sagen, das macht er stark. Nur die Stimme und einzelne spärliche Instrumente (Gitarre, Klavier, Mundharmonika und hier und da ein paar Streicher) beherrschen die Stimmung dieser Platte. Nur 3 Lieder fallen aus dem Rahmen. Gone Man, Paradise Blues und Unhinged gönnen uns eine Prise Bluesrock mit E-Gitarren, Bass und Drums. Apropos Drums: in der Liste der Helfer zu diesem Album findet sich Butch. Nachdem dieser im Anschluss an die Trennung von den Eels vor einigen Jahren seine Beziehung zu E als "non-existent" bezeichnet hatte, ist er nun -zumindest teilweise- wieder mit von der Partie. Und wer weiß: vielleicht wird man ihn auch irgendwann mal wieder mit E auf der Bühne erleben können. 2 weitere Titel (Apple Trees besteht im Prinzip nur aus ein paar Zeilen gesprochener Worte, wie eine Mitteilung auf einem Anrufbeantworter und High And Lonesome mit Gewitterregengeräuschen) sind Zwischenspiele, wie man sie schon von Blinking Lights... kennt. Gönnt euch 1 Stunde Zeit und lasst diese Platte (inkl. Bonus EP) auf euch wirken. Am Anfang ist ja noch alles gut (everything was beautiful and free...in the beginning) so singt E im ersten Song. Doch das Ende ist schon hier bedrohlich nahe. In In My Younger Days paart sich der Trennungsschmerz mit einer Portion Midlifecrisis, wenn E andeutet, dass er früher sowas viel leichter weggesteckt hätte. Mein spontaner Favorit ist A Line In The Dirt (Nr.5). Hier spielt E seine unnachahmlich lakonische Art aus (she locked herself in the bathroom again/so I am pissing in the yard). Aber E kriegt doch noch die emotionale Kurve und beschließt beim Spaziergang nicht stehen zu bleiben, um zu winken oder zu Hallo zu sagen, weil man gerade so Worte wie "Wie geht's ?" und "Schönen Tag noch." von seiner Ex im Vorbeigehen überhaupt nicht hören möchte (Nowadays), um im anschließenden Unhinged verbal auf die Verflossene los zu gehen (you were more than my girl/you were my best friend/all that's left is a mean old girl behind her crazy eyes). Im letzten Song On My Feet siegt etwas Optimismus. I just gotta get back on my feet" ist der letzte Satz dieser Platte und soll für mich sagen: Junge, steht auf, komm wieder auf die Beine, reiß dich am Riemen, wenn du nicht untergehen willst. Auch Mark Oliver Everett gehört anscheinend zu der Kategorie Singer/Songwriter, der genau dann am besten ist, wenn es ihm am schlechtesten geht. Ich musste ein bisschen an Dylans Blood On The Tracks denken. Auch ein Werk, das aus purer Verzweiflung großartige Musik entstehen ließ. Kürzlich las ich einen Artikel, in dem der Autor -sicher ironisch- E mehr Katastrophen und uns noch viele großartige Eels Alben gewünscht hatte. So weit will ich sicher nicht gehen, aber diese Platte ist auf jeden Fall so anrührend und trotz aller Schlichtheit so emotional, dass man E`s Gefühlslage beim Hören körperlich spüren kann. Was will man mehr ? Die Bonus EP der Deluxe Edition enthält 4 weitere Songs: Some Friend/Walking Cloud/$200 Tattoo/The Man Who Didn't Know He'd Lost His Mind. Im musikalisch schlichtesten davon, $200 Tattoo, singt E über Dinge, die frisch verliebte so manchmal tun oder zumindest denken, dass sie zu solchem Handeln im Stande wären. Deluxe Edition lohnt sich 5 von 5 PunktenDer schon in jungen Jahren von vielen privaten Schicksalsschlägen gebeutelte Mark Oliver Everett bringt in diesen Tagen zusammen mit seiner Band The Eels sein mittlerweile achtes Studioalbum heraus. Auf "End Times" schlägt Everett überraschend leise Töne an. Ruhige und melancholische Songs herrschen vor. Dabei überrascht der charismatische und talentierte Frontmann ein ums andere Mal mit seinen mehr als durchschnittlichen Singer-Songwriter-Qualitäten. Die sparsam instrumentierten Songs ziehen den Zuhörer sofort in ihren Bann. Von einer Halbakustikgitarre geprägte Melodien wie z.B. im Titel gebenden "End Times" verwöhnen das Ohr mit Understatement eines ganz großen Poeten. Im Stil eines Jim Morrrison überzeugt Everett in "Paradise Blues". In den wenigen Uptemponummern wie "Gone Man" und "Unhinged" legen die Eels ihre Zurückhaltung etwas ab. Ein sehnsüchtig trauriger Ohrwurm und unbestreitbar einer der Höhepunkte des neuen Albums ist "A Line in Dirt", in dem ausnahmsweise das Klavier im Vordergrund steht und Everetts einfühlsame Stimme einen tief berührt. Mittlerweile hatte ich auch Gelegenheit, in die Titel der Bonus-EP der Deluxe Edition reinzuhören. Der gute Eindruck setzt sich in den vier weiteren Songs fort. Mein Fazit: Die Eels haben ein wirklich gelungenes Album vorgelegt. Mark Oliver Everett unterstreicht aufs Neue seine Ausnahmestellung in der Musikszene. Der Sohn eines Quantenphysikers und einer Schriftstellerin schöpft aus den Tiefen seines Gefühls und seiner Fantasie. Er hat etwas zu erzählen und tut das auf unverwechselbare Art. Dabei hat er der Welt einige wirkliche musikalische Perlen geschenkt. Unbedingt anhören! Kauz, der; -es, Käu-ze ... 