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Black Noise von Pantha du Prince
Preis bei Amazon: EUR 16,99, Angebote ab EUR 9,99 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Februar 2010
Tracks:
5 Kundenrezensionen:Black Noise 5 von 5 PunktenIch hab die Empfehlung für den Künstler aus dem TV - war ein guter Tip für ausgefallene experimentelle Musik! pantha witch project 5 von 5 Punktenein fein gewebter stoff ist das. plato hat geglaubt daß der mensch sehen kann weil kleine häutchen mit den bildern drauf auf die augen fallen. pantha du prince hingegen läßt die kleinen bilderhäutchen in den gehörgang fallen. die musik ist wie ein unheimlicher wald der von mal zu mal deutlicher zu sehen, hören und riechen ist. im vorletzten lied geht ein einsamer wanderer durchs unterholz: black noize ist ganz herrlich zusammengebastelt aus seltsamen geräuschen und gebimmel!!! kopfkino 5 von 5 Punktendie narrativen elemente koexistieren in nahezu perfekter symbiose zwischen den minimalisierten maschinenklaengen im gewand expressiver sachlichkeit und den organischen, sporadisch eingesprenkelten folkloristischen soundpartikeln, die hendrik weber durchaus bewusst entfremdet, geschreddert und in anderen frequenzen in >black = silent noise" transferiert hat. transzendenz erreicht diese cd durch die entwicklung eines eigentümlichen rhythmus, der sich aus sich selbst, also aus dem elektronischen baukasten generiert zu haben scheint, dennoch dazu anleitet, ganz genau hinzuhören (den aufprallenden regentropfen zu hoeren, ja zu schmecken!) und insofern der maschine und ihrem bediener >herz< einhaucht. black noise ist definitiv KEINE fahrstuhl- oder sonstige hintergrundmusik! aktives hoeren ist gefragt!!! am besten mit kopfhörern zu geniessen! Ganz tief im Schlick 5 von 5 PunktenAlso, die obige Beschreibung von den "kulturnews" kann man direkt überlesen und ist absolut überflüssig. Die Tracks funktionieren wunderbar im Club und auf dem Sofa. Wenn man Kategorien braucht würde ich das Gehörte als tanzbaren ambientigen ShoegazerTechno einordnen wollen. Das Scheibchen begeistert von vorne bis hinten, keine Lückenfüller oder derartiges sind hier zu finden. Es klingelt, zirpt, blubbert und brummt hier an allen Enden. Dabei verliert sich das Ganze nicht in einer verschwommenen Soße sondern bleibt immer schön durchschaubar(im positivem Sinne), obwohl es hier recht komplex und psychedelisch zugeht. Vereinzelt gibt es sogar Vocals zu hören, die sich wunderbar in die musikalischen Großtaten einfügen lassen. Ich mach es kurz: Wer das zweite Album schon mochte wird es nicht bereuen wenn er sich "Black noise" kauft. Mich überzeugt es auf ganzer Linie und zaubert ein nachhaltiges Grinsen in mein Gesicht, deswegen volle Punktzahl! WORD!!! Hörbar gemachte Stille 5 von 5 PunktenVon der trügerischen Idylle auf dem Cover zu Hendrik Webers (alias Pantha Du Prince) drittem Album darf man sich nicht täuschen lassen. Das Bild zeigt die pittoreske Kapelle St. Bartholomä am Westufer des Königssees. Aufgenommen wurde das Album jedoch in einem Dorf in den Schweizer Alpen, das vor 200 Jahren von einer Lawine verschüttet wurde. Passend in diesen Kontext fügt sich der Albumtitel "Black Noise" ein, der das für das menschliche Ohr unhörbare tieffrequente Bassbrummen vor Naturkatastrophen wie Tsunamis, Erdrutschen oder Erdbeben bezeichnet. Solche Frequenzen, die kaum wahrnehmbar sind, aber bedrohlich wirken und eine beklemmende Faszination ausüben, sind die Seele dieser Soundexpedition, auf der dieser Elektrotüftler und Laptopbastler immer einen explorativen Überraschungsmoment für den Zuhörer parat hält. Knochentrockene Realsounds zwischen Subtilität und Melancholie werden in einem Korsett aus anonymen Minimaltechno, abstrakten Ambient und Motiven ländlicher Mystik eingefangen. Die Grooves rollt er sukzessive wie einen Teppich aus. Darüber legt er dann seinen atonalen Noise. Die Synthielinien lässt er mit viel Reverb arbeiten und zerschreddert sie schließlich mit künstlichen Drumsequenzen. Angereichert wird diese Soundlandschaft mit hypnotischem Klacken und Glockenklimpern. Dazu klopft und hallt es eiskalt, als ob jemand in einem Resonanzkörper wie einer Kuppel oder einem Tunnel pulsartig mit dem Hammer gegen die Wand schlägt, was auf den Hörer immer eine ähnlich düstere und kryptische Wirkung entfaltet, wie man sie aus Lynch-Filmen kennt. Psychedelische Sounds wie das Starten eines Motors, das Knarzen von Bäumen oder die Töne von Flipperautomaten werden sorgfältig in die Tracks eingewoben. Unter diese reproduzierten Naturgeräusche legt er dann seine chilligen Beats und kreiert so elektronische Musik aus der Experimentalecke mit einer sehr dichten und authentischen Atmosphäre, mit der er sich bereits einen Namen in der Szene gemacht hat. Für Depeche Mode remixte er Lilian vom Playing The Angel Album und für Bloc Party den Track Signs. Jedes einzelne Stück des Albums lebt in seinem eigenen Mikrokosmos. Beim ersten Hören erfasst man nicht alles dieser Welten. Erst nach mehrmaligem Abtauchen offenbart sich die ganze Breite des Kontrastes der Klangtexturen. Die Balance aus natürlichen Field Recordings und künstlichen Electrosounds funktioniert auf dem knapp 70-minütigen Album, weil die Arrangements äußerst präzise durchdacht und aufgebaut sind. |
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