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Battle for the Sun von Placebo
Preis bei Amazon: EUR 9,97, Angebote ab EUR 7,34 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Juni 2009
Tracks:Disk 1
Disk 2
Aus der Amazon.de-RedaktionXTC, MDMA, Acid, Morphine oder Codeine. Drogen übten schon immer einen Reiz auf Bands aus, so oder so. Placebo mochten dieses Klischee nicht, und so ist ihr Bandname zwar ein satirischer Gegenentwurf, letztendlich aber nur ein Wort, das gut klingen und sich einprägen soll. Genau das ist den Engländern, deren familiären Wurzeln bis in die USA, Schottland oder Schweden reichen, prächtig gelungen. Streng aus dem Lateinischen übersetzt bedeutet Placebo ?ich werde gefallen? und genau das trifft auf Battle For The Sun zu. Die Gruppe um den androgynen Sänger Brian Molko kann auf eine extrem erfolgreiche, fast knickfreie Karriere zurückblicken, aber Glück und Zufriedenheit haben damit nichts zu tun. Wenn Molko einem gleich im Eröffnungsstück ?Kitty Litter? ein ?I need a change of skin? entgegenschleudert, dann wird einem sofort klar, dass damit kein musikalischer Wandel gemeint sein kann. Der ging schon immer einher, aber egal ob die Schwerpunkte Richtung Pop-Melodien, Orchestrationen, Bläser, metallische Elemente, Glam, Alternative-Rock, Bombast, Reduktion, Elektronik oder Melancholie verschoben wurden, ihr einzigartiges Klangzentrum haben Placebo nie verlassen. Daran ändert auch David Bottrill, der Studio-Veteran (Tool, Silverchair, Kid Rock) und langjährige Wegbegleiter von Peter Gabriel, trotz satter Produktion nichts. Das eigentlich Neue an dem härtesten Album von Placebo sind die Texte, und die drängen nicht nur ins Licht, sie kämpfen sich vor. ?I will battle for the sun / I won?t stopp until I?m done? heißt es im Titelsong, oder selbstreflektorisch ?I?ve been wasting all my time / With the devils in the details? in ?Devil In The Details?. Kennen wir das nicht alle, sich über Kleinigkeiten zu echauffieren anstatt sich am Ganzen zu erfreuen? Damit machen Placebo Wege für die Zukunft frei und so ganz nebenbei verdrängt das eine kleine Anekdote: Der Track ?Ashtray Heart? trägt nicht nur den Titel eines alten Stückes von Captain Beefheart, er war auch der ursprüngliche Bandname von Placebo. - Sven Niechziol 5 Kundenrezensionen:naja, viel is nich mehr... 2 von 5 Punktenda is ja nicht mehr viel, deshalb kann man's kurz machen. Nur noch für monogame Placebo-Fetischisten geeignet, uninspiriert, unkreativ, langweilig ohne Drive. Da kommt gar nichts mehr rüber, klingt schon beim ersten Lauf wie zum x-ten mal gehört und nur als eine Art "Lebenszeichen" gemeinte Scheibe. Vielleicht für Ersthörer... Neuer Drummer neuer Sound? 5 von 5 PunktenFür mich das erste PLACEBO-Album nach dem Debüt, das man von A-Z durchhören kann und das immer wieder. Die Nachbesetzung von Steven Hewitt hat mich zunächst nachdenklich gestimmt, da er mit seinem anspruchsvollen und kraftvollen Spiel Brians extravaganten Gitarrenparts die besondere Note gegeben hat. Diese Aufgabe wurde jedoch mit Bravour gelöst und wird auch Live super umgesetzt, wovon ich mich persönlich überzeugen konnte. Was dem Album fehlt (mir aber nicht) sind die extrem melancholischen Songs. Der neue Sound mit Gitarrendowntunings steht PLACEBO sehr gut und auch die Geigenfills z.B. bei Battle for the sun dienen der kontinuierlichen Weiterentwicklung die man bei anderen Bands, die so lange im Geschäft sind, oft vergeblich sucht. Kompliment an Brian & Co. bestes Placebo-Album 4 von 5 PunktenSeit Without You I'm Nothing wartete man auf das nächste gute Placebo-Album. Und nach Best Of und andere Banalitäten ("MEDS") kommt dann diese Platte in Neubesetzung. Typisch Placebo, aber viel besser, weniger Froschgesang, mehr Melodie und sehr viel Kreativität. Dann sind welche erwachsen geworden. Kaufempfehlung! Neues Label, neuer Drummer, neues Album, neuer Sound. 