4 von 5 Punkten... [1. kleine Eulenart, 2. eigensinniger Mensch - Synonyme: Außenseiter, Eigenbrötler, Exzentriker, Sonderling, Spinner]. Wohl klar, dass es sich im Folgenden nicht um das possierliche Tierchen drehen wird. Klar auch, dass hierzulande offensichtlich keine Rezension ohne diese Charakterisierung auszukommen scheint. Warum also nicht gleich damit aufschlagen? Zumal Mark Oliver Everett aka. Eels mit dieser Platte in musikalischer Hinsicht allmählich einem der führenden Vertreter einer anderen artverwandten Spezies, dem sog. Zausel immer ähnlicher wird - Bob Dylan. Der rohen Härte von "Hombre Lobo" fast gänzlich abgeschworen und auf jeglichen Firlefanz verzichtend - ganz zu Anfang des neuen Albums glaubt man förmlich zu zittern, denn "The Beginning" klingt schon wie das apostrophierte Ende selbst und man fragt sich, ob man diese trauige Tristesse wohl über die kompletten vierzig Minuten durchzuhalten in der Lage ist. Mit dem folgenden "Gone Man" liefert Everett zwar einen astreinen Bluesrock ab, der kräftig in die Beine geht - dennoch wirkt "End Times" deutlich zurückgenommener als seine Vorgänger. Und so muß man auch gleich wieder runter in die tiefsten Tiefen wehklagender Einsamkeit - "I don't need anymore misery, to teach me what I should be". Dennoch kommt man ganz gut klar mit dem auf und ab: auf mit dem "Paradise Blues", das federt wieder gekonnt, Gitarrensaiten wie auch Stimmbänder werden nicht geschont, ab dann wieder mit "Nowadays", die Mundharmonika jammert zur bitteren Erkenntnis "The truth is something noone wants to hear you say, just `How you do?' and `Have a nice day!'". Das nachfolgende "Unhinged" erinnert mit Stimme und Melodik wie frühere Stücke angenehm an Nirvanas Kurt Cobain und nimmt so auf dem Album eher eine Außenseiterrolle ein. Ganz zum Schluß kommt's noch mal dicke, mit "I Need A Mother", "Little Bird" und "On My Feet" vertont Everett erneut Titel und Cover. Zu dessen Abbildung ließ sich ja vor Erscheinen schon prächtig fantasieren - ein rauschebärtiger Gottvater wandert mit resigniertem Blick inkognito im Sandleroutfit durch verlassene Wohngegenden und schaut sich an, was seine Schäfchen mit all dem angestellt haben, was er ihnen einst in gutem Glauben überlassen hat. Ein Trauerspiel das alles, fürwahr. Aber ein schönes ... |
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Work (Ltd.Digipack) von Shout Out LoudsAudio CD von Vertigo Berlin (Universal)Preis bei Amazon: EUR 17,98, Angebote ab EUR 10,50 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Februar 2010 |
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3 Kundenrezensionen:nicht ganz OUR ILL WILLS aber immer noch top! 5 von 5 PunktenSeit zwei Wochen spielt mein CD-Player das neue Album von den Shout Out Louds, langsam habe ich die Songs im Kopf und im Ohr. Insgesamt fällt das Album meiner Meinung nach etwas ab im Vergleich zum Vorgänger-Monumentalwerk "Our Ill Wills". Auf diesem Album war ja nun wirklich jeder Track ein Hammer und jeder Song hatte sein ganz eigenes Gefühl, auch nach 1000 mal hören gibts noch Neues. "Work" ist im großen und ganzen geruhsamer und etwas andächtiger. Die für die Band so charakteristischen Melodieläufe sind nicht ganz so eingängig und verspielt wie auf "Ill Wills" Trotzdem hat das Album einige Kracher zu bieten: Die Perlen des Albums sind Fall Hard, 1999 und Candle Burned Out. ... stimmungsvoll, unbeschwert, locker und intelligent. 5 von 5 PunktenEndlich, dass dritte Shout out louds Album. Drei lange Jahre musste ich warten. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Das Album ist mal wieder umwerfend geworden. Wie immer, stimmungsvoll, unbeschwert, locker und intelligent. Für alle die diese Band kennen ist das neue Album keine Überraschung. Es ist genial wie auch die Vorgängeralben. Was bei dieser Band immer schwer ist, ist ein Lieblingssong zu wählen, da alle am richtigen Ort und zur richtigen Zeit Lieblingssongs sind. Aber beginnen wir mit "1999", der erste Song des Albums. Wirklich schön, mit einem eingängigen Beat und dem Keyboard startet der Song. Der Text regt zum mitsingen an. Mit Textzeilen wie, i never felt so alive since 1999, how can i forget the nights we killed every summer night, kommt Sommer (wohlfühl) Stimmung auf. Der zweite von 10 wunderbaren Titel ist "Fall Hard". Schon ein bischen länger bekannt, da es als Single veröffentlich wurde. Fall Hard Ein schlimmer Song, wenn man allergisch gegen Ohrwürmer ist. Ich hab ihn schon nach dem ersten Mal hören andauert pfeifen müssen. Schlimm. Man sollte diesen Song nicht hören, wenn man sich auf irgentetwas konzentrieren muss. Ansonsten ist er ein Song zum träumen und loslassen. Ich liebe es ihn im Auto auf laut zu stellen und laut mitzusingen. Der Rest der Platte hört ihr euch am besten allein an. Auf jeden Fall zu empfehlen. Wie auch die anderen Alben. Howl Howl Gaff Gaff Our Ill Wills Für mich eine der Platten des Jahres. Durch den Kopf ins Herz. 5 von 5 PunktenDer Wechsel vom kleinen Indie Label zum Riesen Universal, Radio Interviews, Besprechungen in sämtlichen großen Musikzeitschriften die Sorgen, was den bösen Ausverkauf der Shout Out Louds kurz vor Veröffentlichung des dritten Albums Work betraf, wuchs mit jedem Gewinnspiel auf der Internetseite. Ganz klar: die Marketingmaschine Universal läuft! Dann endlich das neue Album im CD Player, schnippenden Fingers in Position geschmissen, und Überraschung! - regungslos stehengeblieben: lauschend. Denn was uns die Shout Out Louds auf Work präsentieren wirkt nachdenklich, wohlüberlegt, treibend zwar, aber erst gehts mal mehr in den Kopf als ins Herz, die Beine. Die schmachtenden Streicher, das wirbelnde Tamburin fehlen, die Emotionen werden nicht direkt ins Gesicht geschleudert, sondern angedeutet und entwickeln sich. Was einem jetzt besser gefällt, ist und bleibt Geschmackssache. Textlich ist das Album, mal wieder, ganz großes Kino. Sänger Adam Olenius hat Texte geschrieben, die man eher dem skandinavischen Winter, als den sonnigen Stränden Australiens, wo für ihn die Arbeit begonnen hat, zuschreiben würde: You have so much to live for, while I'm just dying to stay alive Verunsicherung, Aufbruch und immer wieder die Liebe, in einer Verletzlichkeit gezeigt, die durch seine Stimme und Bebban Stenborgs Hintergrundgesang in perfekter Harmonie zum Text stehen. Das Alles weckt dann doch das Herz, und könnte es zum zerreißen bringen könnte, wäre da nicht diese Melodien! Wie gesagt, auf satte Streicher und seltsames Getute wurde verzichtet, dennoch sind kleine Spielereien erlaubt, die einem dadurch die Melodie nicht direkt ins Ohr hauen. Carl von Arbin (Gitarre), Eric Edman (Schlagzeug) und Ted Malmros (Bass) zeigenm an ihren Intrumenten was sie können: Dort Rhythmuswechsel, die sich erst nach dem zweiten Hören erklären, da ein Klavier, das Töne ins Lied tupft, und hier ein Schlagzeug, das vorantreibt. Man wundert sich nach dem Hören des Albums dennoch, wo dieser verdammte Ohrwurm herkommt, der einen drei Tage nicht verlassen will. Und schwups, sind wir wieder am Anfang, sind die Beine jetzt still? Nein, sie wippen mit, wollen sich bewegen. Und wir singen schief, laut und inbrünstig mit: To get to know yourself you've got to run away. Never trust anyone. So run away, run, run, run, run, run... |
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Elect the Dead Symphony von Serj TankianAudio CD von Warner Bros. Records (Warner)Preis bei Amazon: EUR 19,99 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: März 2010 |
Tracks:Disk 1
Disk 2
Eine Kundenrezension:augen auf, ohren auf 5 von 5 Punktensein soloalbum hatte bereits deutliche bezüge zur welt der klassik und der oper, also erfüllte sich serj tankian einen traum und führte die stücke (plus zwei bonustracks) mit dem auckland symphony orchestra auf. der mitschnitt davon liegt nun endlich als cd oder dc/dvd auf. das experiment geht so wunderbar auf wie kaum jemals zuvor bei der versuchsanordnung rock trifft klassik. und zwar deshalb, weil diese musik durch tankians wesen vollkommen gegen jede verkitschung immunisiert ist. seine musik speist sich aus vielen quellen - metal, rock, jazz, pop, hiphop und armenischer volksmusik sowie (im unterschied zu seiner stammband system of a down) auch einer großen portion klassik. die entstandene mischung ist so verrückt, durchgeknallt und wild, dabei aber auch musikalisch so hochwertig und elegant, dass sie sich jeder banalisierung entzieht. beispiel: wenn tankian klassischen gesang mit koloraturen praktiziert, nur um umgehend in einen armenischen jodler zu fallen und in brüllen zu enden, dann ist das komisch und erhaben gleichzeitig. ein hinreißendes album für alle mit offenen ohren. |
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Falling Down a Mountain von TindersticksAudio CD von 4ad/Beggars Group (Indigo)Preis bei Amazon: EUR 13,98, Angebote ab EUR 12,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Januar 2010 |
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3 Kundenrezensionen:Facettenreiche Werkschau: Groovig wie in Anfangszeiten - Verspielt und gefühlvoll wie eh und je 5 von 5 PunktenDem hartarbeitesten, britischen Melancholiker von Paris, Stuart Staples - von jeher Sänger/Lyriker der Tindersticks, ist zusammen mit seinen frühsten Weggefährten ein wirklich hervorragendes gelungen, das man so hätte nicht erwarten können. Auf die faule Haut des Schreibens legt sich der exzentrische "Kopfrocker" nicht, obwohl dies nach zahlreichen Alben, die sich in den Bestenlisten wie in den Herzen von Feuilttonisten und intelligenter Alternativemusikliebhaber festgesetzt haben, durchaus legitim wäre. Wirkte die letzte und gleich erste Platte der drei verbliebenen Gründungsmitglieder, nachdem Austieg/Trennung von Staples' kongenialem Streicher und -Arrangeur Dickon Hinchliffe, dem Schlagzeuger und dem Bassisten, noch ein wenig hölzern und eher wie ein - natürlich geistreich instrumentiertes - zusammengewürfeltes Soloalbum von Staples - greift der Neuling die Ansätze von "The Hungry Saw" auf, entwickelt diese weiter und macht es zu einem eigenständigen, homogenen Werk, somit einem weiteren, höreneswerten Highlight in der Diskographie der Tindersticks. Wer die Tindersticks nicht kennt, muss sich natürlich erst an ihre eigenartige, aber lohenswerte, Mélange aus Jazz, Klassik, Retro-Rock, Blues, Country, Indie und Soul - sowie an ihren unabstreitbaren Hang zum Kitsch - gewöhnen, so waren sie doch als einer ungewöhnlichsten, englischen Bands der 90er Jahre hoch anerkennt. Mit "Falling Down A Mountain" ist den TINDERSTICKS jetzt, melodisch wie episch, eine beachtliche Werkschau aus verschiedenen Schaffensphasen gelungen, die besonders (so hat man als langzeitiger