3 von 5 PunktenNeues Label, neuer Drummer, neues Album, neuer Sound. Placebo legen mit Battle For The Sun ihr sechstes Studiowerk vor, dessen dreizehn Songs dem "ziemlich dunkeln" Meds ein Konglomerat bunter, "farbenfroher" Stücke diametral entgegensetzen. Auf der Suche nach der positiven Energie der Sonne frönen Placebo einem bis dato nie da gewesenen Optimismus, der sich in der Intonierung einer neuen Fröhlichkeit niederschlägt. Das Trio hat zwar keine 180°-Wende beschritten, doch es scheint als hätten Placebo eine Verjüngungskur durchlaufen. Vor allem die personelle Veränderung am Schlagzeug ist deutlich zu hören: Steve Forrests Punkrock-Wurzeln verleihen Battle For The Sun eine Frische und Kraft, die im Kosmos Placebo bisher unter den Teppich gekehrt wurde. Dort, wo der ehemalige Mann am Schlagzeug, Steve Hewitt, den Songs jedoch Platz zur Entfaltung ließ, sein Spiel in den Hintergrund stellte, drischt der Neue ungestüm auf die Bassdrum. Dem neuen Druck fällt dabei die düstere Melancholie zum Opfer, die einst im Mittelpunkt des Schaffens von Placebo stand. Die fragilen Balladen sucht man auf Battle For The Sun vergebens. Einzig das zurückgenommene, aber leider zum Bonus-Track degradierte Piano-Stück The Movie On Your Eyelids vermag an die alten Glanzzeiten anzuknüpfen. Die Briten widmen sich stattdessen vornehmlich dichten Uptempo-Nummern. Es regieren harte Gitarrenwände und aggressive Vocals. Repetetiv legen sich die Lyrics über den namensgebenden Track Battle For The Sun, dessen scheppernde Gitarren sich Schicht für Schicht auftürmen, um durch den Aufbau eines immensen Spannungsbogens in einer monumentalem Explosion zu münden. Ähnlich wie Ashtray Heart, dessen klebrig-poppiger Mitsing-Refrain einfach nicht zu Placebo passen will, ist dagegen auch die erste Single For What It's Worth ein radiotaugliches Pop-Nümmerchen. Dank orchestralem Bläsereinsatz geht der Song rasch ins Ohr, verliert sich jedoch schnell in seichten Oberflächlichkeiten. Da macht auch die unpassend eingestreute Titelmelodie von Tetris nichts mehr wett. Interessanter sind da schon experimentelle Ansätze wie in Julien, das anfänglich durch ein stumpf-technoides Intro irritiert, plötzlich in eine impulsive Orgie zwischen Schlagzeug und Gitarre über gleitet und sich durch Hinzunahme harter Geigen-Arrangements zu einem wahren Monster an Song entwickelt, das der Intensität eines Twenty Years in Nichts nachsteht. Placebo beweisen auf Battle For The Sun zwar über weite Strecken große Vielseitigkeit, es bleibt jedoch ein bitterer Beigeschmack. Das Trio war nach dem Überalbum Without You I'm Nothing schon keine großartige Albenband mehr. Eine mehr als von Grund auf solide Leistung erbrachten sie über Albumlänge nie wirklich, doch dass mit der Entscheidung für einen Platz im Sonnenlicht von dreizehn Songs gut die Hälfe einfach Lückenfüller sind, ist neu. Das Album will nicht in Fluss kommen, Titel wie die Haudrauf-Nummer Breathe Underwater oder der Meds-Aufguss Devil In The Details verführen nicht zwingend zur Betätigung der Skip-Taste, nachhaltig im Gedächtnis bleibt dennoch kaum etwas. Um Battle For The Sun im Ganzen etwas abzugewinnen, sollte man den neuen Songs live eine Chance geben. Aus jedem noch so schwachen Lied wird auf großer Bühne das Optimum herausgeholt. Hier zeigt sich, was Placebo eigentlich sind, eine der besten Live-Bands unter der Sonne - und das sowohl im Stadion als auch im kleinen Club. Dafür hätte ich auch das doppelte bezahlt! 5 von 5 PunktenIch habe die CD meinem Freund zu Weihnachten geschenkt und war zuerst nicht wirklich erfreut darüber, Placebo jetzt noch öfter hören zu müssen, aber diese CD ist wirklich toll. Die Lieder sind sehr speziell und eingängig. Placebo ist zwar wie gewohnt kritisch, doch sind die Songs nicht immer nur depressiv, sondern auch wirklich schön und melodisch. Super CD! |
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