Fan das Gefühl) auch wieder Neueinsteigern die Faszination dieser Musik ausdrücklich näherbringen kann. Das Schönste für Connaisseurs sei gleich zu Beginn gesagt: Sie klingen frisch und grooven wieder wue auf dem "First Album" - der Opener und gleichnamige Titeltrack lässt einen die komplexe, wirre und rebellische Luft des Erstlings einatmen - verquerte Takte und jazzige Bläser, melodiöse, mehrstimmige Mantren und schnoddrig genuschelte Poesie - im Gegenzug dazu sind sie allerdings streckenweise wieder soulig, wie in der späteren Phase der Urbesetzung, wie z.B. auf "Simple Pleasure" oder "Can Our Love...", denn im besten Retro-Soulgewand tönt "Harmony Around My Table" und lädt zum heiteren Mitschnippen und Mitsummen der fortwährend groovenden Backing Vocals. Auch die verträumte, tiefst melancholische und fragile Seite à la "Curtains" oder dem Zweitling kommt nicht zu kurz. Ein Stück wie "Piano Music" wiederum erinnert an die innehaltenden Instrumentalstücke auf den Soundtracks für französische Independent-Filme wie "Nénette et Boni". An zweiter Stelle gelungen positioniert - ist das eingängige Stück "Keep You Beautiful". Die gesamte Abwechselung des Albums ist beeindruckend; so hat man doch einfach wirklich fünf, sechs Alben der Briten auf einer CD - vertraut wie gleichzeitig erfrischend! "Peanuts" ist ein Ohrenschmaus und, so lege ich mich jetzt fest, das allerbeste Duett mit weiblicher Stimme, das sie je aufgenommen haben. Die kanadische Sängerin, die hier zu hören ist und wie man außerdem lesen kann, zuvor nur mit dem mit ihnen ab und an verglichenen Tom Waits und Morrissey gearbeitet hatte, sich also folglich rar macht, harmoniert mit Stuarts tiefem Barriton wie keine andere zuvor, verpasst der Stimmung des Liedes konträr etwas von naiver Leichtigkeit. Man lässt sich von einer bezaubernden countreyesquen Jazzpop-Perle verzücken, bei der die Zeit um einen herum stehen bleibt, genauso wie beim absoluten Höhepunkt der CD, nämlich Nummer 9, "FACTORY GIRLS"! Sie ist eine wundersame, reflektierende Gefühlsballade mit einer magischen Klavierfigur, die sich langsam aufbaut und die ohne Weiteres auf dem Meilenstein "Second Album" stehen könnte - wer hätte gedacht, dass sie noch einmal auf solch einen eingängigen und zudem originellen Song kommen, der zu Tränen rührt und in seiner Kompaktheit in einer Linie mit dem wohl berühmtesten Titel "Tiny Tears" steht, ohne dabei voriges zu kopieren bzw. ein Abklatsch dieser Phase zu sein. Thematisch verzweifelt und selbstkritisch rückblickend : "It's the wine that makes me sad, not the love I haven't had!"... Auf dem gesamten Album herrscht eine sentimentale Stimmung, man will gleich wieder alle alten Alben rauf und runter hören, und dass selbst wenn man das schon all die Jahre zuvor bereits oft genug getan hat - aber die Sentimentalität ist nicht flach, sondern vom Aufbruch des Weitermachens euphorisch und voller Freude getragen. Die vorher genannte Abwechselung wird diese CD für Kenner wie Neulinge dauerhaft auf den Player zwingen, und so schnell nicht mehr von sämtlichen medialen Abspielgeräten Platz machen! Aus aufnahmetechnischer Sicht trifft CD auch durch Klang und Mischen von Schlagzeug, Bass und Gitarren den Zeitgeist. Bereits früh im neuen Jahr setzen die englischen Altmeister mit "Falling Down A Mountain" die Latte für melancholische Alternative-Musik durch eine retroperspektiv und abwechslungsreich erfrischende Werkschau in diesem Jahr überraschend hoch. Der Anfang ist schon mal ... 4 von 5 Punkten... ein guter Test, ob man bereit ist, sich auf die neue Platte der Tindersticks einzulassen: sieben Minuten, die mit rhythmisch klackendem Drumset beginnen, und sich - begleitet vom mantraartigen Gesang Stuart Staples' und einer hellen Jazztrompete - im letzten Drittel zum sachten Reggae wandeln. Das Titelstück erinnert so irgendwie an den letzten Song vom großartigen Lambchop-Album "Is A Woman", auch hier wurde man mit einer ähnlichen Metamorphose überrascht. Überhaupt ist das ganze Album ein großes, unentschiedenes "Irgendwie", wirkt es doch bei weitem nicht so aus einem Guß wie frühere Werke, vom selbstbetitelten Debüt und dem Nachfolger ganz zu schweigen. Staples und seine Mannen wagen sich an vielfältige Schattierungen: Stücke wie ein behutsames "Keep You Beautiful", das anrührende "Peanuts" als Duett mit der kanadischen Songwriterin Mary Margaret O'Hara und natürlich am Ende ein elegisches "Factory Girls" - zum Weinen schön. Dagegen stehen die eher traditionellen Shuffle-Songs "Harmony Around My Table" (verziert mit reichlich "duwab" und "lalala"!) und "No Place So Alone". Ein Zwitter und zugleich der stärkste Auftritt ist das kraftvolle "Black Smoke" - Soul, Blues, Rock, Country, man weiß nicht, wohin die Reise genau gehen soll und es ist egal. Dazu noch diverse Instrumentals, die den Eindruck noch verstärken, dass sich die Tindersticks mit dieser Platte nach wie vor als Suchende sehen - nach gut und gern acht Platten ist das aller Ehren wert. Und wer sagt denn, dass man immer alle Erwartungen erfüllen muß ... Noch ein Meisterwerk... 5 von 5 PunktenNein, ich gebe zu, ich hätte nicht gedacht, dass die Tindersticks nochmals so ein Meisterwerk veröffentlichen. Nicht, dass ihre Alben mittelmässig oder schlecht gewesen wären (,Hungry saw', ,Waiting for the moon' oder ,Curtains' haben jeweils alle mehr Klasse als die entsprechenden Jahresverkaufs-Top Ten zusammen!) aber sie reichten alle nicht mehr ganz an die beiden ersten Tindersticks Meisterwerke (Tindersticks I und II) aus den Jahren 1993 und 1995 heran. Schon beim ersten Song begint eine unglaubliche starke Sammlung von Liedern. Der Titelsong ,Falling down a mountain' mit seinem psychedelischen, leicht jazzigen Einschlag raubt einem den Atem. So kannten wir die Tindersticks bisher nicht unbedingt. Die Trompeteneinsätze und die Rhythmusabteilung der Band haben da ganze Arbeit geleistet (das Schlagzeug erinnert mich an die unglaubliche Spielweise/Technik des Jazzers Joe Morello aus den 50ern). Gleich der nächste Song ,Keep you beautiful' hält mühelos das hohe Niveau des ,Openers'. Es ist eine wunderbar schöne Ballade, fast nur von der Gitarre begleitet singt Mr. Staples den Song mit einer Leidenschaft in der Stimme, die einmalig ist. ,Harmony around my table' kommt dann sehr poppig daher und auch diese Richtung meistern die Tindersticks mit ihren eigenen Stilmitteln. Es wird nie zu poppig und nie zu glatt, dafür sorgt schon Spaples einzigartige Stimme. Das im ,Chorus'-Hintergrund gesungene "duwab...duwab..." erinnert mich doch tatsächlich an einen Disco-Pop-Hit der längst verschollenen Band Fox aus den Siebzigern (kein Scherz)... Beim Song ,Peanuts' eröffnet und überrascht dann eine weibliche Stimme für die nächsten Minuten. Mit Mary Margret O'Hara als Duetpartnerin beweisst Stuart A Staples einmal mehr sein ausgezeichnetes Fingerspitzengefühl bei der Auswahl an Duetsängerinnen (z. B. Isabella Rossellini oder Carla Torgerson), welche schon immer Höhepunkte im Repertoire der Tindersticks waren. Beim Song ,Factory girls' müsste man das Genre ,Chamber-Pop' erfinden, gäbe es dieses nicht schon. Mit so viel Leichtigkeit und Zartheit einen Song vorzutragen, nun dass ist halt definitiv eine der Stärken der Briten. Hört man das Lied ,She rode me down' hat man das Gefühl, irgendwo in einer kakteenüberzogenen Landschaft im südlichen Arizona zu sein. ... würde auch gut in ein Calexico-Konzert passen (mit Tambourin, Flöte und Xylophon). Abgerundet wird das Album unter anderem noch durch das (für Tindersticksverhältnisse) rockige ,Black smoke', eine wirkliche tolle Nummer und 2 wunderbare Instrumentalnummern (hier hört man Mr. Staples Faible für Filmmusiken wieder mal raus) . Als Fazit bleibt anzumerken, dass jeder der den Tindersticks positiv zugeneigt ist, sich das Album zulegen sollte. Wer weiss, ob sie jemals wieder so ausgezeichnet sein werden... |
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American Idiot von Green DayAudio CD von Reprise Records (Warner)Preis bei Amazon: EUR 10,99, Angebote ab EUR 1,39 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Sept. 2004 |
Tracks:
ProduktbeschreibungAMERICAN IDIOT 5 Kundenrezensionen:...die beste Platte von dem Trio! 5 von 5 PunktenAls absoluter Green-Day-Fan muss ich sagen, dass American Idiot" meiner Meinung nach bisher die beste Platte von dem Trio ist. Während ich die früheren Alben auch gut fand, ziehe ich trotzdem den neueren Musikstil von Green Day vor und American Idiot" finde ich dabei noch herausragender als 21st Century Breakdown". Während die Lieder American Idiot", St. Jimmy" und She's a Rebel" noch eher in die alte Richtung gehen, gibt es gleich eine Vielzahl an Liedern, die man in der Form von Green Day noch nicht kannte. Das Paradebeispiel ist Jesus of Suburbia" mit einer Gesamtlänge von etwa neun Minuten. Dabei kann man das noch nicht einmal als ein Lied bezeichnen, weil es im Prinzip fünf Teile sind, die aber wie bei einem Puzzle perfekt zueinander passen. Für eine Punk-rock-band ist das mehr als nur ungewöhnlich Toll und erfrischend finde ich, dass American Idiot" ein Konzeptalbum (oder Rock-Oper) ist. Das heißt, dass das Album eine Geschichte erzählt - von Anfang bis Ende mit Höhen und Tiefen, die sich in der Musik auch perfekt widerspiegeln. Es ist auf jeden Fall ein großartiges Album, bei dem - für mich mit Ausnahme von We are the Waiting" - alle Songs als Singles hätten rausgebracht werden können. Für Green-Day-Fans ist die Platte ein Muss. Der Rest sollte zumindest einmal reinhören. Ein absolutes Meisterwerk 5 von 5 PunktenIch kann die wenigen schlechten Rezensionen nicht verstehen. Die Musik kann einem nicht gefallen, aber ein solches Album als Schrott zu bezeichnen ist einfach respektlos. Green Day haben mit American Idiot kein 0-8-15 Konzeptalbum abgeliefert. Die Story ist einzigartig und atemberaubend gut umgesetzt. Jeder einzelne ist aus der Sich eines Songwriters unverschämt gut und die musikalische Umsetzung trägt ihren Teil dazu bei. Einfach nur großartig! superschneller Versand, 1 A Tonqualität 5 von 5 PunktenGreen Day sind die besten unter den Guten. Musik mit Hirn. Und obendrein gibt es noch eine super Ballade zum Schluß! Kommerziell oder experimentierfreudig? Mir gefällt's! 5 von 5 PunktenAnno 2004 sind mir mehrere Veränderungen in meinem Umfeld aufgefallen. Auf einmal fingen Leute an ausschließlich Punkrock zu hören, sich entsprechend klischeehaft zu kleiden und in Bands zu spielen. Nicht viel später fand ich heraus, worauf dieses Phänomen zu berufen war: Die fünf Hitsingles aus dem Gassenhauer "American Idiot" von Green Day verbuchten einen dermaßen großen Erfolg, dass sich ein erneuter Punkrock-Trend breitmachte, wie es schon 10 Jahre vorher bei "Dookie" der Fall war. Ich habe der Band bis zu diesem Zeitpunkt nicht sonderlich Beachtung geschenkt. Zwar kannte ich "Basket case" und anderes diverses Liedgut der drei Pop-Punker, das gelegentlich im Hintergrund zu älteren Skate-Shows/Videos gespielt wurde, aber im Besitz eines regulären Studioalbums war ich noch nicht. Das sollte sich bald ändern. "American Idiot" ist ein richtiger Knaller! Das Intro kennt so ziemlich jeder. Der Song macht spaß, rockt und ist ein Ohrwurm. Doch was sich zuerst einfach anhört, entpuppt später etwas subtiler, denn nahezu das komplette Album ist politisch bzw. gesellschaftskritisch ausgerichtet. Auch wenn sich dies ebenfalls in die charakteristische Punkrock-Schublade stecken lässt - an musikalischer Abwechslung mangelt es hier überhaupt nicht. Gleich der zweite Song, "Jesus of suburbia", ist über neun Minuten lang und gegliedert in fünf verschieden Liedern, die sich allesamt zu einem wunderbaren Werk ergänzen. Ähnlich wie in "Welcome home" ist das Lied mit verschiedenen Songstücken aufgebaut. "Holiday", ebenfalls eine Single, handelt vom unnötigen Verlust eines Menschenlebens durch einen Kriegseinsatz. Überhaupt spielen Kriegsgewalt, Bush-Regierung, Medien und Anti-Amerikanismus eine überwiegende Rolle bei "American Idiot". Die Singleauszüge "Boulevard of broken dreams" und "Wake me up when September ends" sind beide tolle Balladen geworden. Sie geben der sonst recht rockigen Platte die passende Abwechslung, welche dem Hörer ein umso turbolenteres Hörerlebnis schenkt. Neben genialen Ohrwürmern treibt das gesamte Album in schnellen Zügen gut nach vorne ("St. Jimmy", "She's a rebel", "Letterbomb"). Interessant sind unter anderem "Extraordinary girl" mit dem Einsatz von Percussionsinstrumenten zu Beginn und die lässigen rhytmisch-eingängigen Lieder "Give me Novacaine" und "Whatsername". "American Idiot" ist ein wahres musikalisches Goldstück. Die Klangqualität, die Produktion, Songwriting, fetziges Schlagzeug von Tré Cool, Instrumentalisierung... alles stimmt. Skeptiker und/oder Green Day Fans, die die Band schon etwas länger kennen, meinen ja gelegentlich während sie vergangene Alben wie "Dookie" (1994) oder "Nimrod" (1997) in den Himmel heben, wäre es bei diesem Output zu viel des Guten gewesen. Mag ja sein, dass eine Vielzahl der Lieder für die Radio- und Fernsehtauglichkeit geschrieben worden sind. Aber gerade heikle Themen wie z.B. der Irak-Krieg sollen eine breitere Masse ansprechen. Green Day geht dabei in eine gewagte Kontroverse, dessen Thematik möglichst viele Zuhörer ansprechen soll. Gäbe es den gewollten Hype um dieses Album nicht, hätte das musikalisch-politische Projekt gefloppt. Außerdem finde ich das immer noch besser, als eine Kopie von den älteren Sachen, die sowieso unerreicht bleiben werden. Die musikalische Weiterentwicklung betrachte ich gerade deswegen als einen Schritt nach vorne, weil die Einzigartigkeit vergangener Alben erhalten bleibt. Deswegen gibt es von mir die klare Kaufempfehlung mit Höchstpunktzahl. Anspieltipps: "Holiday", "St. Jimmy", "Give me Novacaine", "Wake me up when September ends" Ich weiß auch nicht! 4 von 5 Punktendie cd läuft bei mir rauf und runter, ich liebe sie und doch kann ich keine 5 sterne geben. warum? ich ärgere mich z.B., dass man bei den tracks 2 und 12 die kurzen stücke nicht anklicken kann, sondern immer den ganzen song (eigentlich sind es je 5 mini-songs) anhören muss, das ist mist. und green day im neuen jahrtausend sind keinesfalls green day aus den 90ern. als ich ein kind war, waren green day sogar bei underground-punk-funs beliebt, diese songs klingen eher nach robbie williams als nach clash. aber wie gesagt - ich höre die cd gerne und oft, tolle sommermusik. |
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Truth Or Dare von Oomph!Audio CD von Columbia d (Sony Music)Preis bei Amazon: EUR 14,99, Angebote ab EUR 11,50 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Februar 2010 |
Tracks:
5 Kundenrezensionen:Leider, leider..... 2 von 5 Punkten...ein absolut langweiliges Album. Das Geld hierfür kann man sich wirklich sparen und lieber warten, bis sich Oomph! wieder auf ihr Können besinnen. Gute Umsetzung aber wenig Neues 4 von 5 PunktenDas auf diesem Album keine wirklich neuen Lieder zu erwarten sind, war bereits nach der Ankündigung und der Veröffentlichung der Tracklist klar. Was die deutsche Gruppe allerdings aus dem vorhandenen Material und der "neuen" Sprache macht, das hat sich erst nach der Veröffentlichung gezeigt. Im Grunde haben sie eine recht gute Arbeit bei der Umsetzung der Lieder geleistet. Deutsche Texte sinngemäß und für eine vorhandene Melodie gut umzusetzen ist sicherlich keine leichte Aufgabe. Der Großteil der Songs hat aber eine wirklich gute Umsetzung der Englischen Sprache erhalten - allen voran Lieder wie "Dream Here" oder "God is a Popstar". Einige der Lieder gab es jedoch bereits vor dem Album. "God is A Popstar" etwa dürfte bereits als Bonus-Track einigen Leuten bekannt sein, "Dream Here" wurde auf der Monster-Tour 2008 mit der Support-band "All Ends" bereits zum Besten gegeben. "Power Of Love" dagegen ist lediglich ein Coversong und ebenfalls bereits auf einem anderen Datenträger veröffentlicht worden. Das tut aber der klanglichen und textlichen Qualität keinen Abbruch und gerade durch die Tatsache, dass auch Marta Jandova ("Dream Here") und L'amme Immortelle ("Burning Desire") wieder bei zwei der Lieder mit an Bord sind, macht die neuen Umsetzungen durchaus gelungen. Leider kann "Ready Or Not" nicht wirklich überzeugen - die bereits aus der Deutschen Version bekannten "Eckstein" rufe sowie die Zählerei wirken etwas deplaziert. Neu mit dabei ist diesmal Sharon den Adel (Sängerin von Within Temptation), die das Lied "Land Ahead" durch ihre Stimme bereichert. Leider harmonieret Deros Stimme nicht wirklich gut mit der ihren, daher ist diese Version des Liedes kein wirkliches Highlight (ich bin großer Within Temptation und Sharon den Adel Fan, darum hatte ich hier große Hoffnungen). Alles in allem ein gutes, wenn auch nicht überragendes Album, das wohl gerade für Fans oder jene, die die Musik, aber keine Deutschen Texte dazu mögen, interessant sein wird. Nicht weltbewegend aber auch nicht schlecht! 3 von 5 PunktenOk,wenn es OOMPH!gelingt mit diesem Album im Ausland zu punkten,dann ist das in Ordnung,ich persönlich fand schon immer die deutschen Lyrics von Dero am besten und englische Songs hatten OOMPH! ja auch eigendlich bis GLT immer mit an Bord,so das es nicht neu ist,wenn Dero Englisch singt!Es ist aber trotzdem witzig,sich diese 15(Power of Love gab es ja bereits auf Delikatessen)in Deutsch bekannten Songs mit englischen Lyrics anzuhören.Es steckt auf jeden Fall sehr viel Mühe dahinter aber es fehlt mir halt die musikalische Neuerung,weshalb ich auf das für Ende des Jahres angekündigte neue Album warte.Aber mit TRUTH OR DARE hat man auf jeden Fall ein schönes Stück Musik zur Überbrückung!! Das Ganze noch einmal 3 von 5 PunktenMir war bewusst, dass ich nichts "Neues" erwarten konnte. Mich hat die lyrische Umsetzung der Deutschen Texte interessiert. Ich weiß, wie schwer es ist zu übersetzten und dabei noch den rihtigen Rhytmus bei zu behalten. Da hat oomph mein volles Lob und Kompliment. Super Leistung. Allerdings finde ich die deutschen Versionen einfach schöner, die sind einfach schon lange im Ohr verwurzelt und ich weiß nicht, warum man gute, altbekannte Lieder noch mal auf Englisch aufnehmen muss. Der Kauf war kein reinfall und wer sich mit den Texten auseinander setzt wird sehen wie viel Mühe darin steckt, aber musikalisch keine Überraschung. Ich freu mich auf das nächste Studio Album, wenn die Jungs wieder zeigen was wirklich in ihnen steckt. Spiel es noch mal, Sam 5 von 5 PunktenIch finde die CD gehört in die Sammlung eines jeden Oomph!-Fans. Man kann gar nicht enttäuscht sein, denn auf ihrer Seite haben sie ja selbst gesagt, dass es sich bei 15 der 16 Stücke um eine englische, sinngemäße, Übersetzung handelt um auch im Ausland etwas bekannter zu werden. Die Lieder haben den selben Sound und liegen mit der selben Leichtigkeit im Gehörgang, wie die deutschen Originale. Ich finde die CD richtig gut. Einzig gestört hat mich, dass sie den Coversong "Power of Love" von Frankie goes to Hollywood mit rauf gepackt haben. Ein schönes Lied und auch von Oomph! sehr gut umgesetzt, aber hier hätte ich mir dann doch eher ein weiteres eigenes Lied gewünscht. Und auch die drei Sängerinnen (Sonja Kraushofer von L'Âme Immortelle, Sharon den Adel von Within Temptation und Marta Jandová von Die Happy) können in englischer Sprache überzeugen. |
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Sounds Of The Universe von Depeche ModeAudio CD von Mute (EMI)Preis bei Amazon: EUR 12,20, Angebote ab EUR 1,65 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: April 2009 |
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ProduktbeschreibungDepeche Mode - Sounds Of The Universe Aus der Amazon.de-RedaktionBereits ?Wrong?, die erste Single aus dem neuen-Depeche Mode-Album Sounds Of The Universe, kam mit den 80-er-Beats so wuchtig und ironisch daher, dass berechtigte Neugierde angesagt war. Nimmt man den Text wörtlich, müsste man dem britischen Elektronik-Trio recht geben: zur falschen Zeit die falschen Töne. Ganz bewusst und mutig setzen Martin Gore, Dave Gahan und Andy Fletcher auf Experimente statt auf Gefälliges, kramen aus dem 80-er-Jahre-Fundus nicht nur analoges Gerät, sondern auch Beeps und Sounds aus, die man schon vergessen glaubte - dazu die deutschen Pioniere Custer oder Neu!. Wider alle Hörgewohnheiten lautet die Devise schon beim Auftakt zu ?In Chains? mit irritierendem Kurzwellen-Gepiese und Frühzeit-Elektronik, das in eine düstere Hymne über Begehren übergeht. Thematisch bleibt das Trio also auch wieder ganz hedonistisch bei sich selbst, bei erotischen Obsessionen, seelischen Abgründen und intelligent verpackten Arroganz. Wie etwa bei ?Hole To Feed? mit einem schrägen Rockabilly-Riff, ?Come Back? dem lautstarken, effektvollen Electro-Rock, dem Glam-Rock-Knaller ?Corrupt? und ?Fragile Tension?, das eine zerrige Gitarre noch ungeduldiger und rigoroses klingen läßt. Kraftwerks Philosophie der?Mensch-Maschine? spricht aus dem romantischen Maschinen-Stückchen ?Little Soul?, Samples der deutschen Elektroniker tauchen auch beim Techno-Gospel ?Peace? und dem instrumentalen Electro-Dance ?Spacewalker? auf. Sinnliche Verführung und Sündenfall als Mystik-Ballade - das ist ?Jezebel?, ganz ruhig und sehr hintergründig - und sehr eindringlich. Auch mit ihrem zwölften Album haben Depeche Mode wieder mit den Regeln des Popgeschäfts gebrochen: Alles andere als gefällig, dafür aber gefällts. - Ingeborg Schober 5 Kundenrezensionen:30 Jahre alles gleich? - NEIN 3 von 5 PunktenHabe trotz der hier doch auch vielen Negativen Bewertungen dieses Album runtergeladen und bin doch überrascht - positiv! Klar ich habe diese Band auch 30 Jahre verfolgt und habe alle ihre Alben und Maxis undundund. Aber Leute - warum sollen sich Musiker nicht weiterentwickeln, wollt ihr die 27.DM Platte die wie die Vorgänger klingt nur mit anderem Plattencover? (So wie Rolling Stones) Oder gebt ihr den Musikern auch mal Zeit und Platz sich zu entwickeln?! Depeche Mode jedenfalls haben sich entwickelt von den frühen Anfängen bis heute, mit eindeutig Höhepunkten vor 15 Jahren. Aber sie klingen immer noch nach DM. Jedenfalls ist diese Platte kein Überflieger, oder Meisterwerk, aber eine die zum Zuhören zwingt, daß man die Songstrukturen hinter dem Gefiepse erkennt (was mir persönlich gefällt) Die Hammer Melodien oder Gänsehautfeelings gibt es nicht, aber sehr gute durchdachte Songs und ein paar Highlights wie Wrong, Little Soul oder In Chains. Jedenfalls können Sie immer noch unterhalten eine gute neue Platte abliefern und klingen um Meilen besser als die letzten beiden!! nothing`s wrong with it ! 4 von 5 Punktenzum glück haben depeche mode sich nicht vom kommerz einlullen lassen heute wo plattenfirmen gnadenlose auslese betreiben und bands die kommerziell nicht profit bringen sofort aus dem programm nehmen , weshalb auch auf die kohle kommt es denen mit sicherheit nicht mehr an höchstens darauf künstlerrich was zu bringen (was vernüftiges) und das haben sie auch getan auf diesem album auch wenn das ein paar ewig gestrige " fans " irgendwie anders sehen die den zeiten hinterhertrauern als man noch " behind the weel " mit eingedrehten haaren und irgendwelchen bescheuerten klamotten teeny girls klar zu machen hatte. wir leben im jahre 2010 guten morgen freunde zu solchen leuten da fällt mir nur frank zappas " po-jama people " ein, wie heisst es doch dort so schön " pojama people pojama people , take one home to you and save the dollar to day , pojama people i wish they all go away ! " Das Universum trägt jetzt Badeschlappen. 1 von 5 PunktenVon "Playing the Angel" to "Sounds of the Universe": Frontcover: Bei uns geht's um's Wesentliche. Fotos, Gähn, Corbijn Nr. 1193: Runtergehungert, knochig verschattete Gesichter wirken weniger milchbubig; soll ja beim Kauf keiner gleich merken, wie satt wir sind. Gleiche Aufstellung Coverrückseite wie PtA: Ministrant und Gruppen-Alibi/Statist Fletcher links, Flatliner Gahan (darf diesmal die Trademark-Sonnenbrille tragen) Mitte, Schmerzsimulant Gore rechts; Innen: Mode im Wald von wegen nicht nur Elektronerds sondern jetzt auch into Ökodings; dann Fletch mit Fernseher: Wir sind auch medienkritisch. Warum so düster gucken, Songs haben doch alle Hilliers Plink-Plonk-Streusel darauf? Z. B. 1 & 10: Vom dekonstruktiven" Störfunk gleich zum Kirchenorgelemulator deliriert. Ok, die "Lyrics": Krise als Chance, Schmollecke etc.: Wir sind ja alle Post-Christen, aber ein wenig fromme Tragik ist doch unterhaltsam, besonders die Gospel-Operettchen wie zuletzt auch von, äh, Moby; z. B. Bon-Jovi-Refrain Nr. 4 (soviel auch inzwischen zu dem), Goldfrapp-in-der-Betty-Ford Nr. 5, Everythingcounts101-Mitgröhl-Verschnitt-Nr. 7. Alibi-Riffs, damit uns Rockkäufer in die Billboards helfen, Gitarren-Posen mehr Applaus bekommen und weil wir - immer noch - am Synthipopper-Diss knabbern. Für Neues zahlen wir "Producer": z. B. lecker Autotunes KylipetrobbymadonUshop2boys Nr. 10. Auch Fettleibigkeit kann eine Form innovativer Weiterentwicklung sein und wenn ich was Verrücktes erleben will, trinke ich mein Mineralwasser manchmal sogar mit Kohlensäure. Wegen früherer Verdienste 1 Stern Rentenanspruch. Nr. 9 liefert den öffentlich-rechtlichen Degeto-Vorabend-Einschlaf-Krimi-Abspann. Wo ist der Tiefgang? 1 von 5 PunktenSeit fast 30 Jahren verfolge ich diese Gruppe. Leider ist das neue Album fast ganz ohne Tiefgang und die Gänsehaut-Harmonien von den Alben davor. Die Single Peace ist mehr als peinlich. Nun würde ich sagen vielleicht klappts beim nächsten Album... gewöhnungsbedürftig 4 von 5 Punktenich bin ein sehr großer depeche mode fan. und kenn sämtliche platten in- und auswendig. am anfang mag die scheide schon etwas sehr verdaulich sein und man bekommt nur sehr langsam einen wirklichen zugang, aber umso öfter man die cd hört umso mehr wunderbare dinge entdeckt man auf ihr. man muss sich erst reinhören - aber das war bisher bei jeder dm cd so ;) |
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